loyaler und vollkommen gesetzestreuer Bürger


Namaste

Lieber John,

Negativ handelnde Wesen (hier Menschen) gibt es überall, in jeder Kultur, in jedem geografischen Habitat und natürlich in jeder Religion. Jede Lehre gibt dem Menschen gewisse Werkzeuge in die Hand, was wir daraus machen entscheiden wir selbst und gestalten damit unseren ganz privaten Glauben. Dieser Glaube definiert wer wir sind, was wir sind, wo wir sind und wie wir sind, ergo unsere gesamte Wahrnehmung. Die Institutionen und die Lehre sind für schlechtes auf der Welt kaum verantwortlich zu machen, das sind immer die Wesen. Daran glaube ich. Im Monotheismus gibt es nun einen Absolutanspruch bedingt durch den Glauben an einen Gott. Bezogen auf die Lehren in Wort und Schrift bedeutet dies meiner Ansicht nach ein zusätzliches kritisches Moment. Für meine Begriffe ist die Annahme man selbst und man allein verfüge über die perfekte, ewige Moralität/Ethik ebenso gefährlich wie das ablegen jeder Moralität/Ethik.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Genau das wollte ich damit eigentlich sagen, nur dass ich eben der Meinung bin, dass manche Institutionen ab einer gewissen Dauer der Existenz ihr 'schlechtes, durch das individuelle Wesen der Einzelperson, eingebrachte' ansammelt, bis es ebenfalls auf weitere Dauer beginnt, das 'gute', also die spirituelle Entwicklungshilfe für den Einzelnen, zu überlagern. Nun sammelt sich imho eine 'kritische Masse' an, die sich in diversen Auswüchsen meist aggressiver Natur entlädt und die Kirche beginnt, solcherart 'Auswüchse' durch Dogmen zu begrenzen. Die Kirche ist nicht Schuld am sterben der Menschen durch HIV, genausowenig ist die Kirche schuld am Djihad. Sicher, sie hat ihn ausgerufen oder das Kondomverbot ebenfalls deklariert, nur dazu Zitiere ich schlicht einen mehr oder weniger bekannten Satz:

ichweissnichtwer hat folgendes geschrieben:

Stell dir vor, es ist Krieg....und keiner geht hin.


Es ist irgendwo immer das Individuum, das seine Eingenen 'Fehler' dadurch zu kaschieren versucht, indem es sich hinter Vorwänden versteckt; wie z.B."Ich bin älter, also habe ich recht, ich habe ja mehr Erfahrung!", "So Falsch kann es ja nicht sein, schliesslich denken andere ja auch so; bin doch nicht der einzige!" oder"Wer hat das hier gelernt, Sie oder Ich?". Ich muss aber kein Elektriker sein, um zu wissen, dass mein Toaster nicht mit Starkstom läuft (und wenn nur kurz).
Also ist Kirche generell auch nicht abzulehnen, immerhin ist es mir lieber, dass etwaige Extremisten und Verrückte in der Kirche und am Thresen wettern, als wenn unser Bundespräsident Walther Mixa heissen würde.
Für mich macht jede Institution/Gruppe genau wie ein natürlicher Mensch seine Entwicklungsphasen durch, mit Trotzalter, Pubertät und Altersweisheit am Ende. Da aber jeder Mensch in mehreren Gruppen ist, gibt es immer wieder abweichungen zum Status Quo, so z.B. die Differenz zwischen Russland und China in der 'politischen Mentalität'. Und der Islam ist eben gerade in der Pubertät, die RKK hat ihre Midlifecrisis, der US-Amerikaner ist ebenfalls am pubertieren, usw. usw....
Ich lehne also kein System komplett ab, ich betrachte einfach nur gewisse Entwicklungen innerhalb von Gruppen in der Institution als problematisch. Alles hat seine vor und nachteile.

Wie ich eben sagte: Ich kenne den Islam als eine friedvolle, gleichberechtigte Religion in ihren Lehren. Nur manchen 'juckt die Pelle' eben zu stark und sie missbrauchen den Glauben als Vorwand, was ich eben schade finde...
John Doe hat folgendes geschrieben:
Die Ursprünglichen muslimischen Gesetze (also die religiösen) sind in meiner Meinung grösstenteils unseren heutigen Menschenrechten nicht unähnlich. Sicherlich muss man einige Dinge neu Interpretieren, da sie zur Zeit ihrer Entwicklung sicherlich besser auf das alltägliche Leben passen, als z.B. heute. Nur hierbei liegt auch der Wurm: Niemand kann im Sinne Mohammeds den Glauben anpassen, da niemand von uns wie Mohammed ist, da niemand Mohammeds Leben gelebt hat und Mohammed damals und nicht heute Gelebt hat. Was auch der Grund ist, das für mich die Bahai 'die neuern Muslime' sind. Immer venn eine Kirche 'an altersdemenz' erkrankt, suchen die Menschen einen neuen Aspekt auf, was ihren Glauben betrifft


Hallo John,

Deinem obigen Beitrag möchte ich gerne zustimmen und gar nichts mehr hinzufügen.

Natürlich ist es auch ein Prinzip der Baha'i, loyale und gesetzestreue Bürger zu sein.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
John Doe hat folgendes geschrieben:
Die Ursprünglichen muslimischen Gesetze (also die religiösen) sind in meiner Meinung grösstenteils unseren heutigen Menschenrechten nicht unähnlich. Sicherlich muss man einige Dinge neu Interpretieren, da sie zur Zeit ihrer Entwicklung sicherlich besser auf das alltägliche Leben passen, als z.B. heute. Nur hierbei liegt auch der Wurm: Niemand kann im Sinne Mohammeds den Glauben anpassen, da niemand von uns wie Mohammed ist, da niemand Mohammeds Leben gelebt hat und Mohammed damals und nicht heute Gelebt hat. Was auch der Grund ist, das für mich die Bahai 'die neuern Muslime' sind. Immer venn eine Kirche 'an altersdemenz' erkrankt, suchen die Menschen einen neuen Aspekt auf, was ihren Glauben betrifft. Sekten bereichern sich hierbei selber, Religionen versuchen, 'die Welt zu verbessern'. Und ja, für mich driftet die hl. RKK zu sehr in Richtung Sekte. Aber das ist ein anderer Thread....



Salam,

Der Hl.Quran ist nicht wie die Bahai denken nur ein Buch für eine bestimmte zeit sonder die Letzte Gesetzt bis zum Jüngsten Tag, Der Hl.Prophet sagt auch das zu des Jahrhundert Reformer kommen die die Religion Reinigen.

und ganz wichtig ist der Hadhrat Massieh-e-Maud (as) erschien er hat die den Islam wiederhergestellt in seine ursprünglichen Schönheit
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"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )
Zitat:
Salam,

Der Hl.Quran ist nicht wie die Bahai denken nur ein Buch für eine bestimmte zeit sonder die Letzte Gesetzt bis zum Jüngsten Tag, Der Hl.Prophet sagt auch das zu des Jahrhundert Reformer kommen die die Religion Reinigen.


Eben dies meine ich mit 'Religionen sind wie Menschen', sie 'verkalken geistig'. Es muss mal die alte Lehre an die neuen Umstände angepasst werden. Und da kommen halt oft Fehlinterpretationen zustande, viele falsche Propheten kommen auf einen 'Vernünftigen'. Wie in der Schule: Viele blöde Jungs/zickige Mädels, aber eine/-r, die/der echt klargeht und in ordnung ist. Aber gerade dass eine Religion immer wieder eine 'Renovierung' braucht, das gefällt mir ja auch so im Islam: Es ist eben eine sehr 'funktionale' und dabei doch 'herzliche' Religion in meinen Augen.

Zitat:
und ganz wichtig ist der Hadhrat Massieh-e-Maud (as) erschien er hat die den Islam wiederhergestellt in seine ursprünglichen Schönheit

Was ich schön finde (arabischer Frühling), wie gesagt, ich mag die Religion des Islam schon sehr, nicht im sinne des Gläubigen, mehr als dass ich Menschen die ihn Glauben um mich mag. So wie 'Schwule': Ich bin nicht homosexuell, aber die örtliche 'Schwulenkneipe' ist super und ich geniesse die netten Menschen dort. Und ob nun 'Moschee' und Muslime oder 'Schwulenkneipe' und Homosexuelle, da wo nette Menschen sind, die offen und tolerant mit mir in Konsens treten zur beiderseitigen Erhebung, da bin ich eben gerne. Und Schwule ist hier der der dort verkehrenden selbstgewählter, augenzwinkender Ausdruck; auch wenn politisch 100% Unkorrekt.