"Sei Wasser, mein Freund"


Mein neuer Blog-Eintrag:

Als kurze Einleitung 38 Sekunden Bruce Lee:
http://youtu.be/USlnfTGlhXc

Die höchste Tugend ähnelt Wasser
Wasser nützt den unzähligen Dingen, ohne Konkurrenz
Es bleibt an Orten, die Menschen nicht mögen
Deshalb ist es dem Dao ähnlich

Am richtigen Ort zu wohnen
mit großem Tiefgang zu spüren
mit großer Güte zu geben
mit großer Lauterkeit zu sprechen
mit großer Waltung zu herrschen
mit großem Können zu agieren
mit großem Takt sich zu bewegen

Weil es nicht in Konkurrenz steht
ist es jenseits des Tadels

(Dao De Ching, 8. Kapitel, eigene Übersetzung von Derek Lins akkurater Übertragung: http://www.taoism.net)


Der gute Bruce Lee hat's schön gesagt:

"Sei Wasser, mein Freund. Leere deinen Geist. Sei ohne Form. Gestaltlos. Wie Wasser. Gibt man Wasser in eine Tasse, dann wird es die Tasse. Gibt man Wasser in eine Flasche, wird es die Flasche. Gibt man Wasser in eine Teekanne, wird es die Teekanne. Wasser kann fließen, oder es kann zermalmen. Sei Wasser, mein Freund."

Nach all dem, was mir besser informierte Freunde und Bekannte erzählen, gehe ich davon aus, daß Bruce Lee mit seinem hongkong-chinesischen Hintergrund mehr meinte als nur das Verhalten in Auseinandersetzungen. Er sprach vom Dao, vom Weg ohne Weg.

Was macht Wasser denn nun so gut, daß es Lao Tzu als Vorbild für die Menschen sah? Es paßt sich an. Egal, was ihm widerfährt, es paßt sich an. Das Interessante dabei ist, daß diese Anpassung, diese scheinbare Passivität, alles andere als machtlos ist. Wasser kommt überall hin. Und gerade durch seine Anpassung gewinnt es an Kraft.

Was meint Bruce Lee, wenn er sagt, "Leere deinen Geist?" -- hier wird's interessant, denn das ist mehr als die gängige neuzeitliche Esoterikweisheit. Wer seinen Geist leert, der macht ihn frei von Meinungen -- ALLEN Meinungen. Wer seinen Geist leert, hat KEINE Meinung mehr, was GUT ODER BÖSE ist. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Wu Wei -- dem Tun ohne Anhaftung, dem "Handeln ohne Handeln", wie es oft übersetzt wird.

Auch die weiteren Ausführungen Bruce Lees illustrieren diesen Punkt: Formlosigkeit und Gestaltlosigkeit kann man nur dann haben, wenn man das wegnimmt, was den Inhalt irgendwie einrahmt. Jeder gedankliche Rahmen, jedes Weltbild, muß wegfallen, damit man die Welt voll ausfüllen kann. Solange wir nur in Dosen denken, können wir auch nur Dosen sehen.

Ein radikaler Ansatz, den Bruce Lee damals vertrat, und der die Welt der Kampfkünste auf immer verändern sollte. Und das Fundament dieser Ansicht ist das Dao De Ching. Tausende von Jahren alt, aber trotzdem immer aktuell.

Über eine ernsthafte Diskussion würde ich mich freuen.
Ich bitte, von "Bekehrungsversuchen" und Predigten Abstand zu nehmen.
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Ersetze Wasser durch Bewusstsein und alles gibt einen Sinn:

Wasser ist das Medium, welches das Bewusstsein allen Lebens beinhaltet, jedes Lebewesen, einem einzigen Tropfen Wasser gleich. Jedes Bewusstsein entspringt den Ozeanen ... und kehrt zu ihnen zurück, in einem fortwährenden Austausch von Informationen. Das Wasser der Ozeane verkörpert den energetischen Stand des Gesamtbewusstseins mit dem jedes Lebewesen in Verbindung steht. Der Kreislauf des Wassers zeigt es unmissverständlich auf. Das Wasser selbst macht dabei deutlich, warum es nichts anderes sein kann, als das Medium des Bewusstseins, welches die Realität formt, als Reaktion auf die Aktionen des energetischen Flusses, der Freien Energie. Dieses Bewusstsein erschafft das Universum und sorgt mit seiner Ordnung, in Form des Lebens, für das Nicht-Eintreten des kosmischen Todes.
Wasser und Bewusstsein entsprechen Realität und Wirklichkeit. Sie unterscheiden sich von einander und haben doch alles gemein.


