Ich hasse und liebe meine Mutter


Wie ich das sehe, ist Deine Mutter eine zutiefst herzlose und egoistische Person, sie ist selbst psychisch krank und versucht diese Krankheit mit aller Gewalt und voller Absicht auf Dich zu übertragen. Da kann ich auch nur sagen: Trenn Dich! Und zwar für immer und dauerhaft, damit Du nie wieder auf diese belastende Zeit mit ihr zurückblicken mußt! Such Dir Hilfe, nicht nur für die psychosomatischen Folgen der jahrelangen psychischen Mißhandlung, die Du erdulden mußtest, sondern auch räumlich - Heimunterbringung oder sonst was, egal, nur weit weg. Und nie wieder zurückkehren, egal was kommt... auch wenn sie irgendwann auf Knien um Deine Rückkehr fleht (was wahrscheinlich kommen wird, spätestens wenn ihr Partner gestorben ist und sie merkt, daß sie sonst eigentlich niemand auf der Welt hat...)
und, was wichtig ist, laß Dir auch nicht einreden, daß Du sie doch eigentlich lieben müßtest, wenn Deine ehrlichen (ehrlichen!) Empfinden nur Abscheu und Haß sind. Den Quatsch mit der "ewigen" Kindesliebe, die Du doch empfinden "müßtest", "weil sie ja Deine Mutter ist" und so, laß Dir nur nicht einreden. Kleinkinder sind auf Liebe programmiert (ja richtig: programmiert!) wie Roboter - nämlich von ihren Instinkten, weil sie ohne Liebe nicht angenommen werden und existieren können. Aber diese Kleinkind-Roboter-Liebe verschwindet mit dem Größerwerden, und ob sie dann von einer ehrlichen Liebe unter Erwachsenen oder zumindest Respekt ersetzt wird, hängt nicht von einer (kindlichen!) Programmierung ab, sondern in erster Linie vom Verhalten der Erwachsenen. Und wenn die halt einfach nichts taugen, nicht liebens-wert sind und nicht das mindeste an sich haben, was Respekt verdient, dann gibt es halt weder Liebe noch Respekt, sondern im harmlosesten Fall Gleichgültigkeit (oder Mitleid, Ablehnung, Abscheu, Haß...). Du kannst das mit den Graugänsen vergleichen. Die laufen als Küken jedem beweglichen Ding hinterher, das sie als erstes nach dem Schlüpfen gesehen haben, weil sie auch so programmiert sind. Aber: hast Du schon mal eine ausgewachsene Gans gesehen, die immer noch hinter ihrer Mutter herläuft? Wohl kaum, das wäre nämlich zutiefst widernatürlich. Und so sollst Du auch wie jede (geistig gesunde) Gans die Trennung vollziehen. Du bist sicher intelligenter als so ein Federvieh, also wirst Du auch einen Weg finden... Die Leute, die von der Notwendigkeit "ewiger" Roboter-Kinderliebe phantasieren und das Leuten wie Dir einreden wollen, auch wenn dieser Unfug Dir letztlich nur Schaden zufügt, weil Du es längst besser weißt, wollen damit vermutlich nur eigene heimliche Defizite oder Ängste (Verlassenwerden oder so) kompensieren.
Also, nochmal: trenn Dich und sei endlich frei! Körperlich und im Kopf! Schau vorwärts und niemals zurück! Und ich wünsch Dir alles Gute/Bessere dabei!
PansyShell hat folgendes geschrieben:



Liebe Soraja....

als ich gesehen habe, dass ich eine Antwort von dir bekommen habe, war ich schon sehr gespannt auf deine Meinung und wusste, dass ich viel Wert auf deine Worte legen kann...

ich bin gerade kurz angebunden, aber ich wollte dazu kurz sagen, dass ich schon einmal zwei Monate eine stationäre Therapie gemacht habe. Die Geborgenheit war toll, die Menschen auch, einfach dieses "Nest", keine Verpflichtungen, einfach SEIN dürfen.... das war toll, aber auch alles. Die Therapie hätte ich selbst besser machen können, als manche Therapeuten dort. Ich finde es unverantwortlich, junge, unerfahrene, studierende angehende Therapeuten auf "schwer kranke" Menschen los zu lassen. Klar, auch sie müssen irgendwo ihre Erfahrung sammeln... aber wenn ich an mich denke, dann schadet es mir mehr als es mir helfen würde.

