Von Jesus zu Christus - Christusbewußtsein in der Welt


Demetrius hat folgendes geschrieben:
aber ein Jesus – trotz all seiner Wundertaten eben in der Geschichte nicht erwähnt wird!


http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%.....izen_zu_Jesus_von_Nazaret
Soraja schreibt:
Zitat:
<Das würde ich so ganz und gar unterschreiben. Genauso erlebe ich das Leben und es ist immer wieder scheußlich, sein Ego zu fühlen, zu erleben und zu erkennen und vor lauter Peinlichkeit traut man sich nicht mehr, Gott in die Augen zu schauen...oder sonst wem. >


Ich weiß ja nicht, wie Du Dein Ego fühlst? Aber es geht um die BEFREIUNG von ANHAFTUNG.
Du solltest Deine BINDUNGEN lösen. Wo Deine Bindungen liegen, kannst nur Du erkennen.
Materiell: Besitz – Geld, Auto … geistig: Personen, Freunde, Eltern, Kinder … seelisch: Ehre, Anerkennung, geliebt werden …
Wenn Du das erkennst, solltest Du diese Bindung in Deinem GEIST lößen! Damit habe ICH nichts zu tun, das betrifft mich nicht.

Dein wahres Selbst, hat weder etwas mit Deinem „Besitz“ zu tun, noch mit Deinem Körper, noch mit der ganzen Welt.
Du solltest Dir also die ganze Welt, Dein körperliches Dasein mit all seinem „Besitz“ aus dem KOPF (Geist) schlagen.

(Jesus am Kreuz: Vater in Deine Hände lege ich meinen Geist)!
Bhagavad Gita: … Denke ständig an mich, gib Dich mir einfach hin, habe keine Angst.
Und noch: … Mache mich zu Deinem EINZIGEN Ziel!

Handle im Geiste nur noch für Gott. Nicht für Dich, und nicht für die ganze Welt.

Das ist das „ZUM KINDE WERDEN“

Wer keinen Glauben an einen Gott hat, muß seinen Geist ausbilden:

Der Buddha: durch Zuruhekommen der Eindrücke und Erwägungen erlangt ein Mönch die innere Beruhigung, die geistige Einheitlichung….
, durch das Freiwerden von der Sucht nach Freude weilt ein Mönch gleichmütig, achtsam und besonnen und empfindet körperlich das Glück….
durch das Fährenlassen von Glück, durch das Fahren Lassen von Leid, durch das Überkommen der früheren Befriedigungen und Bekümmernisse ….

Das ist dann auch „ZUM KINDE WERDEN“

Wenn bei dem so der Geist gesammelt ist, gereinigt, geklärt, lustfrei, schmutzfrei, geschmeidig, hämmerbar, gefestigt, unerschütterlich, so wendet
so lenkt er den Geist auf die Wissenseinsicht. ….
so lenkt er den Geist auf die Hervorbringen, eines geistartigen Körpers…..
so lenkt er den Geist auf die verschiedenartigen höheren Kräfte. ….

Das ist dann die Auferstehung.
In der Lehrrede geht es noch weiter bis: Villbracht die Aufgabe, nichts nach diesem hier.

Einfach ist das wirklich nicht, aber man kann ja daran arbeiten.

Grüße,
Demetrius
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:

Ich weiß ja nicht, wie Du Dein Ego fühlst?


In den verschiedenen Loslösungsphasen verschieden. Eigentlich ist es immer wieder derselbe Prozess und jedes mal erscheint er neu, komischerweise...

Zuerst erscheint ein Konflikt, vielleicht mit dem Staat, einem meiner Kinder oder meistens dem, in den ich verknallt bin und es gar nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle...

Dann kann ich mich entscheiden: belasse ich die Sache dabei, dass der andere der Doofe ist, der mich -natürlich zu Unrecht- lieblos behandelt und baue ebenfalls Abwehrmauern auf, so stärke ich das Ego und der Krieg wird ausufernder, die Kommunikation hört ganz auf, ich werde isoliert, kränker und frustrierter, oder:

ich erkenne meinen Anteil an dem Krieg.

Das ist aber immer ein längerer Prozess des Betrachtens, des Suchens in mir, sowohl in den Gefühlen als auch den Gedanken.

