Der Mann auf dem Grabtuch


Suleyman fragt:
Zitat:
Zum Bart: Was ist der Beweis, dass Juden vor ca. 2000 Jahren üblicherweise keinen Bart trugen?


Gibt es nicht, denn ich habe mich vertan. In der Tat aber trugen Juden in der Antike keine langen Haare. Das habe ich wohl mit dem Bart verwechselt.

Dieser Text:

"Jesus und lange Haare

Die BBC-Rekonstruktion des Aussehens Jesu geht auch davon aus, daß die allgemein verbreitete Vorstellung von einem Jesus mit langen Haaren falsch ist.

Zur Herstellung der computeranimierten Darstellung wurde nach Berichten der Zeitung Times ein Schädel benutzt, den man bei Straßenbauarbeiten in Jerusalem gefunden hatte. Israelische Archäologen hatten den Ort als eine jüdische Grabstätte aus dem ersten Jahrhundert identifiziert. Auch Christus-Fresken aus Synagogen in der Region wurden als historische Arbeitsgrundlage für die Computeranimation herangezogen. Darüber hinaus zeigen viele Büsten aus dieser Zeit Männer mit kurzen Haaren. Es war nicht üblich für einen Juden, lange Haare zu tragen."

ist diesem Link http://www.gutenachrichten.org/ARTIKEL/gn04mj_art4.htm entnommen.

Der Mann auf dem Grabtuch trägt aber lange Haare. Eine forensisches 3D-Bild hat aus dem Abdruck dieses Bild gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=KvAJRp4CXdU&feature=related

Wenn man auf 1h 20 min 7 sec geht, sieht man eine Nebeneinaderstellung des Tuches mit dem rekonstruierten Bild.

So faszinierend diese Dokus von Befürwortern der Jesus-Bild-These sind, so sehr werfen sie bei mir immer wieder die Frage auf: Warum sollte Jesus körperlich auferstanden sein, um sich dann nicht einmal der Masse zu präsentieren, die ihn umgebracht hat? Wenn die Zeugen der Auferstehung sich aus seinen Feinden zusammengesetzt hätte, hätten wir heute sicher eine bessere Welt.
In den antiken Philosophien - vor allem bei Platon - gibt es sehr wohl die Vorstellung eines unsterblichen Geistes/Seele. Alle heutigen Erfahrungen - AKE, Nahtod etc. - scheinen diese Annahme zu bestätigen.
Eine körperliche Auferstehung, wie die Bibel sie lehrt - ist unglaubhaft und wäre zudem unpraktisch. Wohin mit Körpern aus Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte, den Tieren, selbst wenn es nur die Guten sind, die die Erde dann bevölkern? Was, wenn dann die Sonne implodiert und dieser Stern sich neigt?
"Ich mache alles neu", ist das nicht ein geistiges, ein himmlisches Reich? Unendlich und zur Not noch so, dass man durch einander hindurch gehen kann?
Ich hab' mal ein Buch gelesen (und auch bestimmt schon mal hier erwähnt), in dem ein Jurist anhand einer juristischen Indizienmethode die Wahrhaftigkeit von der Auferstehung Jesu nachweisen wollte. Eigentlich wollte ich damit meinen "untergehenden" Glauben retten. Das, was der Autor aber als Beweis für die Auferstehung anführte, hat mich dann ehrer vom Gegenteil überzeugt. Ich war damals nicht glücklich darüber.