Ich möchte gerne eine ambulante Therapie machen. Aber ich habe das Gefühl, ich kann nur ich selbst sein, wenn meine Mutter "nicht anwesend" ist. Ich habe nur Schuldgefühle, alles wird kommentiert. Ich kann nicht richtig Frau sein, wenn du verstehst was ich meine... ich kann mich nicht entfalten! Ich habe sogar ein schelchtes Gewissen, wenn ich hohe Schuhe anziehe. Selbst das wir kommentiert. Ich kann es nciht erklären...
Wenn ich ein Date habe, erzähle ich meiner Mutter, ich wäre bei einer Freundin. Weil ich sonst nicht ohne schlechtem Gewissen und ohne Schuldgefühle bei der Sache sein kann. Ich fühle mich, als würde ich etwas verbotenes tun. Am nächsten Tag dann dieses Grinsen... sie weiß IMMER ALLES, sie hat es im Gefühl. Diese Kommentare dann, die Blicke...ich habe sogar manchmal das Gefühl, sie ist irgendwie eifersüchtig. Sie kontrolliert mein Leben, so fühle ich mich.
Ich möchte eine Therapie machen. Aber ohne dem Gefühl, es für sie zu tun, bzw unter ihrer Kontrolle. Man muss es sich so vorstellen: Wenn ich bei meiner Therapeutin damals aus dem Gespräch kam, wurden gleich Fragen gestellt worüber wir geredet haben und was sie gesagt hat. Hallo? Und schon ist sie beleidigt, wenn ich ihr darüber nichts sagen möchte. Und das weckt Schuldgefühle. Und schon mach ich es wieder... und dann fühle ich mich kontrolliert und schlecht. Obwohl ich immer denke, dass es besser wierd je mehr sie weiß, was falsch ist. Das ist mir bewusst. Aber ich laufe so dieser Anerkennung und Liebe hinterher, dass es mir schwer fällt, meine Mutter aus meiner Gefühlselt rauszulassen. Meine Therapeutin meinte, dass es ein harter Weg ist. Und es so weit kommen kann, dass meine Mutter sich sogar für eine Zeit komplett abwendet. Und es mir wahnsinnig weh tun wird, aber ich muss es aushalten, damit ich meinen Seelenfrieden finden kann. es akzeptiern, dass ich nie das bekommen werde, was ich mir wünsche. Mir meine Liebe woanders holen. Aber es ist so wahnsinnig schwierig....

In Ahnlehnung an eine vorherige Antwort hier:

Ich habe meiner Mutter schon lange verziehen. Ich weiß dass jeder ist wie er ist und seine Geschichte hat. Und ich habe schon vieles versucht, von meiner Seite, um dem eine Chance zu geben, dass es besser wird. Aber irgendwann kann auch ich nciht mehr. Ich frage mich manchmal, WER hier die Tochter und wer die Mutter ist....

Jetzt ist doch ein wenig mehr aus dem Text geworden..aber wenigstens eins kann ich: schnell tippen


Ich bin normalerweise nicht für Therapien, aber man muss vorsichtig sein.
Wenn ein Mensch zu früh auf seine eigenen Beine gestellt wird, noch dazu mit einem Trauma, dann kann es schief gehen.

In deinem Fall hast du das schon durch und weißt schon, dass es nichts hilft.
Ich hatte mit 18 auch begriffen, dass Therapie nicht funktioniert.

Gut, dann liegt der Schwerpunkt in der Trennung von deiner Mutter. Die ist - von außen betrachtet- unbedingt nötig.

Das Problem aber ist, dass du dich dann versorgen musst.

Ich würde mal mit dem Arbeitsamt reden und mit einem Arzt. Du könntest dich krank schreiben lassen, dich um eine ambulante Therapie kümmern, sonst nehmen sie dich nicht ernst und versuchen, davon zu leben, bis du stabiler bist.
Schaffst du das alles zur Zeit alleine?
Pensy Shell

So wie du deine Mutter hasst und liebst
so bekommst du auch hier entsprechende Echos und Antworten
viele sehen nur deinen Hass und übersehen
Euer aller Lied-en..Hilflosigkeit,

