Hetze gegen Selbstmord im Forum


Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich hier von einigen Mitgliedern so einen Schwachsinn über Selbstmörder gelesen habe und ich da echt nicht meine Klappe halten kann!
Ich habe hier gelesen, dass Selbstmörder egoistisch wären, feige, schwach, andere mitreisen würden und das psychisch Kranke erst recht keinen Grund hätten, sich umzubringen, da sie sich "bester Gesundheit erfreuen würden". Dies alles ist blanker Hohn gegenüber schwer psychisch oder körperlich kranken Menschen, für die es keinen Ausweg mehr gibt, als den Tod, WEIL sie bereits austherapiert sind. Und feige sind Selbstmörder sicher nicht, wie viel Mut muss dazu gehören, sich freiwillig dem Tod zu stellen! Das muss alles andere als eine leichte Entscheidung sein! Es ist einfach eine Gemeinheit, verzweifelte Menschen auch noch mit so Dingen zu beschimpfen, überhaupt, dass Wort "Feigheit" mit endlos verzweifelten Menschen in Verbindung zu bringen... Glaubt ihr nicht, denen geht's schon mies genug? Glaubt ihr die leiden noch nicht genug, so dass sie auch noch Tritte von euch brauchen? Warum geht man denn immer auf die Schwächsten? Das lieben Menschen wohl, schwächere fertig zu machen, die eh schon am Ende sind.
Außerdem kann man doch nicht von jemanden verlangen, dass er nur wegen seinen Mitmenschen weiterhin ein Leben lebt, was er als Höllenqual empfindet! Ich würde so etwas nicht von einem Menschen verlangen, den ich Liebe, wenn es wirklich keinen Ausweg mehr geben würde, dann würde ich ihn in Liebe gehen lassen, so schwer das auch wäre. Wie egoistisch ist es denn bitte, jemanden zum Leben zu zwingen, nur damit es einem nicht selbst schlecht geht? Wie könnt ihr nur verlangen, dass Menschen, die ihr Leben als eine Qual empfinden, sich wegen anderen Menschen opfern und weiter dieses furchtbare Leben leben? Das ist so was von unwürdig und alle die so denken, sollten sich schämen! Das ist nämlich absolut unmoralisch! Dann muss man auch bedenken, dass die Leute, die so krank sind, dass sie sterben wollen, sich auch meistens gar nicht mehr um Ihre Familie kümmen können, die Familien inklusive Kindern auch teilweise sehr mit bzw unter den Kranken leiden. Dann habe ich hier auch noch etwas perverses gelesen, wo jemand geschrieben hat, dass doch psychisch Kranke erst gar keine Kinder bekommen sollen, es doch Verhütung usw. geben. Solche Sätze erinnern mich an eine ganz bestimmte Zeit in Deutschland, jeder weiß wohl, was ich meine... Psychische Krankheiten können übrigens auch auftreten, nachdem man schon Kinder bekommen hat!
Niemand darf über solche Menschen urteilen, der nicht selbst schon mal in so einer Situation war und der nicht selbst leidet.
Ohne einen selbstbestimmten Tod, gibt es kein selbstbestimmtes Leben. Leben darf nicht zum Zwang werden. Sein Leben gehört jedem selbst und damit kann er machen was er will und niemand hat das Recht, jemanden dafür zu verurteilen, erst recht keine Aussenstehenden, die den jeweiligen Menschen nicht persönlich kennen und nicht die leiseste Ahnung seines Leiden haben. Zu dieser Einstellung stehe ich und ich bin Felsenfest davon überzeugt, dass sie richtig ist! Es lebe das Selbstbestimmungsrecht eines jeden über sein eigenes Leben!
Das musste ich mal loswerden...
Liebe Irgendeine!

Selbstmord ist kein Ausweg, da man die gestellten Aufgaben nicht vollendet hat.