LG
Helle
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Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Also als Maler und Lackierer hab ich da eine Theorie:
Ein Rohgemälde (wurde auf Tuch gemacht und nicht auf Leinwand, da dies zu teuer gewesen wäre und die Künstler der zeit notorisch pleite) wurde vorgezeichnet. Die Pigmente von damals waren naürliche Pigmente mit Farbstoffen versetzt, als Bindemittel hielt oftmals für Rohversuche Stärke her (Pigmente sind wie Sand im Wasser, Farbstoffe verbinden sich mit dem Wasser wie Zucker z.B. und färben das Wasser an sich). So konnte man ein Vorabversuch machen, und dann das Material wieder abwaschen. nur bleiben bei solchen Vorgängen Inhaltsstoffe zurück. Diese sorgen dann für eine unterschiebliche Verfärbung beim Alterungsprozess (vergilben/Bananen die Braun werden) oder beim Ausbleichen (das Bild an der Wand, das nach 5 Jahren abgenommen wird und der Umriss ist noch zu sehen). Zudem wurde im Mittelalter von der hl. kath. Kirche eine solche vielzahl an falschen Reliquien in auftrag gegeben, dass die verifizierung durch selbige ungefähr den stellenwert eines Echtheitszertifikat für Falschgeld von der Mafia hat. (Ich bin katholisch, ich darf das *grins*). Damit wäre dann die photosensible Farbe (welcher Maler will, das sein Bild vergilbt/verbleicht?), den Lichteinfallaspekt (natürliches nachbleichen; die Omas hier werden die Technik villeicht noch kennen) mit seinen Problemen und die ähnlichkeit zu Gemälden und anderen Darstellungen.
DENN: der Mann auf dem Grabtuch hat die falsche Schädelform (europäisch) für jemanden mit Jesus Herkunft. Und das Argument "Er war ja auch Gottes und nicht Josefs Sohn!" mag ich nicht, da das im Folgeschluss heisen würde, dass Europäer näher an Gott liegen als andere, und Rassismus/Faschismus ist mir zuwieder (Habe dieses Argument live bekommen mit dieser auslegung von einer fr. evgl. Kirche in meiner Gegend, war der letzte Tag wo ich dort gearbeitet hab, hab den Pinsel fallen lassen und bin gegangen.).

Aber wer weiss, villeicht sterbe ich in 40-60 Jährchen und stehe oben vor nem Gatter und der Pförtner lächelt mich dann an und meint: "Achneee, der, der meint, dass unser Juniorchef nicht existiert, na komm mal rein, der wartet schon auf dich...."
Die Leute glauben, woran sie glauben wollen. Du kannst ihnen einen Tonkrug made in china hinstellen und es ihnen für den heiligen Gral verkaufen.
Helle hat folgendes geschrieben:
Ich hab' mal ein Buch gelesen (und auch bestimmt schon mal hier erwähnt), in dem ein Jurist anhand einer juristischen Indizienmethode die Wahrhaftigkeit von der Auferstehung Jesu nachweisen wollte. Eigentlich wollte ich damit meinen "untergehenden" Glauben retten. Das, was der Autor aber als Beweis für die Auferstehung anführte, hat mich dann ehrer vom Gegenteil überzeugt. Ich war damals nicht glücklich darüber.


Naja, ich bin selbst Jurist.

Aber das ist so eine Sache mit Mitteln der gerichtlichen Beweisaufnahme und der juristischen Denkweise Glaubensinhalte beweisen zu wollen...

Ich kann dir ein anderes Buch empfehlen. "Wunder: Möglich - wahrscheinlich - undenkbar?" von C.S. Lewis.

Es setzt auf einer viel grundsätzlicheren philosophisch-denktheoretischen Ebene an. Der erste Teil des Buches ist ein bisschen wissenschaftstheoretisch und schwer zu lesen. Im wirklich spannenden zweiten Teil geht er aber dann auf die wichtigsten biblischen Wunder, inklusive der Auferstehung ein.

Wirklich ganz stark vereinfacht ist die Grundaussage Lewis, dass sich die biblischen Wunder in die Ordnung der Naturgesetze insofern einfügen, also sie eben nicht entgegen der Naturgesetzte bewirkte "Magie" sind sondern gerade im Gegenteil, zu den Naturgesetzen sozusagen die "Kür" bilden. Diese These als mit naturwissenschaftlichem Denken durchaus vereinbar darzulegen ist Ziel des Buches. Dieses Ziel erreicht Lewis meiner Meinung nach durchaus.

http://www.amazon.de/Wunder-wahrsch.....qid=1330371346&sr=8-1
Hallo Burkl,

du schreibst:
Zitat:
Ich kann dir ein anderes Buch empfehlen. "Wunder: Möglich - wahrscheinlich - undenkbar?" von C.S. Lewis.


Als Ex-hard_core-Christin kenne ich C.S. Lewis.

