Die Macht deiner Gedanken...


r.montagne hat folgendes geschrieben:


Ich bin deine Gewohnheit….

An unseren Gewohnheiten können wir arbeiten. Wir interpretieren und handeln gewohnheitsmäßig.


Ja.
Zitat:
Das Denken selber lässt sich nicht bestimmen oder manipulieren.


Da möchte ich dir gerne heftig widersprechen. Es ist die Aufgabe, das Denken selbst zu bestimmten und keine unerwünschten Gedanken, weil niederen Inhalts, mehr zuzulassen. Sie dürfen nicht gedacht werden.

Da muss eine innere Autorität sich hinstellen und bestimmen, welche Gedanken gedacht werden dürfen und welche nicht.

Steiner drückt das mit dem Hüter der Schwelle aus.

Die anderen mit dem inneren Beobachter. Der beobachtet nicht nur, der zieht Rückschlüsse aus den Beobachtungen und handelt dann anders:

er weiß dann, welche Gedankken gedacht werden dürfen und welche nicht.

Das ist Selbstverantwortung, denn alles andere im Leben ist die Folge der gedachten Gedanken. Unabänderlich.
Tja ...

da haben wir es wieder ...


wir müssen bewußter ... leben


schönen Tag
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Was ist diese Konzentration des Gedankenlebens? fragt R. Steiner und antwortet:

http://wiki.anthroposophie.net/Anthroposophie

Auszug:
Zitat:
Rudolf Steiner über Wesen und Methode der Anthroposophie


Zitat:
"Geisteswissenschaft, wie sie hier gemeint ist, strebt nicht an die Begründung irgend einer neuen Religion oder irgend einer neuen religiösen Sekte oder dergleichen. Geisteswissenschaft will sein oder glaubt sein zu dürfen dasjenige, was unserer gegenwärtigen Kultur auferlegt ist in geistiger Beziehung...

Wie aber tritt uns im Leben das Gedächtnis, die Erinnerungskraft entgegen? Längst vergangene Ereignisse kommen in Bildern in unsere Seele herein. Die Ereignisse sind längst vergangen, aber die Seele hat es mit sich selbst zu tun. Sie hat es damit zu tun, daß sie heraufzaubert das vergangene Erlebnis aus den Tiefen des inneren Lebens. Und man kann das, was da heraufkommt aus den Seelentiefen, mit dem ursprünglichen Erlebnis vergleichen. Blaß sind die Erinnerungen gegenüber den Bildern, die uns die Wahrnehmung der Sinne bietet. Aber mit der Integrität des Seelenlebens hängen sie zusammen. Und wir könnten uns in der Welt nicht zurechtfinden, wenn wir nicht das Gedächtnis hätten. Diesem Gedächtnis aber liegt die Kraft des Gedächtnisses zugrunde. Die Seele kann dasjenige, was in ihren Erinnerungen verborgen ist, durch die Kraft des Gedächtnisses heraufholen. Aber da gerade setzt nun Geisteswissenschaft ein. Nicht das Gedächtnis als solches — ich bitte ins Auge zu fassen, was ich sagen will —, nicht das Gedächtnis als solches, wohl aber die Kraft, welche dem Heraufholen eines geistigen Inhaltes aus den Tiefen der Seele zugrunde liegt, diese Kraft kann verstärkt werden, ins Unbegrenzte verstärkt werden, so daß sie im Leben der Seele nicht bloß verwendet wird, um durchgemachte Erlebnisse aus der Seele heraufzuholen, sondern daß sie zu etwas ganz anderem verwendet werden kann. Nicht äußere Methoden, die im Laboratorium verfolgt werden können, nicht das, was man durch die äußeren Sinne wahrnehmen kann, liegt zugrunde den geistes-forscherischen Methoden, sondern intensive Seelenvorgänge, die jeder durchmachen kann. Das, was den Wert dieser intensiven Seelenvorgänge ausmacht, ist die unbegrenzte Steigerung der Aufmerksamkeit im Menschenleben, oder wie man es nennt: die Konzentration des Gedankenlebens.

Was ist diese Konzentration des Gedankenlebens?


Wichtig erscheint mir dieser Abschnitt:
Zitat:

Nicht darauf kommt es an, daß wir diese Vorstellung betrachten; sie gibt uns nur eine Gelegenheit, unsere Seelenkräfte zusammenzuraffen, zusammenzudrängen. Auf dieses Zusammendrängen der Seelenkräfte kommt es an. Denn dadurch gelangen wir allmählich dazu — ich muß da wiederum auf das Nähere in meinen Büchern verweisen —, wirklich das Geistig-Seelische, das in uns ist, wie der Wasserstoff im Wasser ist, herauszureißen aus dem Physisch-Leiblichen, es frei zu machen vom Physisch-Leiblichen. Nicht sozusagen in einem Ansturm ist das zu erreichen, was ich jetzt charakterisiert habe. Es brauchen die meisten Menschen ein jahrelanges Arbeiten in solchen Konzentrationen, wenn auch das Tagesleben von solchen Konzentrationen nicht abgelenkt wird; denn man kann sie nur durch wenige Minuten, höchstens durch Teile einer Stunde festhalten, aber man muß sie immer und immer wiederum wiederholen, bis es wirklich gelingt, die Kräfte, die sonst nur schlummern in der menschlichen Natur — die im Alltagsleben ja auch da sind, die aber schlummern —, so zu verstärken, daß sie wirksam werden in unserer Seele und herausreißen das Geistig-Seelische aus dem Physisch-Leiblichen.Da ich, wie gesagt, nicht herumreden möchte in abstrakter Art, sondern Ihnen Tatsachen mitteilen möchte, so sei es gleich gesagt, daß, wenn es dem Geistesforscher gelingt, durch Energie und Ausdauer, durch Hingabe an seine Übungen wirklich zur Frucht seiner Übungen zu kommen, er dann zu einem Erlebnis gelangt, das zunächst genannt werden könnte ein Erlebnis des rein inneren Bewußtseins. Man weiß mit einem Worte von einem bestimmten Zeitpunkte an einen Sinn zu verbinden mit dem Worte, das vorher sinnlos war: Ich weiß mich außerhalb meines Leibes; ich bin, mein Inneres erfassend, mein Inneres erlebend, außerhalb meines Leibes.

Ich will Ihnen von diesem Erlebnis im einzelnen erzählen. Zunächst verspürt man, daß wirklich die Denkkraft, die sonst nur in den Verrichtungen des Alltags sich regt, sich loslöst vom Leibe.


Er unterscheidet:
Zitat:
Es ist dasjenige, daß zur Geistesforschung wenig sich solche Personen eignen, welche an Halluzinationen, an Visionen oder ähnlichen krankhaften Seelengebilden und Seelenzuständen leiden. Je weniger der Mensch dazu neigt, was ja doch nur eine Reminiszenz des Tageslebens ist, desto sicherer kommt er vorwärts auf dem Gebiete der Geistesforschung. Und darin besteht ein großer Teil der Vorbereitung zur Geistesforschung, daß man alles dasjenige, was nur irgendwie unbewußt aus der Menschenseele sich aufdrängen könnte in solch krankhafter Art, genau unterscheiden lernt von dem, was als ein neues Element, als eine geistige Wirklichkeit durch die geisteswissenschaftliche Ausbildung der Seele eintreten kann.


Eigentlich hat er sehr viel dazu gesagt, man muß nur ein bißchen kramen, um mehr zu erfahren.

Zitat:
ch möchte gerade einen radikalen Unterschied angeben zwischen dem Visionären, dem Halluzinatorischen und dem, was der Geistesforscher erschaut. Warum ist es denn so, daß so viele Menschen glauben, schon in der geistigen Welt drinnen zu stehen, wenn sie nur Halluzinationen und Visionen haben? Ja, die Menschen lernen so ungern etwas wirklich Neues kennen! Sie halten so gerne an dem Alten, in dem sie schon drinnen stehen, fest. Im Grunde genommen treten uns in Halluzinationen und Visionen die krankhaften Seelengebilde so entgegen, wie uns die äußere sinnliche Wirklichkeit entgegentritt. Sie sind da; sie stellen sich vor uns hin.


Nichts geht, ohne an sich zu arbeiten.

Zitat:
Ich habe davon gesprochen, daß der Geistesforscher alle Kräfte seiner Seele, die im gewöhnlichen Leben schlummern, konzentrieren, heraufarbeiten muß. Das erfordert aber, daß er eine seelische Energie, eine seelische Stärke anwendet, die im äußeren Leben nicht da ist. Aber diese Stärke muß er immer festhalten, wenn er eintritt in die geistige Welt.


Weiterlesen nach Wunsch und Bedarf.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Eckhart Tolle kann einem diesen Weg wunderbar ... weisen

z. Bspl.: "Jetzt"

fG
Rose

*allerdings hat alles seine Zeit
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Zitat:
Soraja
Da möchte ich dir gerne heftig widersprechen.


Das kannst du gerne tun, Soraja. Einfacher wäre es jedoch, die Gedanken wie Wolken zu betrachten. Sie erscheinen und sie vergehen. Ein Gedanke, den man bekämpft, den lädt man nur unnötig mit Energie auf und macht ihn dadurch stark. Warum sollte man das tun? Einfacher wäre es, die Gedanken wie Wolken erscheinen und ziehen zu lassen, ohne sie mit unnötiger Aufmerksamkeit zu versorgen.

