Der Sinn von Kritik


http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik

Zitat:
Aufgaben der Kritik

Die Aufgabe von Kritik kann enger oder weiter gefasst werden. Enger gefasst dient Kritik der Bewertung eines Gegenstandes oder eines Verhaltens. Dagegen sehen Philosophen wie Foucault die Aufgabe der Kritik in einem weiter gefassten oder dem Beurteilen von Gegenständen überschreitendem Rahmen. Danach soll es die Hauptaufgabe der Kritik sein, das „System der Bewertung selbst“ kenntlich zu machen.[2]

Diese Unterscheidung erfolgt, weil Bewertungen einem bestimmten Normensystem (→Normativität) entsprechen und somit die Kritik und das Subjekt, das diese Bewertung vornimmt, sich einer vorgegebenen Norm unterwerfen. Dieses Normensystem kann zum Beispiel als „Wahrheit“ bezeichnet werden. Um dieser Unfreiheit der Unterwerfung zu entkommen, bietet Foucault an, das System der Bewertung selbst zu hinterfragen und sich über Sinn und Zweck dieser „Wahrheiten“, „Diskurse“ etc. ein eigenständigeres Bild zu machen. Ziel ist es, den Zwangsmechanismen zu entkommen, die ein Subjekt dazu nötigen, sich formen zu lassen.[4]


Man stelle sich vor, man geht zum Schneider und bestellt sich einen Anzug und alles ist zu kurz und zu schief.

Nun kann man die Sache ja etwas humorig nehmen und der Schalk im Genick bedient sich flotter Sprüche, aber die Forderung steht dann dahinter, die Sache zu bereinigen, sonst gibt es kein Geld.

Wie wird wohl der Schneider reagieren, wenn er zur Selbstkritik noch nicht fähig ist ?

Warum darf Kritik nicht sein oder nur, wenn es irgendwie passend erscheint ?

Ein Arbeitgeber, der einen Angestellten beschäftigt, der durch Saumseligkeit und Unachtsamkeit Fehler begeht, die nicht nur bei der Bearbeitung Zeit, sondern auch Geld kostet und die Aufträge drängen zur Abgabe, wird, wenn der Unternehmenschef humor ist, und flexibel, da kann er bei der Angelegenheit was deicheln, damit es wieder in die rechte Bahn kommt.

Was aber ist, wenn er selbst noch weitere Chefs über ihm stehen hat, die keine Rücksichtnahme kennen ?

Wahrscheinlich kann er diese Chefs dann mal so richtig "kennenlernen".

Wozu also ist Kritik gut ?

Und warum ist Kritik Gesellschaftsnotwendig ?

Abgesehen von den vielen Zitaten, die da Mäßigkeit vorschreiben, aber betrügt man sich nicht selbst, wenn man die Augen vor der Wahrheit verschließt ?

Jedes Buch wird kritisiert, jede Religion wird kritisiert, jeder Mensch, jede Theateraufführung - war ist also Kritik notwenig ?

Sie ist nicht da, um jemanden zu ärgern, es entspringt dem Menschen. Weil der Mensch nicht alles hinnimmt und sich nicht alles gefallen läßt.

Kritik beginnt bereits in der Familie, im Kleinen und geht über zum Staat - paßt zum Journalistmus und ist eigentlich Teil unserer Gesellschaft, unseres Lebens überhaupt.
Zitat:

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

Amerikanische Redensart
zitate über kritik zuhauf.

Zitat:
Die Kritik läuft immer Gefahr, in einen gestaltlosen Negativismus auszuarten.

Rudolf Augstein - Zitate und Sprüche Rudolf Augstein

deutscher Publizist und Journalist (1923 - 2002
) wir haben alles da.

Zitat:
Ich möchte die Kritik ein Schaffen aus Geschaffenem nennen.

Oscar Wilde - Zitate und Sprüche Oscar Wilde

irischer Schriftsteller (1854 - 1900)

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Namaste

Liebe Ikarus,

Kritik ist an sich erst einmal weder positiv noch negativ besetzt, sie ist etwas neutrales. Ihre Wertigkeit wird festgelegt durch den der sie vorbringt, dadurch wem/was gegenüber er sie vorbringt und danach wie er sie vorbringt. In zweiter Instanz kann sich die Wertigkeit einer Kritik auch danach richten was sie bewirkt und eben hier liegt ihre "Existenzberechtigung" nach meiner Auffassung. Wenn Kritik eine solche überhaupt benötigt dann diese, Kritik ist Reflexion.

