Was braucht der Mensch wirklich zum Leben?


Ist eine Frage die nicht nur bei mir immer wieder mal auftaucht und heute durch einen Beitrag von Martin H. angeregt wurde.
Zitat übertragung:

Martin Zitat:
"Wünschen wir uns in ferner (oder noch schöner mal näherer) Zukunft mal eine Gesellschaft,
in der sich Menschen nur das nähmen, was sie bräuchten.
Es bräuchte dazu aber einen kompletten Bewusstseinswandel."
Antwort:

und Gesellschaftswandel
und dass heisst dann zuallererst so wie jetzt, alles bricht zusammen,
Chaos, Angst, Krieg und Kampf nehmen zuallererst überhand
und viele, die von dem nichts wussten und das gar nicht wollten
sind betroffen-und die die so gerne für andere Menschen "sorgen" werden diese "leiten, führen,
wieder, über fremde Schiksale und Lebens-werte Leben und unwerte - bestimmen wollen-und von denen gibt es mehr als nötig,

und so wird sich nie was ändern..sondern immer wieder das "alte Spiel mit neuer Besatzung" weiter gehen-fürchte ich-so wie immer
bei den bisherigen Versuchen..so eine Welt zu gestallten.

Obwohl ich glaube auch, es wäre wunderbar, wenn wir uns wirklich nur das nehmen wurden, was wir wirklich gebrauchen..und das wäre sicher nicht so viel, wie wir heute meinen, das wir nötig haben!

Nimmt mich Wunder was meint Ihr dazu-was braucht der Mensch
und die Gesellschaft, wirklich zum leben?
Was braucht eine Diskussion unbedingt?
- einen Startbeitrag

edit: sehe grade, jetzt gibt es einen
dtreiner Zitat:

"Was braucht eine Diskussion unbedingt?
- einen Startbeitrag "

Genau so ists das, wie du das schreibst!

Die Frage ist gestellt, ich muss die nicht selbst beantworten-deshalb die Frage

Aber ich re-agiere brav und rasch und stelle einen Startbeitrag-
damit die Geister zufreiden und Gewohnheiten ihre übliche "Tradition" erhalten werden kann
Hi

akasha hat folgendes geschrieben:


Nimmt mich Wunder was meint Ihr dazu-was braucht der Mensch
und die Gesellschaft, wirklich zum leben?[/b]


Das ist garnicht leicht zu beurteilen, zumindest wenn ich anfangen soll darüber nachzudenken was andere Menschen brauchen und benötigen.

Das fängt ja schon mit ganz einfachen Emotionen an, der eine benötigt ganz viel Zuneigung und Wärme, sein Nachbar ist unter Umständen emotionaler Selbstversorger.
Jeder wird in einem anderen Umfeld gross, dementsprechend entwickelt er andere Bedürfnisse.
Unter den Umständen ist es nicht leicht einen gemeinsamen Nenner zu finden, ausserdem möchte ich mir nicht anmassen über die Bedürfnisse anderer Personen entscheiden zu müssen.

Die Natur lehrt uns übrigens nicht nur das zu nehmen was wir wirklich brauchen.
Sie lehrt uns auch keine Sparsamkeit in irgendeiner Form.
Es gibt zwar ökologische Nieschen in denen Tiere und Pflanzen mit wenig Nahrung und Energie auskommen müssen, aber das sind in der Regel Extrembedingungen.
Es ist aber wohl wichtig dass es eine Biodiversität gibt um das Leben ansich zu erhalten.
So ist gewährleistet dass bei Veränderungen oder Katastrophen, Lebensformen die frei werdenden Nieschen besetzen können.

Wenn man genau hinsieht, stellt man fest dass die NAtur verschwenderisch ist.
Da wo genug Licht, Wasser und Nahrung vorhanden ist, da explodiert das Leben und bringt eine grosse Menge an Biomasse hervor.
Da wo wenig Nähstoffe vorhanden sind, explodiert die Artenvielfalt, weil die Lebensformen viele unterschiedliche Strategien entwickeln um sich behaupten zu können.

So gesehen bin ich dafür dass wir keine pauschalen Patentrezepte entwickeln die dann für alle Menschen gelten.
Auch unser Überleben ist von Abwechslung abhängig.
Das ist nur gewährleistet wenn wir weltweit unterschiedliche Strategien entwickeln...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Namaste und Guten Tag, liebe Mitwesen!

Liebe Akasha,

Du fragst:
Zitat:
was braucht der Mensch
und die Gesellschaft, wirklich zum leben?


Nun was der Mensch zum leben braucht ist klar, er braucht Nahrung, Flüssigkeit und eine Möglichkeit der Wiederabführung von beidem sowie natürlich eine atembare Atmosphäre. Geht man von Temperaturunterschieden und anderen Witterungsbedingungen aus, so muß man noch Kleidung und Obdach zuzählen. Damit hätten wir die Existenzbedürfnisse beisammen.

Die Frage verkompliziert sich bzw. ihre Antwort wenn man eine Gesellschaft bzw. Gemeinschaft von Menschen impliziert zuerstmal nicht sonderlich. Erst die Umwandlung von "Was braucht der Mensch/die Gesellschaft zum leben?" hin zu "Was braucht der Mensch/die Gesellschaft zum Leben?" macht die Frage und die Antwort(en) darauf mannigfaltig und vielschichtig. Und hier liegt die Crux der Diskussion, denn bisher wurde nicht einmal ansatzweise definiert was ein allgemeines "Leben" ausmacht, geschweige denn das/ob es überhaupt ein allgemeines/objektives "Leben" gibt. Erst wenn das Parameter "Leben" vollständig definiert wurde kann man eine grundsätzliche Debatte darüber führen was es zum "Leben" bedarf.

Meine Definition: Ich brauche, neben oben erwähnten Existenzbedürfnissen, für das was ich führe und "Leben" nenne u.a. meinen Glauben, Familie und familiäre Bindung, Freunde, meine Bücher und meine Schallplatten sowie das was das alles verbindet und möglich macht Liebe.

Ich gaube eine objektive Definition von dem was man für "Leben" hält und was der Mensch zum "Leben" braucht kann es nicht geben.

Was glaubst du, Akasha?

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Servus beinand,

hmm ... vielleicht könnte man folgende Frage leichter beantworten: "was braucht der Mensch absolut nicht zum Leben".

Da fällt mir einiges ein, aber ein einziges Beispiel: SUV -Autos! http://www.focus.de/auto/suvspecial/


Lieben Gruß
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Hm..
Ja es wird nicht einfach da Klarheit zu gewinnen!

Lieber Grubi..
ich denke es wäre einfacher wenn wir zuerst bei uns persönlich bleiben, und uns selbst immer wieder mal fragen wurden;

Was brauche ich wirklich? Brauche ich das wirklich?

So logischen Reinfolge nach zuerst auf der eigenen Matereill sichtbaren
und dann auf geistig-seelische Ebene hinüber-gehen könnten.

Ja lieber Tiro

das stimmt der Mensch braucht Nahrung..und jetzt frage ich mich..wieviel, und welche Nahrung -Getränke- braucht er wirklich ?
Was versteht man unter bescheiden leben?
Tiro Zitat
"Ich gaube eine objektive Definition von dem was man für "Leben" hält und was der Mensch zum "Leben" braucht kann es nicht geben."-

Ich glaube schon das wir einigermassen, so wie ein berechnendes Grundeinkommen haben, auch wiklich notwendigen "Grund-besitz?"
für die Erfüllung von Grundbedürfnissen, haben sollten
und nicht immer mehr und mehr haben m ü s s e n.
Ich habe nichts
gegen erneuerung und neu anschaffung...aber die Frage ist auch..
wie oft und in welcher Zeitspannen muss etwas erneuert und neu angeschafft werden?

und wenn wir von Bescheidenheit, Umwelt, Tier schutz, Umverteilung der Löhne, Gerechtigkeit - Arbeit , Zeit und Zukunfts Planung, reden und schreiben, sollten wir das irgendwie auch deffinieren können-oder nicht?

Liebe Rose

Ich fürchte wir wurden viel mehr, unter nicht brauchen aufzählen können -als unter wirklich brauchen.
Wenn wir zum Bespiel nur an die Ferien zurückdenken was wir alles mitschleppen und wieder, nicht benützt zurück nehmen?
Oder was man wirklich trägt und was nicht..
was und wieviel man wirklich ist...und trinkt?
Ich glaube, dass man bei materiellen Dingen auf sehr viel verzichten kann.

Bei spirituell und geistigen Dingen sollte man jedoch ins Volle schöpfen, denn jeder braucht Liebe, Vertrauen, Freunde und eine Tätigkeit, die ihn erfüllt.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Liebe Akasha,

Zitat:
das stimmt der Mensch braucht Nahrung..und jetzt frage ich mich..wieviel, und welche Nahrung -Getränke- braucht er wirklich ?


Ich würde sagen zwischen 1200 und 4800 Kalorien/Tag an Nahrung, je nach Tätigkeit und zeitlicher Ausprägung dieser. Außerdem zwischen 1/2-3l Flüssigkeit (Wasser) je nach Tätigkeit und Gesundheit/Alter des Menschen.

Zitat:
Was versteht man unter bescheiden leben?


Ich verstehe darunter ein regelmäßiges, kritisches Hinterfragen des eigenen Lebensstils, hinsichtlich Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit (Nutzen für mich vs. Schaden für Andere), verbunden mit der praktischen Umsetzung dieses Ergebnisses. Ich z.B. brauche zurzeit im Monat inkl. allem etwa 800 Euro um den mir wichtigen Lebensstand zu halten. Jeder Cent mehr den ich verdiene kommt über verschiedene Wege meiner Familie und anderen Mitmenschen die es nötig haben zu gute.

Zitat:
Tiro Zitat
"Ich gaube eine objektive Definition von dem was man für "Leben" hält und was der Mensch zum "Leben" braucht kann es nicht geben."-

Ich glaube schon das wir einigermassen, so wie ein berechnendes Grundeinkommen haben, auch wiklich notwendigen "Grund-besitz?"
für die Erfüllung von Grundbedürfnissen, haben sollten
und nicht immer mehr und mehr haben m ü s s e n.


Eben hier muß unterschieden werden. Wenn du von leben im Sinne von reinem Überleben und dahinvegetieren ausgehst, dann gibt es schon sehr lange ein Notwendiges Mindestmaß. Die Deckung der Existenzbedürfnisse reicht zu diesem existieren locker aus. Nun will der kultivierte Mensch aber sein Leben haben und nach einem gewissen eigenen Gusto führen. Und eben deswegen kann man eine Verallgemeinerung der Grundbedürfnisse, für einen subjektiv verstandenen Lebensstil, nicht vornehmen.

Ich z.B. würde eher auf 50% meiner Nahrung verzichten, selbst wenn das dann ein Mangel wäre, als meine Bücher aufzugeben. Anderen bedeutet lesen sicher nicht annähernd so viel. Daher kann unmöglich 40 Euro im Monat als allgemeine Buchkosten für alle aufstellen, nur weil ich diese habe.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe darunter ein regelmäßiges, kritisches Hinterfragen des eigenen Lebensstils, hinsichtlich Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit (Nutzen für mich vs. Schaden für Andere), verbunden mit der praktischen Umsetzung dieses Ergebnisses.


Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Ich z.B. würde eher auf 50% meiner Nahrung verzichten, selbst wenn das dann ein Mangel wäre, als meine Bücher aufzugeben.


Könntest du dir auch vorstellen von konventionellen auf Papier gedruckten Büchern auf ein "Kindle" umzusteigen?

Da würden Ressourcen der Natur geschont (Bäume, chemische Industrie etc.)...

LG Burkl