die Struktur des Wassers ändert sich mit den Einflüssen und Erfahrungen, welchen das Wasser ausgesetzt ist
Liebe, Dankbarkeit und gute Absichten schaffen Ordnung, Konsonanz, in der Wasserstruktur
der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, ist das Bewusstsein eines Einzelnen, der eine Kaskade von Reaktionen
in Gang setzen kann, woraus neue Bilder hervorgehen können ... der 100. Affe lässt grüßen
Wasser, genau wie Bewusstsein, ändert alles, womit es in Kontakt kommt, manchmal sofort, manchmal erst nach langer Zeit
stößt Wasser auf ein Hindernis, sucht es einen Weg, um es zu umgehen, um den Fluss aufrecht zu erhalten
Wasser findet sich in den Zellen aller Lebewesen, es ermöglicht die Abläufe, Versorgungen und Koordinationen, speichert
und gibt Informationen weiter, es weiß im Körper über alles Bescheid, und selbst die DNA macht ohne Wasser keinen Sinn,
denn die DNA trägt in sich, was mit Hilfe des Wassers manifestiert wird ... der umhüllte Körper
trifft Wasser auf Hitze ... Unordnung ... geschieht genau das, was passiert, wenn Bewusstsein auf Unordnung trifft ... es geht
in Dampf über, in kleinste Wassertröpfchen, die nichts anderes als Einzelbewusstseine sind, es ist das Bild der Expansion,
je mehr Wasserdampf, desto mehr breitet er sich aus
trifft Wasser auf Kälte ... Ordnung ... setzt Verdichtung ein ... Optimierung. Mobilität, egal, in welchem Maßstab, ist Zeuge von
Unordnung, Kälte hemmt Mobilität, sie friert sie förmlich ein
in Anwesenheit von Unordnung taut gefrorenes Wasser ... und gibt die Ordnung wieder frei. Mit Materie verhält es sich
genauso. Sie ist gefrorenes Bewusstsein, die zyklisch auf der Stelle tritt. Trifft Materie auf Unordnung, gibt die Hülle der
Ordnung nach ... und setzt die zugrunde liegende Unordnung wieder frei
alles realisierte Wasser stellt die energetische Summe allen Lebens dar, das gesamte Universum beinhaltet alle
Informationen, die im Wasser innewohnen. Alles Wasser beinhaltet die gesamte Freie Energie, die der Realisation des
Universums zugrunde liegt. Das kohärente Bewusstsein stellt zugleich die gesamte Freie Energie dar, die es braucht, um
ein Universum daraus hervorgehen zu lassen. Im Moment des Aufhebens der Kohärenz wird durch jede weitere Aufteilung
in Einzelbewusstseine genau die Energie frei, welches das Bewusstsein als Ganzes zur Realisation benötigt. Die Henne ist
das Ei, das Ei die Henne.
ein natürlicher, ungehinderter Wasserfluss verläuft in Abhängigkeit zur Fibonacci-Zahlenreihe, der wiederum ein Bezug zur
Goldenen Zahl phi zugewiesen werden kann. Übertragen auf den Fluss des Bewusstseins fließen Einzelbewusstseine
gemeinsam im Rahmen der aktiven Ordnung, vorausgesetzt es ist keine reaktive Unordnung vorhanden.
alles natürlich fließende Wasser in der Natur strebt einem gemeinsamen Ziel entgegen ... den Ozeanen
alles Leben, als Interpretation, ist den Ozeanen entsprungen
je mehr Tropfen zusammenfließen und in eine gemeinsame Richtung fließen, desto mehr Materielles kann in seine
Einzelkomponenten der, ansonsten umhüllten, Unordnung zerlegt werden, und für weitere Ordnungsbemühungen zugänglich
gemacht werden ... Schwarmbildung a la FACEBOOK
Bewusstsein findet sich überall in einem Lebewesen, wo Zellwasser zugegen ist. Die energetische Struktur dieses
Zellwassers, als Ganzes betrachtet, ist das Bewusstsein des Lebewesens. Diese Struktur des Wassers spiegelt das
Potenzial des Bewusstseins wieder, in Bezug auf seine Möglichkeiten der Schaffung von aktiver Ordnung, in Abhängigkeit
vom Maß der angesammelten Unordnung, und der zur Verfügung stehenden Ordnung. Jedes Lebewesen ist die Darbietung,
und zugleich die Wahrnehmung, einer Sinfonie aller Konsonanzen und Dissonanzen seiner Zellen.
Wasser ist die einzige Substanz in der Realität, die zugleich flüssig, gefroren oder als Dampf / Gas zugegen ist. Bildhaft
übertragen auf Bewusstseine kommt man zum gleichen Schluss.
das gesamte Universum beinhaltet eine konstante Menge Wasser, als interpretierte Masse
verliert ein Körper Wasser, verändert sich sein Bewusstsein
trennt man Zellen vom Körper und setzt dem Körper Stress aus, empfinden die entfernten Zellen den selben Stress


Ersetze in Lees Worten Wasser durch Bewusstsein, körperlos, und der Kreis schließt sich.