Wir Menschen sind, mal abgesehen vielleicht von den vollständig oder beinahe vollständig "Erwachten", in unserer "hauseigenen" Reflexion sehr beschränkt, da sie immer nur Selbstreflexion ist und sein kann. Wir können zur Bewertung unseres Verhaltens, anderer Menschen, irgendwelchen Dingen oder Situationen erstmal nur eine Warthe einnehmen, nämlich unsere Eigene. Diie Kritik anderer an uns oder unserem Vorgehen bzw. an Situationen und Dingen vervollständigt unser Verständnis, da sie uns erlaubt alles aus einer anderen Sicht wahrzunehmen. Die Kunst einer guten Beurteilung bzw. das was manche Urteilskraft nennen, liegt nach meiner Ansicht in der Balance zwischen Selbstreflexion und Fremdkritik verborgen. Auch wieder einer der zahllosen Mittelweege, welche ich ja ohnehin bevorzuge.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Moin

Ich finde Kritik eine tolle Sache, sie dient der Verbesserung oder der Korrektur von Fehlern, grundsätzlich erstmal ein gutes Instrument.

Ein anderes Wort für Kritik wäre "Training".
Ich finde das Menschen grundsätzlich dazu bereit sein sollten sich selbst zu trainieren oder bei Bedarf auch trainieren zu lassen.

Natürlich ist das nicht immer ganz so einfach, es gibt Zielgerichtete Kritik die eine Möglichkeit der Verbesserung betont, aber es gibt auch die Kritik ihrer selbst willen.
Schlecht vorgebrachte oder gar persönlich angreifende Kritik wird schnell zum Problemfall und ist oft völlig unwirksam und aussichtslos.

Wer viel in einer Gruppe oder einem Team arbeitet, weiss über die Problematik einigermassen bescheid, zumindest sollter er das.

Wenn Kritik nur vorgetragen wird um einen Sachverhalt über Gebühr zu strapazieren oder zu blockieren, dann ist das wenig Zielführend.
Sinn macht es, wenn Kritik, ähnlich wie eine persönliche Meinung, sachlich und begründet dargestellt wird ohne den Verdacht aufkommen zu lassen dass es nur darum geht seinen Gesprächspartner zu ärgern.

Einfach ist es wie bei dem erwähnten Anzug, Fehler zu bemängeln die leicht vergleichbar oder zu erkennen sind.
Ein ganz grosses Problem ist es aber wenn man versucht künstlerische "Produkte" (Musik,Bilder, Schriften) zu kritisieren oder eine Glaubenshaltung.
Da befindet man sich unmittelbar in der Intimsphäre seines Gesprächspartners, der dieses Eindringen nicht unbedingt begrüssen wird.
Sag mal einem Künstler dass er sich "vermalt" hat, ganz schwierige Geschichte*fg*
Oder erzähle jemandem dass er falsch glaubt, die Folgen davon können wir hier im Forum beobachten...

Oft steht auch die Frage im Raum ob eine Kritik überhaupt angebracht ist und eine Verbesserung in Aussicht steht.
Manchmal ist das nicht der Fall und man kann sich die Mühe sparen ein Problem zu analysieren, weil sich eh nix ändern wird.

In Internetforen setze ich eigentlich grundsätzlich vorraus, dass sich Menschen zusammenfinden um sich gegenseitig zu "trainieren" und in der Kommunikation zu verbessern.

Die Realität ist aber oft genug ernüchternd, da gibt es doch sehr viele Einbahnstrassenkommunikationen die ganz klar in nur eine Richtung führen.
Da frage ich mich dann oft, ob es die Mühe Wert ist, dass ich mir Gedanken zu einem Thema mache und auf einen Text eingehe.
Ich würde es viel öfter sein lassen, wenn es nicht manchmal so weh tun würde oder der Juckreiz in den Fingern unerträglich wird*g*


Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi, ich sehe das genauso wie Du. Und man verhält sich oft und man hält sich sehr oft zurück.

Ich habe 10 Jahre in einem gemischten Kollektiv in der Produktion gearbeitet, da wird man leicht "abgehärtet" , aber man lernt die verschiedensten Menschen kennen.

Mimose konnte man nicht sein, weil man dann verlacht wurde. Und es gibt sehr viele Menschen, die dir knallhart sagen, was sie von dir halten, wenn du Fehler gemacht hast, die auf Kosten anderer gehen.

Jede Fehlhaltung wurde bewertet, ausgewertet und besprochen. Samthandschuhe gab es nicht.

Aber es war gut. Man begann, sich einmal mit anderen Augen zu sehen und da reift man wirklich.

Gruß
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Zitat:
Ein ganz grosses Problem ist es aber wenn man versucht künstlerische "Produkte" (Musik,Bilder, Schriften) zu kritisieren oder eine Glaubenshaltung.
Da befindet man sich unmittelbar in der Intimsphäre seines Gesprächspartners, der dieses Eindringen nicht unbedingt begrüssen wird.
Sag mal einem Künstler dass er sich "vermalt" hat, ganz schwierige Geschichte*fg*
Oder erzähle jemandem dass er falsch glaubt, die Folgen davon können wir hier im Forum beobachten...


Namaste Grubi,

Ich denke hier kommt es mit am meisten darauf an wie man seine Kritik formuliert und wann man sie anbringt. Zusätzlich ist hier von entscheidender Bedeutung wer das Gegenüber darstellt bzw. vertritt. Gerade in diesem Forum treffe ich oft Menschen die Kritik entweder sehr gut vertragen oder absolut verschlossen gegenüber jeder anderen Meinung sind, also fast nur Extreme. Ich finde das äußerst interessant.

LG Tiro
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Tiro, wie jemand mit Kritik umgeht, hängt davon ab, wie weit Menschen bereits bereit sind, Selbstkritik zu üben. Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.
Aber gerade das fällt so manchem Menschen sehr schwer.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_und_Selbstkritik
http://de.wikiquote.org/wiki/Selbstkritik

Ist aber Selbstkritik gleich Selbsterkenntnis ?

Zitat:
Selbsterkenntnis ist die Erkenntnis einer Person über das eigene Selbst. Selbsterkenntnis ist eng verwandt mit Selbstreflexion, dem Nachdenken über sich selbst, und der Selbstkritik, dem kritischen Hinterfragen und Beurteilen des eigenen Denkens, der eigenen Standpunkte und Handlungen.[1]

http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterkenntnis

Außerdem weiß man nie, wie der Schreibpartner am anderen Ende seelisch drauf ist. Das kann man von der einen Seite nicht immer genau einschätzen.

Was beim anderen ein Lächeln auslöst, kann beim anderen schon Stürme der Entrüstung in Aktion setzen.

Ich hatte da mal eine Bildergeschichte von Ole Bidstrup gesehen, in der diese kleinen Geschichten in humoriger Weise dargestellt wurden.

Ist mit Literatur genau das selbe: der eine schläft bei einem Buch ein, der andere lacht sich kaputt und der dritte heult Tränen der Rührung.

Wir sind und werden wohl immer unterschiedlich sein und reagieren.

Gruß
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Naja da hast du schon Recht, Ikarus. Ist ja auch ganz logisch das ein Mensch ein möglichst realitätsnahes Bild seiner selbst benötigt und ebenso über Übung in Selbstkritik verfügen muß um brauchbar mit der Kritik anderer umzugehen.

Ich persönlich bin inzwischen auf dem Grade angelagt der es mir erlaubt hier zu lesen und zu schreiben um zum einen meine eigene Wahrnehmung zur Kritik zu stellen und zum anderen so viel von der Erkenntnis und Selbstdarstellung meiner Mitschreibenden mitzunehmen wie es mir sinn- und wertvoll für mich selbst erscheint. Seit dem ich so denke spüre ich weit weniger Wut oder auch nur Unbeherrschtheit in Debatten und bei Kritik an meiner Person als dies früher mal der Fall war.

Wie du sagst, jeder reagiert und wandelt sich eben auf seine Art.

LG Tiro
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Hallo liebe Freunde,

was mir noch etwas zu kurz gekommen zu sein scheint, ist der Maßstab, an dem die Kritik ausgerichtet wird.

Nehmen wir das Beispiel im Beruf. Da gibt es vertragliche Vereinbarungen, die als objektiver Maßstab für Kritik dienen können, z.B. der Schneider, der den Anzug von der Größe her verpfuscht oder der Einzelkämpfer, der sich nicht an die Teamregeln hält ( z.B. des Zuspiels beim Fußball).

Schwierig wird es, wenn der Maßstab gesellschaftlich politisch oder religiös zwangsläufig vorgegeben wird.
Dann ist die Kritik möglicherweise völlig unberechtigt und will den Kritisierten zur Konformität zwingen. (Bsp. "Entartete Kunst" während der NS-Zeit, Kleidungs- und Verhaltensvorschriften in religösen Gruppierungen, in die man hineingeboren wird etc.)

