Ein neuer Himmel, eine neue Erde


Hallo Katja

Katja-78 hat folgendes geschrieben:
Zwei Fragen:
WARUM straft oder belohnt GOTT?
Woher weiß GOTT was Recht und Unrecht ist?


Aus meiner Sicht stellt es sich so dar, dass sich viele Menschen Schicksalsschläge oder glückliche Fügungen, mit einem Belohnungs und Bestrafungssystem durch eine höhere Macht erklären.

Wenn man sich die Gründe für Belohnungen oder Strafen, in religiösen Systemen konkret anschaut, wird man feststellen dass die Gründe immer rein menschlich geprägt sind.
Die Offenbarer und Propheten sind nämlich immer Menschen die ihrerseits durch eine vorhergegangene Religion geprägt sind, welche sie zu verbessern versuchen.
Im Zweifelsfall sind die Wege Gottes immer unergründlich...

Manche Menschen wissen immer ganz genau was Recht und Unrecht ist, und sie versuchen ihre Ideologie mit Hilfe einer höheren Macht zu erklären und durchzusetzen.

Leider scheint es für viele Menschen zu aufwändig zu sein, die Natur und die Bedürfnisse des Menschen durch persönliche Erfahrungen selbst kennenzulernen.
Was man dann durch das Lesen von verbindlichen Schriften mit starren Regeln zu kompensieren versucht.

Das Rechtsempfinden wird in dem Fall natürlich zu einem erheblichen Teil durch eine Prägung durch das religiöse System selbst entwickelt, weshalb die Belohnung oder Bestrafung stets mit dem Selbstverständnis des Anhängers konform geht und keine Zweifel über die Richtigkeit aufkommen.

Je weniger Freiräume eine Religion zum selbständigen Nachdenken und Reflektieren lässt, und wortwörtlich nach angeblich heiligen Schriften befolgt werden muss um Seelenheil zu erlangen, desto grösser ist die Gefahr, dass so eine Religion zur Verblendung führt.

Das kann man hier in diesem Fall sehr schön beobachten.
Obwohl durch die Pest sehr viele Menschen im Elend gestorben sind, gelingt es dem Gläubigen aus diesen Umständen eine Bestätigung für sein Bild eines strafenden und gerechten Gottes zu schöpfen.

Der Aspekt der Nächstenliebe und des Mitgefühls kann unter diesen Umständen getrost ausgeschaltet werden, weil der Allmächtige in jedem Fall gerecht sein muss und immer weiss was er tut.

Das ist hier wohl auch dem Umstand geschuldet, dass der Themenstarter einen stark missionarischen Kurs verfolgt, bei dem es üblich ist, den zu missionierenden Menschen mit der Allmacht des Gottes zu drohen, dessen angebliche Lehre unbedingt zu befolgen ist, um letztendlich ins Paradies einkehren zu dürfen.

Tragisch ist ausserdem, dass die Formulierung von eigenen Worten zu einer eigenen Meinung fast völlig verschwindet, es werden lieber Worte zitiert die irgendwo nachgelesen werden können, man will ja nichts Falsches sagen.

Das ist jetzt natürlich nur meine persönliche Meinung, die völlig unreligiös gefärbt ist, aus Sicht des Themenstarters bin ich wohl verloren und als Übel zu betrachten


Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Hallo Grubi,

Grubi hat folgendes geschrieben:


Das ist jetzt natürlich nur meine persönliche Meinung, die völlig unreligiös gefärbt ist, aus Sicht des Themenstarters bin ich wohl verloren und als Übel zu betrachten




Ich glaube aber, da befindest du dich in guter Gesellschaft.

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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Liebe Katja!

Gott betraft weder, noch belohnt er. Was richtig ist, das findest du tief in dir. Es ist das Erhabendste, was es gibt. Handelst du danach, dann wirst du ein glücklicher Mensch sein.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Lieber Grubi,
lieber leuthner,

ich danke Euch für Eure Antworten. Auf etwas in dieser Art wollte ich auch hinaus.
Strafe und Belohnung gibt es nur unter den Menschen. Weil Urteile egal ob positiv oder negativ zutiefst menschlich sind. Unsere Suche nach GOTT (ist nur ein Wort, ich verbinde damit keine Person, Wesen, was auch immer..) ist wohl einfach nur die Suche nach einem Wunder.

Ich weiß leider nicht, ob ich für meine Gefühle dazu Worte finden kann...

In so ziemlich allen Religionen wird GOTT als der Schöpfer von ALLEM angesehen. Richtig? Also gibt es außerhalb von GOTT nichts. Denn wenn es noch etwas gäbe, wäre GOTT nicht das Höchste. Richtig?