Einem Selbstmordkandidaten würde ich niemals empfehlen sich selbst zu töten, sondern ihm beistehen seine Probleme zu lösen, sodass er auf spiritueller Ebene zu innerem Frieden findet.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Salam
Irgendeine,

Du muss verstehen das das ihre zu größten teil eine spiritueller Forum ist das bedeute auch das die meisten Ihr Selbstmord ablehne , zwar ist es schlimm zu Beschimpfung aber trotzdem Selbstmord ist keine Lösung die ich gut heiße !
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"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )
Wenn hier ein, unter nichts anderem als Depressionen leidender Mensch,
seine Suizidabsicht äußert, dann soll das doch irgendwas heißen.
Was mag das sein?
Möchte er die Absolution seines Vorhabens von anderen Menschen?

Ich meine, wenn sich jemand, der eigentlich noch lebensfroh durch die Landschaft hüpfen könnte,
wirklich umbringen will, dann macht er das doch einfach.
Was will er von denen, die das Leben schön finden,
wenn er sich nichtmal umstimmen lassen möchte ?
Was sollen die denn demjenigen (mehr oder weniger geschickt) sagen ?

Das es feige ist, sich aus dem Leben zu schleichen, sehe ich auch nicht als Argument.
Wir sind ja nicht als Soldaten geboren.

Ich sag mal was ganz Komisches:
Jemand, der sich selbstbestimmt das Leben nimmt,
muß sich seine Entscheidung selbst er-lebt haben.
Der wird in vollem Bewußtsen "aufzuhören" gehen.
Ohne Hoffnung, mit Emo-Musik danach auf Alfred Böcklins Toteninsel zu schippern.
Dieser Mensch wird kein tamtam machen und schnell noch ein "Danach"
suchen gehen, verbunden mit der Absolution derer,
die er überreden konnte, ihm in seinem Vorhaben zuzureden,
wenn er denn noch Anstand hat.
Der verlangt nicht von anderen die Illusion, die sie am Leben hält,
für ihn und sein Vorhaben zu verleumden.

Stell Dir vor, Du hättest einem körperlich gesunden Menschen auf Verlangen
den "Gnadenschuß" verpaßt.
Damit lädst DU dir die Schuld auf, mit der Du ein Leben lang rumrennen wirst.
Du wirst Dich immer wieder fragen, hätte ich nicht noch dies oder das
machen können, um ihn umzustimmen.
Und ja, darin sehe ich eine unglaubliche Unverschämtheit:
Als körperlich unversehrter Mensch von anderen die eigene Tötung zu verlangen.
Da drin liegt der Egoismus.
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
Namaste

Hallo Irgendeine,

Bevor du hier seitenweise Anschuldigungen gegen die Community als Ganzes aussprichst versuch es doch bitte mit Zitaten und sprich dann die zitierten direkt an. Das wäre definitiv konstruktiver. Oder geht es dir am Ende gar nicht um Konstruktivität, sondern nur darum deine "Laune" in Textform rauszubrüllen?

Was das Thema Suizid angeht, da hat jeder eine eigene Meinung und Einstellung. Dieses hier ist ein Forum in dem man seine Meinung, solang man es ohne Gossensprache und extremistische Untertöne tut, frei äußern kann. Wer sich hier registriert und seine Probleme zum öffentlichen Diskurs stellt sollte sich dieser Tatsache bewußt sein.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Irgendeine hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich hier von einigen Mitgliedern so einen Schwachsinn über Selbstmörder gelesen habe und ich da echt nicht meine Klappe halten kann!

Hallo und willkommen in diesem Forum.

Zitat:
Ich habe hier gelesen, dass Selbstmörder egoistisch wären, feige, schwach, andere mitreisen würden und das psychisch Kranke erst recht keinen Grund hätten, sich umzubringen, da sie sich "bester Gesundheit erfreuen würden".

Du kannst sicher sein, dass nicht alle hier pauschal so eine Meinung haben.
Zitat:
Dies alles ist blanker Hohn gegenüber schwer psychisch oder körperlich kranken Menschen, für die es keinen Ausweg mehr gibt, als den Tod, WEIL sie bereits austherapiert sind.

