Gefühle im Traum beherschen-aber wie?


Hallo erst mal, =)

zu meiner Person: ich bin eine junge 19jährige Frau und komme bestens mit meiner Familie und Freunden aus. Ich habe sehr wenig stress reagiere aber schlecht auf ihn... (falls es zu wissen nötig ist)

Worauf ich hinaus möchte ist, dass ich mich immer Wunderbar an meine Träume erinnern kann und konnte. Vor 2 Jahren habe ich dann erfahren das man sich nach seinem eigenen Willen im Traum bewegen kann/ dinge geschehen lasse kann etc.

Also bin ich den Typischen empfehlungen gefolgt wie z. B. Traumtagebuch führen und solche dinge. Ich erinnere mich immer Preziese an meine Träume fasse sie auch exakt so nieder. Ausserdem erkenne ich in letzter Zeit fast immer das ich mich in einem Traum befinde. Und ich versuche sie zu steuern. Was, wie ich zugeben muss, eine recht hoprige angelegenheit ist.

Ich weiß das ich Tierisch auf meine Gedanken achten muss. Und habe diese auch recht gut unter konntrolle so das ich im Traum immer eine gewisse Macht habe. Aber ich schaffe es einfach nicht ruhig zu denken wenn ich mich in Stresssituationen befinde.
Außerdem ist mir aufgefallen das ich im Traum nicht zu 100% rational denke ich passe mich automatisch der Situation an die mir gegeben wird.

Und so stolpere ich mehr durch meine Träume als das ich wirklich tuen kann was mir beliebt.

Kann mir jemand helfen? Weiß jemand wie ich Ruhe bewahren kann?
Meine Träume sind immer ein Abenteuer für sich.

Ich hänge meinen letzten Traum an damit ihr versteht was ich meine:

Ich sitze an einem Tisch, entspannt unterhallte ich mich mit einer Frau rechts von mir. Sie steht an der kleinen Küchen Nische und werkelt dort herum wehrend sie sich beim Sprechen manchmal lachend zu mir rumdreht. Und obwohl ich so entspannt mit ihr spreche habe ich doch keine Ahnung wer sie ist, noch worüber wir uns unterhalten.
Die Sonne strahlt mir von hinten durch das kleine Fenster in den Rücken, wehrend ich die Atmosphäre geniese und an meinem geschmacklosen Tee nippe. Draußen höre ich Vögel zwitschern und da frage ich mich ob sich das Haus in einem Wald befindet. Ich sehe über den Tassenrand das kleine Zimmer an. Vorne links keine 3 m entfernt ist eine Tür, die einzige. Rechts von mir die Küchen Nische von der getrocknete Sträucher hängen und einen beruhigenden Duft von Kräutern im Raum verteilen. Die Wände sind mit dunklem Holz Verkleidet und der Boden ist mit Kaminroten Kacheln versehen, die in der Sonne schimmern. Der ganze Raum ist zwar etwas schmuddelig aber von der gemütlichen Sorte.
Ich neige leicht denn Kopf zu der Frau und antworte ihr mit etwas das man wohl ein scharmantes lächeln nennen würde, als sie aufhört zu sprechen.
Und da passierte es, als ich die unverständlichen Worte aussprach und mich fragte was ich da von mir gab. Es war ein Fehler. Mit so etwas wie einem ´klick´ kam ich zu Bewusstsein. Und als würde sie es wissen hörte sie auf. Kein lächeln. Keine Bewegung. Sogar die Vögel die ich gehört hatte waren still. Es war als würde die Situation selbst die Luft anhalten, darauf wartend was ich als nächstes tuen würde. Als mir der Gedanke kam wissen zu wollen wer sie war, wirbelte sie schon herum durch die Tür aus dem Zimmer. Und ich fast zeitgleich hinterher.
Die Tür schlug in der Sekunde ins Schloss als ich sie erreichte. Panik beflügelt meine Schritte. Ich will wissen wer sie ist möchte mit ihr Lachen. Und habe das unglaublich herzzerreißende Gefühl, jemanden wichtigen jeden Augenblick zu verlieren. Im Laufschritt reiße ich die Tür auf. Ich öffne den Mund, will ihren Namen Rufen. Und als mir Bewusst wird das ich ihn nicht kenne falle ich auch schon.