es ist einfach zu Verurteilen, sich zu Empören
Schuldzuweisungen zu verteilen
und die Welt in die Arme Gute und in allein Schuldig Böse und Allein Verantwortlich einzuteilen,
wenn das nur so einfach wäre?
das ist an sich Typisch - Wohlstands Verblendete und um Macht und Einfluss kämpfende Mensch,
das was du erlebt hast ist nicht etwas besonders -du bist mit deinem Schiksal nicht allein..ganz viele Menschen Kinder weltweit
erlebten und erlebten das Tag ein Tag aus,das sie Mutterseelen allein sind
verlassen, vernachlässigt, gesitig-seeelisch und Körperlich, vergewatigt misshandelt, geschlagen,weggegeben,
ausgehungert oder ungeschützt und bettelram der Strasse überlassen wurden .
Die Frage stellt sich jetzt:
Wie weiter..will man Einzellene weiter Verurteilen Beschuldigen und uns empören,
ohne Zusammen-häge wahr zu nehmen, alles
als Selbst-(schuld,) Unfähig, Indivuduell
ICH süchtig -von allen Zusammen-hängen heraus-ge-rissen und Isoliert sehen,
oder lernen zu
verstehen, vergeben, und etwas daraus zu lernen und vor allem selbst besser zu machen?
Ich glaube nicht das wir damit weiter kommen..
Einzige ist -was nun?

Und ich glaube das jeder Mensch in sich selbst spüren muss..und seinen Individuellen Weg damit fertig zu werden gehen muss und wir dürfen sie nicht ermutigen zu verurteilen und hassen..sondern zu vergeben.
und aus dem das da ist, das besste zu machen.
akasha hat folgendes geschrieben:
Pensy Shell

So wie du deine Mutter hasst und liebst
so bekommst du auch hier entsprechende Echos und Antworten
viele sehen nur deinen Hass und übersehen
Euer aller Lied-en..Hilflosigkeit,

es ist einfach zu Verurteilen, sich zu Empören
Schuldzuweisungen zu verteilen
und die Welt in die Arme Gute und in allein Schuldig Böse und Allein Verantwortlich einzuteilen,
wenn das nur so einfach wäre?
das ist an sich Typisch - Wohlstands Verblendete und um Macht und Einfluss kämpfende Mensch,
das was du erlebt hast ist nicht etwas besonders -du bist mit deinem Schiksal nicht allein..ganz viele Menschen Kinder weltweit
erlebten und erlebten das Tag ein Tag aus,das sie Mutterseelen allein sind
verlassen, vernachlässigt, gesitig-seeelisch und Körperlich, vergewatigt misshandelt, geschlagen,weggegeben,
ausgehungert oder ungeschützt und bettelram der Strasse überlassen wurden .
Die Frage stellt sich jetzt:
Wie weiter..will man Einzellene weiter Verurteilen Beschuldigen und uns empören,
ohne Zusammen-häge wahr zu nehmen, alles
als Selbst-(schuld,) Unfähig, Indivuduell
ICH süchtig -von allen Zusammen-hängen heraus-ge-rissen und Isoliert sehen,
oder lernen zu
verstehen, vergeben, und etwas daraus zu lernen und vor allem selbst besser zu machen?
Ich glaube nicht das wir damit weiter kommen..
Einzige ist -was nun?

Und ich glaube das jeder Mensch in sich selbst spüren muss..und seinen Individuellen Weg damit fertig zu werden gehen muss und wir dürfen sie nicht ermutigen zu verurteilen und hassen..sondern zu vergeben.
und aus dem das da ist, das besste zu machen.



Schon deinen ersten Beitrag fand ich verletzten, in meiner jetzigen Situation. Du schreibst etwas von Selbstmitleid. Aber ist dir auch klar, dass ich mich vlt einfach bemüht habe, hier ein Bild von dem abzugeben, wie es in mir aussieht? Es ist virtuell, keiner kennt einen, und wenn man ein Proble hat, muss man es wohl so gut es geht beschreiben, oder?....

Von daher sehe ich es ein wenig anders....

Ich habe meiner Mutter schon längst vergeben. Ich weiß dass jeder sein Paket zu tragen hat und aufgrund dessen manchmal so handelt, dass es nicht richtig ist. Wenn ich meine Kindheit von außen betrachte, ist es grausam, was sie mit mir gemacht hat. Und das verdient kein Kind. Wenn man sich dazu entschließt, ein Kind auf die Welt zu setzen, dann muss man auch die Verantwortung dafür tragen.

Ich finde deinen letzten Beitrag, und auch den davor, etwas verwirrend und zusammenhang los geschrieben. Vlt geht es aber auch nur mir so. Deswegen kann ich schwer direkt darauf eingehen. Aber so wie es mir scheint, nimmst du die Seite meiner Mutter sehr in Schutz. Ohne auch nur daran zu denken, dass sie es ist, die mir diese Werte hätte beibringen müssen, ohne dass ich sie in so schmerzlicher Form mit selbst hätte beibringen müssen, um dort zu stehen, wo ich jetzt stehe.

Du redest von ICH-süchtig. Ich finde diese Worte hart gewählt, wenn man bedenkt dass du mich nicht kennst. Und auch meine Mutter nicht.
Ich habe es oft versucht. Aber wer zwingt mich, dies mein ganzes Leben ertragen zu müssen, wenn es sich nicht ändert? WER?

Ich habe das Gefühl, dass du selbst eine Mutter bist, die scheinbar Probleme mit ihrem Kind hat, kann das sein?....

Du schreibst, wir müssen vergeben. Dies ist richtig. Und wie ich schon geschrieben habe, das habe ich getan. Dennoch will ich kein emotionaler Mülleimer mehr sein. Ich will es einfach nicht. Und ich habe das Recht, sich von ihr abzugrenzen.

Ich weiß, dass es vielen Menschen auf der Welt so geht. Ich habe nicht einmal so getan, als wäre ich die Einzige mit diesem Problem.

Ich bin dankbar über die Meinung vieler hier, die mich in meiner Situation verstehen und sagen, ich bin nicht dazu verdammt es in aller Ewigkeit auszuhalten. Meine Mutter hat mich auf die Welt gebracht, nicht anders rum. Ich habe es mir sogesehen nicht ausgesucht.

Du schreibst von

Zitat:
das sie Mutterseelen allein sind
verlassen, vernachlässigt, gesitig-seeelisch und Körperlich, vergewatigt misshandelt, geschlagen,weggegeben,
ausgehungert oder ungeschützt und bettelram der Strasse überlassen wurden .


Was ist mit den Kinderseelen?Rechtfertig es und entschuldigt es, dass man somit so mit seinen Kindern umgeht? Ich denke nicht!

Das, was ich davon getragen habe, ist nun eine psychische "Erkrankung", und nun muss ich damit leben, lernen damit zu leben. Dies wird keiner für mich tun.

Wenn die Menschen in den Medien über vergewaltigte, geschlagene, verhungerte, psychisch Mißhandelte, emotional vernachlässigte Kinder hören, ist die Empörung riesengroß! Alle haben mitleid, sagen, wie konnten sie dies dem Kind antun, was sind das nur für Eltern!

Aber denken diese empörten Menschen auch nur ein einziges Mal daran, dass diese Menschen auch irgendwann ERWACHSEN sind und nun mit ihrem Schicksal leben und fertig werden müssen?

Nein. Dann wird man als ICH bezogen bezeichnet, verrückt, psychisch krank, anders, seltsam, komisch. Und sowieso wenden sich alle ab, weil sie damit nichts zu tun haben wollen.

Wie gesagt, indem ich hier schreibe, und dies tue, weil ich meine Situation am besten wiederspiegeln zu versuche. Nicht aus selbstmitleid. Sondern weil man einfach irgendwann nicht mehr weiter weiß. Weil man einfach psychisch nicht mehr kann.

Ich hatte nun das Bedürfnis, auf deine Beiträge zu reagieren, denn in soeiner Situation, in der es mir wirklich sehr schlecht geht, kann ich gut drauf verzichten, soetwas zu lesen. Ich weiß, dass jeder eine andere Ansicht hat. Aber wenn diese so extrem einseitig ist, dann das nächste Mal einfach garnichts dazu schreiben... das wäre mir lieber. Ich würde mich freuen, diesbezüglich keinen Beitrag mehr von dir zu erhalten. Im Moment kann ich diese Einseitigkeit nicht ertragen. Ich werde auch nicht mehr darauf eingehen. Das kostet mich im Moment zu viel Kraft.

Ich habe meiner Mutter vergeben. Aber mich dem weiter hinhalten, dass möchte ich nciht. Wenn eine Mutter mir sagt, sie sieht den Vater in mir, welchen sie gehasst hat, da ich von ihm stamme, womit habe ich das verdient?...


Ich habe das Gefühl, dass du selbst eine Mutter bist, die scheinbar Probleme mit ihrem Kind hat, kann das sein?....