Gruß Silberling
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Vier Begriffe reichen aus, um das ganze Universum darzulegen:

Aktive Unordnung
Reaktive Unordnung
Reaktive Ordung
Aktive Ordnung

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Wow..danke für eure exzellenten Beiträge
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Alles, was du siehst, gehört Ihm
Passend zum Fluss:

http://www.berndsenf.de/pdf/DieLoesung.pdf

Heilung kann nur im Fluss bestehen.

Gruß Silberling
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Reaktive Unordnung
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Aktive Ordnung

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Namaste

Lieber Norbert,

Wie ultimativ soll denn die Anpassung verlaufen? Soll ich immer das werden in dem ich mich gerade befinde? Besteht nicht die Gefahr das ich so auch zu etwas bösem werde? Aber klar, mich muß es ja nicht tangieren, denn wie du sagst muß ich ja zuerst mein Weltbild und damit meine Wertigkeiten negieren. Nichts ist böse, nichts ist gut.. nein, noch radikaler, die Begriffe existieren von vorneherein gar nicht! Hm.. sicher ein hartes Unterfangen, weiß ich aus eigenen (wenn auch weniger radikalen) Versuchen in dieser Richtung. Aber irgendwann geschafft und getan, was aber dann? Klar, mir kann nichts mehr passieren und mich kann nichts mehr tangieren, da ich mich immer wieder wandle und sowieso wertefrei denke und handle.. aber was wenn ich nicht der einzige bin der für mich wichtig ist? Was wenn ich auch das Wohl (obwohl ich ja keinen Begriff mehr davon habe) anderer im Sinn trage?

Wie wäre ein deutscher Dao- Anhänger mit dem Leben und sterben im 3. Reich umgegangen? Wie ein Jude in der gleichen Situation? Ist es dem Menschen möglich sich auch im Angesicht des größtvorstellbaren Grauens neutral zu verhalten? Kein Gut und Böse zu kennen? Sich der herrschenden Kraft anzupassen? Und hätte ein Mensch dem dies z.B. im 3. Reich gelang noch das Recht sich Mensch zu nennen?

Ich weiß, jetzt kommt der blöde Tiro wieder mit seinen sinnlosen Fragen und seiner überflüssigen Ethik und Moralität, aber ich hoffe du verstehst das ich nicht bereit bin dein Wasser so einfach hinunter zu schütten und Bruderschaft zu trinken.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Namaste
Lieber Norbert,


Hi lieber Tiro,

Zitat:

Wie ultimativ soll denn die Anpassung verlaufen? Soll ich immer das werden in dem ich mich gerade befinde?


Im Daoismus gibt es dazu keine Anleitung. Jeder muß nach seiner Fasson glücklich werden, da macht der Daoismus keine Vorschriften. Allerdings gibt er einige Tipps, die auch gleich deine nächste Frage beantworten:

Zitat:

Besteht nicht die Gefahr das ich so auch zu etwas bösem werde? Aber klar, mich muß es ja nicht tangieren, denn wie du sagst muß ich ja zuerst mein Weltbild und damit meine Wertigkeiten negieren. Nichts ist böse, nichts ist gut.. nein, noch radikaler, die Begriffe existieren von vorneherein gar nicht!


Viele Stellen im Chuangzi und Dao De Jing geben den Rat, alle Menschen mit freundlichem Gleichmut zu behandeln. Das ist, ähnlich wie im Buddhismus, kein Gebot, sondern ein Angebot, ein Tipp, der das Leben leichter macht.

Letztenendes, und das ist für mich persönlich das COOLE am Daoismus, kommt man (meiner ganz praktischen Erfahrung nach, und auch der Erfahrung vieler anderer nach), wenn man nicht wertet und mit dem Lauf der Dinge geht, an einen Punkt, an dem man tatsächlich ein Gefühl entwickelt, das ich nur als "Liebe" bezeichnen kann. Das ist einer der Punkte, die sich schwer in Worte kleiden lassen.