Das ist wie ein Scanner, der Viren sucht.

Ich suche das Fehldenken, das zu negativen Gefühlen geführt hat.

Dazu ziehe ich mich lange zurück und tue nichts außer beten, kontemplieren, konzentrieren, in der Leere bleiben, nicht fliehen, nicht ablenken.

Das braucht dann seine Zeit.

Dann komme ich dazu, die Ursache meines Verhaltens zu erkennen und dieses Erkennnen ist begleitet von Scham und großer Peinlichkeit über mein Verhalten, Reue tritt an die Stelle des Gefühls subjektiven Unrechts.

Tränen fließen, ein Gefühl von Kleinheit tritt auf.

Dann aber kommt mir Gott entgegen und ist sehr liebevoll und sagt mir deutlich: "Du Schatz du, du sollst dich nicht schämen.

Alle gehen diesen Weg.

Erkenntnis bedeutet, einen Fehler zu erkennen.
Er ist nicht mehr wieder gut zu machen.

Aber du kannst dich ab jetzt besser verhalten."

Ja, und dann ist der Weg wieder offen für mehr Nähe, liebevolleres Verhalten als vorher und in denselben Situationen sehe ich mich nun anders fühlen und anders handeln als vorher.

So geht es Schritt für Schritt, bis mir jede lieblose Haltung und Handlung bewusst geworden ist.

Dazu gehört eine veränderte Haltung zu Besitz, Freundschaft, Körper und anderen Anhaftungen. Die verändern sich mit den Prozessen sozusagen automatisch.
Ich stelle es dann nur noch fest, wie es sich verändert hat.

Die Haupthinderung, immer liebevoll zu handeln, erkenne ich als Angst.
Angst vor was auch immer. Einfach Angst.

Mit der Reue und der vergrößerten Liebe wird die Angst kleiner.

Liebe Grüße.
soraja hat folgendes geschrieben:


Die Haupthinderung, immer liebevoll zu handeln, erkenne ich als Angst.
Angst vor was auch immer. Einfach Angst.

Liebe Grüße.


Tja, wer kann das schon, liebe Soraja? Immer liebevoll handeln ... wenn dem so wäre würden wir nicht mehr hier schreiben.

Außerdem reagieren wir ja auch auf Andere - wir gehen ja in Resonanz zu unserer Umwelt. Und da ereignen sich halt auch nicht nur die schönsten Situationen ...
wir sind und haben ja einen Resonanzkörper ...
und sich gegen das sog. Böse zu stellen ist manchmal ganz schön hart und anstrengend ...


lieben Gruß
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Du sagst es, liebe Rose, solange wir Menschen sind, ganz einfach nur Menschen mit unseren Befindlichkeiten, werden wir auch so leben, erleben und reagieren.

Visionen sind etwas sehr Schönes, wenn sie auf dem Papier stehen, also Theorie, aber es gab und gibt auch Menschen, die in der gelebten Praxis von solchen Visionen gelebt haben und das war weniger schön.

Dein Satz, daß, würden wir bereits die Liebe leben, wir nicht davon schreiben brauchten, ist sehr klar ausgedrückt.

R. Steiner schreibt in "Das Wesen des Menschen" folgendes:

Zitat:
Die folgenden Worte Goethes bezeichnen in schöner Art den Ausgangspunkt eines der
Wege, auf denen das Wesen des Menschen erkannt werden kann: «Sobald der Mensch die
Gegenstände um sich her gewahr wird, betrachtet er sie in bezug auf sich selbst; und mit Recht,
denn es hängt sein ganzes Schicksal davon ab, ob sie ihm gefallen oder mißfallen, ob sie ihn
anziehen oder abstoßen, ob sie ihm nützen oder schaden. Diese ganz natürliche Art, die Dinge
anzusehen und zu beurteilen, scheint so leicht zu sein, als sie notwendig ist, und doch ist der
Mensch dabei tausend Irrtümern ausgesetzt, die ihn oft beschämen und ihm das Leben verbittern.


Wie oft habe ich erfahren, daß Menschen ganz nach ihrem Horoskop leben, ihre darin aufgeführten Eigenschaften und je weniger sie darüber Bescheid wußten, umso mehr lebten sie diese Aspekte.

