ich habe Fragen uber Internet Programme


yogi hat folgendes geschrieben:
Das habe ich nicht gesagt. Das hat auch nichts mit Abstumpfen zu tun, eigentlich geht es hier auch nicht mal um Sexualität. Wenn ein Partner eine Vorliebe für XY hat und das dem anderen Partner nicht passt, kann er schlecht einfach sagen, ich möchte nicht das du XY machst. Man spricht drüber und wenn der eine Partner XY nicht aufgeben will, dann arrangiert man sich damit, findet vielleicht einen Kompromiss, oder trennt sich.
Natürlich ist sowas abgestumpft. Wo sich früher das Gewissen und der gesunde Verstand eingeschaltet hat, ist heute nichts mehr. Wie soll man sowas denn sonst bezeichnen? Stattdessen wird die größte Entartung als "persönlicher Ausdruck der Sexualität" verstanden.
Doch diese Offenheit ohne gesunden Boden bringt nichts Gescheites hervor. Wer dieses Beziehungschaos als glücklichen Weg bezeichnet, ist denselben noch nicht zu Ende gegangen.
Allein schon das Wort "Lebensabschnittspartner", das manche sogar ungeniert auf ihre eigene Beziehung anwenden, zeigt die Dekadenz der Bindung von Mann und Frau auf.

Zitat:
Pornographie ersetzt die partnerschaftliche Sexualität nicht, sie erweitert die eigene Sexualität.
Pornographie erweitert die partnerschaftliche Sexualität nicht, sie zerstört sie.

Steinwerk hat folgendes geschrieben:
Und wenn die Ehefrau akzeptiert, dass jemand sowohl mit Kollege A als auch mit Freund B Fußball spielt, dann hat sie auch zu akzeptieren, dass er mit Frau XY schläft... alles andere wäre ja nicht konsequent und heuchlerisch, nicht wahr? Soviel zu dem tollen Vergleich.

Ich glaube du hast die Analogie nicht verstanden.[/quote]Vielleicht, weil in der nicht durchdachten Analogie der Wurm drin ist.
In deiner Schlussrechnung "Sex zuschauen" entspricht "Sport zuschauen" fehlt nicht mehr viel zu meinem Kommentar dazu.
Steinwerk, es mag sein, dass du das so siehst, aber ich muss sagen, mit deinen Aussagen triffst du mich tief. Und zwar verletzend. Da ich selbst weissgott nicht abgestumpft bin, im gegenteil: Viele meiner Freunde lästern über meine monogame Einstellung oder meine Meinungen zum Thema Sex. Dann sprechen sie mit mir, ich lege ihnen meine Meinung dar. Und sie beginnen sich zu Wundern, weil ich die Meinungen (also die hier gemachten Aussagen) yogis fast komplett und vorbehaltlos teile. Wiederum teile ich sowenig deine Meinung, erachte sie sogar als eher gefährlich. Nicht für dich, aber so mancher wird in deine Worte sehr leicht das Recht auf Rache interpretieren, das er dann mit halbzitierten Bibelstellen untermauert und die Kreuzigung von meinereiner verlangt. Obwohl ich weniger Fremdgegangen bin in meinem Leben als er. Nähmlich garnicht. Was nicht daran liegt, dass ich nicht hätte können (im sinne Partnermangel) oder manchmal auch wollen (im sinne unzufriedenheit). Ich KANN einfach nicht, weil nix laufen würde. Schlechtes Gewissen oder sonstwasauchimmer....

Ich und meine Exfreundin sind da ein gutes Beispiel, dass yogis weg für manchereinen der bessere ist. Wobei dein Weg für dich bestimmt auch der Richtige ist wie für so manchen anderen. Nur ist kein System perfekt, jedes Individuum ist anders. Und bevor du oder irgendeiner geneigt ist, zu sagen/argumentieren: "Nicht geheiratet-->vorehelicher Sex; offene Beziehung; etc. und was ist passiert? Sie ist deine Ex. Warum hat es denn bei euch Streit gegeben?" möchte ich andeuten, dass unser sexueller Teil der Teil der Beziehung war, der 99% lief (100% wäre vermessen). Es war der Teil, der passiert, wenn zwei Menschen in ihrer Entwicklung auseinanderdriften und irgendwann zuwenig Gemeinsam haben, um weiter eine gesunde Beziehung führen zu können. Als gegenbeispiel kenne ich ein Ehepaar, dass sich aus Kirchlichen Gründen miteinander rumschlug, um sich nach 20 jahren Streit zu trennen. Und siehe da: Bei beiden war auf einmal die depression weg, beide sind wieder in einer Beziehung mit einem 'Lebensabschnittssgefährten', und dabei glücklich. Und es war beiden mittlerweile nach suizidversuchen sowas von egal, dass die Kirche sie exkommunizierte.

