Warum Bahaullah nicht der Antichrist sein kann


Helle schreibt:
Zitat:
Die Welt ist unlogisch und Logik nur ein Täuschungsmanöver, damit man nicht wirklich versteht.

Aus der subjektiven Wahrnehmung stimme ich Dir, aber aus der objektiven Sicht sicherlich nicht, denn was das subjektive sieht und wahrnehmen will und kann, ist oft nur das vom Blickwinkel des Subjekts gesehene.

Darüber hinaus, man erlebt es viel mit Menschen, die sich für nichts interessieren, die einfach nur da sind und sang-und klanglos eines Tages verschwinden.

Dann war gestern ein Vortrag, eigentlich ein Autor, der seine Bücher anbot und aus seinem Leben Ereignisse schilderte.

Er hatte eine ganz andere Sicht der Dinge, die bei uns geschehen waren als ich - er berichtete aus seinem Leben, aber inhaltlich gänzlich materialistisch geneigt - naja - meine Sichtweise und Erfahrungen sind andere und das war`s dann für mich.

Helle:
Zitat:
Ich kenne keinen Menschen, der quasi "alles gelernt" hat, was es auf Erden zu lernen gibt. Wieviele reife Seelen müssten uns begegnen, wenn jedes reinkarnierte Leben an die "Fortschritte" des Vorhergegangenen anknüpfen würde!

Wirst Du auch nicht können und nicht finden können, weil Du a) sicherlich nicht danach suchst und b) solche Menschen gar nicht als solche annehmen wirst können und c)Deine Einstellung sicherlich pragmatischer Art sein wirst und d) solche Menschen, die bereits weiter sind, die große Masse an gleichgültigen Menschen bestimmt nicht suchen.

Vermute ich mal. Kann mich auch täuschen.

Helle:
Zitat:
Ich weiß nicht wirklich, was ich von diesen Vorstellungen halten soll. Natürlich gibt es "Zeiten" und Orte von denen ich mich sehr angezogen oder sehr abgestoßen fühle, aber das hat vielleicht viel mehr mit meiner Persönlichkeit und Prägung zu tun als mit einem oder mehreren vorangegangenen Leben.


Aber genau weißt Du es nicht.

Helle:
Zitat:
Sicher aber ist, dass es so viel Gemeines und Schreckliches gibt, so viel Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch und soviel Lieblosigkeit, dass der Gott, wie ihn die Christen aus dem NT verstehen nicht existieren kann, da er nicht eingreift. Er müsste sonst alle, die sich mit ihrem freien Willen zum reinen Leben in der Liebe entscheiden, die zumidest jeden morgen wieder willens sind, so sehr bevorzugen, dass es die ganze Welt sehen kann. Es gibt so viele Antichristen auf dieser Erde und so viele unerhörte Gebestsschreie, dass es kein Wunder ist, wenn man einen logischen Grund für all das sucht, so unlogisch er auch sein mag.


Erinnert mich an eine Kollegin, die mir vor Jahren sagte, wenn es Gott gäbe, müßte er seinen "langen Arm" ausstrecken und alle Menschen auf ihren Platz setzen und dann kontrollieren.

Immer diese neckischen Vorstellungen von Gott, der alles richten soll.

Völlig unakzeptabel.

Helle:
Zitat:
Probleme ergeben sich aus den unterschiedlichen, angeborenen Grundwesenszügen eines Menschen, aus seiner Prägung, seinem Kulturkreis, seiner körperlichen Beschaffenheit und Befindlichkeit. Dieses ganze Paket an Voraussetzungen kommt dann in Berührung mit anderen Menschen, die ihre ganz eigene Persönlichkeit mitbringen.


Deshalb wird man die gesamte Menschheit auch nie "unter einen Hut" bringen - kannste glauben.

Heute drängt meine Zeit. Es gäbe zu all Deinen Einwänden noch mehr zu sagen/schreiben.

Schönen Tag noch
Ikarus
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:

Immer diese neckischen Vorstellungen von Gott, der alles richten soll.

Völlig unakzeptabel.


Also doch kein allmächtiger Gott, sondern nur etwas, nach dessen Ebenbild wir auch immer wieder versagen ...

Im Prinzip geht die Gleichung: "Wie der Vater, so der Sohn" doch vollkommen auf. Gott hats mit seiner Schöpfung nicht hinbekommen, Jesus hats mit uns nicht hinbekommen und wir kriegen den Rest nicht hin. Der Kreis schließt sich.

So gesehen, erwarte ich, anders als die Gottesanbeter, dass Gott mich um Verzeihung bittet, dass er es nicht besser auf die Reihe bekommen hat. Aber dafür fehlt ihm wahrscheinlich der nötige Anstand.

Bevor jetzt eine Welle der Empörung über mich schwabt, ich bin auch nur ein Rädchen in Gottes Konstrukt, ungewollt wohlgemerkt, ähnlich wie die Schwarzen in Amerika vor dem Bürgerkrieg. Vielleicht wird es Zeit die Ketten abzulegen und unserem Herrn die Stirn zu bieten ...
Liebe Luschn,

ich bin ja leider noch nicht solange in diesem Forum, und weiß nicht ob ich das richtig gedeutet habe...
Du glaubst aber nicht an Gott (was ich nicht werten sondern nur informativ wissen möchte)

Wie kann man denn jemandem die Stirn bieten wollen an den man nicht glaubt?

Grüße
Tim
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
Liebe Luschn,

ich bin ja leider noch nicht solange in diesem Forum, und weiß nicht ob ich das richtig gedeutet habe...
Du glaubst aber nicht an Gott (was ich nicht werten sondern nur informativ wissen möchte)

Wie kann man denn jemandem die Stirn bieten wollen an den man nicht glaubt?

Grüße
Tim


Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass es einen gibt. Schließe es aber nicht zu 100% aus. Immerhin müssten sich verdammt viele Menschen irren, wobei das ja in der Geschichte auch schon öfter vorkam.
Ah ok verstehe,

Danke für die Antwort.

Gebe Dir auch recht, daß wir Menschen uns auch schon in Massen geirrt haben in vielen Dingen, aber dennoch muss man ja zugestehen, daß sich kein Irrtum über so viele Jahrtausende gehalten hat.

Für mich persönlich kann das dann kein Irrtum mehr sein -aber ist eben subjektiv betrachtet.

LG
Tim
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
Gebe Dir auch recht, daß wir Menschen uns auch schon in Massen geirrt haben in vielen Dingen, aber dennoch muss man ja zugestehen, daß sich kein Irrtum über so viele Jahrtausende gehalten hat.


Jede Hochkultur hatte ihre eigene(n) Religion(en). Manche hielten sich länger, andere nicht so lange.

Egal ob es die Götter der Summerer, Ägypter, Azteken, Mayas, Griechen, Römer, Heiden, Wikinger usw. waren, alle waren sie "real". So wie es heute die einzelnen Götter (oder der sagenumwobene "eine" Gott) der großen Religionen auch sind.

Ist der heutige Gott denn soviel realer, echter oder anders als Re, Zeus, Odin, Isis, Coatlicue und die tausend anderen Götter die es im Laufe der Zeit gab?
Ich denke ein riesen Unterschied ist, daß es heute in den "großen Weltreligionen" keine Götzerei mehr geben sollte.
Und heutzutage müssten wir vom Verständnis soweit sein, daß wir Gott nicht mehr vermenschlichen.

Ich glaube auch nicht an einen Gott wie er hier und da dargestellt wird... Wie soll denn das Begrenzte das Unbegrenzte begreifen oder gar beschreiben...

Grüße
Tim
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
Ich denke ein riesen Unterschied ist, daß es heute in den "großen Weltreligionen" keine Götzerei mehr geben sollte.

Was war an den Götzen schlimm? Sie sind ja erst von den jetzigen Weltreligionen diskrediert worden. Ob ich eine Götze oder ein Kreuz anbete, mich auf einen Teppich knie und gen irgendeiner belieben Himmelsrichtung bete, einen Rosenkranz in der Hand halte oder ein Prunkgebäude für die Gottesandacht aufsuche, für mich alles das Gleiche.

Tim1510 hat folgendes geschrieben:

Und heutzutage müssten wir vom Verständnis soweit sein, daß wir Gott nicht mehr vermenschlichen.

Dafür haben wir ja die Propheten bzw. Jesus ist ja Gott. Also haben wir auch ein menschliches Abbild an das wir uns im Namen Gottes wenden können.


Tim1510 hat folgendes geschrieben:

Ich glaube auch nicht an einen Gott wie er hier und da dargestellt wird... Wie soll denn das Begrenzte das Unbegrenzte begreifen oder gar beschreiben...
Hier liegt für mich der Knackpunkt. Warum sollte Gott uns erschaffen, aber dann so lausig und mickrig, dass wir ihn nichtmal erfassen können bzw. wir keinen direkten Draht zu ihm finden und dafür Propheten oder Religionen brauchen ...
Luschn, ich weiß nicht ob Dir die Antwort gefallen wird... aber Gott könnte wenn er wollte jeden Menschen sofort zu einem Gläubigen Menschen machen, aber es ist eine Prüfung an uns ob wir aus eigenem Antrieb unserer Bestimmung folgen und den Weg zu ihm finden, dabei sind die Wege mindestens so unterschiedlich wie es Menschen gibt.

Gott ist etwas, daß man nicht mit dem Verstand begreift sondern mit dem Herzen.

Nehme als Beispiel die Liebe, die man an sich nicht sehen kann und ich tue mir schwer sie mit dem Verstand richtig zu beschreiben, aber dennoch ist sie existent und nicht nur das, die Liebe Gottes zur Schöpfung und zu uns Menschen ist der Grund unserer Existenz.

Für mich ist es ein wunderschönes Gefühl, daß es uns gibt weil uns jemand bedingungslos liebt und zwar jeden Menschen egal welche Überzeugung man hat oder welcher Nation man angehört usw...

Alles Liebe wünsche ich
Tim
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
Luschn, ich weiß nicht ob Dir die Antwort gefallen wird... aber Gott könnte wenn er wollte jeden Menschen sofort zu einem Gläubigen Menschen machen, aber es ist eine Prüfung an uns ob wir aus eigenem Antrieb unserer Bestimmung folgen und den Weg zu ihm finden, dabei sind die Wege mindestens so unterschiedlich wie es Menschen gibt.

Wenn er mich zu einem Gläubigen machen würde, würde ich mich dezent verkackalbert fühlen, dann könnte er mich gleich zu einem Wissenden machen

Tim1510 hat folgendes geschrieben:
die Liebe Gottes zur Schöpfung und zu uns Menschen ist der Grund unserer Existenz.

Mhm, wenn ich einen Vergleich ziehen müsste, würde ich sagen, Gott ist wie ein frisch verliebtes Paar, dass ein Kind zeugt und nach der Geburt in der Wildnis aussetzt. Was mit dem Kind danach passiert, ist ihm überlassen. Entweder es wird groß und stark und findet den Weg zurück in die Zivilisation oder es wird von einem der unzähligen Raubtiere gefressen oder findet einen Rudel Affen dem es sich anschließt und mehr zum Affen als zum Menschen wird ... siehe Tarzan oder Mogli