Ich habe das biblische Gottesbild hinter mir gelassen. Es ist paradox, z.T. grausam und da wo es Gottes Eingreifen ganz klar verspricht und dafür auch Voraussetzungen nennt schlilcht weg unwahr. Habe das lange genug gelebt. Ich ordne jedoch Einzelaussagen bzw. die Schilderung von Einzelerlebnissen, die in der Bibel berichtet werden durchaus in den Gesamtkontext dessen ein, was auch andere Religionen bzw. Einzelpersonen an Übersinnlichem erfahren haben. Dort wo sich Erlebnisse und Aussagen decken bzw. gegenseitig bestätigen, sehe ich schon ein Puzzleteil der Wahrheit, des Großen und ohnehin nicht wirklich Fassbaren, das wir Gott nennen.

Mit Wundern habe ich gar keine Glaubensprobleme. Ich bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass man geistige Vorgänge mit Instrumenten beweisen kann. Es sieht sogar manchmal so aus, als würde gerade in dem Moment, in dem man ein Phänomen "beobachtet" es genau deswegen nicht auftreten. (Siehe Nahrtodforschung und das Plazieren von Nummern etc. auf Schränken im OP)

Eine Weiterexistenz nach dem Tod sehe ich als relativ Gewiss an, auch wenn natürlich ab und an Zweifel auftauchen.
Was aber die körperliche Auferstehung im Besonderen angeht, habe ich mich von diesem Glaubensinhalt gelöst. Solange ich das "photographische Negativ" auf dem Turiner Tuch noch als Beweis hoher Lichteinwirkung ansah, die ich irgedwie mit dem unglaublichen Ernerigieaufwand des Hl. Geistes in Verbindung brachte, der für die Wiederbelebung eines Toten erforderlich ist, war mir das Tuch Beweis für die Auferstehung.
Ich habe aber inzwischen derart überzeugende, im Versuch auch nachgewiesene Theorien über die Fälschung des Tuches gesehen, dass es letztendlich auch zur Aufgabe des Glaubens an die Auferstehungsgeschichte des NT geführt hat. (Zumal die früheste, bekannte Quelle mit dem leeren Grab endet, was nahe legt, dass der Leichnam zwar offensichtlich verschwunden war, aber mehr auch nicht. Man könnte sicher über den Grund des Verschwindens theoretisieren, wenn man die These der Auferstehung mal außen vor läßt.)

Einzig hiefür : http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,4071442,00.html
habe ich noch keine für mich schlüssige Erklärung gefunden. Aber vielleicht fällt jemand Anderem ja etwas ein. Etwa, ob man im Mittelalter über Schriftzeichen des 1. Jahrhunderts Bescheid wusste, um sie glaubhaft fälschen zu können. Ich kann ja heute auch mit dem Erlernen der Kalligraphie schöne Maiuskeln malen.
Mich würde interessieren, weil es aus dem Link nicht eindeutig hervorgeht, in welcher Sprache denn nun welcher Teil der mysterösen Inschriften geschrieben ist. Daraus könnte man eventuell Rückschlüsse auf die Angehörigkeit und Intention des Verfassers schließen.
"Du wirst in den Tod gehen" ist ja im Grunde kein generell unerewartetes Ereignis. Veilleicht der Hinweis auf eine Art Ritus, eine Initiation etwa, in einer frühchristlichen Sekte (wenn das Tuch doch antik sein sollte )wie es auch in Völkern mit schamanischen Strukturen ein gängiger Ritus ist, das Sterben durch martialische, freiwillig erlebte Vorgänge zu inszenieren, damit man in die Sphären der Todesnähe kommt, in der sich Jesus von Nazareth meiner Meinung nach mit Sicherheit bewegt hat, bevor er Messias wurde.

LG
Helle
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Hermann Kern
Hallo allerseits

Zitat:
@helle
Eine körperliche Auferstehung, wie die Bibel sie lehrt - ist unglaubhaft und wäre zudem unpraktisch. Wohin mit Körpern aus Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte, den Tieren, selbst wenn es nur die Guten sind, die die Erde dann bevölkern?

Die Auferstehung Christi hat doch nichts zu tun mit der "Philosophie" der Zeugen Jehovas...
Christus ist doch kein gewöhnliches Lebewesen. Nur weil wir seine ungewöhnlichen Taten nicht nachahmen können, bedeutet es noch lange nicht das sie erfunden sind.
Die Wissenschaft kann noch nicht einmal einen Grashalm erschaffen, also müsste sie zugeben das es sich bei der Existenz eines Grashalmes um ein "Wunder" handelt.
Wieso sollten wir also einer solch stümperhaften "Wissenschaft" erlauben ein Urteil darüber zu fällen ob Christus nicht wieder in seinen toten Körper zurück gekehrt ist?

