Warum Bahaullah nicht der Antichrist sein kann


Ein Antichrist ist meiner Definition nur jemand, der im Wissen um Gott und seine Gnade das Gegenteil behauptet und tut.
Haha, ich musste echt lachen über diesen Titel hier...

Klar hab ich einen Senf, ich hab für fast alles genug Senf....moin erst mal.

Habt ihr eigentlich auch Fasnet gefeiert?

Also ich war jetzt fünf Tage auf der Party, herrlich, also ich liebe Fasching.

War das ein Spaß!

Also Bahaullah der Antichrist oder nicht?

Da fällt mir als Antwort nur Folgendes ein:

Alles, was ist in dieser Welt ist, kann jedes Ego dazu benutzen, den Antichristanteil, der noch in ihm ist, darauf zu projizieren.

Es liegt also am Einzelnen, ob er beschließt, Bahaullah als Gott oder als Antichrist zu sehen.

Das ist einfach eine persönliche Entscheidung, die jeder so oder so trifft.

Das hat mit Bahaullah selbst gar nichts zu tun.

Ich finde auch ein paar Sachen komisch, von dem,
was er sagt oder macht, aber muss ich ja nicht groß beurteilen.

WAs ich sehe, ist, dass Bahaullah massiv auf Gott verweist und wenn ein Mensch nach Gott sucht, wirklich, so findet er in Bahaullah genügend Hinweise und persönlich tief ausgedrückte Liebe zu Gott.

Mir wäre nun also unklar, warum man ausgerechnet Bahaullah als Projektionsfläche für den Antichrist nehmen könnte- aber die Projektionsfähigkeit von Egos ist unendlich- will sagen: es gibt nichts, was es nicht gibt.

Ausgerechntet Bahaullah verweist permanent auf die Konzentration in die Liebe Gottes.

Da ich also Dankbarkeit empfinde und nicht Abscheu, ist meine persönliche Meinung, dass es abstrus erscheint, die archaische Figur 'Antichrist' mit Bahaullah zu besetzen.

Der Antichrist ist für mich Symbol für die Abscheu, den Ekel, die Widerwärtigkeit, die schwarzen Tiefen des Menschseins, die für normal Fühlende einfach nicht mehr nachzuvollziehen ist.

Und dafür habe ich auch Biographien gelesen von Menschen, die Frauen und Kinder in satanischen Ritualen, äähhhh,....ich suche ein Wort,...zermetzelt haben.

Ich war wochenlang schockiert, was es hier gibt. Neben mir in irgendwelchen Kellern, hier in Deutschland. Die Täter sind Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, und so weiter.

Gut- ihr habt das Thema Antichrist angesprochen und ich versuche, mein eigenes Gefühl zu der Sache auszudrücken.

Das eine sind Menschen und Organisationen, die entfachen in mir ein Gefühl. Und bei Bahaullah ist es die gemeinsame Liebe zu Gott. Also empfinde ich ihn als Freund, also Christ, im deutschen Verständnis.

Das Gegenteil ist das, was mich anwidert ekelt, schockiert, in Ohnmacht fallen lässt, zum weinen reizt, mich ankotzt, etwas, das ich unbedingt weghaben will. Am Liebsten.

Das ist für mich Antichrist. Der Ekel vor dem Abschaum menschlicher Grausamkeiten.

Ich habe zum Glück noch niemals einen solchen Menschen getroffen.

Darf ich es laut aussprechen, was die tun und warum mich das anwidert?

Sie brauchen das Sterben eines viel kleineren und schwächeren Wesen, um zu einem Höhepunkt zu gelangen.

Ich habe keine Worte und ich kann meine Gefühle nicht richtig ausdrücken, was es für mich bedeutet, dass Menschen so etwas tun können- ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Das ist für mich der Antichrist.

Also meine Meinung: alleine der thread-Titel ist eine massive Beleidigung, aber Leute wie Bahaullah sind nicht zu beleidigen. Sonst wären sie ja nicht Freund.
Sie sind wirklich Christ.

Und es gibt ein ganz klares Unterscheidungsbild zwischen Menschen, die Freund sind und Menschen, die Feind sind.

Ein Mensch, der ein Kind sexuell missbraucht, ist ein Feind. Punkt. Das sehe ich so, denn ich bin ein missbrauchtes Kind.