Meiner Meinung nach, kann dieser GOTT gar nichts wissen. Und erst recht kann er nicht urteilen
Dieser GOTT kann tatsächlich nur ein Gefühl sein. Und dieses Gefühl ist die Suche. Diese Suche eint uns alle. Es ist die Suche nach GOTT und auch danach, wer wir selbst sind. Jeder von uns auf seine Weise. Ich habe noch nicht herausgefunden, wer ich wirklich bin. Darum sind wir doch auch alle hier. oder nicht. Weil wir Antworten suchen und/oder Bestätigung. Nur dazu ist dieses Forum da. Oder nicht? Nur dazu gibt es die Kommunikation. Glaube ich zumindest. Ohne Kommunikation gäbe es uns nicht. Kein einziges Tier kommt ohne Kommunikation aus. Kommunikation verbindet. Selbst wenn wir glauben, dass sie uns trennt, weil sie in Aggression endet, so ist JEDE Begegnung in unserer Erinnerung festgehalten und verbindet uns mit dem Kommunikationspartner. Hier meine ich aber nicht nur Worte, ich meine jedes Zwinkern, Lächeln, Mimik, Gestik... Alles ist Kommunikation, Suche. In meinem Gefühl, in meinem Inneren ist es genau das, das was als GOTT bezeichnet wird. Auf der Suche nach uns selbst kommen wir nicht ohne das "Böse" aus. In uns allen steckt "Gut" und "Böse" und alles was in uns steckt, steckt dann wohl auch in GOTT, denn aus "ihm" ist ja alles hervorgegangen. Wir suchen GOTT, weil GOTT sich so nur selbst finden kann.
Darum kann es kein Urteil Gottes geben und wenn es ein Paradies gibt, dann sind wir schon da. Wir haben es selbst in der Hand, wo und wie wir leben. Wir sind die Gesellschaft, das Land, die Welt, das Universum. Wenn wir Liebe wollen, so müssen wir lieben. und zwar bedingungslos - verdammt noch mal !

Für Grubi: Licht kann nur gesehen werden, als Licht wahrgenommen werden, WEIL es die Finsternis gibt und umgekehrt

noch ein kurzer Hinweis: ist alles meine Meinung, muss sich nicht mit anderen decken. Wer ähnlich fühlt: , wer anders fühlt:

Gruß, Katja
habe noch was vergessen

Grubi, ich stimme mit dem, was Du geschrieben hast vollkommen überein.
Genau diese Überlegungen sind es, die mich den Religionen haben fern bleiben lassen. Und genau diese Überlegungen sind es (zusammen mit noch ein paar anderen), die mich haben "meinen Gott" finden lassen.
OK, finden ist auch nicht das richtige Wort - näher kommen, fühlen, lieben, sehen.... ach egal, ist nur die begrenzte Sprache...

Danke
Moin Katja

Ich vemute dass es garnicht so wichtig ist eine konkrete Vorstellung von einem Gott oder einer göttlichen Wesenheit mit allen möglichen, superlativen Eigenschaften zu entwickeln.

Ich kenne einige überzeugte Atheisten die kein Problem damit haben angenehme Begegnungen oder die vielen kleinen und grossen Wunder der Natur als "göttlich" zu bezeichnen ohne damit eine lenkende oder schöpfende Kraft zu meinen.
Mit zunehmender Erkenntnis über die Dimensionen wird unser Universum auch immer erstaunlicher, finde ich...
Ausserdem befinden wir uns ja noch mitten im Urknall

Selbst Realisten, die immer alles ganz genau erklären und definieren müssen weil es in ihrer Natur liegt, sind dazu in der Lage über unseren Kosmos oder auch über wesentlich kleinere Dinge zu staunen und auch sie können von einer Art göttlichen Begegnung sehr ergriffen sein.

Es hat nur nicht jeder Lust oder die Fähigkeit sich darüber auszutauschen.
Das sollte man in geistigen Angelegenheiten auch unbedingt akzeptieren, man kann auch vieles kaputtlabern...

Dass sich solche Erfahrungen nicht in ein vorgefertigtes Gottesbild, welches einer starren Glaubenslehre unterliegt, einfügen wollen, ist doch eigentlich ganz beruhigend...


Ach ja...

Irgendwie müssen wir jetzt aber den Kollegen Ayaad zurück ins Boot holen.
Wie können wir ihm denn jetzt vermitteln, dass er sich keine Sorge um das Seelenheil anderer Menschen machen muss, und dass Menschen auch ohne Angst vor Bestrafung ganz nett und sozialverträglich sein können?