Wichtig erscheint mir, dass ich mich selbst bewusst einem Arbeitsvertrag, einer sportl, politischen, religösen Gruppe usw. angeschlossen habe und die Kritik für mich so konstruktiv erfahren werden kann, weil sie mir hilft ein gemeinsam angestebtes Verhalten zu erreichen.

Erfolgt Kritik aufgezwungen und manipulativ halte ich sie für gefährlich.

Liebe Grüße

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Namaste liebe Mara,

Man muß natürlich zwischen verschiedenen Bereichen der Kritik unterscheiden. Es macht sicher einen Unterschied ob ich nun eine Sache auf Basis gewisser "allgemein anerkannter" Normen kritisiere oder ob ich es auf Basis meines speziellen Subjektiven Geschmacks tue. Insofern ist es bei Fall 2 sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, völlig objektiv zu bleiben.

Ein gutes Beispiel erleben wir hier tag für tag im Forum. Wenn einer des anderen Glauben kritisch reflektiert oder hinterfragt. Kann man dies überhaupt objektiv tun oder setzen wir unbewußt immer unsere eigenen Wahrnehmungen und unseren Urglauben als Basis der Kritik ein? Könnte eine Kritik von unserem Standpunkt gesehen überhaupt ehrlich sein wenn sie keine subjektive Färbung hätte? Ist es eine Meinung eigentlich keine Meinung zu haben?

Fragen über Fragen. Ich tendiere daher zu dem Weg den ich schon beschrieben habe, denn ich glaube nicht das ein "Andersgläubiger" meine Ansichten zugleich ehrlich und objektiv kritisieren kann. Darum nehme ich hier von jedem mit was ich gebrauchen kann und als sinnvoll erkenne. Toleranz auf beidseitiger Basis muß meiner Meinung nach der Filter jeder Kritik sein und das besonders beim Empfänger.

Wie behandelst du das, im Zwischenspiel aus Christentum und Zen?

LG Tiro
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Sorry, ich hatte mal wieder weder Zeit, noch Kraft noch Konzentration mir alles durchzulesen. Daher kann es durchaus sein, dass ja alles schon gesagt ist. Wollte jetzt einfach mal versuchen meine Gedanken zum Thema aufzuschreiben.
>Der Sinn von Kritik< heißt es ja.

Ich selbst sehe keinen Sinn darin andere zu kritisieren und wahrscheinlich haben auch die meisten Menschen damit Probleme selbst kritisiert zu werden.

Das heißt für mich nicht, alles unter den Teppich zu kehren und fünfe grad sein lassen.

Heute hat z.B. eine Helferin, die hin und wieder meinen Sohn mitbetreut, die Medizin nicht so verabreicht wie das sein soll.

Natürlich habe ich ihr nochmal erklärt, warum die Medizin so und nicht auf ihre Art gegeben werden soll und habe nochmal erklärt, warum das so wichtig ist..

Wichtig finde ich auch, dass nicht der Mensch kritisiert wird, sondern dass erklärt wird, dass eine Sache so und nicht so gemacht werden darf/soll/muss und warum.

Im Falle des Schneiders, der einen Anzug/Kleid zu klein/zu weit/zu eng oder was auch immer macht ist ja ganz klar, dass ich das nicht einfach so hinnehme.
Ich würde hier auch nicht den Schneider kritisieren, sondern erklären, dass ich ein Kleid das mir zu eng ist natürlich nicht abnehmen kann , er es ändern oder neu schneidern muss. Also die Sache vom Menschen trennen.

Ich erinnere mich noch sehr daran, wie ich als Kind für alles und jedes kritisiert wurde. Hätte man auch die Dinge anerkannt die ich gut gemacht habe, wäre das für mein Selbstwertgefühl wohl sehr stärkend gewesen, so aber konnte sich das kaum entwickeln.

Wenn ein Kind z.B. ein Diktat schreibt in dem es 120 Wörter richtig geschrieben hat, dann erfährt es das nicht. Es kriegt nur mit, dass es beispielsweise 5 Fehler gemacht hat.

Würde man unter ein Diktat schreiben >von 125 Wörtern hast Du 120 Wörter richtig geschrieben, bitte schau Dir nochmal genau die 5 an die nicht richtig waren und übe sie< dann hätte das eine ganz andere Wirkung auf das Kind.
Kinder die viel ermutigt statt entmutigt werden, stehen ganz anders im Leben.
Kritik ist meiner Meinung nach meistens entmutigend

Auch von Selbstkritik halte ich nicht so viel. Auch das zieht runter.

Doch sollte ich ständig bereit sein mein Verhalten täglich zu reflektieren um zu erkennen wo und was ich besser machen kann.

Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh