Ich hasse und liebe meine Mutter


Daoga hat folgendes geschrieben:
Ich stimme voll zu (zum Post von 11.21). Wer tagtäglich dazu gezwungen ist, sich in einer Jauchegrube zu wälzen, der wird durch alle schönen Worte über "Vergebung" auf der Welt nicht sauber. Der erste Schritt zu einer Säuberung muß der sein, aus der Jauchegrube herauszukriechen und sich so weit wie möglich von den Dreckwerfern, die noch in der Grube sitzen, zu entfernen. Erst danach kann die Säuberung, körperlich wie geistig, beginnen. Ist es Ich-Süchtigkeit, wenn man aus der Jauchegrube, in die man ohne eigenes Zutun geworfen wurde, herauskommen will? Oder ist das nicht viel mehr das gute Recht jedes Menschen? Ist es empörend, daß man die Kraft dazu findet, wo andere diese Kraft nicht finden? Oder ist es nicht viel mehr empörend, daß die anderen schlicht unwillig sind, diese Kraft selbst in sich zu entdecken, so daß sie lieber den einen zurück zu sich in den Schmutz zerren wollen, statt ihn gehen zu lassen und ihm alles Gute zu wünschen? Es gibt einen Unterschied zwischen Opfer-sein und andere-zum-Opfer-machen!
In der Geschichte von PansyShell und ihrer Mutter bzw. Familie scheint etwas von Anfang an schief gelaufen zu sein.

Wo einmal ein Riß ist, ein innerer zwischen zwei Menschen, braucht es erst einmal Klärung des Warum und Wieso.

Man kann keine Liebe heucheln, wenn keine innere Chemie zwischen Menschen ist, kann man damit leben, aber es macht sich nicht so gut.

Wenn Interessen unterschiedlich angelegt sind, wenn man nur aneinander
vorbei lebt, haben Menschen das Gefühl, nicht gut gelebt zu haben.

Man kann es mit Vernunft betrachten, mit Liebe wird man es nicht betrachten.
Vielleicht ist dann noch Mitleid dabei, aber ein warmes Miteinander ist es oft nicht.

Man muß auch mit Menschen, mit denen man nicht verwandt ist, nicht zusammen leben. Wenn man merkt, daß man mit diesen Menschen nicht klar kommt, dann trennt man sich im Guten und wünscht das Beste für diesen Menschen, aber man ist nicht gezwungen, mit dem Menschen weiter zu kommunizieren.

Sich einzureden, man hätte die große "Liebe" zu anderen, wenn man nur immer den Kopf einzieht und seine Gefühle der Abneigung zurück drängt,
beginnt ein Leben in Zwiespalt, der auch sehr krank machen kann.

Jeder Mensch hat Wünsche, Charakter, Gefühle, Emotionen.

Diese Emotionen zu zügeln, bedeutet auch, in einen innerenZwiespalt zu geraten, wenn die Mitmenschen vermeinen, gute Ratschläge geben zu müssen oder zu können oder zu sollen und diese Ratschläge kommen aus ihnen, sind ein Teil von ihnen.

Aber der Mensch kann nur dem folgen, was selbst in ihm ist und gesetz den Fall, nur mal als Beispiel: 10 Menschen stünden vor einer Entscheidung und müßten darauf reagieren, so würden sie doch alle ihrem Impitus folgen und hätten immer andere Möglichkeiten der Beantwortung, was heißt, daß sie jeweils anders reagieren.

So kommt es, daß derjenigen, der glaubt, richtige Entscheidungen getroffen zu haben, diese Ratschläge den anderen geben möchte, weil
er überzeugt ist, aus logischen Erwägungen heraus könne man alles lösen, oft nicht ankommt, wenn er sich damit noch brüstet.

Menschen entscheiden sich immer für bestimmte Wege und wenn man diesen Gedanken etwas erweitern würde: Jeder Mensch folgt seinem Weg, der für ihn bestimmt ist und dafür haben wir 3 Varianten:

Entweder wir folgen dem, was man uns anerzogen hat, oder man folgt eigenem Nachdenken oder man möchte etwas ausprobieren und muß damit rechnen, damit auf die "Schau-ze" zu fallen, wie es so schön heißt, aber man kann auch dadurch lernen.

Erzwungene Freundlichkeit oder gezwungene Freundlichkeit findet man oft, sie ist nicht ernst gemeint, sie ist Ausdruck dafür, daß kaum Interesse am anderen ist und es ist nur das äußeren 'Scheins' nach außen, es sagt noch lange nichts darüber aus, ob ein Mensch wirklich so ist, wie er tut.

Menschliche Nuancen gibt es in Hülle und Fülle, man merkt es selbst, wenn man Menschen begegnen. Wo echte Freundlichkeit ist, das spürt man. Es kommt in der Schwingung ganz anders rüber.

Mutter und Tochter sind oft karmisch zusammen gekommen, um miteinander und aneinander zu lernen.

Manchmal bleiben sie nur Freunde, manchmal sind sie so verschmolzen, daß man es spürt, wenn man in ihre Nähe kommt.

Manchmal spielt die Vernunft eine große Rolle und das Pflichtgefühl.

Wenn Fehler bereits in der Kindheit, von klein auf auftraten, darüber nie gesprochen wird und jede Partei seine Meinung beibehält, wird das Zusammensein nie wohlig schön sein.

Aber so ist das mit uns Menschen, wir sind scheinbar wie zusammen gewürfelt.

Vielleicht hat es seinen tieferen Sinn, warum wir nicht immer mit den menschen zusammen kommen, mit denen das Zusammenleben Spaß und Freude macht, sondern viel Pflichtgefühl beinhaltet, wo jede der Parteien dazu beiträgt, daß es harmonisch wird.

Aber dazu gehört sehr viel, sehr viel Verständnis, sehr viel Zurücknahme und manchmal bleibt Zurücknahme einseitig, dann hat der Gegenpart das Gefühl, sein Leben für eine Sache hingegeben zu haben, die ihm persönlich die Energie genommen zu haben scheint.

Und es gibt noch soviel am Menschen, worüber man diskutieren kann.

Wer sich sein Horoskop und das des Partners anschaut im Partnerhoroskop, sich selbst kennt und den anderen kennt, der kann ganz einfach in den Aspekten erfahren, warum es einfach nicht klappt, warum die Menschen nicht zusammen kommen können.

Dann ist es anständig, andere Wege zu suchen.

Und es stimmt: Manche Menschen können nicht miteinander.

Zitat:
"Erkenntnisse fallen meist nicht wie Schuppen von den Augen. Erkenntnisse erfordern

hartnäckiges Denken,
angestrengtes Lernen,
begriffliches Klären,
Abstraktion,
Versuch und Irrtum,
Ausdauer!


Aber auch: Urteilsvorsicht, vorläufige, korrigierbare Einsichten."

Horst Siebert

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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