Zitat:

Hm.. sicher ein hartes Unterfangen, weiß ich aus eigenen (wenn auch weniger radikalen) Versuchen in dieser Richtung. Aber irgendwann geschafft und getan, was aber dann? Klar, mir kann nichts mehr passieren und mich kann nichts mehr tangieren, da ich mich immer wieder wandle und sowieso wertefrei denke und handle.. aber was wenn ich nicht der einzige bin der für mich wichtig ist? Was wenn ich auch das Wohl (obwohl ich ja keinen Begriff mehr davon habe) anderer im Sinn trage?


Keine Sorge, diese Frage habe ich oben schon teilweise mitbeantwortet
Wenn du wie Wasser bist, dann hegst du keinen Groll, aber du hast sehr wohl Mitgefühl und Liebe in dir, für alles andere "um dich herum".

Es ist eben auch eine dieser Meinungen, die man oft hört: "Wenn man wertfrei ist, hat man keine Emotionen mehr" -- aber schon die Zenmeister haben bewiesen, daß das falsch ist; und Zen baut auf Daoismus auf...

Zitat:

Wie wäre ein deutscher Dao- Anhänger mit dem Leben und sterben im 3. Reich umgegangen? Wie ein Jude in der gleichen Situation? Ist es dem Menschen möglich sich auch im Angesicht des größtvorstellbaren Grauens neutral zu verhalten?


Es geht NICHT um NEUTRALITÄT, Tiro!
Es geht um das Schwimmen im Strom. NATÜRLICH hat ein Daoist Werte, NATÜRLICH liegt ihm das Wohlergehen am Herzen. Im Daoismus haben wir lediglich erkannt, daß es sinnlos ist, sich GEGEN den Strom zu stellen. Wir schwimmen lieber mit, und wenn sich die Gelegenheit ergibt, daß wir handeln, dann tun wir das -- oder eben nicht, aber das liegt ja an der einzelnen Person, und nicht an der Lehre.

Liebe Grüße,
Norbert
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MITSCHWIMMEN...

lieber Norbert, bedeutet im Zusammenhang meines Beispiels aber nichts anders als mindestens ein zuschauen bei der systematischen Ermordung Millionen Unschuldiger, im schlimmsten Fall die Beteiligung an Selbiger, denn nichts anderes kann Anpassung und mit dem Strom schwimmen im 3. Reich bedeuten/bedeutet haben. Aber da sich ja ein Großteil der deutschen Bevölkerung dieser Zeit dazu entschlossen hat genau das zutun muß es viele Dao- Anhänger im Deutschland der 20er-40er Jahre gegeben haben. Neutralität ist dazu gar nicht nötig, und als Neutralität verstehe ich den Dao auch nicht, nur sehr extreme Anpassung. Ich bin nicht gegen Anpassung, aber ich bin gegen Extreme.

Du schreibst:
Zitat:
Letztenendes, und das ist für mich persönlich das COOLE am Daoismus, kommt man (meiner ganz praktischen Erfahrung nach, und auch der Erfahrung vieler anderer nach), wenn man nicht wertet und mit dem Lauf der Dinge geht, an einen Punkt, an dem man tatsächlich ein Gefühl entwickelt, das ich nur als "Liebe" bezeichnen kann. Das ist einer der Punkte, die sich schwer in Worte kleiden lassen.


Das ist etwas was ich als erstrebenswert bezeichnen würde. Das Leben feiern, unabhängig auf die Form oder die Art in der es passiert. Sich selbst als Bettler noch als König zu feiern und den Tod als eine Art des "Abklopfens" willkommen heißen.. hm, erinnert mich an einige Verse Walt Whitmans:

Ich feiere mich selbst und singe mich selbst,
Und was ich mir anmaße, das sollt ihr euch anmaßen,
Denn jedes Atom, das mir gehört, gehört auch euch!

Ich bin Müßiggänger und lade meine Seele zu Gaste,
Ich lehne mich an oder schweife umher nach meinem Behagen, und betrachte einen Halm des Sommergrases.

Meine Zunge, jedes Teilchen meines Blutes ist hier aus diesem Boden, aus dieser Luft gebildet,
Von Eltern geboren, die hier von ähnlichen Eltern geboren, und diese wieder von ähnlichen Eltern,
So beginne ich jetzt, siebenunddreißig Jahre alt, in vollkommener Gesundheit,
Und hoffe nicht eher aufzuhören, bis zum Tode.