Villeicht ist yogis Beispiel mit dem Sport nicht gelungen, aber deine Beispiele sind ungefähr so wie die des Amokläufers, der CS spielte. Verbietet CS, es macht Amokläufer? oder Schützenvereine? Beides hielt mich 3 Jahre davon ab, ebendies zu tun, weil mir die desozalisierte Gesellschafft den letzten nerv raubte. Steinhäuser ass ein Käsebrot, ging in die Schule und schoss um sich. Verbietet Käsebrote, die machen Amokläufer!

Bei mir und meiner Ex entsprach Porno nicht Sport, sondern 'Comedy'. Und hatte NICHTS mit Verkehr miteinander oder Beziehung/Sexualität zu tun. Höchstens das gemeinsame lachen über die Sprücke, dass war beziehungsmässig, aber im positiven.

Das was du als "Gewissen und gesunden Verstand" bezeichnest, ist eine gelernte Konditionierung. Erwiesenermassen gab es vor der sexuellen Revolution und der medialen Vernetzung und aufklärung mehr Vergewaltigungen als danach. Sie wurden nur "öffentlicher Behandelt" und du erfuhrst davon. Vergewaltigung in der Ehe war um 1900 "normal", nur hat die Frau oftmals nicht die heutige Gegenwehr vollzogen, da sie ja die 'Pflicht' hatte. 3/4 aller Beziehungen um 1900 sahen so aus, dass die Frau mit dem Mann schlief, obwohl sie nicht wollte. Aus gefallen/Angst//etc. All dies ist aber Vergewaltigung im weitesten Sinne. Also war früher die Gesellschafft nicht besser.
http://www.geistigenahrung.org/ftopic16090.html

Dass diese offenheit ohne guten Boden nichts bringt, ist klar. Keine Saat wächst auf dem Falschen boden. Kein Weizen auf Fels, keine Bergflechte auf Humus. Und du siehst, ich bin auf diesem Weg, das ende ist der Tod meiner Wenigkeit, also kann ich ihn nicht zuende gegangen sein. Aber was Beziehungen angeht: Ja. Und alle meine Exfreundinnen wissen um mein Chaos im Kopf, in meiner Seele, aber dieser eine Punkt, da sind sie sich einig, der ist 'Richtig Gut' oder 'beispielhaft', um nur 2 Zitate zu nennen. Jede sagte "Schade dass die Beziehung vorbei ist, aber wir sind zu verschieden geworrden." Was an meiner Entwicklung und ihrer liegt. Ich habe noch viel zu lernen, daher verändere ich stark meinen Standpunkt in einer Beziehung. Ich ändere mich. Also passt diese nicht mehr. Doch all dies hat nichts mit Sex oder Pornographie zu tun. Es hat mit Respekt vor seinem Partner zu tun. Und ich denke, mit diesem Kern sollten yogi und du konformgehen.
Du bist wirklich ein erfreuliches Mitglied unserer Gesellschaft.


Steinwerk hat folgendes geschrieben:
Wo sich früher das Gewissen und der gesunde Verstand eingeschaltet hat, ist heute nichts mehr.


Das ist das gleiche Gewissen und der gleiche Verstand der meint, Onanieren würde zum Verlust des Rückenmarks führen.

Bisher hast du auch nicht wirklich gesagt, was daran schlimm sein soll. Wieso sollte man abstumpfen, warum sollte die Sexualität mit dem Partner darunter leiden?

Steinwerk hat folgendes geschrieben:
Stattdessen wird die größte Entartung als "persönlicher Ausdruck der Sexualität" verstanden.


Entartung ist auch ein meiner persönlichen Lieblingsworte der letzten 100 Jahre.

Steinwerk hat folgendes geschrieben:
Wer dieses Beziehungschaos als glücklichen Weg bezeichnet, ist denselben noch nicht zu Ende gegangen.


Welches Beziehungschaos denn?

Steinwerk hat folgendes geschrieben:
Pornographie erweitert die partnerschaftliche Sexualität nicht, sie zerstört sie.


Ja, wie soll das denn von statten gehen. Pornographiekonsum findet parallel statt, er ersetzt die partnerschaftliche Sexualität nicht. Deine Argumente sind die gleichen, wie sie seinerzeit gegen Onanie ins Feld geführt worden sind.

Steinwerk hat folgendes geschrieben:
In deiner Schlussrechnung "Sex zuschauen" entspricht "Sport zuschauen" fehlt nicht mehr viel zu meinem Kommentar dazu.



Das ist ja nicht meine Logik, sondern die Logik derer die sagen, dass das Betrachten von Sexualität, das Ausüben der selben ersetzten soll. Natürlich ist das Blödsinn.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud