Wetten, dass...


Ikarus schrieb:
Zitat:
Deshalb wurde auch alles sang-und klanglos bezahlt und da durfte es auch teuer sein.


Ja, das denke ich auch.
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Helle:
Zitat:
Und ich finde auch den Gedanken traurig, dass nur Katastrophen - ob nun im Großen oder Kleinen - die Einstellung von uns Menschen ändern sollen. Da muss es doch noch einen anderen Weg geben.

Aber wie sollte es anders werden - manche Menschen sind doch wie Holzböcke, da hilft kein Klopfen und Zerhacken - die wollen da durch - als "Lurch" - erst, wenn alles den Bach runter geht, werden sie einsichtig, ob in der Artenvielfalt oder in anderen Dingen - da müssen erst Menschen in Massen sterben, ehe im Hirn mal ein Schalter umgestellt wird.

Und ich denke dabei an das gesamte Weltgeschehen und warum so vieles passiert und wann wir endlich lernfähig sind, das auch in uns aufzunehmen.

Denke an die Kinder in Afrika, die von Rebellen gekidnappt werden, um als Mörder durch den Dschungel zu laufen, an gewalttätige Menschen, und an das Verhältnis von Täter und Opfer, wobei die Opfer manchmalscheinbar zweifach Opfer sind - einmal für die Täter und dann noch vor der Justiz - nie Recht bekommen - da sist alles so komplex gehalten, daß man darauf keine einfachen Antworten bekommen kann, wenn man nicht unbedingt ein Schwarz-weiß-Denken bevorzugt, weil es ja so leicht ist, in dieses Schema zu fallen. Siehe so ähnlich wie Dabbalju Bush junior -[alle anderen sind böse, wir sind die lieben.]

Außerdem erhält der Staat von den Firmen über Steuergelder die Einnahmen, die er braucht, also warum soll er da was am System ändern ?

Und das Volk sieht eben zu, wie der Staat das Leben so angenehm wie möglich gestaltet und ist selbst Teil des Staates -also reagiert es - irgendwann las ich einmal, daß jedes Volk die Politiker bekommt, die es verdient.

Ein Berlusconi kommt wieder hoch - das Volk winkt nur ab - und läßt sich von ihren Führern veralbern, so gut es eben geht und entschuldigt alles Unsinnige, was die Politiker so anstellen - sie erkennen sich vielleicht wieder - die Menschen - wen sollen sie denn wählen,wenn nicht einen von ihnen - siehe Schröder - der immer schon durch`s "Tor" wollte. Und war er drin, hielt er es als "Arbeiterkind" mit den Bossen von oben.

Wem erzähle ich das - das weiß doch Jeder, der nur einmal ein bißchen in Politik schnuppert.

Aber es erhält eben alles einen Bezug und Zusammenhang, wenn man um ein paar Fakten mehr weiß.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Helle hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Oft bewirken Lebenskrisen wie z.B. Unfall, Krankheit, Trennung und Verlust etc. einen Gesinnungswandel.

Das wollen wir aber den Menschen nicht wünschen.
Ich hoffe auf einen Gesinnungswandel aus Einsicht und Überzeugung heraus.

Dazu fällt mir der Spruch von Konfuzius ein:

„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch nachdenken, das ist der edelste,
zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“


Vergangenen Donnerstag war ich bei der Trauerfeier für eine Kollegin, die erst zwei Jahre zuvor in Rente gegangen war, was mich sehr zum Nachdenken in vielerlei Hinsicht brachte.
Es muss also nicht unbedingt die eigene Krise sein, die bitter erfahren wird.


Zitat:
Ich denke halt, dass die Gesellschaft aus sich heraus nicht die Kraft hat, sich im positiven Sinne zu verändern Es fehlen die Vorbilder.

Es gibt meiner Meinung nach schon Vorbilder, die jedoch erst sichtbar gemacht und entdeckt werden müssen.
Mir fällt gerade eine Quizsendung ein: "Groß gegen Klein" oder so ähnlich, da hat ein Schüler die Maria Furtwängler mit Lateinkenntnissen herausgefordert. Was ich nebenbei über diese Frau erfahren habe war durchaus vorbildlich.
Es müssen ja nicht immer nur "Heilige" ohne Schatten sein, die Vorbildfunktion erfüllen, sondern es genügen schon vorbildliche Handlungsweisen verschiedener Personen.