Es müßte schon das ganze Planetensystem verschwinden, und die Erde allein dastehen, wenn wir wollten, daß alles Menschen nur gut und lieb und nett werden.

Aber weil gerade Leben so komplex ist und vieles mit hinein nimmt, werden wir den perfekten Menschen wohl kaum verwirklichen können.

Zitat:
Deutlich scheiden sich diese drei Gebiete im menschlichen Leben. Und der Mensch wird
daher gewahr, daß er in einer dreifachen Art mit der Welt verwoben ist. – Die erste Art ist etwas,
was er vorfindet, was er als eine gegebene Tatsache hinnimmt. Durch die zweite Art macht er die
Welt zu seiner eigenen Angelegenheit, zu etwas, das eine Bedeutung für ihn hat. Die dritte Art
betrachtet er als ein Ziel, zu dem er unaufhörlich hinstreben soll.


Ich mag eher das Praxisorientierte, daß mich als Teil unter Menschen sieht und zu ihnen zugehörig, aber individuell bleibend.

Bei uns scheint heute die Sonne.

schönen Tag noch
lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Das ist dann die Auferstehung.
In der Lehrrede geht es noch weiter bis: Villbracht die Aufgabe, nichts nach diesem hier.

Einfach ist das wirklich nicht, aber man kann ja daran arbeiten.


Für mich kein tröstlicher Gedanke, dass spiritueller Fortschritt Ergebnis der eigenen "harten Arbeit" sein soll.

Im christlichen Glauben ist es umgekehrt: Ziel ist es sich zu öffnen, damit Gott am Menschen arbeiten kann, damit Gott etwas aus mir machen kann, was ich selbst niemals erreichen könnte, wie sehr ich mich auch anstrenge. Darum ist der christliche Glaube reine Gnade Gottes, nicht Verdienst, nichts was man sich erarbeiten könne. Das Wesentliche geschieht "von oben nach unten" und nicht umgekehrt.

LG Burkl
Lieber Burkl, was hast Du dagegen, sich auch etwas zu "erarbeiten" ? Das muß man doch im wirklichen Leben auch tun. Das muß man als Kind, um in der Schule gute Zeugnisse zu erhalten, das muß man in der Lehre, um die Prüfung zu bestehen und das muß man auf der Arbeit, um seinen Job behalten zu können oder um eine Firma aufrecht zu erhalten.

Wie Oben so unten - wie unten so Oben - Gott ist wie ein Vater, der seine Kinder liebt, also wird er auch dafür sorgen, daß sie sich entwickeln.

Auch hier wieder - wie oben so unten - wie unten so oben.

Tut es Gott weh, wenn seine Kinder sich bemühen, ihm nahe zu kommen ?

Ich glaube, es liegt vielleicht an der Sichtweise im Gottesbegriff, wie ich Gott sehe oder wie er sich mir offenbart.

Oder ?

lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Lieber Burkl, was hast Du dagegen, sich auch etwas zu "erarbeiten" ? Das muß man doch im wirklichen Leben auch tun. Das muß man als Kind, um in der Schule gute Zeugnisse zu erhalten, das muß man in der Lehre, um die Prüfung zu bestehen und das muß man auf der Arbeit, um seinen Job behalten zu können oder um eine Firma aufrecht zu erhalten.


Du verstehst mich falsch - die menschliche Arbeit ist wesentlicher Teil seiner Existenz und definiert ihn auch. "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen!", steht in der Bibel. Arbeit ist Energie, Lebenskraft, Grundlage.

Das Wesentliche der Existenz aber, die Beziehung zu Gott, ist ein Geschehenlassen, ein Sich-Öffnen des Menschen, ein Offenwerden, Glaube und Liebe sind kein Ergebnis von Anstrengung, sondern Geschenk. Die "Leistung" dabei ist die Bereitschaft des Menschen sich zu öffnen.
@Burkl, ich habe nie geglaubt, daß der Mensch aus Lehm ist. Betrachte es deshalb eher als Metapher.

Deshalb habe ich immer danach gesucht, andere Erklärungen zu finden und mir ist die Auslegung der feinstofflichen Welt nicht fremd, manche Dinge erleben wir, die wir uns nicht erklären können und lassen wir die Wissenschaftler zu, dann reden sie uns ein, daß es nur das Materielle gibt, aber inzwischen kommen selbst sie ins Grübeln, das Zerreden hilft nicht mehr, es gibt mehr, als noch gestattet ist zu erfahren.

Man verliert Gott nicht, wenn man sich anderen Religionen öffnet oder den Lehren, die versuchen, dem Menschen etwas zu erklären, was sich noch nicht erschließt.

http://www.geheimlehre.de/die_3_saetze/die_3_saetze_7.htm
Zitat:
Wir betrachten das Leben als die Eine Form der Existenz, die sich in der sogenannten Materie manifestiert; oder was wir im Menschen ungenauerweise trennen und Geist, Seele und Stoff nennen. Materie ist das Vehikel für die Offenbarung der Seele auf dieser Daseinsebene, und die Seele ist das Vehikel der Offenbarung des Geistes auf einer höheren Ebene, und diese drei sind eine Dreieinigkeit, die im Leben, das sie alle durchströmt, ihre Synthese findet. Die Idee des universalen Lebens ist einer jener alten Begriffe, die in das menschliche Gemüt in diesem Jahrhundert wieder zurückkehren, weil es sich von anthropomorphischer Theologie frei gemacht hat.


Ich bin immer mehr überzeugt, daß wir erst mal den Gottesbegriff klären sollten, denn es scheint, daß Menschen, die an Gott glauben möchten, ihn vor allem erfahren wollen und da ist der Weg noch weit, wenn wir so viele Erklärungen und Deutungen haben.

Da muß man erst mal durch, um für sich den Gott zu erkennen, dessen Weg man gern folgen möchte.

Zitat:
Der stoffbewegende Nous, die belebende Seele, die jedem Atom innewohnt, sich im Menschen offenbart, im Stein verborgen liegt, hat verschiedene Grade der Kraft; und diese pantheistische Idee einer allgemeinen Geist-Seele, die die ganze Natur durchdringt, ist die älteste aller philosophischen Anschauungen.


lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Burkl hat folgendes geschrieben:

Das Wesentliche der Existenz aber, die Beziehung zu Gott, ist ein Geschehenlassen, ein Sich-Öffnen des Menschen, ein Offenwerden, Glaube und Liebe sind kein Ergebnis von Anstrengung, sondern Geschenk. Die "Leistung" dabei ist die Bereitschaft des Menschen sich zu öffnen.


Das ist ja richtig!

Doch um den Gott in mich kommen zu lassen, muß ICH weg gehen – Platz machen.
Der Menschliche Geist kann nur in eine Richtung gelenkt werden. Entweder in sein Wirken in der materiellen Welt (Ich will das erreichen - Begehren), oder aber das Göttliche einfließen zu lassen.
Wenn das Göttliche aber einfließen soll, muß ICH weg gehen und Platz schaffen.
(Bibel: „Du kannst nur EINEM Herrn Dienen, Gott oder Satan“.
Der Satan in uns ist das Ego – das persönliche Streben – der Wille zum eigenen Nutzen – das Handeln für sICH, die Person.
So lange im menschlichen Geist noch Streben – Begehren für sICH, Eigennutz, Egoismus vorhanden ist, ist nicht genügend Platz für Gott. Platz für Gott im Geiste bedeutet auch: Seelig die armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

Upanishaden: „Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich. Wenn alle Knoten, die das Herz einschnüren, gelöst sind, wird der Sterbliche unsterblich“.

So, und diese Aufgabe aller Begehren, ist harte Arbeit an sich Selbst. Denn das bedeutet sein Ego nicht nur etwas abzubauen, sondern zu vernichten.

Jedes Denken wie – Ich habe etwas geleistet, ICH habe geholfen, ICH bin gut, ICH habe dieses oder jenes bewirkt, usw. ist EGO.

Der Gott will den Menschen GANZ, und nicht nur ein Teil von ihm. Darum muß der Mensch sICH (sein ganzes persönliches ICH (EGO), diesem Gott hingeben. DU hast alles bewirkt, DU bewirkst alles. ICH - die Person ist nur DIENER – der Körper ist nur Werkzeug - um in der materiellen Welt Deinen Willen auszuführen.

Grüße,
Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de