Kein Sex vor der Ehe ! oder doch?


Eine liebe Helle schreibt hier.

Ja, Selbstdisziplin. Die kann man aber nur erlangen, wenn man selber die Einsicht hat, dass sie von Vorteil ist. Manch einer muss halt erst auf die Nase fallen, bis er sich dieses edle Ziel setzt.
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Helle hat folgendes geschrieben:
Eine liebe Helle schreibt hier.

Ja, Selbstdisziplin. Die kann man aber nur erlangen, wenn man selber die Einsicht hat, dass sie von Vorteil ist. Manch einer muss halt erst auf die Nase fallen, bis er sich dieses edle Ziel setzt.


Freut mich, Dich nun besser zu kennen!

Ja, die beste Motivation für gutes Handeln ist ja sowieso die Einsicht und innere Einstellung ... viel besser als Zwang.

Und auf die Nase fallen ... hat hier nicht irgendjemand mal Konfuzius zitiert? Irgendwie so: "Es gibt drei Wege, ein gutes Leben zu führen. Durch Nachahmung, das ist der einfachste. Durch Einsicht, das ist der edelste. Und durch Erfahrung - das ist der bitterste."
Helle hat folgendes geschrieben:
. Die Religionen begründen ihre Keuschheitsgebote aber mit göttlicher Weisung, die nicht dem Schutz der Kreatur gilt, sondern der Durchdrückung menschlicher Vorstellungen. Oft spielen Ängste eine Rolle, mitunter auch die Unterdrückung der Frau. Die Angst vor dem Wahlverhalten der Frauen und der damit verbundenen Zurückweisung von Männern und nicht zuletzt die Angst vor der Auslebung weiblicher Lust.


Liebe Helle,

da interpretierst Du aber ein wenig zu viel hinein - so mein Gefühl. Was Du beschreibst mag durchaus ein unverzeihbares Fehlverhalten seitens der Männer gewesen sein aber das zur Intention der Religion zu machen halte ich ein wenig für anmaßend.

Als religiöser Mensch setzt man seine Hoffnung auf Gott und Seine Erwählten Diener, die stets eine tadellose Moral und einen ausgelebten Ethos hinterließen, an den sich die Menschen heute halten können.

Sexualität innerhalb der Ehe ausleben zu wollen kann auch hohen Respekt gegenüber dem Menschen ausdrücken, da es unmissverständlich zeigt, dass man bereit ist jede rechtliche, religiöse und gesellschaftliche Konsequenz auf sich zu nehmen, wenn man mit einem Menschen zusammenleben und somit sowohl Pflichten als auch Privilegien wahrnehmen möchte. Wenn die körperliche Liebe ein Privileg ist so sichert man zuerst die Erfüllung der Pflichten gegenüber dem Partner zu, indem man heiratet.

Sich an ein Keuschheitsgebot zu halten muss nicht zwingend etwas negatives sein, sondern kann sehr wohl wahre Liebe gegenüber seinem Partner ausdrücken. Diese Zurückhaltung kann ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit ausdrücken.

LG
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"Live long and prosper!"
Ich habe diese Aussage mal aus einem anderen Beitrag kopiert.

pauli hat folgendes geschrieben:
v.schaaf hat folgendes geschrieben:
Denn die Enthaltsamkeit kann zu größeren Schäden führen: Blutanstau in den Geschlechtsorganen der Männer, sexuelle Impotenz bei Mann und Frau, abnehmen des Selbstbewustsein oder sogar fremdgehen können die Folgen eines solchen Sex-Entzuges sein. Deswegen ist dieses eher eine Sünde, weil der Mensch durch die Enthaltsamkeit (Cylibath) einen großen Schaden nehmen kann.



Was würde die katholische Kirche dazu sagen?
Lieber Rahiym,

du schreibst:
Zitat:
da interpretierst Du aber ein wenig zu viel hinein - so mein Gefühl. Was Du beschreibst mag durchaus ein unverzeihbares Fehlverhalten seitens der Männer gewesen sein aber das zur Intention der Religion zu machen halte ich ein wenig für anmaßend.


Ja, es ist mal wieder bezeichnend, dass hier Fremdeinsicht erfolgt, während die, die nach wie vor unverzeihbares Fehlverhalten gegenüber der Gleichberechtigung der Frau an den Tag legen, es als gottgewollt darstellen.
Ich habe mich natürlich falsch ausgedrückt, das gebe ich gerne zu. Ich stelle richtig: Die Unterdrückung der Sexualität der Frau ist nicht Intention der Religion, sondern derer, die Religion dazu missbrauchen.