Glaubst Du, wenn man "austherapiert" ist, gibt es keinen anderen Weg als Selbstmord? -
Vielleicht sollten wir da doch lieber über den konkreten Fall reden, besonders falls Du selbst betroffen bist?

Zitat:
Und feige sind Selbstmörder sicher nicht, wie viel Mut muss dazu gehören, sich freiwillig dem Tod zu stellen! Das muss alles andere als eine leichte Entscheidung sein!

Selbstmörder gehen oft davon aus, dass nach dem Tod nichts mehr kommt und sie dann erlöst sind von allen Schwierigkeiten. Da gehört in meinen Augen mehr Mut dazu, trotz allem weiter zu leben und sich mit den Schwierigkeiten auseinanderzusetzen .

Zitat:
Es ist einfach eine Gemeinheit, verzweifelte Menschen auch noch mit so Dingen zu beschimpfen, überhaupt, dass Wort "Feigheit" mit endlos verzweifelten Menschen in Verbindung zu bringen...

Das sehe ich auch so, dass suizidgefährdete Menschen total verzweifelt sind und sich oftmals mit einem Hilfeschrei an ihre Umwelt wenden.

Zitat:
Außerdem kann man doch nicht von jemanden verlangen, dass er nur wegen seinen Mitmenschen weiterhin ein Leben lebt, was er als Höllenqual empfindet!

Wenn die Mitmenschen Kinder sind und es einen Weg gibt, die "Höllenqualen" zu lindern, wäre es schon sinnvoll, meinst Du nicht?

Zitat:
Ich würde so etwas nicht von einem Menschen verlangen, den ich Liebe, wenn es wirklich keinen Ausweg mehr geben würde, dann würde ich ihn in Liebe gehen lassen, so schwer das auch wäre.
Meist gibt es nur scheinbar keinen Ausweg und wenn ich den anderen liebe, würde ich persönlich darum kämpfen, mit ihm diesen Ausweg zu finden.

Zitat:
Wie egoistisch ist es denn bitte, jemanden zum Leben zu zwingen, nur damit es einem nicht selbst schlecht geht? Wie könnt ihr nur verlangen, dass Menschen, die ihr Leben als eine Qual empfinden, sich wegen anderen Menschen opfern und weiter dieses furchtbare Leben leben?

Wenn jemand sich wirklich umbringen will, kann man ihn nicht zum Weiterleben zwingen, schon gar nicht über ein Forum!

Zitat:
Das ist so was von unwürdig und alle die so denken, sollten sich schämen! Das ist nämlich absolut unmoralisch! Dann muss man auch bedenken, dass die Leute, die so krank sind, dass sie sterben wollen, sich auch meistens gar nicht mehr um Ihre Familie kümmen können, die Familien inklusive Kindern auch teilweise sehr mit bzw unter den Kranken leiden.

Weißt Du eigentlich, wie sehr Familienangehörige und besonders Kinder leiden, wenn sich ein nahestehender Mensch umgebracht hat. Es liegt wie ein Schatten über ihrem eigenen Leben und sie haben Schuldgefühle, weil sie es nicht verhindern konnten.

Zitat:
Dann habe ich hier auch noch etwas perverses gelesen, wo jemand geschrieben hat, dass doch psychisch Kranke erst gar keine Kinder bekommen sollen, es doch Verhütung usw. geben. Solche Sätze erinnern mich an eine ganz bestimmte Zeit in Deutschland, jeder weiß wohl, was ich meine... Psychische Krankheiten können übrigens auch auftreten, nachdem man schon Kinder bekommen hat!

Generell so etwas zu fordern halte ich auch für sehr bedenklich.
Nur wenn Erkrankungen erblich sind, sollte und wird sich der Erkrankte sicher von selbst Gedanken machen, ob er/sie Kinder in die Welt setzen will.

Am besten ist immer auf den konkreten Fall einzugehen. Wenn es für Dich Sinn macht, hier über Deine Problem zu reden, wirst Du viele Meinungen hören und kannst Dir die für Dich passenden auswählen.
Wenn Du Dich umbringen willst, bleibt es Deine Verantwortung und Entscheidung, die kann Dir niemand abnehmen, schon gar nicht in einem Forum.

Lieber Gruß

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Hallo Irgendeine.

Auch ich lehne gewisse Aussagen einiger Mitglieder ab, genauso wie einige Mitglieder meine Aussagen ablehnen. Dies fällt manchmal stärker und manchmal schwächer aus, in Auffassung und Ausdruck.

Ich als psychisch Kranker mit starker suizidaler Tendenz würde z.B. zustimmen, dass ich keine Kinder bekommen sollte. Dies hat den Grund, dass ich nicht die Versorgung sowie korrekte pädagogische Erziehung gewährleisten kann, nichteinmal meine Anwesenheit bis zu meinem natürlichen Lebensende. Per Gesetz verbieten sollte man sowas nicht, das liegt eindeutig im Bereich der persönlichen entscheidung. Und bei geistig Behinderten, die nicht mündig sind, wird oftmals eine Sterilisation vorgenommen. Dies nicht, um Kosten oder 'Behinderte Kinder' zu vermeiden, sondern zum Schutz des Individuums selbst, das mit der Situation Elternteil zu sein nicht klarkäme.

Was den Selbstmord angeht, so bin ich an und für sich für eine Legalisierung aktiver Sterbehilfe. Nur müssten davor etliche 'Kontrollinstanzen gesetzt werden, ähnlich der Abtreibung.

Im generellen ist dieses Forum sehr gemischt, vom Materialisten bis zum Philosophen, von Hinduist bis Atheist ist hier so ziemlich alles vertreten, also gehen auch die Meinungen sehr weit auseinander. Dies zu respektieren und aus der Andersartigkeit der Meinungen zu lernen, dies ist der Sinn des Forums.

Also zeigt, dass du hier schreibst, dass dich das Forum zum Nachdenken angeregt hat und du dich zwecks gegenseitiger geistiger Erweiterung einbringen möchtest.

Also keine wirkliche Antwort *zwinker* von mir, nur ein: Willkommen!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Liebe Irgendeine!

Selbstmord ist kein Ausweg, da man die gestellten Aufgaben nicht vollendet hat.

Einem Selbstmordkandidaten würde ich niemals empfehlen sich selbst zu töten, sondern ihm beistehen seine Probleme zu lösen, sodass er auf spiritueller Ebene zu innerem Frieden findet.

Alles Liebe

Erich

Ich kannte jemanden der das Tat, ist aber eingentich lange Geschichte.
Das Problem was er hatte, war der daß er kurz vor der Tat sehr ungewöhnlichen Verhalten aufzuweisen hatte.
Meiner Meinung er war schon tage vorher nicht mehr geistig zu erreichen.
mit Feige oder Mut hatte das nichts zu tun, sondern mit verwirung.

Gruss Hipshot
Liebe Irgendeine,

ich sehe es ganz genau so wie du und finde du hast dich sehr gut ausgedrückt!

LG PansyShell
In meiner Familie gab es einen Suizidfall und ich selbst war auch für einige Zeit in einer entsprechenden Phase.
Ich habs wegen meiner Familie nicht getan, weil ich wusste, wie weh es ihnen tun würde.

Wenn jemand sagt, ein Selbstmörder sei egoistisch und feige, ist das ja auch richtig so. Oder ist es etwa mutig und selbstlos, aus dem Leben auszusteigen mit den Worten "Hab keine Lust mehr" und den Hinterbliebenen, die ohnehin eine eigene Last zu tragen haben, einen Scherbenhaufen zu überlassen, nur weil einem das eigene Quäntchen Problem zu schwer schien? Die Egozentrik äußert sich ja auch in dem Irrglauben, irgendwie ein besonderer Mensch zu sein, der viel mehr ertragen müsse als die anderen, als die "durchschnittliche Masse".

Und weil die Welt zu hart ist, rennt man lieber weg als zu kämpfen.
Wer aber glaubt, mit diesem Schritt seinem Leiden entflohen zu sein, wird sich sehr wundern.