Man weiß es nicht.
_________________
"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
soraja hat folgendes geschrieben:
PansyShell hat folgendes geschrieben:



Liebe Soraja....

als ich gesehen habe, dass ich eine Antwort von dir bekommen habe, war ich schon sehr gespannt auf deine Meinung und wusste, dass ich viel Wert auf deine Worte legen kann...

ich bin gerade kurz angebunden, aber ich wollte dazu kurz sagen, dass ich schon einmal zwei Monate eine stationäre Therapie gemacht habe. Die Geborgenheit war toll, die Menschen auch, einfach dieses "Nest", keine Verpflichtungen, einfach SEIN dürfen.... das war toll, aber auch alles. Die Therapie hätte ich selbst besser machen können, als manche Therapeuten dort. Ich finde es unverantwortlich, junge, unerfahrene, studierende angehende Therapeuten auf "schwer kranke" Menschen los zu lassen. Klar, auch sie müssen irgendwo ihre Erfahrung sammeln... aber wenn ich an mich denke, dann schadet es mir mehr als es mir helfen würde.

Ich möchte gerne eine ambulante Therapie machen. Aber ich habe das Gefühl, ich kann nur ich selbst sein, wenn meine Mutter "nicht anwesend" ist. Ich habe nur Schuldgefühle, alles wird kommentiert. Ich kann nicht richtig Frau sein, wenn du verstehst was ich meine... ich kann mich nicht entfalten! Ich habe sogar ein schelchtes Gewissen, wenn ich hohe Schuhe anziehe. Selbst das wir kommentiert. Ich kann es nciht erklären...
Wenn ich ein Date habe, erzähle ich meiner Mutter, ich wäre bei einer Freundin. Weil ich sonst nicht ohne schlechtem Gewissen und ohne Schuldgefühle bei der Sache sein kann. Ich fühle mich, als würde ich etwas verbotenes tun. Am nächsten Tag dann dieses Grinsen... sie weiß IMMER ALLES, sie hat es im Gefühl. Diese Kommentare dann, die Blicke...ich habe sogar manchmal das Gefühl, sie ist irgendwie eifersüchtig. Sie kontrolliert mein Leben, so fühle ich mich.
Ich möchte eine Therapie machen. Aber ohne dem Gefühl, es für sie zu tun, bzw unter ihrer Kontrolle. Man muss es sich so vorstellen: Wenn ich bei meiner Therapeutin damals aus dem Gespräch kam, wurden gleich Fragen gestellt worüber wir geredet haben und was sie gesagt hat. Hallo? Und schon ist sie beleidigt, wenn ich ihr darüber nichts sagen möchte. Und das weckt Schuldgefühle. Und schon mach ich es wieder... und dann fühle ich mich kontrolliert und schlecht. Obwohl ich immer denke, dass es besser wierd je mehr sie weiß, was falsch ist. Das ist mir bewusst. Aber ich laufe so dieser Anerkennung und Liebe hinterher, dass es mir schwer fällt, meine Mutter aus meiner Gefühlselt rauszulassen. Meine Therapeutin meinte, dass es ein harter Weg ist. Und es so weit kommen kann, dass meine Mutter sich sogar für eine Zeit komplett abwendet. Und es mir wahnsinnig weh tun wird, aber ich muss es aushalten, damit ich meinen Seelenfrieden finden kann. es akzeptiern, dass ich nie das bekommen werde, was ich mir wünsche. Mir meine Liebe woanders holen. Aber es ist so wahnsinnig schwierig....

In Ahnlehnung an eine vorherige Antwort hier:

Ich habe meiner Mutter schon lange verziehen. Ich weiß dass jeder ist wie er ist und seine Geschichte hat. Und ich habe schon vieles versucht, von meiner Seite, um dem eine Chance zu geben, dass es besser wird. Aber irgendwann kann auch ich nciht mehr. Ich frage mich manchmal, WER hier die Tochter und wer die Mutter ist....

Jetzt ist doch ein wenig mehr aus dem Text geworden..aber wenigstens eins kann ich: schnell tippen


Ich bin normalerweise nicht für Therapien, aber man muss vorsichtig sein.
Wenn ein Mensch zu früh auf seine eigenen Beine gestellt wird, noch dazu mit einem Trauma, dann kann es schief gehen.

In deinem Fall hast du das schon durch und weißt schon, dass es nichts hilft.
Ich hatte mit 18 auch begriffen, dass Therapie nicht funktioniert.

Gut, dann liegt der Schwerpunkt in der Trennung von deiner Mutter. Die ist - von außen betrachtet- unbedingt nötig.

Das Problem aber ist, dass du dich dann versorgen musst.

Ich würde mal mit dem Arbeitsamt reden und mit einem Arzt. Du könntest dich krank schreiben lassen, dich um eine ambulante Therapie kümmern, sonst nehmen sie dich nicht ernst und versuchen, davon zu leben, bis du stabiler bist.
Schaffst du das alles zur Zeit alleine?



Genau das ist mein Problem...ich habe shconmal so sehr gekämpft, auch beim Arbeitsam um eine neue Ausbildung. Ich war am Ende meiner Kräfte, und wurde dort regelrecht "verhört" bei einem Gutachtengespräch. Nach 10 Minuten wusste die Frau besser bescheid, als meine Therapeutin nach einem Jahr. Es ist parteiisch, man wird abgestempelt, hauptsache man hat zu funktionieren in diesem Hamsterrad der Gesellschaft... meine Krankenkasse wollt mich zum medizinischen Dienst schicken, in dem man auch wieder "beweisen" muss, wie krank man ist. Sämtliche Ärztliche Berichte meinerseits reichen denen nicht aus...

Ich stand so unter Druck, dass ich es nicht ausgehalten habe. Ich habe mir wieder eine Arbeitsstelle gesucht, und bin wieder daran zerbrochen. Depressionen etc... Eine Chefin die mich gemobbbt hat. Ich ziehe dies dann auch an....

Und schon wieder bin ich gescheitert....

Ich weiß es ist wichtig für mich. Und ich bin mit dem Ziel zu meiner Mutter gegangen, dass ich mich voll und ganz auf Therapie konzentrieren kann. Aber das ist mir hier absolut nicht möglich. Ich habe keine Kraft, mich krankschreiben zu lassen, den Druck von alles Seiten wieder aushalten zu müssen. Da nehme ich lieber den Kampf auf, und versuche es auf eigene Faust... hilfe kann man heutzutage von Ämtern etc in soeiner Situation nicht erwarten.

Arbeitsamt damals: "Sie haben doch eine Ausbildung. Und diese gut abgeshclossen. Wir können sie nicht unterstützen. Sie haben ja eine berufliche qualifikation" Ich meinte darauf hin, dass es also besser gewesen wäre, diese Ausbildung, die ich so gehasst habe, nicht zu machen, und KEINEN Schulabschluss zu machen, dann würde ich jetzt alles bekommen, was ich will?... "ja, so in etwa sieht es aus".

Irgendetwas läuft gewaltig schief in diesem System....

Ich habe dem Amt gesagt, dass ich immer und immer wieder dort auf der Türschwelle stehen werde, nicht weil ich es will, sondern weil ich es nicht anders kann.

Wenn ich diese Ausbildung bekomme, wäre es für mich die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen. Und ich werde dies aus eigener Kraft schaffen. Ich werde mir eine ambulante Therapie suchen, auch wenn ich nciht daran glaube, dass es mir noch hilft. Aber die Hoffnung habe ich trotzdem.... trotzdem habe ich Angst, denn ich habe die Erfahrung, dass viele Therapien mehr schaden als sie helfen, wenn sie falsch gewählt sind. Und für eine Traumatherapie muss man bereit sein, da hast du recht. Auch dies meinte man auf der psych. Staion zu mir... dennoch ist es die Art von Therapie, die ich brauche. Zudem hat man mir die "innere Kind Arbeit" empfohlen...

Am liebsten würde ich mich hypnotisieren lassen. Man legt einen Schalter um. Und fertig ist die Laube. Aber so einfach ist das ja leider nicht...

Ich danke dir für deinen lieben Beitrag!
_________________
"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
Ich stimme voll zu (zum Post von 11.21). Wer tagtäglich dazu gezwungen ist, sich in einer Jauchegrube zu wälzen, der wird durch alle schönen Worte über "Vergebung" auf der Welt nicht sauber. Der erste Schritt zu einer Säuberung muß der sein, aus der Jauchegrube herauszukriechen und sich so weit wie möglich von den Dreckwerfern, die noch in der Grube sitzen, zu entfernen. Erst danach kann die Säuberung, körperlich wie geistig, beginnen. Ist es Ich-Süchtigkeit, wenn man aus der Jauchegrube, in die man ohne eigenes Zutun geworfen wurde, herauskommen will? Oder ist das nicht viel mehr das gute Recht jedes Menschen? Ist es empörend, daß man die Kraft dazu findet, wo andere diese Kraft nicht finden? Oder ist es nicht viel mehr empörend, daß die anderen schlicht unwillig sind, diese Kraft selbst in sich zu entdecken, so daß sie lieber den einen zurück zu sich in den Schmutz zerren wollen, statt ihn gehen zu lassen und ihm alles Gute zu wünschen? Es gibt einen Unterschied zwischen Opfer-sein und andere-zum-Opfer-machen!
Pansy Shell
ich werde gern darauf verzichten..
weil ich auch ungern nur einseitiges sehe und ertrage..und mir ist wichtig ist das gemeinsame Leiden zu sehen,

und noch einmal von dem Selbst und andern Menschen Ihrem Mitleid , und vor allem von immer wieder neuem aufwärmen des Vergangenen
wirdst du auch nicht gesünder und aus dem Schlammassel raus finden-glaub mir ich weiss es wovon ich schreibe,

aber das braucht auch gewisse Zeit ich kann und werde dich ganz sicher nicht in dem Unterstützen,
nur auf einer Seite der Medaile zu starren, ich wollte dir auch die andere Seite vor der Nase spiegeln,
du weigerst dich-weil du von der Fixierung nur auf dein eigenes Leiden, etwas Abstand nehmen müsstest, aber was solls
du hast genug andere die dich da weiter tragen und weiterhin unten halten werden.
Das ist leztendes dein eigener Entscheid und ich respektiere..
ich werde auf dich und dein Thema nicht mehr eingehen-
ich nehme an das wird auch- gegenseitig nciht nur einseitig- erfolgen!
Oder ?
Daoga hat folgendes geschrieben:
Ich stimme voll zu (zum Post von 11.21). Wer tagtäglich dazu gezwungen ist, sich in einer Jauchegrube zu wälzen, der wird durch alle schönen Worte über "Vergebung" auf der Welt nicht sauber. Der erste Schritt zu einer Säuberung muß der sein, aus der Jauchegrube herauszukriechen und sich so weit wie möglich von den Dreckwerfern, die noch in der Grube sitzen, zu entfernen. Erst danach kann die Säuberung, körperlich wie geistig, beginnen. Ist es Ich-Süchtigkeit, wenn man aus der Jauchegrube, in die man ohne eigenes Zutun geworfen wurde, herauskommen will? Oder ist das nicht viel mehr das gute Recht jedes Menschen? Ist es empörend, daß man die Kraft dazu findet, wo andere diese Kraft nicht finden? Oder ist es nicht viel mehr empörend, daß die anderen schlicht unwillig sind, diese Kraft selbst in sich zu entdecken, so daß sie lieber den einen zurück zu sich in den Schmutz zerren wollen, statt ihn gehen zu lassen und ihm alles Gute zu wünschen? Es gibt einen Unterschied zwischen Opfer-sein und andere-zum-Opfer-machen!



Besser hätte ich es nicht audrücken können... vielen Dank!
Genau so meine ich es! Nur ich kann es nicht so gut formulieren...

Danke
_________________
"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
Pansy, das klingt villeicht seeeeehr stereotyp bishin zu verletzend, ist aber genau so gemeint und völlig frei von zweideutigkeiten oder sonstwelchen Auslegungen:

Such dir einen Arzt und eine Therapie.

Nu zu meinen persönlichen Meinungen:
Ist ein langer und harter Weg, aber in meiner bisherigen Sicht bei dir anscheinend zwingend Notwendig. Viele deiner Aussagen deuten auf eine verzerrte Wahrnehmung der Aussenwelt hin, andere wiederum sind logisch und haben anscheinend ihre Ursache in Problemen der Menschen deines Umfeldes.
Nur: Du kannst nur dich ändern, dein Umfeld nicht. Ein jeder Mensch muss sich selbst "ändern", um seine Leben und sein Erleben des Lebens möglichst gut zu gestalten. Therapie heisst auch nicht, dass du falsch bist, es geht einfach darum, eine Meinung eines Menschen mit dem Beruflichen Schwerpunkt auf zwischenmenschlicher Konfliktlösug mit sich und anderen; landläufig Psychologie gennant, um ein bissel Hilfe zu bitten. Frag den "Irren", für den sind alle anderen verrückt. Und der "Irre" hat recht. Sagt zumindest die Psychologie.
PansyShell hat folgendes geschrieben:


Irgendetwas läuft gewaltig schief in diesem System....

Ich habe dem Amt gesagt, dass ich immer und immer wieder dort auf der Türschwelle stehen werde, nicht weil ich es will, sondern weil ich es nicht anders kann.

Wenn ich diese Ausbildung bekomme, wäre es für mich die Möglichkeit, ein neues Leben zu beginnen. Und ich werde dies aus eigener Kraft schaffen. Ich werde mir eine ambulante Therapie suchen, auch wenn ich nciht daran glaube, dass es mir noch hilft. Aber die Hoffnung habe ich trotzdem.... trotzdem habe ich Angst, denn ich habe die Erfahrung, dass viele Therapien mehr schaden als sie helfen, wenn sie falsch gewählt sind. Und für eine Traumatherapie muss man bereit sein, da hast du recht. Auch dies meinte man auf der psych. Staion zu mir... dennoch ist es die Art von Therapie, die ich brauche. Zudem hat man mir die "innere Kind Arbeit" empfohlen...

Am liebsten würde ich mich hypnotisieren lassen. Man legt einen Schalter um. Und fertig ist die Laube. Aber so einfach ist das ja leider nicht...

Ich danke dir für deinen lieben Beitrag!


Liebe Pansy,

ich hab genau denselben Weg hinter mir. Den ganzen Hass, den Missbrauch und all die Ablehnung. Mit 19 einen Suizid, mit 18 von zuhause weg und dann die ganzen Jahre diese furchtbaren inneren Schmerzen.

Als ich endlich mit 42 einigermaßen die Dinge im Griff hatte, kam der Staat und hat mir mein Kind weggenommen aufgrund einer Lüge einer Lehrerin.
Meine Tochter war dann ein halbes Jahr im Kinder-Knast, in einem Heim und ist in der Zeit völlig kaputt gegangen.

Dann war ich wieder völlig am A......

Der Staat macht einen echt fertig.

Ich verstehe jedes deiner Gefühle...deine Sprache ist klar und dein Herz wirkt auf mich erfreuend, wenn ich was von dir lese.

Wir müssen diesen Weg gehen, weil wir erwachsen werden wollen und es ist sehr sehr schwer.

Wenn du das alles hier nicht schaffst und sie dich zudeckeln, dann würde ich einen anderen Weg probieren.

Das Gute ist, du hast kein Kind. In deinem Alter musste ich mich schon um ein Kind kümmern, noch dazu und dann geht nichts mehr mit weggehen.

Du könntest auch einfach nach Frankreich gehen in ein Kloster- einfach vor allem, um weg zu sein, Ruhe zu haben und einen rhythmischen Tagesablauf.

Ein Freund von mir war mit 23 in Frankreich in einem Kloster für 6 Monate. Mit den anderen Menschen dort zusammen auf dem Feld arbeiten, zusammen essen, singen- einfach mal was ganz anderes tun.

Und weg sein von zuhause. Das finde ich das Wichtigste.

Man muss nicht unbedingt eine Ausbildung haben, um eine Arbeit zu finden, die man gerne tut.

Ich habe mal eine Frau kennen gelernt, die wollte, dass ich bei ihr arbeite- Büro und Buchhaltung. Ich hatte noch nie was damit zu tun.

Nach ein paar Wochen habe ich ihre Firma geleitet, es hat wirklich Freude gemacht und ich hatte überhaupt keine Ausbildung in der Richtung.

Ich habe ein Abitur und eine Ausbildung, das hat mich aber nicht vor dem völligen gesellschaftlichen Aus bewahrt und mir auch mein Einkommen nicht gesichert.

Das wichtigere ist, meiner Meinung nach, zu lernen, sich von Gott führen zu lassen und die Nähe immer besser wahrzunehmen.

Es ist ein wunderbares Leben, sich führen zu lassen und zu merken, dass es funktioniert.

Die inneren Leiden hören mit der Zeit auf, wenn du genug gelernt hast, dich nicht mehr auf Menschen einzulassen, die dich wieder so behandeln wie deine Mutter dich.
Ich muss dir aber ganz ehrlich sagen, dass ich jetzt auch noch immer mal wieder diese Schmerzen habe, es ist ein sehr schwerer Weg- bloß du hast keine Wahl.

Niemand hat eine Wahl.

Für mich war das wichtigste, die richtige Abgrenzung von Menschen zu lernen. Abzugrenzen ohne jemanden zu hassen oder abzulehnen ist ein schwerer Lernprozess.
Und ich habe kapiert, dass wenn ein Mensch mir seine Liebe nicht von Anfang gibt, dann gibt er sie auch nicht, wenn ich wunder was dafür tue.

Und dann habe ich noch erkannt, dass Menschen sich nicht ändern, nicht wesentlich. Den Konflikt, den man am Anfang hat mit Menschen, den hat man immer mit denen.
Meistens wird es schlimmer und nicht besser.

Die schwerste Arbeit für mich war das Alleinsein, das durch die Abgrenzung entstanden ist. Ich war ungeheuerlich viel allein und wahnsinnig unglücklich.
So aber bin ich Gott näher gekommen, nur so.

Ich bin immer noch viel allein, aber nur noch ganz selten einsam.

Gott ist wirklich ein Freund.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.