Ein "Wunder" ist nur solange eines bis man es schlüssig erklären kann.
Die materialistische Wissenschaft wird nie in der Lage sein dieses Phänomen erklären zu können, ganz einfach weil ihr dazu die Mittel fehlen.
Obwohl die Wissenschaftler unzählige Wunder unter ihren Mikroskopen beobachten können, Wunder die sie selbst nicht erklären können, Wunder die sie selbst nicht nachahmen können, maßen sie sich an ein Urteil über die Auferstehung Christi geben zu können! (das einzige was sie damit beweisen ist ihre eigene Dummheit)
Dies beweist, dass es lediglich an ihrem Unwillen liegt, nicht aber an den Beweisen (den tausendfachen Wundern die sie unter ihren Mikroskopen beobachten können).

Zitat:
@helle
Warum sollte Jesus körperlich auferstanden sein, um sich dann nicht einmal der Masse zu präsentieren, die ihn umgebracht hat? Wenn die Zeugen der Auferstehung sich aus seinen Feinden zusammengesetzt hätte, hätten wir heute sicher eine bessere Welt.

Die Welt ist doch heute nicht so übel dran nur weil vor 2000 Jahren ein paar Leute nicht an Christus glauben wollten.
Selbst wenn sie ihn gesehen hätten, hätten sie behauptet er sei nicht der, der am Kreuz gestorben ist.
Aus meiner Sicht hat Christus all diese Wunder vollbracht weil die Menschen um ihn herum alles "Holzköpfe" (abgestumpfte Materialisten) waren. Weil die Menschen in dem Bewusstsein vertieft waren, dass sie lediglich der materielle Körper sind, war er gezwungen die Macht der Seele und der höchsten Seele (Gottes) unter Beweis zu stellen.

Zitat:
@helle
In den antiken Philosophien - vor allem bei Platon - gibt es sehr wohl die Vorstellung eines unsterblichen Geistes/Seele. Alle heutigen Erfahrungen - AKE, Nahtod etc. - scheinen diese Annahme zu bestätigen.

Im Urchristentum wurde noch die Reinkarnationslehre vertreten.
http://www.theologe.de/theologe2.htm

Sie unterschied sich nicht mit der Aussage Shri Krishnas in der Bhagavad-Gita, der da erklärt:
Zitat:
"Für die Seele gibt es zu keiner Zeit Geburt oder Tod. Sie ist nicht entstanden, sie entsteht nicht, und sie wird nie entstehen. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird." BG 2.20


Gruss
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"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Lucius Annaeus Seneca)
Warum soll eine Auferstehung nicht wörtlich gemeint sein, d.h. dass den Auferstandenen ein neuer Körper gegeben wird? Die Bibel lässt sich durchaus so verstehen, ganz unabhängig von dem, was der Wachtturm sagt. Es wurden von Jesus oft Dinge in Vorschaltung dessen, was kommen wird, getan. Z.B. Auferweckungen (das ist was anderes als die Auferstehung).
Ich möchte auf einen alten Post verweisen:
http://www.geistigenahrung.org/ftopic65806-10.html
_________________
...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
@ jivatma,

du schreibst:
Zitat:
Die Auferstehung Christi hat doch nichts zu tun mit der "Philosophie" der Zeugen Jehovas...


Habe ich auch nirgendwo behauptet.Übrigens interessiert mich die Philosophie der Zeugen Jehovas überhaupt nicht. Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Du und ich, wir kennen uns nicht, genauso wenig wie ich die Baseler Innestadt kenne. Ich habe dein "Tanzen" dort in einem anderen Thread nur aufgegriffen, weil du es selber hier im Forum erwähnt hast, genau wie die Sache mit dem schnellen Wagen.
Mein Ex-hard-core-Christentum bezieht sich auf die Pfingsbtewegung.

Zitat:
Nur weil wir seine ungewöhnlichen Taten nicht nachahmen können, bedeutet es noch lange nicht das sie erfunden sind.


Habe ich nirgendwo behauptet. Im Gegenteil. In anderen Threads habe ich sogar die Meinung vertreten, dass Jesus - wie übrigens so einige Nahtodeskandidaten auch heute noch - mit diesen besonderen Fähigkeiten zurückgekommen ist. Meine gesamten hier von dir zitierten Ausführungen beziehen sich einzig uns allein auf die mutmaßliche Auferstehung Jesu und nicht auf sein Wirken als Mensch und Wanderprediger. Bitte richtig lesen.


Zitat:
Die Wissenschaft kann noch nicht einmal einen Grashalm erschaffen, also müsste sie zugeben das es sich bei der Existenz eines Grashalmes um ein "Wunder" handelt.


Es ist nicht die Aufgabe der Wissenschaft, einen Grashalm zu erschaffen. Es ist ihr Anliegen, zu erklären, wie Grashalme entstehen.


Zitat:
Ein "Wunder" ist nur solange eines bis man es schlüssig erklären kann.
Die materialistische Wissenschaft wird nie in der Lage sein dieses Phänomen erklären zu können, ganz einfach weil ihr dazu die Mittel fehlen.


Diesen Satz nehme ich dir übel, denn obwohl du gläubig bist, behauptest du nun selber, dass Wunder nur als solche zählen, weil der Wissenschaft die Mittel fehlen, sie zu erklären.
Ich persönlich glaube an Wunder. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn die Wissenschaft mir die nachkörperliche Existenz erklären könnte und sie deshalb "kein Wunder" mehr wäre. Ich glaube an sie.
Ich denke, weil du nur phasenweise im Forum postest und nicht alle, vor allem nicht meine Beiträge, liest, du meine Grundansichten gar nicht kennst. Ich bin religionslos und werde es bleiben, weil ich denke, dass eine einzige Religion nicht die ganze Wahrheit haben kann und weil ich gegen Dogmen bin, die den Menschen davon abhalten, sich selber auf die Suche nach einer ganz persönlichen Gotteserfahrung zu begeben bzw. ihm vorkaukeln, das etwas eine Gotteserfahrung ist, was keine ist. In den charistmatischen/pfingstlichen Gemeinden kannst du dir jeden Sonntag morgen ein Bild davon machen.
Nur die Gotteserfahrung kann einen Menschen in seinem Herzen verändern, nicht allein das Wissen um Richtig und Falsch. Das ist meine Überzeugung und mein Weg. Es macht mich traurig und wütend, wenn Menschen in toten Ritualen verharren, sich selbst kasteien, verleugnen, an überkommenen Vorstellungen über Gott und die Welt festhalten und andere mit ihren starren Ansichten lieblos vor den Kopf stoßen, dabei aber immer die "Botschaft der Liebe" vor sich her tragen.
Ich selber habe das hinter mir und darf -denke ich - ein Urteil über ultrareligiöse Lebensformen haben. Dein Post hier, in dem du mir versuchst Ansichten zu unterstellen, die ich gar nicht vertrete, ist eine Reaktion auf meinen Post im anderen Thread. Du bist sauer, dass ich deine streng-religiöse Lebensart angegriffen habe und die Einhaltung gewisser Gebote in Hinsicht auf "nur so ist es richtig" in Frage gestellt habe.
Das zeigt, dass du doch Mensch bist und nicht erhaben über "uns niedere, ewig suchende Untermenschen, die einfach nicht begreifen wollen." - Gut so. Du bist nicht besser als ich und ich nicht schlechter als du.

Zitat:
Die Welt ist doch heute nicht so übel dran nur weil vor 2000 Jahren ein paar Leute nicht an Christus glauben wollten


Doch, ist sie. Wäre Jesus Auferstanden und hätte er sich der Masse, die gegen ihn war, präsentiert, dann hätten die Leute glauben können und ihre Haltung zur gesetzlichen, lieblosen Lebensweise überdacht, insbesondere in Hinsicht auf Jesu Lehre über die Nächstenliebe.
Es ist ja auch heute sehr eindrucksvoll, Nahtodeserlebnisse nachzulesen.
In diesem Kontext würde ich auch das Wort wollen durch können ersetzen. Ich finde es sehr unfair zu behaupten, dass Menschen nicht an Wunder glauben wollen. Ich bin sogar der Meinung, dass gerade die Auferstehung etwas wäre, woran die Meisten sehr gerne glauben wollen, aber nicht können. Das hat nichts mit Dummheit zu tun, nichts mit Holzköpfen oder böser Verstocktheit. Aber wie auch immer. Jesus hätte daran ja etwas ändern können, wenn er körperlich auferstanden wäre.



