Hilfe im Leid - aus versch. Heiligen Schriften


Gotteskindschaft .... Übermaß von Leid auf Erden ....

Um die Gotteskindschaft auf Erden zu gewinnen, muß der Mensch sich gestalten zur Liebe und sich dadurch fähig machen, den Zusammenschluß mit Gott schon auf Erden herzustellen, so daß er völlig gereift in die jenseitigen Lichtsphären eingehen kann, so er von der Erde scheidet.

Er muß also durch Liebeswirken seine Seele so geläutert haben, daß Gott Selbst in ihr Wohnung nehmen kann und sein Geist sich mit dem Vatergeist vermählt.

Und dann hat der Mensch seine Erdenaufgabe restlos gelöst und sein Ziel erreicht und als Lichtwesen Eingang gefunden in das geistige Reich, wo es nun schaffet und wirket.

Doch es erfordert dieser Reifegrad ein völliges Verzichtleisten auf irdische Güter ....

Sowie der Mensch noch an der Materie hängt, ist diese Verschmelzung mit der ewigen Gottheit unmöglich, denn das Herz ist noch nicht völlig entschlackt von Begierden und somit auch noch nicht vorbereitet zur Aufnahme des göttlichen Geistes, und dann muß der Mensch viel Leid auf sich nehmen, um die letzte Läuterung der Seele zu bewerkstelligen, und darum werden auch die überaus guten und frommen Menschen viel Leid auferlegt bekommen, auf daß die Läuterung der Seele vor sich geht.

Wo ein besonders schweres Leid die Menschen bedrückt und dennoch tiefer Glaube in Erscheinung tritt, dort kann die Seele vor ihrer Verkörperung sich ein besonders schweres Erdenleben erwählt haben, um zu dem letzten Ziel, der Gotteskindschaft, zu gelangen auf Erden.

Denn dieses Ziel muß auf Erden angestrebt und erreicht werden, und immer wird es die schwersten Lebensbedingungen erfordern, weil die Seele völlig rein und schlackenlos in das jenseitige Reich eingehen muß und dies einen besonders wirksamen Läuterungsprozeß bedingt.

Denn immer ist das Leid ein Hilfsmittel, um das geistige Ziel zu erlangen

.... Es soll zu Gott hinführen, so die Seele noch Gott abgewandt ist, oder es soll die Seele läutern und kristallisieren, daß sie als reinstes Wesen in Gottnähe kommen kann, um nun die seligste Vereinigung eingehen zu können mit Ihm.

Es muß Leid und Liebe zusammenwirken zur Vergeistigung eines Menschen auf Erden, und darum soll der Mensch, der in der Liebe steht, das Leid nicht fürchten, sondern es ergeben auf sich nehmen in Gedanken auf das hohe Ziel, das er erreichen kann auf Erden, denn er hat sich selbst seinen Erdenweg erwählet in der Erkenntnis, daß dieser ihm zur höchsten Reife verhilft, wenn sein Wille sich nicht widersetzet.

Doch die Wonnen der Gotteskindschaft wiegen alles Leid im Erdenleben ums Tausendfache auf.
Und die Erdenzeit ist kurz, sie ist wie ein Augenblick im Zeitraum der Ewigkeit
.... Und sowie der Mensch im tiefen Glauben steht, kann er auch stets die Kraft von Gott entgegennehmen, alles zu ertragen, was ihm auferlegt ist, denn sein Gebet wird dann innig zu Gott gerichtet sein, und Gott Selbst wird ihn stärken und ihn zum Überwinder des Erdenlebens machen

.... Gott Selbst holet Sein Kind zu Sich, so es die Erdenlebensprobe bestanden hat und nun als reines Wesen von der Erde scheidet

.... Doch immer wird sein Erdenlauf durch Liebe und Leid gekennzeichnet sein, weil ohne solches die Seele nicht völlig rein wird zur Aufnahme Gottes im Herzen des Menschen und diese innige Verbindung mit Gott auf Erden schon stattfinden muß, ansonsten die Seele nicht standhält den Versuchungen der Welt, ansonsten ihr auch das Leid nicht vollste Läuterung eintragen kann, weil ihr die Kraft fehlt, um dieses Leid klaglos zu tragen, und jedes Murren oder Aufbäumen dagegen noch das völlige Unterwerfen unter den Willen Gottes vermissen läßt.