Zitat:
Und ich finde auch den Gedanken traurig, dass nur Katastrophen - ob nun im Großen oder Kleinen - die Einstellung von uns Menschen ändern sollen. Da muss es doch noch einen anderen Weg geben.

Welcher dieser 3 Wege, die Konfuzius beschreibt, gewählt wird, bleibt den einzelnen Menschen, immer wieder neu, selbst überlassen.
Mit zunehmendem Alter, kann ich aus Erfahrung sagen, werden viele Menschen zum Glück klüger im konfuzianischen Sinn.
Na ja und die anderern haben das Recht alles am eigenen Leib zu erfahren, auch wenn es bitter ist.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara Devi schrieb:
Zitat:
Mit zunehmendem Alter, kann ich aus Erfahrung sagen, werden viele Menschen zum Glück klüger im konfuzianischen Sinn


Es ist nur so, dass die Gesellschaft von den jungen Menschen gestaltet wird.
Alter hat bei uns im Westen nicht die Aura der Weisheit und wird nicht geschätzt.
Die Jungen, die ihr Umfeld nachdenklich, weitsichtig und verantwortungsvoll gestalten, sind in der Minderzahl. Die große Masse denkt und hinterfragt nicht viel. Jeder ist ist auf den eigenen, kurzfristigen Vorteil bedacht. Das war zwar in gewisser Weise immer schon so, aber ich meine, das allgemeine Wertegefüge - auch das des kleinen Mannes - hat sich enorm verschoben.
Kinder werden zu sehr sich selbst überlassen oder aber zu sehr wie gleichberechtigte Erwachsene behandelt. Letzteres ist gut gemeint und den psychologischen Errungenschaften der siebziger Jahre zu verdanken. Man möchte auf die Kinder eingehen, ihnen Verständnis entgegenbringen, aber schießt dabei oft über das Ziel hinaus, so dass die Kinder glauben, sie hätte die selben Rechte wie Erwachsene. Sie werden auch nicht mehr zur Zurückhaltung erzogen, sondern diskutieren über alles und jedes als gälte es Optionen auszuhandeln, die gar nicht drin sind. Ich frage mich auch, wie diese Kinder den Lebenstandart halten wollen, mit dem sie groß werden, denn "die Fetten Jahre" sind definitiv vorbei. --- Das ist also Genaration Wellness auf der einen Seite. Auf der anderen Seite haben wir wie gesagt Kinder, die sich schon im Grundschulalter morgens völlig selbständig fertig machen müssen, während die Eltern entweder schlafen oder schon aus dem Haus sind. Diese Kinder stumpfen früh ab, können kein Mitgefühl für andere entwickeln, weil sie mit ihren eigenen Problemen in den entscheidenen Jahren ohne Verständnis und Unterstützung zurechkommen müssen.

Ich weiß es nicht. Der Liberalismus unserer Gesellschaft ist ein hohes Gut. Auf der anderen Seite kann nicht jeder Verantwortungsvoll damit umgehen. Wer soll einer Gesellschaf Werte vermitteln, wenn nicht die Eltern schon im Kleinen damit beginnen, wenn Religionen sich selbst durch Unglaubwürdigkeit, Starrheit und Lüge in Aus katpultiert haben und Liebe mitlerweile fast als Schwäche gilt.
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Hermann Kern
Nunja, aber ich meine, dass es kein Zwang ist, was man bei "Wetten dass..." wettet. Daher kann man nicht Thomas Gottschalk Alles in die Schuhe schieben, meine ich.
Helle, Du spricht oft aus, was ich auch denke. Viele Kinder wollen einfach nur beachtet werden und wenn ich manchen Kindern begegne und sie anlächle, öffnet sich da was und sie möchten gern viel erzählen. Das tut mir manchmal weh, daß sie so allein gelassen, zu sehr überfordert oder einfach in Elternhäuser groß werden, in denen die Eltern selbst voller Sorgen sind und damit nicht fertig werden.

Eigentlich sind die Eltern der Kinder die Generation unserer Kinder und oft frage ich mich: was haben wir falsch gemacht in der Erziehung ?