Zitat:
Selbst wenn sie ihn gesehen hätten, hätten sie behauptet er sei nicht der, der am Kreuz gestorben ist.


Ein Behauptung, mehr nicht.

Zitat:
Aus meiner Sicht hat Christus all diese Wunder vollbracht weil die Menschen um ihn herum alles "Holzköpfe" (abgestumpfte Materialisten) waren.


Schwarz-weiß-Denken.
Aus meiner Sicht hat Jesus dieses Wunder vollbracht, weil er es konnte. Punkt. Er konnte es einfach und hatte nicht vor, sich deshalb über Materialisten richtend zu erheben, sondern kranken Menschen zu helfen. Mitunter sicher eine Bürde.



Zitat:
Im Urchristentum wurde noch die Reinkarnationslehre vertreten.

Da siehste mal. Reinkarnation ist ja nicht gleich körperliche Auferstehung, sondern eben Wiedergeburt. Und diese Lehre war ja nicht christlich, sondern bezog sich auf die Lehre der Seelenwanderung eines gewissen antiken Philosophen.

Aber nun noch einmal zur eigentlichen Frage zurückkommend: Was brächte uns körperliche Auferstehung? Platzprobleme. Eigentlich ist doch der Glaube an die körperliche Auferstehung materialistisch, nicht aber der Glaube an eine Weiterexistenz unseres Bewusstseins in Abhängigkeit von unserer Herzenshaltung und Taten.


LG
Helle
_________________
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Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
hallo

Zitat:
Zitat:
@jivatma
Aus meiner Sicht hat Christus all diese Wunder vollbracht weil die Menschen um ihn herum alles "Holzköpfe" (abgestumpfte Materialisten) waren.

@helle
Schwarz-weiß-Denken.
Aus meiner Sicht hat Jesus dieses Wunder vollbracht, weil er es konnte. Punkt. Er konnte es einfach und hatte nicht vor, sich deshalb über Materialisten richtend zu erheben, sondern kranken Menschen zu helfen. Mitunter sicher eine Bürde.

Das halte ich wiederum für eine "materialistische" Sichtweise.
Christus ging es doch nicht lediglich um körperliche Heilung. (Christus der Heiler?)
Vieles was er damals heilte kann man heute mittels technologischen Fortschritts heilen.
Die "Geheilten" sind ja trotzdem danach noch alt geworden und gestorben. Also war es gar keine wirkliche Heilung.
Wirkliche Heilung bedeutet Geburt, Alter, Krankheit und Tod zu überwinden.
Zitat:
@helle
............
Aber nun noch einmal zur eigentlichen Frage zurückkommend: Was brächte uns körperliche Auferstehung? Platzprobleme. Eigentlich ist doch der Glaube an die körperliche Auferstehung materialistisch, nicht aber der Glaube an eine Weiterexistenz unseres Bewusstseins in Abhängigkeit von unserer Herzenshaltung und Taten.

Ja sicher die Seele wandert von Körper zu Körper und von Lebenssituation zu Lebenssituation und der Glaube an eine körperliche Auferstehung ist materialistisch, da gebe ich dir schon recht.
Hier geht es aber nicht um eine gewöhnliche Persönlichkeit, oder einen "fortgeschrittenen Transzendentalsten".

Nur weil Christus das konnte bedeutet es noch lange nicht das wir das tun können/sollen.
Mitunter wird die Materie von Physikern auch als "gefrorenes Licht" bezeichnet, und wieso sollte eine so grosse Persönlichkeit wie Christus mittels seiner spirituellen Macht (Liebe zur Höchsten Persönlichkeit Gottes), nicht seinen festen Körper in einen Lichtkörper umgewandelt haben?
Diese Welt ist und bleibt vergänglich also wird es auch nie "Platzprobleme" geben.
Die materielle Welt bleibt immer zeitweilig und die transzendentale Welt immer ewig.

Gruss
_________________
"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Lucius Annaeus Seneca)