Wenn man an der Schwelle steht...


Ich hatte kürzlich einen Traum, wo ich in einer Kindergartengruppe war und als "Kind" mitbehandelt wurde, obwohl ich im Hier und Jetzt 30 werde (19.04.). Da habe ich im Traum gemeint, ich wäre ja mittlerweile zu alt dazu. Dann machte ich mir ein Bild von dem Traum. Und zwar hatte ich da den Eindruck, als ob ich an der Schwelle zur nächsten Generation stünde. Und ich stellte mir 30 Jahre wie ein Stockwerk vor, dass ich sozusagen demnächst die nächsthöhere Etage erreichen werde. Während in meiner Vorstellung die erste Etage derjenigen des damaligen örtlichen Kindergartengebäudes gleicht, welches ich im Alter zwischen 4 und 6 Jahren besucht habe, stelle ich mir die nächsthöhere Etage um Einiges heller vor. Was mich in dem neuen Lebensabschnitt wohl erwartet?
Da hätte ich auch noch eine subjektive Gliederungsphase der Lebensphasen mancher Menschen in den Generationen: 1. Phase-essentieller Aufbau (bis
ca. 30 Jahre)
2. Phase-Ausschöpfung des
Potentials (um die 30)
3. Phase-Profitieren von den
Früchten des ausgeschöpften
Potentials (spätes Berufsleben,
Pension)
Ich schätze mal, der Traum erinnert mich daran, dass ich schön langsam nicht mehr zur Jugendgeneration gehöre
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Hallo Peter,

Ich habe den 30. Geburtstag auch noch gut in Erinnerung, daher beglückwünsche ich dich zur "Leichtigkeit deiner Träume". Ich habe damals noch wochenlang verschiedene Sterbebettszenen geträumt und meinen Partner damit entsetzt demnächst nach Californien auswandern zu wollen.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Ich finde rückblickend, der 30ste Geburststag wird überbewertet. Es ist nur eine Zahl, mit der jeder merkwürdiger Weise das Altwerden eingeläutet meint.
Ich habe aber festgestellt, dass es nicht die gelebten Jahre sind, die darüber bestimmen "wie alt" man ist, sondern die Art, wie man sein Leben lebt. Wenn ich einen vernünftigen Lebensstil pflege und mit meinem Körper, meinen Resourcen gesund umgehe, dann bin ich nicht "alt".
Es gibt sicherlich allgemeine Vorstellungen darüber, was man bis zu diesem magischen Datum 30 alles "geschafft" haben muss und hier kann sicher so etwas wie Druck aufkommen. Viel wichtiger finde ich aber, dass man im Leben seine persönlichen Ziele erreicht und da hat jeder nun einmal seinen eigenen Rhytmus. Den sollte man sich nicht von der Gesellschaft vorgeben lassen. Leider ist das ja oft so und ich finde da muss sich in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ändern.
Diese Schwellen "18", "30", "40" "50", "65" sind im Grunde rein psychologische. Wer ist mit 18 schon erwachsen? (Deshalb halte ich es auch für bedenklich, dass manche fordern, das Wahlalter auf 16 herabzusetzen) Und wer ist mit 50 schon wirklich alt?
Problematisch wird es nur dann, wenn man mit sich selber unzufrieden ist, wenn man Bilanz zieht und merkt, dass man seine Ziele nicht erreicht hat, oder "aufs' falsche Pferd gesetzt hat". Das ist meiner Meinung nach auch das eigentliche Problem mit der "30". Man nimmt diesen Geburtstag zum Anlass, auf sein bisheriges Leben zurückzublicken. Das könnte man aber auch mit 27 1/2 machen oder mit 33 3/4 und würde zu nicht wirklich unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es scheint also viel wichtiger zu sein, immer mit sich und seinem Leben im Reinen zu sein. Und daran kann man jeden Tag anfangen zu arbeiten, oder?
Die gelebten Jahre helfen einem mit dem gesammelten Erfahrungsschatz doch nur, klüger mit seinem Leben umzugehen. Im besten Fall jedenfalls.

LG
Helle

(edit 14:06)
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Klar wird sich prinzipiell mit genau 30 Jahren biologisch nicht plötzlich was ändern, doch meine ich, dass gerade ich immer in einem Schlüsselalter psychologische Schlüsselerlebnisse, die dafür typisch sind, gehabt habe: Mit 13 habe ich mich als Jugendlicher gefühlt, mit 20 allmählich als leiblich Erwachsener, mit 25 war meine Ausbildung abgeschlossen und jetzt, mit 30, scheine ich, recht vernünftig geworden zu sein, hoffentlich!
Namaste

Vernunft ist so eine Sache, vorallem aber ist sie Ansichtssache. Ich bin in so vielen Facetten noch mit kindlichem Gespür bei der Sache und bin sehr froh darum. Ich glaube das werde ich mit 80, sollte ich dann noch leben, immer noch sein und das ist gut so. Aber das schliesst einen gewissen Grad an Vernunft ja nicht aus. Ich persönlich mache meine geistige und spirituelle Entwicklung nicht streng linear an meinem körperlichen altern fest, aber vielleicht bin ich da die Ausnahme.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Ich bin in so vielen Facetten noch mit kindlichem Gespür bei der Sache und bin sehr froh darum. Ich glaube das werde ich mit 80, sollte ich dann noch leben, immer noch sein und das ist gut so. Aber das schliesst einen gewissen Grad an Vernunft ja nicht aus. Ich persönlich mache meine geistige und spirituelle Entwicklung nicht streng linear an meinem körperlichen altern fest, aber vielleicht bin ich da die Ausnahme.

Ich schätze mal, da sind wir uns ähnlich
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!