Mein eigener Tot, sehr aufwühlend.


Hallo, liebe User dieses Forums.

Ich habe vor 2 Nächten einen ziemlich extremen Traum gehabt, der mich nicht mehr los lässt und mich um den Schlaf bringt.

Mir ist das auch irgendwie unangenehm darüber zu reden, weil ich eigentlich immer selber mit meinen Problemen fertig werde.
Nur glaube ich, darüber mal mit jemanden reden zu müssen und so Anonym gehts noch.

Außerdem denke ich, dass mir Menschen helfen können, die auch wissen was Träume so auf sich haben könnten.

Also, und zwar lag ich schwer krank in einem Krankenhaus/Hospitz, so genau kann ich dass garnicht sagen.
Gesehen hatte ich nur ein Krankenzimmer und das war meines.
Jedenfalls lief ich da, an Geräten angeschlossen und hinter mir herziehend über die Flure, Gänge usw.
Auch meine Kinder und meine Frau waren da um mich zu besuchen.
Dann waren sie plötzlich verschwunden und Menschen da, die mich angriffen und ich musste weglaufen.
Was ich noch weis, im nächsten Moment saß ich ausser Atem in der Eingangshalle und bekam nur sehr schwer Luft.
Da kam ein Arzt und meinte zu mir es geht gleich los, wir können nichts mehr tun.
Ihre Lunge ist zu sie werden ersticken.
Dann war ein cut, oder ich erinner mich daran nicht mehr.
Jedenfalls lag ich als nächstes im Sarg und ich konnte mich darin liegend beobachten und zusehen was die Bestater mit mir machen.
Sie sagten der Sarg wird zu gemacht der ist ja schon total verwest,(was ich wirklich in dem Traum war, auch total zerfressen.) er wollte seitlich beerdigt werden mit dem Bild seiner Frau. So wurde ich seitlich in den Sarg gelegt und das Foto meiner Frau auf Augenhöhe vor mein Gesicht, in den Sarg gestellt. Als sie den Sarg dann zu machten, ist wieder ein cut. Danach lief ich über den Flur sah aber anders aus.

Ja, dann bin ich aufgewacht.
Ich hoffe ihr haltet mich nicht, für verrückt.
Ich kriege diesen Anblick nicht mehr aus meinem Kopf und habe seitdem ein ungutes Gefühl.
Der Traum hat mich total aus der Bahn geworfen.

Gesundheitlich, bin ich momentan etwas angegriffen und dieser Traum dazu.
Keine Ahnung das hat mich schon von den Beinen gehauen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich danke euch schon einmal im vorraus.

Liebe Grüße Dima
Lieber Dima,

von Traumdeutung habe ich leider nur sehr wenig bis gar keine Ahnung, aber einerseits will ich den Thread hier ein wenig nach oben pushen, damit womöglich jemand der Ahnung hat, ihn auch noch sieht, und außerdem habe ich durchaus ein paar Gedanken dazu...

Machst du dir aufgrund deines Gesundheitlichen Zustandes (große) Sorgen? Sprichst du mit deiner Frau über diese Sorgen? Kannst du mit ihr womöglich auch über diesen Traum sprechen?

Ich muss gestehen, der Traum hört sich für mich wie eine Mischung aus Grey's Anatomy und The Walking Dead an.
Ich persönlich kenne das von mir so, dass, wenn ich gesundheitlich sehr angeschlagen bin, und mir somit mehr Ruhe als sonst gönne und die Zeit damit verbringe irgendwelche sinnlosen Serien zu sehen, ich dann (meistens wenn ich auch Fieber habe) Nachts alles, was auch nur eine minimale Spur zu aufregend war, gleich mal in wirren Träumen verarbeite.
Sofern ich mich an diese erinnern kann, und sofern sie mich beängstigt haben, spreche ich allerdings Morgens dann immer gleich mit meinem Mann darüber, und schon geht es mir besser. Oft können wir dann über Träume, die mir des Nachts unerträglich, schrecklich und beängstigend erschienen, Tags dann wunderbar lachen. Das ist sehr befreiend und tut gut.

Ich kann mir zwei Deutungen dieses - ich muss zugeben wirklich erschreckenden - Traumes vorstellen.

Einerseits, dass du dir eben aufgrund deiner Gesundheit große Sorgen machst, womöglich größere als nötig, bzw.: Kann es wirklich sein, dass du über deine Sorgen mit niemandem sprichst? Vielleicht aus Angst davor als schwach zu gelten?
Das könnte durchaus solche Träume auslösen. Und vielleicht will dir das Bild deiner Frau im Sarg ja sogar sagen, dass du dich mit deinen Sorgen an sie wenden sollst.

Andererseits könnte es eben einfach ein wirrer Fiebertraum gewesen sein, in dem alles Mögliche verarbeitet wurde, was aber nicht allzu ernst zu nehmen ist. (Womit ich dir jetzt natürlich nicht deine Sorgen und Ängste absprechen will, ganz und gar nicht. Aber wie gesagt, mir tut es oft gut, wenn ich die nächtlichen Probleme nicht auch noch in den Tag rein schleppe).

Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht!
Alles Liebe,
Riki
Hallo Dima,

dein Traum liegt zwar schon einige Tage zurück aber dennoch möchte ich gerne etwas dazu mitteilen. Vorab: Meine Antwort auf deinen Traum möchte lediglich als Anregung und nicht als Analyse verstanden werden. Wenn ich also die persönliche Form der Anrede verwende, dann fühle dich bitte nicht direkt angesprochen, durchleuchtet oder fixiert, sondern betrachte es als vereinfachte Ausdrucksform, dir etwas über die Botschaft des Traumes vermitteln zu können.

Die gezeigte Person im Traum ist nicht wirklich ein aktiver Problemlöser, sondern eher ein Flucht und Verdrängungstypus. Dies bezieht sich natürlich nicht auf alle Bereiche des realen Lebens, sondern auf eine bestimmte Situation, auf die der Traum hinweist. Dein Unterbewusstsein möchte dir bei dem Erkennen eines bestimmten Konfliktes behilflich sein und bedient sich deshalb einer sehr krassen Ausdrucksform. Dein Unterbewusstsein möchte dir über diesen Traum helfen und deine Aufmerksamkeit auf Konflikte lenken, die du dem Anschein nach im Alltagsleben nicht wahrnehmen möchtest.

Um es gleich zu Beginn vorwegzunehmen, der Traum handelt nicht von einem physischen Tod, sondern von deiner Ehe. Der Traum ist ein Appell an dich, genauer hinzusehen, damit dir deine Verhaltensmodalitäten bewusst werden. Das fällt dir jedoch nicht leicht. Selbst im Angesicht des Todes verweigerst du jegliche Auseinandersetzung und bestimmst noch über das Leben hinaus, wie die Lagerung deines Leichnams praktiziert werden soll, um auch weiterhin an dem festzuhalten, was besser losgelassen werden sollte. Du möchtest seitlich, zu einer Seite hin gelagert werden und das kann als Einseitigkeit gedeutet werden. Es geht hier um Einseitigkeit in Bezug auf deine Frau. Du hast dir ein bestimmtes Bild von ihr gemacht, oder vertrittst eine bestimmte Vorstellung und daran hältst du fest. Ein Bild ist lediglich eine konservierte Momentaufnahme. Das Leben ist aber nicht statisch und starr und Menschen verändern sich oder entsprechen nicht den Vorstellungen. Du hältst aber dennoch an einem bestimmten Bild fest und nimmst es mit in den Sarg. Es soll dich selbst noch im Tod begleiten, wobei sich der Tod bereits in der Phase der Auflösung zeigt. Ein Anteil in dir, der mit dem Bild deiner Frau assoziiert ist, zersetzt sich bereits, verwest, ist dem Lebendigen abgestorben und muss verabschiedet und losgelassen werden. Das Neue kann nur dann Gestalt annehmen, wenn das Alte losgelassen wird.

Der Traum ist äußerst weise und zeigt dir einen Anteil von dir, den du selber nicht erkennen kannst. Deine innere Weisheit möchte dir dabei behilflich sein, die notwendigen Entwicklungsschritte wahrzunehmen. Dass dir diese Entwicklung gelingen wird, das zeigt der Traum ebenfalls auf, da du in der Schlusssequenz in veränderter Form erscheinst. Dass du diese Entwicklung nicht unterstützt, das zeigt der Traum ebenfalls. Du zeigst ein sehr passives Verhalten. Du wirst angegriffen, ergreifst aber die Flucht. Die Angreifer stehen für das, was dich angreift - was dir zu schaffen macht. Wer flieht, der verbraucht seine Kraftreserven. Er ist unter Krafteinsatz mit der Flucht beschäftigt und nicht mit der Klärung der Konfliktsituation. Der Fliehende gerät außer Atem, wird kurzatmig und bekommt keine Luft mehr. Ein besonnener Mensch hat meist den längeren Atem. Er bleibt ruhig und richtet den Fokus auf die Problemlösung und nicht auf die Vermeidung der Konfliktereignisse. Hier wird jedoch die Flucht ergriffen, da man sich den Angreifern nicht stellen möchte.

Der Arzt erscheint und äußerst sich dahingehend, dass es gleich losgehe und dass nichts mehr getan werden könne. Die Situation kränkelt bereits so sehr, dass sie aus sich selbst heraus schon nicht mehr existieren kann, sondern über gewisse Hilfsmittel künstlich aufrechterhalten wird. Dies wird durch die Apparate verdeutlicht, die du mit dir herumschleppst. Damit ist nicht gemeint, dass der kranke Mann stabilisiert werden muss, sondern die kranke Situation, die auch in der nächsten Sequenz in Erscheinung tritt. Diese Sequenz bezieht sich auf das Bild deiner Frau. Ein Bild, das in den Sarg gelegt werden soll. Zu einem verwesten Leichnam, der sich wie angeordnet einseitig, sogar bis über den Tod hinaus mit einem Bild (Vorstellung/Ideal) beschäftigen möchte.

Ein toter Mensch verfügt jedoch über keinerlei Sehschärfe, da jede Hirnaktivität zum Stillstand gekommen ist und kann infolge dessen auch keine Bilder betrachten. Hierin drückt sich auch eine gewisse Naivität zur Situation aus. Zudem ist in der Aussage, dass dieses Bild auf Augenhöhe platziert werden sollte, auch ein Hinweis enthalten, dass es in der Beziehung diesbezüglich ein gewisses - vielleicht auch nur empfundenes -Gefälle gibt.

Wie du siehst, nimmt der Traum auf verschiedene Aspekte Bezug. Um eine genauere Analyse erstellen zu können, müssten allerdings die Lebensbegleitumstände mitberücksichtig werden. Diese sind dir persönlich ja bekannt. Es ist dein Traum, der dir etwas über dein Leben und dein Verhalten mitteilen möchte. Letztendlich sollte jeder Traum vom Träumer selbst analysiert werden, damit über gewisse Erkenntnisse auch Lösungen im Inneren erfolgen können. Über die hier geschilderten kurzen Hinweise kann es dir aber bei intensiverer Beschäftigung möglich sein, tiefer in die Symbollandschaft des Traumes einzusteigen und in Verbindung zur Realsituation eine präzisere Analyse zu erstellen.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

Alles Liebe und Gute dir.

Gruß

R. Montagne
r.montagne hat folgendes geschrieben:
Hallo Dima,

dein Traum liegt zwar schon einige Tage zurück aber dennoch möchte ich gerne etwas dazu mitteilen. Vorab: Meine Antwort auf deinen Traum möchte lediglich als Anregung und nicht als Analyse verstanden werden. Wenn ich also die persönliche Form der Anrede verwende, dann fühle dich bitte nicht direkt angesprochen, durchleuchtet oder fixiert, sondern betrachte es als vereinfachte Ausdrucksform, dir etwas über die Botschaft des Traumes vermitteln zu können.

Die gezeigte Person im Traum ist nicht wirklich ein aktiver Problemlöser, sondern eher ein Flucht und Verdrängungstypus. Dies bezieht sich natürlich nicht auf alle Bereiche des realen Lebens, sondern auf eine bestimmte Situation, auf die der Traum hinweist. Dein Unterbewusstsein möchte dir bei dem Erkennen eines bestimmten Konfliktes behilflich sein und bedient sich deshalb einer sehr krassen Ausdrucksform. Dein Unterbewusstsein möchte dir über diesen Traum helfen und deine Aufmerksamkeit auf Konflikte lenken, die du dem Anschein nach im Alltagsleben nicht wahrnehmen möchtest.

Um es gleich zu Beginn vorwegzunehmen, der Traum handelt nicht von einem physischen Tod, sondern von deiner Ehe. Der Traum ist ein Appell an dich, genauer hinzusehen, damit dir deine Verhaltensmodalitäten bewusst werden. Das fällt dir jedoch nicht leicht. Selbst im Angesicht des Todes verweigerst du jegliche Auseinandersetzung und bestimmst noch über das Leben hinaus, wie die Lagerung deines Leichnams praktiziert werden soll, um auch weiterhin an dem festzuhalten, was besser losgelassen werden sollte. Du möchtest seitlich, zu einer Seite hin gelagert werden und das kann als Einseitigkeit gedeutet werden. Es geht hier um Einseitigkeit in Bezug auf deine Frau. Du hast dir ein bestimmtes Bild von ihr gemacht, oder vertrittst eine bestimmte Vorstellung und daran hältst du fest. Ein Bild ist lediglich eine konservierte Momentaufnahme. Das Leben ist aber nicht statisch und starr und Menschen verändern sich oder entsprechen nicht den Vorstellungen. Du hältst aber dennoch an einem bestimmten Bild fest und nimmst es mit in den Sarg. Es soll dich selbst noch im Tod begleiten, wobei sich der Tod bereits in der Phase der Auflösung zeigt. Ein Anteil in dir, der mit dem Bild deiner Frau assoziiert ist, zersetzt sich bereits, verwest, ist dem Lebendigen abgestorben und muss verabschiedet und losgelassen werden. Das Neue kann nur dann Gestalt annehmen, wenn das Alte losgelassen wird.

Der Traum ist äußerst weise und zeigt dir einen Anteil von dir, den du selber nicht erkennen kannst. Deine innere Weisheit möchte dir dabei behilflich sein, die notwendigen Entwicklungsschritte wahrzunehmen. Dass dir diese Entwicklung gelingen wird, das zeigt der Traum ebenfalls auf, da du in der Schlusssequenz in veränderter Form erscheinst. Dass du diese Entwicklung nicht unterstützt, das zeigt der Traum ebenfalls. Du zeigst ein sehr passives Verhalten. Du wirst angegriffen, ergreifst aber die Flucht. Die Angreifer stehen für das, was dich angreift - was dir zu schaffen macht. Wer flieht, der verbraucht seine Kraftreserven. Er ist unter Krafteinsatz mit der Flucht beschäftigt und nicht mit der Klärung der Konfliktsituation. Der Fliehende gerät außer Atem, wird kurzatmig und bekommt keine Luft mehr. Ein besonnener Mensch hat meist den längeren Atem. Er bleibt ruhig und richtet den Fokus auf die Problemlösung und nicht auf die Vermeidung der Konfliktereignisse. Hier wird jedoch die Flucht ergriffen, da man sich den Angreifern nicht stellen möchte.

Der Arzt erscheint und äußerst sich dahingehend, dass es gleich losgehe und dass nichts mehr getan werden könne. Die Situation kränkelt bereits so sehr, dass sie aus sich selbst heraus schon nicht mehr existieren kann, sondern über gewisse Hilfsmittel künstlich aufrechterhalten wird. Dies wird durch die Apparate verdeutlicht, die du mit dir herumschleppst. Damit ist nicht gemeint, dass der kranke Mann stabilisiert werden muss, sondern die kranke Situation, die auch in der nächsten Sequenz in Erscheinung tritt. Diese Sequenz bezieht sich auf das Bild deiner Frau. Ein Bild, das in den Sarg gelegt werden soll. Zu einem verwesten Leichnam, der sich wie angeordnet einseitig, sogar bis über den Tod hinaus mit einem Bild (Vorstellung/Ideal) beschäftigen möchte.

Ein toter Mensch verfügt jedoch über keinerlei Sehschärfe, da jede Hirnaktivität zum Stillstand gekommen ist und kann infolge dessen auch keine Bilder betrachten. Hierin drückt sich auch eine gewisse Naivität zur Situation aus. Zudem ist in der Aussage, dass dieses Bild auf Augenhöhe platziert werden sollte, auch ein Hinweis enthalten, dass es in der Beziehung diesbezüglich ein gewisses - vielleicht auch nur empfundenes -Gefälle gibt.

Wie du siehst, nimmt der Traum auf verschiedene Aspekte Bezug. Um eine genauere Analyse erstellen zu können, müssten allerdings die Lebensbegleitumstände mitberücksichtig werden. Diese sind dir persönlich ja bekannt. Es ist dein Traum, der dir etwas über dein Leben und dein Verhalten mitteilen möchte. Letztendlich sollte jeder Traum vom Träumer selbst analysiert werden, damit über gewisse Erkenntnisse auch Lösungen im Inneren erfolgen können. Über die hier geschilderten kurzen Hinweise kann es dir aber bei intensiverer Beschäftigung möglich sein, tiefer in die Symbollandschaft des Traumes einzusteigen und in Verbindung zur Realsituation eine präzisere Analyse zu erstellen.

Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

Alles Liebe und Gute dir.

Gruß

R. Montagne


Ich hatte das übersehen, weil ich mich aus Traum-threads grundsätzlich raus halte.

Das war wohl ein Vorurteil.

Also, nachtragend: ich kann mich nicht erinnern, wann oder ob überhaupt schon mal ich so was Phantastisches gelesen habe...

Und ich finde keinen einzigen Rechtschreibfehler und nur einen einzigen Kommafehler....das kann doch gar nicht sein?
Ich denke zumindest, der Schluss des Traumes möchte aussagen, dass du nach deinem Tod nicht im Sarg steckenbleibst, sondern in einem neuen Körper weiterlebst. Daher das andere Aussehen.