Noch die Luft für den schrei anhaltend Stürzte ich vorn über in den Himmel. Ein Wunderschöner blauer Himmel und weise Wolken. Wie an einem angenehmen Sommertag. Während mein Verstand dahinter zu kommen versucht wie ich in so hohe lüfte gelangt bin setzt mein Herzschlag eine Runde aus.
Nur um rasend weiterzugehen als das Fallgefühl einsetzt und ich es mit der Angst zu tun bekomme. Panisch Fuchtel ich mit den Armen als ich dem Erdboden entgegenfalle. Die Frau war Vergessen. Stattdessen komme ich nicht umher zu bemerken das ich in höchsten Höhen Bad Mergentheim entgegenfalle. Nur größer. Größer?
Ich sehe hinab und meine Augen werden groß als mir bewusst wird das das ein Traum ist. Denn ich Sehe mich selbst in unzähligen Straßen aus geträumten Träumen herumlaufen. Sehe über den Horizont wissend das dies Bereits ein zweites Mal geträumt wird, oder ein drittes, oder ein viertes mal.
Meine Träume sind wie Pläne aufgebaut. Ich bin immer Igendwo. Was es mir leichter macht sie wie einen Riesigen Land Plan zu sehen. Sie Starten aber fast immer in der Stadt in der ich Wohne. Sie ähneln ihr zwar, aber viele Gegenden sehen in meinen Träumen anders oder größer aus. Am schlimmsten ist es aber wenn sich zwei Landschaften übereinander schieben. Es ist dann als hättest du zwei auf Folie gedruckte Bilder die du dann aufeinander legst. Nur dass sie sich dann meistens durch irgendeine Handlung noch bewegen. Das ist dann meistens so verwirrend das mein Verstand die Situation nicht packt und ich aufwache. Naja so viel dazu.
Mein Herz schlägt immer noch wie wild als das Adrenalin durch meine Adern gepumpt wird. Panisch versuche ich eine Lösung zu finden als ich auch schon krachend auf einen Stuhl falle. Einen Stuhl. Mitten im Himmel.
Als das einzige Objekt in meiner Reichweite Kralle ich mich natürlich daran fest. Und aus irgendeinem konfusen Gedanken fühle ich mich gezwungen mich gerade darauf zu setzten. Wenn ich jetzt genauer darüber nachdenke wahrscheinlich weil wir als Kinder immer im Schneidersitz auf Stühlen saßen und unsere Mutter dann mit uns geschimpft hat. Also sitze ich kerzengrade auf einem Stuhl in der Luft und kralle mich mit den Händen Rechts und Links in den Sitzt.
Als ich mich Wundere das nichts weiter Passiert verliert der Stuhl auch schon seine Schwerelosigkeit und abermals stürzte ich dem Erdboden entgegen. Ich presse meine Hände an den Sitz und versuche ihn nach oben zu drücken, wie ein Pilot der Versucht ein Passagierflugzeug wegen Turbulenzen wieder unter Kontrolle zu bringen. Ich keuche vor Anstrengung und bekomme nur schwer Luft. Schaffe es aber das sich der Stuhl nach vorne Bewegt und langsamer wird. Ich schwöre noch nie habe ich in einem Traum etwas Schwierigereres getan als diesen Verdammten Stuhl unter meine Kontrolle zu bringen! Als würde es helfen Versuche ich meinen Oberkörper nach oben zu drücken doch jedes Mal wenn ich wieder etwas nachlasse um Luft zu holen verliere ich Kontrolle, sacke ab oder kippe zur Seite. Nach einer kleinen Ewigkeit schaffe ich es dann doch unter enormen Anstrengungen dem Boden nahegenug zu kommen um zu landen. Ich steuere von der Seite auf die Straße nach Igersheim zu. Als die Stuhlbeine den Boden scheppernd berühren fliege ich vorn über von der Straße in die Wiese des dort angelegten Parks.
Hundemüde bleibe ich liegen. Ich fühle mich als habe man mich mit blei gefühlt. Und wäre es nicht lebensnotwendig hätte ich gerne auch auf die Anstrengung zu Atmen verzichtet.
Mein Atem beruhigt sich aber als ich mit geschlossenen Augen im kühlen Grass liege und den wind über mich streichen fühle und das rascheln der Blätter der hohen bäume weit, weit über mir höre.
Ich öffne die Augen und fühle mich ruhig und sicher, die Bäume sind lang, sehr lang und von oben fallen Blätter, die Kinder um mich herum lachend aufzufangen versuchen. Ich bin in einem Park wird es mir klar. Und als ich mich umsehe weiß ich, dass da vorn eine Brücke ist die eigentlich recht klein und schmal ist. Für mich aber einen gigantischen Fluss überbrückt der in einem anderen Traum in eine weit entfernte Welt führt, grau und traurig wie ich mich erinnere.
Ich wende den blick ab denn ich weiß das Gefühle in meinen Träumen wie Magnete wirken, sie ziehen mich an. Und umso weiter ich dem Strudel entgegen schwimme, umso größer wird der sog. Das Problem bei der ganzen Sache ist, und das ist auch der Grund weshalb ich meine Träume nur minimal beeinflussen kann der, das ich Gefühle WILL. Gleich ob sie positiver oder negativer Natur sind. Solange ich die Aussicht auf Gefühl oder besser gesagt auf Erlebnis habe machen sich meine Träume selbstständig. Im Großen und Ganzen könnte man also sagen ich bin wie ein Pingpong Ball der von einer Seite auf die andere geschlagen wird. Ich kann lediglich beim Aufschlagen minimal die Richtung des Flugs bestimmen. Traurig nicht wahr?

Ich stehe auf und spaziere durch den Park. Neben einem der Langen schlanken Bäume beugt sich gerade meine Mutter und Pflückt etwas das wie ein Kraut aussieht. Mit vollen Händen Stopft sie sie in einen Beutel den sie in der anderen Hand hält. Sie sieht auf als ich sie bemerke und lächelt.
: Hilfst du mir?: fragt sie. Ich lächle und sehe neben ihr auf dem Boden einen weiteren Beutel liegen. Als ich mich danach beuge lenkt ein glitzern meine Aufmerksamkeit auf sich. Direkt neben mir steht einer der schönen hohen Bäume. Und aus einem riss der sonst glatten rinde fließt zäh eine Honiggoldene Substanz. Ahorn? Einer der Sonnenstrahlen hat es vereinzelt durch die Baumkrone geschaft und beleuchtet den Tropfen. Wunderschön schimmert er. Ich beuge mich vor um ihn abzulecken. Halte dann aber ein, weil ich das Gefühl nicht loswerde das etwas Schreckliches passieren wird.
:Wollen wir nach Hause gehen? Es wird schon dunkel :
Das Licht war verschwunden. Mama auch. Stockfinster. Meine Hände tief in die Jackentaschen drückend krampfe ich zusammen und beginne eilig damit zum Ausgang des Parks zu eilen. Schneller, Nachts war der Park gefährlich.
War das die Rache für den Ahorn? Ein einziger Negativer Gedanke? Wahrlich weis zieht schwarz an.
Aufmerksam sehe ich mich um. Die Menschen die vorher entspannt im Park gestanden hatten bemerken sofort meinen Blick und drehen sich zu mir um. Doch jedes Mal bevor ich ihre Gesichter sehen kann wende ich den Blick ab denn ich fürchte mich. Sie drehen sich mit Absicht so prompt um. Denn sobald ich ihre Gesichtszüge genau erkennen kann erhalten sie macht. Sie sind dann nicht mehr Nebenfiguren in einer langen Geschichte. Sie sind dann stärker als ich. Das ist Gesetz.
Ich spüre ihre Blicke in der pechschwarzen Nacht auf mir. Sie kommen näher. Als es anfängt eiskalt zu werden beginne ich zittern. Ich fange an zu rennen und kann mir nicht anders helfen als dabei auch noch zu weinen. Denn ich weiß das sie mich einkreisen wenn ich nicht schnell genug bin. Ich habe Angst. Ich kann kaum noch etwas sehen. Eher ahne ich wohin ich trete. Die Tränen lassen alles auch nur noch verschwommener wirken und ich fürchte mich davor zu stolpern. Ich weiß das sie nun alle auf mich aufmerksam geworden sind und kann ein wimmern nicht unterdrücken. Ich renne noch schneller. Die eiskalte Luft schneidet in meine Lunge und der Schmerz treibt mir noch mehr Tränen in die Augen. Mir wird bewusst dass ich allein bin. Und sie schon viel zu nahe. Noch bin ich schneller als sie. Wenn ich schnell bin dann kann ich es durch den Kreis schaffen.
Auf dem Weg vor mir sehe ich einen von ihnen Kommen. Sie wanken. Ich bin noch stärker. Schneller. Ich will einen Bogen um ihn machen. Ihm nicht zu nahe kommen. Und biege schnell um einen Großen Baumstamm. Fehler. Ich habe ihn nicht gespürt, das dunkel war wohl schon zu tief. Meine Sinne Taub. Bevor ich in ihn krachen konnte hat er meine Arme fest gepackt. Ich denke an Marmor. Kalt und Hart. Unnachgiebig. Stark.
Zu spät. Ich war machtlos.
Der Impact lässt meinen Kopf nach vorn Reisen und durch seine Kraft wieder nach hinten. Der Bruchteil einer Sekunde und ich starre in sein Gesicht. Mein Körper zuckt unkontrolliert vor Angst. Alles ist verschwommen, ich habe immer noch Tränen in den Augen.
Dennoch erkenne ich das Blutrote glühen seiner Augen die sich langsam zu mir hinab beugen und darauf warten dass sich mein Blick klärt. Das grauen packt mich, ich öffne den Mund und Schreie.
Als ich geschockt aus dem Schlaf hochfahre bin ich zunächst verwirrt. Zimmer. Bett. Traum. Ich Atme heftig und zittere, kauere mich zusammen und weine vor Erleichterung.
Ist nichts schlimmeres Passiert weil ich sein Gesicht nicht richtig sehen konnte?
Mein Vater kommt rein, stellt sich neben das Bett und sieht kurz auf mich runter. Dann setzt er sich auf die Bettkannte legt eine seiner großen Hände, die sonst immer nach Metall riechen, auf meinen Kopf und drückt mich an seine Brust. Keine richtige Umarmung eher ein aneinander lehnen. Ich habe das Gefühl eigentlich böse auf ihn zu sein aber das verdränge ich. Langsam streicht er mir durchs Haar. Ganz langsam und vorsichtig als fürchte er ich würde ihn jederzeit von mir stoßen. Für einen Augenblick wünsche ich es wäre echt und ich würde nicht mehr aufwachen. Doch da lässt er mich auch schon wieder los und verlässt Wortlos und ruhig, als wäre die Sache für ihn gegessen, den Raum.
Ich sehe aus dem Fenster. Lidl. Es ist Nacht. Ich kenne dieses Haus. Es kommt aus einer Kindergeschichte die ich als Kind geliebt habe. Um Platz zu sparen hat man die Räume aufeinander gebaut statt nebeneinander. Leitern und Wendeltreppen Verbinden die Räume. Ich lasse meinen Kopf auf meine Knie fallen und seufze. Langsam Atme ich ein und schon wieder fühle ich mich ruhig und irgendwie Leer.
Vogelgezwitscher. Licht. Der Morgen ist angebrochen. Ich springe aus dem Bett und Jogge die Wendeltreppe runter. Am Ende der Treppe beginnt das Weizenfeld das an den Lidel grenzt. Papa sitzt auf einer kleinen alten Bank. Messer und Holz in den Händen, ein belegtes Brot auf dem Knie. Während er schnitzt steht unsere Ziege direkt neben ihm, dreht ihren Kopf zu mir und macht : Mähhh.
Ich sehe sie an und Wünsche ihr lächelnd auch einen schönen Tag.
Traudi, meine kleine Schwester kommt aus der Küche die irgendwie draußen aber auch gleichzeitig drinnen ist und drückt mir ein Brot in die Hand. Wir haben es eilig.
Während wir durch das Weizenfeld spazieren, das im Sonnenlicht Goldfarbend leuchtet, und rumblödeln spicke ich über die Schulter nach hinten. Papa läuft in einigem Abstand zusammen mit der Ziege hinter uns her. Ich kann ihn nicht direkt ansehen nur verschwommen aus dem Augenwinkel. Dort läuft noch jemand und sie unterhalten sich. Ruhig. Sachlich. Ohne Eile. Hat er einen Bekannten getroffen? Und obwohl ich das Gefühl habe das die Unterhaltung Wichtig ist denke ich mir nichts weiter dabei und sehe über sie hinweg zum Haus.
Es ist alt und obwohl wir es gerade eben verlassen haben hat es schon lange kein Leben mehr in sich. Nur verblaste Erinnerungen. Ich fühle mich Melancholisch und habe endgültig das Gefühl eine Zeit zu verlassen an die ich mich stets mit Freude erinnert habe. Ich weiß das ich nie wieder mehr dahin zurück kann. Und es macht mich unendlich traurig.
Der Blick ändert sich. Nur noch ein verfallenes Haus in einem Meer aus goldenem Wüstensand. Trocken. Noch einen Augenblick.
Und ich drehe mich wieder zu Traudi um und wir lachen über einen Witz.


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Wahrlich Weiß zieht Schwarz an.