Und jetzt wird auch klar, warum die Te enis so sehr ihren Idolen nachlaufen, sie sind verlassen und fühlen sich allein gelassen. Und versuchen, eine neue Gemeinschaft zu bilden - die Gemeinschaft der Fans.

Ich habe bei dem Spiel von "Wetten...daß..." den jungen Mann zögern gesehen und seine Angst. Er ahnte...., aber er hatte zugesagt und hielt sich daran.

Kleine Wetten, ok, aber solche Risiken, nur um die Quote zu halten, sollte nicht erlaubt werden.

Und das noch mehr dahinter lag, konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht wissen.

Deshalb, so glaube ich, war der Rücktritt Gottschalks wohl bedacht, auch seine Ahnung, nun könne viel mehr heraus kommen.

Es hat ihn nicht glücklicher gemacht und daß er mit einem egozentrischen Bohlen nicht klar kommen würde, war von Anfang an klar. Beide sind sich wohl zu "ähnlich".
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Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Nunja, aber ich meine, dass es kein Zwang ist, was man bei "Wetten dass..." wettet. Daher kann man nicht Thomas Gottschalk Alles in die Schuhe schieben, meine ich.


Nein, aber der Junge wollte es allen recht machen, wollte gefallen, konnte nicht nein sagen. Das muss man schließlich auch erst lernen und ein Junge in seiner "Sturm und Drang-Zeit" möchte sich beweisen. Das verantwortungsvolle Erkennen, dass er mit dem Wunsch des Wetten dass ?-Teams über ein Autos bzw. den Audi zu springen, im Grunde überfordert ist, lag eindeutig nicht bei Samuel Koch.
Hinzu kommt übrigens, dass das Schiebedach während der live-Sendung, also zum Unfallzeitpunkt, geöffnet war. Das war während der Proben nicht der Fall und auch nicht abgesprochen. Psychologen sind der Meinung, dass dieses "Loch" Samuel irritert haben könnte. Er selber erinnert sich ja nicht an den Unfall selber.
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Hermann Kern
Helle hat folgendes geschrieben:
Wer soll einer Gesellschaf Werte vermitteln, wenn nicht die Eltern schon im Kleinen damit beginnen, wenn Religionen sich selbst durch Unglaubwürdigkeit, Starrheit und Lüge in Aus katpultiert haben und Liebe mitlerweile fast als Schwäche gilt.

Viele dieser Eltern können ihren Kindern keine Werte vermitteln, weil sie selbst keine haben, ein schleichender Prozess der weit zurück reicht und mit dem Konsum und Materialismusdenken unser Gesellschaft einher geht...
Wenn diese Eltern auch nicht erkennen, dass Glaube und Religion an sich nichts Schlechtes ist, sondern nur, was Menschen z.T. daraus gemacht haben und aufgrund dieser Fehleinschätzung verhindern, dass ihr Kind in Kindergarten und Schule religiöse Werte vermittelt bekommt, dann nimmt die geistige und seelische Verarmung dadurch weiter zu.
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Helle hat folgendes geschrieben:
Wer soll einer Gesellschaf Werte vermitteln, wenn nicht die Eltern schon im Kleinen damit beginnen, wenn Religionen sich selbst durch Unglaubwürdigkeit, Starrheit und Lüge in Aus katpultiert haben und Liebe mitlerweile fast als Schwäche gilt.

Viele dieser Eltern können ihren Kindern keine Werte vermitteln, weil sie selbst keine haben, ein schleichender Prozess der weit zurück reicht und mit dem Konsum und Materialismusdenken unser Gesellschaft einher geht...
Wenn diese Eltern auch nicht erkennen, dass Glaube und Religion an sich nichts Schlechtes ist, sondern nur, was Menschen z.T. daraus gemacht haben und aufgrund dieser Fehleinschätzung verhindern, dass ihr Kind in Kindergarten und Schule religiöse Werte vermittelt bekommt, dann nimmt die geistige und seelische Verarmung dadurch weiter zu.


Ich schließe mich Maras Einschätzung an!

Und würde noch hinzufügen: Die Konzentration großen Reichtunms und großer Armut in der Gesellschaft sind ein wesentlicher Faktor, der Zugang zu Werten verhindert. Denn bei den Reichen kann der Überfluss an Materiellem die Frage nach dem Sinn überlagern, bei den Armen der Kampf um das Überleben aus Mangel an Materiellem.

LG Burkl