Du bist nicht der Denker der Gedanken, du bist nur der Raum, in dem Gedanken erscheinen.

Liebe Grüße,

R.
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Wirf den Helden in deiner Seele nicht weg. Halte heilig deine höchste Hoffnung.

F. Nietzsche
r.montagne hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Soraja
Da möchte ich dir gerne heftig widersprechen.


Das kannst du gerne tun, Soraja. Einfacher wäre es jedoch, die Gedanken wie Wolken zu betrachten. Sie erscheinen und sie vergehen. Ein Gedanke, den man bekämpft, den lädt man nur unnötig mit Energie auf und macht ihn dadurch stark. Warum sollte man das tun? Einfacher wäre es, die Gedanken wie Wolken erscheinen und ziehen zu lassen, ohne sie mit unnötiger Aufmerksamkeit zu versorgen.

Du bist nicht der Denker der Gedanken, du bist nur der Raum, in dem Gedanken erscheinen.

Liebe Grüße,

R.

Ich habe auch nicht von bekämpfen gesprochen, sondern davon, dass ich es für wichtig halte, zu lernen, dass man selbst entscheidet, was man denkt.

Wolken kann ich nicht beeinflussen, aber meine Gedanken sehr wohl, deshalb finde ich Wolken einen sehr unpassenden Vergleich.

Gedanken sind viel mehr so etwas, wie das, das ich hier aufschreibe.

Ich entscheide mich, was ich aufschreibe und ich entscheide mich, was ich denke.

Und ich entscheide mich auch, ob ich denke oder ob ich eine Pause mache.

Das ist für mich das (eine)Ergebnis von spiritueller Arbeit und es ist genau wie mit einem Musikinstrument: je mehr man übt, umso besser kann man es.
Das andere Ergebnis aber ist die Liebe, die durch die Kontrolle der Gedanken entsteht: je wahrer, also je liebewahrer das Wort ist, das ich denke und rede, umso mehr Liebe wird erzeugt, die dann die Seele wiederum empfinden kann.
Namaste

Bis zu einem gewissen Punkt stimme ich bisher mit allen Beiträgen überein. Ich glaube das man Gedanken sehr wohl beeinflussen und in Richtung bringen kann und das ebenso ein willentliches Nichtdenken möglich ist. Das Werkzeug hierfür ist bei mir u.a. die Meditation und die Rezitation verschiedener weiser Texte. Andererseits ist es schon so wie Montagne sagt, der unbezähmte Geist kann zuweilen wie ein Orkan aus Gedanken sein und dann ist man tatsächlich nur der Körper für diese. Beide Zustände haben allerdings eines gemeinsam, sie beeinflussen das Außen nicht nur, sie lassen Es entstehen.

Eben darum ist es so immens wichtig den Geist zu kontrollieren und sich in Achtsamkeit zu üben, denn wie sagte schon Lord Buddha:

"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."


LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Zitat:
Eben darum ist es so immens wichtig den Geist zu kontrollieren und sich in Achtsamkeit zu üben, denn wie sagte schon Lord Buddha:

"Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt."


Das seh ich auch so, lieber Tiro, ich bin davon überzeugt, dass der Mensch ein Entscheidungen treffendes Wesen ist und er auch entscheidet was er denkt. Leider entscheiden wir uns oft nur unbewusst. Von daher finde ich es ganz wichtig, dass wir lernen dies bewusst zu tun, bzw.uns selbst zu kontrollieren, damit wir nicht Sklaven unserer Gedanken sind, sondern die Herren.

>Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. Ein Haßgedanke muß durch einen mächtigeren Gedanken der Liebe vernichtet werden. Kriegsgedanken zerstören alle Eintracht, Wohlfahrt, Ruhe und Freude.
Gedanken der Liebe schaffen Kameradschaftlichkeit, Frieden, Freundschaft und Glückseligkeit.<


sagte Abdu'l-Baha in den ANSPRACHEN IN PARIS

Wie könnten wir dies umsetzen wenn es uns nicht möglich wäre selbständig zu denken. (Dass das Umsetzen dieser Worte nicht einfach ist, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Da gibts auch noch einiges zu üben.)

Schöne Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
@all!

Wenn ich spreche oder schreibe, so habe ich keine Gedanken, denn diese formen sich sofort zu Worten.

Ausserdem strebe ich bei jeder Meditation den gedankenfreien Zustand an, sodass eine angenehme Leere im Bewusstsein auftritt.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
In mancher Hinsicht mag das stimmen, aber nicht in jeder Hinsicht.