Aber: weil ich Christ sein will, ist es meine Aufgabe, diese Menschen, wie alle Menschen, zu lieben und ihnen zu vergeben.

Daran arbeite ich noch.
soraja hat folgendes geschrieben:

Ein Mensch, der ein Kind sexuell missbraucht, ist ein Feind. Punkt. Das sehe ich so, denn ich bin ein missbrauchtes Kind.


Für solche Menschen fehlen mir auch die Worte.

Jedoch dachte ich, bist du aber der Überzeugung, dass diese Kinder ja nur ihren gerechten Lohn für ihre Fehltritte in ihrem vorherigen Leben kassieren? Also erfüllt der Täter ja nur seine Rolle, indem er dem Kind zufügt, was es im letzten Leben verbrochen hat?
Mir reicht schon ein Faktor. In der Bibel steht ausführlich, dass Jesus Christus wiederkehrt, wenn sich die Zeiten ändern (kann man auch gerne belegen).

Das ist so eindeutig und nicht anders interpretierbar. Das wird wohl auch jeder Pfarrer und jeder Priester bestätigen. Bin ich mir fast komplett sicher.

Jetzt ist meine Frage. Wenn ich an die Unfehlbarkeit der Bibel glaube und mein Verstand mir deutlich aufzeigt, dass die Welt heute und die Welt von vor 2.000 Jahren sich doch äh beträchlich unterscheiden, muss ich zwangsläufig daran glauben, dass Jesus mittlerweile wiedergekehrt ist.

Die Frage ist nur wann und wo? Das bedarf dann einer genauen Untersuchung

Zitat:
O Salmán! Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt gewinnen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und hat verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichbedeutend sei. Wer sie erkennt, hat Gott erkannt. Wer auf ihren Ruf hört, hat auf die Stimme Gottes gehört, und wer die Wahrheit ihrer Offenbarung bezeugt, hat die Wahrheit Gottes selbst bezeugt. Wer sich von ihnen abwendet, hat sich von Gott abgewandt, und wer nicht an sie glaubt, hat nicht an Gott geglaubt. Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels. Sie sind die Manifestationen Gottes unter den Menschen, die Beweise Seiner Wahrheit und die Zeichen Seiner Herrlichkeit. - Bahá'u'lláh
Vielen Dank, lieber Hitman, für dieses Zitat. Ich finde, es trägt so viel Erklärendes zu dieser Diskussion bei, dass es schade wäre, es zu überlesen. Daher möchte ich es hier nochmals hervorheben.

[color=violet]O Salmán! Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt gewinnen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und hat verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichbedeutend sei. Wer sie erkennt, hat Gott erkannt. Wer auf ihren Ruf hört, hat auf die Stimme Gottes gehört, und wer die Wahrheit ihrer Offenbarung bezeugt, hat die Wahrheit Gottes selbst bezeugt. Wer sich von ihnen abwendet, hat sich von Gott abgewandt, und wer nicht an sie glaubt, hat nicht an Gott geglaubt. Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels. Sie sind die Manifestationen Gottes unter den Menschen, die Beweise Seiner Wahrheit und die Zeichen Seiner Herrlichkeit. - Bahá'u'lláh [/color]
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Ein Antichrist ist meiner Definition nur jemand, der im Wissen um Gott und seine Gnade das Gegenteil behauptet und tut.


Da würde ich mich anschließen bei dieser Definition - und noch ergänzen wollen: Bei der Konterkarierung Gottes gehen Antichristen so subtil vor, dass sie dem Guten und der Wahrheit zum Verwechseln ähnlich sehen, vielleicht sogar "geschönter". Davon geht die Gefahr aus von dieser "Christusähnlichkeit" mit versprochenem "Zusatzbonus".

Die Stimme ist das Wichtige, auf die Stimme hören, auf die "Tonalität" dieser Stimme - nicht blenden lassen vom Aussehen. Hören, welcher Geist mitschwingt.

"Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache." (Offb 13,11)

Und der Verstand - in dem Fall hilft auch der Verstand, sachlich und kühl "nachrechnen", ob diese Rechnung aufgehen kann, die einem da verkauft wird. Ist da nur Menschliches im feilgebotenen "Paket" drinnen, wo Gott draufsteht?

"Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig." (Offb 13,18 )
Burkl hat folgendes geschrieben:
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Ein Antichrist ist meiner Definition nur jemand, der im Wissen um Gott und seine Gnade das Gegenteil behauptet und tut.


Da würde ich mich anschließen bei dieser Definition - und noch ergänzen wollen: Bei der Konterkarierung Gottes gehen Antichristen so subtil vor, dass sie dem Guten und der Wahrheit zum Verwechseln ähnlich sehen, vielleicht sogar "geschönter". Davon geht die Gefahr aus von dieser "Christusähnlichkeit" mit versprochenem "Zusatzbonus".

Die Stimme ist das Wichtige, auf die Stimme hören, auf die "Tonalität" dieser Stimme - nicht blenden lassen vom Aussehen. Hören, welcher Geist mitschwingt.

"Und ich sah: Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache." (Offb 13,11)

Und der Verstand - in dem Fall hilft auch der Verstand, sachlich und kühl "nachrechnen", ob diese Rechnung aufgehen kann, die einem da verkauft wird. Ist da nur Menschliches im feilgebotenen "Paket" drinnen, wo Gott draufsteht?

"Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig." (Offb 13,18 )


Hallo Burkel, wie interpretierst du den Vers (Offb 13,18 ) ?

LG
Edwin hat folgendes geschrieben:
Hallo Burkel, wie interpretierst du den Vers (Offb 13,18 ) ?


Der Gegner Gottes, beruft sich auf die 6 und das dreimal. Der sechste Tag ist jener, an dem der Mensch geschaffen wurde. Dieser Mensch ist gefallen und muss sterben, deshalb hat sich der Satan die dreifache Sechs als Zahl gegeben, es ist die Kraft die uns zum "rein Menschlichen" hinziehen will, was auf Grund unserer Verstoßung aus dem Paradies den Tod bringen muss. Satan will uns diese menschliche Natur, die zum Sterben verurteilt ist, um jeden Preis schmackhaft machen und uns tief in das Gefallensein hineinstoßen, indem er uns vom Geistigen, das Rettung bringen kann, abhält. Am meisten gelten seine Bemühungen nach der Offenbarung, Menschen von Jesus Christus wegzubringen. Dafür setzt er unterschiedliche Taktiken ein, von denen das "Imitieren" Christi wohl die gefährlichste und am schwersten zu durchblickende ist.
Burkel hat folgendes geschrieben:
Dafür setzt er unterschiedliche Taktiken ein, von denen das "Imitieren" Christi wohl die gefährlichste und am schwersten zu durchblickende ist.


Ich nehme an, dass du das auf Baha'u'llah beziehst...
Edwin hat folgendes geschrieben:
Burkel hat folgendes geschrieben:
Dafür setzt er unterschiedliche Taktiken ein, von denen das "Imitieren" Christi wohl die gefährlichste und am schwersten zu durchblickende ist.


Ich nehme an, dass du das auf Baha'u'llah beziehst...


Ich glaube nicht, dass uns der Antichrist abstrakt in ganzen Religionen begegnet, sondern konkret, verdichtet in einzelnen Gestalten, die auch das Potential haben andere in den Abgrund mitzureissen, also ein "Epizentrum" mit Vernichtungspotential für Viele. Es geht dem Teufel im Kern seiner "Verkündigung" immer um Narzissmus und Personenkult, nie um Gemeinwohl oder höhere Ziele, beides ist in der Bahai-Religion ganz intensiv Thema.

Die großen Religionen dieser Welt (wozu ich das Bahaitum zähle) haben aus meiner Sicht alle das Potential mehr aus dem Menschen zu machen, als er ohne Religion wäre. Sie sind daher von Gott gewollt und enthalten Wahrheit. Es ist nicht jedem gegeben zu Christus zu finden, der aus unserer Sicht die ganze Wahrheit ist, sie nicht "nur" verkündet, sondern verkörpert. Jesus selbst sagt, dass es nicht vielen gegeben ist, ihn zu verstehen.

Ich bin froh, dass es die Vielfalt an Religionen gibt - die Welt wird dadurch insgesamt besser, davon bin ich überzeugt. Jede Religion meint im Grunde das Gleiche - das Gute, Gott. Die vorgezeichneten Wege dorthin unterscheiden sich. Für uns ist Christus der Weg schlechthin, von dem wir glauben er führt uns sicher ans Ziel.