Glaubensbekenntnisse und Schulen ruhen eine Weile im Hintergrund,
Treten zurück, nach dem geschätzt was sie sind, doch nimmer vergessen,
Ich nehme alles in mich auf, mag Gutes oder Böses daraus erwachsen, ich lasse reden auf jede Gefahr –
Natur ohne Zwang, mit ursprünglicher Kraft.





LG Tiro
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Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
MITSCHWIMMEN...

lieber Norbert, bedeutet im Zusammenhang meines Beispiels aber nichts anders als mindestens ein zuschauen bei der systematischen Ermordung Millionen Unschuldiger, im schlimmsten Fall die Beteiligung an Selbiger, denn nichts anderes kann Anpassung und mit dem Strom schwimmen im 3. Reich bedeuten/bedeutet haben.


Das mag sein, Tiro, aber dann hat dein "Mitschwimmen" NICHTS mit dem des Daoismus zu tun.

Zitat:

Aber da sich ja ein Großteil der deutschen Bevölkerung dieser Zeit dazu entschlossen hat genau das zutun muß es viele Dao- Anhänger im Deutschland der 20er-40er Jahre gegeben haben.


Sehr provokant und vor allem völlig unfundiert finde ich das...

Das Gedicht vom guten Walt gefällt mir!
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Lieber Norbert,

Provokant mag sein, auch wenns nicht unbedingt (nur) so gemeint war. Aber unfundiert sehe ich nicht. Du hast geschrieben:

Zitat:
....Es paßt sich an. Egal, was ihm widerfährt, es paßt sich an....Wer seinen Geist leert, hat KEINE Meinung mehr, was GUT ODER BÖSE ist....Im Daoismus haben wir lediglich erkannt, daß es sinnlos ist, sich GEGEN den Strom zu stellen....


Sorry, aber das klingt für mich sehr nachdem was die Mehrheit der Deutschen damals dachte und tat, bzw. eben nicht an Meinung hatte und nicht tat.

Du sagst:
Zitat:
NATÜRLICH hat ein Daoist Werte, NATÜRLICH liegt ihm das Wohlergehen am Herzen.


Behauptest aber vorher:
Zitat:
"Sei Wasser, mein Freund. .... Wer seinen Geist leert, hat KEINE Meinung mehr, was GUT ODER BÖSE ist.


Wer keine Ahnung von Gut oder Böse hat, hat keine Ethik im engeren Sinne und daher auch keine Werte. Er praktiziert absoluten Gleichmut und schätzt/achtet keinen Tat mehr oder weniger, ob sie nun dem Schaffenden oder dem Zerstörenden, dem Ying oder dem Yang, dient. Also was denn nun?

LG Tiro
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Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Lieber Norbert,

Provokant mag sein, auch wenns nicht unbedingt (nur) so gemeint war. Aber unfundiert sehe ich nicht. Du hast geschrieben:

Zitat:
....Es paßt sich an. Egal, was ihm widerfährt, es paßt sich an....Wer seinen Geist leert, hat KEINE Meinung mehr, was GUT ODER BÖSE ist....Im Daoismus haben wir lediglich erkannt, daß es sinnlos ist, sich GEGEN den Strom zu stellen....


Sorry, aber das klingt für mich sehr nachdem was die Mehrheit der Deutschen damals dachte und tat, bzw. eben nicht an Meinung hatte und nicht tat.


Na, dann lass mich nochmal auf das verweisen, was ich geschrieben habe!

Zitat:

Du sagst:
Zitat:
NATÜRLICH hat ein Daoist Werte, NATÜRLICH liegt ihm das Wohlergehen am Herzen.


Behauptest aber vorher:
Zitat:
"Sei Wasser, mein Freund. .... Wer seinen Geist leert, hat KEINE Meinung mehr, was GUT ODER BÖSE ist.



UND TROTZDEM muß der Mensch im Daoismus handeln. Wie im Zen auch, und der vermittelt ebenfalls keine Werte.

Zitat:

Wer keine Ahnung von Gut oder Böse hat, hat keine Ethik im engeren Sinne und daher auch keine Werte. Er praktiziert absoluten Gleichmut und schätzt/achtet keinen Tat mehr oder weniger, ob sie nun dem Schaffenden oder dem Zerstörenden, dem Ying oder dem Yang, dient. Also was denn nun?


Ich habe vorhin drauf verwiesen, daß aus diesem Gleichmut eben ein Gefühl der Liebe erwächst. Ich habe auch drauf verwiesen, daß dieser Vorgang schwerlich in Worte zu fassen ist. Wir werfen schon wieder Konzepte durch die Gegend...
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