Doch die Seele muß eins werden mit Gott .... Sie muß in der innigsten Verbindung stehen mit Ihm, sie muß selbst das Leid wollen und auch dieses als ein Geschenk Gottes dankbar entgegennehmen in der Erkenntnis, daß es die letzten Schranken zwischen Gott und sich niederreißt und daß nur ein Überwinden dessen ihm die höchste Seligkeit einträgt

.... ein Kind Gottes zu werden mit allen Rechten und Pflichten .... Und dieses ist das Ziel aller Menschen auf Erden, doch nur wenige erreichen es.

Nur wenige sind so innig mit Gott verbunden durch die Liebe, daß sie auch im Leid Seine übergroße Vaterliebe erkennen, die ihnen das seligste Los bereiten möchte in der Ewigkeit ....

Ihr Los auf Erden ist nicht beneidenswert, doch im jenseitigen Reich nehmen sie die höchste Stufe ein .... sie sind in unmittelbarer Nähe Gottes und darum unaussprechlich selig, denn sie können als Seine rechten Kinder schalten und walten nach ihrem Willen, der auch stets der Wille Gottes ist
.... Sie können erschaffen und gestalten und immer wieder zur Erlösung dessen beitragen, das noch in Gottferne der verschiedensten Schöpfungen bedarf, um sich zur Höhe zu entwickeln.
Und dies ist das seligste Los, das vollauf entschädigt und die Leiden des Erdenlebens aufwiegt und darum das Ziel aller Menschen sein soll auf Erden ....
Amen


http://www.bertha-dudde.info/leseau.....ottes/07_HTML/3/3352.html
Alles, was dir geschieht, wird von Gott, der Liebe ist, dir individuell bemessen, gemäß deiner freiwilligen Gedanken, Worte, Werke. Sinngemäß heißt es in der Bibel auch: "Was du säst, erntest du".
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Alles, was dir geschieht, wird von Gott, der Liebe ist, dir individuell bemessen, gemäß deiner freiwilligen Gedanken, Worte, Werke. Sinngemäß heißt es in der Bibel auch: "Was du säst, erntest du".


Tut mir leid linde, dass ich noch einmal hereinplatze, aber muss noch etwas dazu sagen.

Das ist schon richtig, dass Schuld auch Strafe nach sich zieht, dass "wer Wind säht auch Sturm erntet".

Aber darüber hinaus gibt es eine Art "generelles Unheil", das jeden treffen kann, ohne sein konkretes Zutun, sozusagen eine "Hintergrundstrahlung" des Unheils. Das ist die sog. Erbsünde.

Die Auswirkungen der Ursünde im Paradies können jeden von uns jederzeit treffen - es gibt keine vorhersehbare "Gesetzmäßigkeit" - kein "Punktekonto" (wie etwa die theologische Figur des Karmas im Hinduismus/Buddhismus). Es ist nicht alles ein "Du bekommst, was du aussendest". Wäre das so, dann wäre die Welt reichlich zynisch.

"Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.
Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt." (Lk 13,1-5)

Die wirkliche Gefahr ist also nicht, dass es "einen erwischt" (darauf hat sowieso niemand wirklich Einfluss). Jesus will dass wir immer so leben, "als ob es uns jederzeit erwischen könnte". Darauf weist seine Lehre ganz stark hin - auf seine Ankunft vorbereitet zu sein, das sollte unser Handeln prägen. In diesem Licht relatviert sich auch das Leid, auf das ich keinen Einfluss habe, es wird leichter zu tragen.

LG
Tut mir leid, dass ich dazuplatze

Burkl hat folgendes geschrieben:


Die Auswirkungen der Ursünde im Paradies können jeden von uns jederzeit treffen - es gibt keine vorhersehbare "Gesetzmäßigkeit" - kein "Punktekonto" (wie etwa die theologische Figur des Karmas im Hinduismus/Buddhismus). Es ist nicht alles ein "Du bekommst, was du aussendest". Wäre das so, dann wäre die Welt reichlich zynisch.


Es ist auch im Buddhismus nicht so. (Um mal dem Gedanken, dass der Buddhismus diesbezüglich zynisch sein könnte entgegenzuwirken. )

"Karma" ist im Buddhismus nur einer von vier oder fünf Faktoren die das "Schicksal" beeinflussen. Auch einen Heiligen kann ein großes Unglück heimsuchen, wie auch einem "Sünder" das Leid fernbleiben kann.

Die Meinung, dass jedes Leid durch eigene vorangegangene Taten veursacht wurde ist in der Tat sehr zynisch, aber zum Glück auch nicht buddhistisch.
Ach so, zum eigentlichen Thema

Letztlich dreht sich der gesamte Buddhismus nur um die vier Sachen:

- die Wahrheit des Leids
- Die Entstehung des Leids
- Das Ende des Leids
- Die Anleitung wie man dieses Ende herbeiführen kann

Wobei "Leid" hier vornehmlich das selbstgemachte Leid meint, das durch fehlende Erkenntnis der Realität (oder ein "nicht wahrhaben wollen" derselben) entsteht.

Wie man dem Leid z.B. einer Naturkatastrophe oder einer Krankheit entgeht weiß auch der Buddhismus nicht, aber er kann einem helfen damit umzugehen.

Alles Liebe
O Sohn des Menschen!

Meine Trübsal ist Meine Vorsehung.
Äußerlich ist sie Feuer und Züchtigung, zuinnerst aber Licht und Gnade.



(Baha'u'llah, Die Verborgenen Worte)

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Was kann mir, Dir und anderen, Kraft, Hilfe, Zuversicht usw. geben, wenn wir in großen Schwierigkeiten stecken?

Das war das, was ich mit diesem Thread bewirken wollte. Hilfe im Umgang mit Leid, Krankheit, Kathastrophen etc.

Welche Worte aus den Heiligen Schriften aus allen Religionen sind hierzu geeignet?

Würde mich über viele Beiträge freuen, die uns helfen mit dem Leid besser umgehen zu lernen.

Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Mit Trauern, Jammern wird im Leben auch nicht der kleinste Zweck erreicht......
Und wenn er sieht, dass nichts zu ändern ist, weder durch ihn noch von anderen, dann trägt er klaglos diese Bürde und geht weiter den rechten Weg.

(A V, 49) Buddhismus

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
"Sei nicht Sklave, sonder Herr deiner Stimmungen. Bist du aber so verärgert, so gedrückt, so wund, dass dein Geist selbst im Gebet nicht Erlösung und Ruhe findet, so gehe eilends hin und bereite einem Geringen, einem Bekümmerten, einem schuldigen oder unschuldig Leidenden eine Freude! Opfere dich, deine Gabe, deine Zeit, deine Ruhe einem anderen, einem, dem mehr als dir auferlegt ist - und deine unglückliche Stimmung löst sich auf in gottselige, gottzufriedene Ergebung." Abdu'l Bahá
Long Road hat folgendes geschrieben:
Tut mir leid, dass ich dazuplatze

Burkl hat folgendes geschrieben:


Die Auswirkungen der Ursünde im Paradies können jeden von uns jederzeit treffen - es gibt keine vorhersehbare "Gesetzmäßigkeit" - kein "Punktekonto" (wie etwa die theologische Figur des Karmas im Hinduismus/Buddhismus). Es ist nicht alles ein "Du bekommst, was du aussendest". Wäre das so, dann wäre die Welt reichlich zynisch.


Es ist auch im Buddhismus nicht so. (Um mal dem Gedanken, dass der Buddhismus diesbezüglich zynisch sein könnte entgegenzuwirken. )

"Karma" ist im Buddhismus nur einer von vier oder fünf Faktoren die das "Schicksal" beeinflussen. Auch einen Heiligen kann ein großes Unglück heimsuchen, wie auch einem "Sünder" das Leid fernbleiben kann.

Die Meinung, dass jedes Leid durch eigene vorangegangene Taten veursacht wurde ist in der Tat sehr zynisch, aber zum Glück auch nicht buddhistisch.


Danke Long Road für diese Klarstellung. Gleichzeitig tut es mir leid, wenn du den buddhistischen Glauben mit meiner Äußerung in ein Eck gestellt gesehen hast.

Ich denke, viele Menschen denken, wenn sie "Karma" hören gar nicht an die wahre buddhistische/hinduistische Lehre (die sie, so wie ich kaum bis wenig kennen) sondern an irgendwelche esoterischen Fantastereien, die es zu dem Thema leider zu Hauf gibt. Gleiches bei der Reinkarnationslehre, die ja auch mittlerweile ein "Fastfood-Produkt" der Esoterik geworden ist.