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Servus beinand,

ja, wie meine Vorschreiber auch schon bemerkten ...

jeder konstruiert sich sein eigenes Gottesbild - oder auch ein "Lebensmodell" ohne einen Schöpfer.

Meine Vorstellung ist die daß es eine übergeordnete Instanz gibt - sogar geben muß.
Die Ordnung (das Göttliche).
Ohne diese Ordnung würde nur Chaos herrschen, den Eindruck kann man zwar manchmal haben - aber wenn man genau hinsieht - es ist alles Ursache und Wirkung. Auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so aussieht. Das ist zumindest meine Meinung und auch meine Erfahrung.

Einen wunderschönen sonnigen Frühlingstag allen Usern hier
Rose

Ach ja, Ayaad glaubt an den Gott der für ihn wichtig ist, der in sein Leben Ordnung bringt - und das ist entscheidend
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Katja-78 hat folgendes geschrieben:
Lieber Grubi,
lieber leuthner,

ich danke Euch für Eure Antworten. Auf etwas in dieser Art wollte ich auch hinaus.
Strafe und Belohnung gibt es nur unter den Menschen. Weil Urteile egal ob positiv oder negativ zutiefst menschlich sind. Unsere Suche nach GOTT (ist nur ein Wort, ich verbinde damit keine Person, Wesen, was auch immer..) ist wohl einfach nur die Suche nach einem Wunder.

Ich weiß leider nicht, ob ich für meine Gefühle dazu Worte finden kann...

In so ziemlich allen Religionen wird GOTT als der Schöpfer von ALLEM angesehen. Richtig? Also gibt es außerhalb von GOTT nichts. Denn wenn es noch etwas gäbe, wäre GOTT nicht das Höchste. Richtig?

Meiner Meinung nach, kann dieser GOTT gar nichts wissen. Und erst recht kann er nicht urteilen
Dieser GOTT kann tatsächlich nur ein Gefühl sein. Und dieses Gefühl ist die Suche. Diese Suche eint uns alle. Es ist die Suche nach GOTT und auch danach, wer wir selbst sind. Jeder von uns auf seine Weise. Ich habe noch nicht herausgefunden, wer ich wirklich bin. Darum sind wir doch auch alle hier. oder nicht. Weil wir Antworten suchen und/oder Bestätigung. Nur dazu ist dieses Forum da. Oder nicht? Nur dazu gibt es die Kommunikation. Glaube ich zumindest. Ohne Kommunikation gäbe es uns nicht. Kein einziges Tier kommt ohne Kommunikation aus. Kommunikation verbindet. Selbst wenn wir glauben, dass sie uns trennt, weil sie in Aggression endet, so ist JEDE Begegnung in unserer Erinnerung festgehalten und verbindet uns mit dem Kommunikationspartner. Hier meine ich aber nicht nur Worte, ich meine jedes Zwinkern, Lächeln, Mimik, Gestik... Alles ist Kommunikation, Suche. In meinem Gefühl, in meinem Inneren ist es genau das, das was als GOTT bezeichnet wird. Auf der Suche nach uns selbst kommen wir nicht ohne das "Böse" aus. In uns allen steckt "Gut" und "Böse" und alles was in uns steckt, steckt dann wohl auch in GOTT, denn aus "ihm" ist ja alles hervorgegangen. Wir suchen GOTT, weil GOTT sich so nur selbst finden kann.
Darum kann es kein Urteil Gottes geben und wenn es ein Paradies gibt, dann sind wir schon da. Wir haben es selbst in der Hand, wo und wie wir leben. Wir sind die Gesellschaft, das Land, die Welt, das Universum. Wenn wir Liebe wollen, so müssen wir lieben. und zwar bedingungslos - verdammt noch mal !

Für Grubi: Licht kann nur gesehen werden, als Licht wahrgenommen werden, WEIL es die Finsternis gibt und umgekehrt

noch ein kurzer Hinweis: ist alles meine Meinung, muss sich nicht mit anderen decken. Wer ähnlich fühlt: , wer anders fühlt:

Gruß, Katja


Liebe Katja!

Du fragst dich "wer wir sind?"! Wir sind das wahre Selbst, das Wahrheit und Liebe ist, also nichts anderes als bedingungslose Liebe. Das erkennen wir aber einzig und allein im Herzen. Denn sind wir nicht im Herzen, so sind wir mit Fehlern behaftet, die physisch, psychisch, mental oder emotional sein können. Kehren wir in unser Herz ein, so verschwinden diese Fehler wieder und wir können bedingungslos lieben, was uns zu glücklichen Menschen macht.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!