LG
Helle
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Hermann Kern
Also in bin der festen Meinung, das Sex nicht überbewertet werden sollte. Daher spricht auch nichts gegen Enthaltsamkeit, bis man sich das Ja-Wort gegeben hat. Die Medien malen gerne ein anderes Bild, was so aber nicht existiert.
soerenmue hat folgendes geschrieben:
Also in bin der festen Meinung, das Sex nicht überbewertet werden sollte. Daher spricht auch nichts gegen Enthaltsamkeit, bis man sich das Ja-Wort gegeben hat. Die Medien malen gerne ein anderes Bild, was so aber nicht existiert.


Nun ja.. Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis und wer ihn einmal hatte, in welcher Form auch immer, will ihn wieder. Ich bin auch keineswegs für eine Überbewertung und es gibt sicher wichtigeres als das, aber es ist und bleibt ein essentieler, instinktiver Trieb. Ich persönlich wollte nicht unbedingt ohne Leben.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
soerenmue hat folgendes geschrieben:
Die Medien malen gerne ein anderes Bild, was so aber nicht existiert.


Welches Bild exisitiert so nicht?

@ Tiro

Mein Körper könnte ohne nicht, von wollen ist da gar keine Rede mehr
Das Thema interessiert mehr Menschen, als man denkt, vielleicht, weil es zum Leben dazu gehört.

Es soll aber Kulturen geben, die es der Frau verbieten, dem Mann während des Aktes zuzusehen, ihnen wurde ein Tuch während dieser Zeit auf das Gesicht gelegt.

Gibt einen Film darüber.

Ansonsten:
http://www.evangelisch.de/kompass/g.....er-ehe-eigentlich-erlaubt
Zitat:
Dem Reformator Martin Luther erschien die Ehe als „weltlich Ding". Zugleich bleibt sie auch für Protestanten klares Leitbild für partnerschaftliche Beziehungen.

Für das gängige Bild von sündigem Sex und Fleischeslust hat vor allem der antike Kirchenlehrer Augustin (354-430) gesorgt. Augustin meinte, dass die „Ursünde" von Adam und Eva durch den Geschlechtsakt von Generation auf Generation vererbt werde. Daraus entwickelte sich die Auffassung, dass körperliche Lust keinen Wert habe. Sie könne allenfalls in der Ehe als Mittel zum Zwecke der Fortpflanzung geduldet werden.


Zitat:
Sex im heutigen Sinne war für die Altvorderen kein Thema. Der Kult um die lustvolle, selbstbestimmte körperliche Begegnung zweier erwachsener Menschen interessierte die biblischen Erzähler nur am Rande.

Und es gibt auch Umwege, wie man lesen kann.
http://forum.gofeminin.de/forum/f54.....eure-lust-zu-stillen.html
gesucht bei google: religion verbot von lustempfindung beim sex http://www2.hu-berlin.de/sexology/A.....alitaet_und_religion.html
Zitat:
Den Griechen lag sexuelle Abstinenz so fern, dass ihre Sprache nicht einmal ein besonderes Wort für Keuschheit enthielt.

Zitat:
Erst spät in der Geschichte Israels (etwa zur Zeit Jesu) entwickelten bestimmte extreme Religionsgemeinschaften wie die Essener strenge asketische Ideale.

Zitat:
Bei Paulus wird die menschliche Sexualität ausführlicher erörtert, Paulus, einer der ersten und erfolgreichsten christlichen Missionare, der nicht zu den Jüngern Jesu zählte, war offensichtlich mehr von der negativen Einstellung seiner Zeit gegenüber der Sexualität beeinflusst

Zitat:
Diese „Kirchenväter" hatten von sinnlicher Lust eine besonders schlechte Meinung

Zitat:
Dennoch war jeder sexuelle Akt, auch unter Eheleuten, verderbt; jedes Kind, das als Ergebnis solcher Handlungen geboren wurde, musste daher in der Taufe gereinigt werden.

Zitat:
Jungfräulichkeit, vollständige Abstinenz und die systematische Missachtung des Körpers galten als Merkmale der Tugend.

Zitat:
Seine gesamte Sexualphilosophie lässt sich aus dieser Grundannahme ableiten. „Natürliche" sexuelle Handlungen finden nur mit dem „richtigen" Ziel und dem „richtigen" Partner in „richtiger" Weise statt, das heißt zum Zwecke der Zeugung, mit dem Ehepartner und durch Koitus.

Zitat:
Die Einstellung der Menschen in Asien zur Sexualität war lange Zeit eher positiv und tolerant. In vielen Gegenden Asiens hatte die Darstellung offen erotischer Bilder auch eine religiöse Bedeutung,...

Zitat:
Bis zur Berührung mit der abendländischen Zivilisation gehörten die Inselbewohner Polynesiens zu den sexuell freiesten Menschen der Welt. Während verschiedene polynesische Kulturen unterschiedliche religiöse Lebensanschauungen und soziale Bräuche entwickelten, betrachtete keine jemals die Sexualität als schlecht, beschämend oder schmutzig. Im Gegenteil,...


Wer hält länger durch, ohne Sex zu leben - Männer oder Frauen ?

Verheiratet man deshalb die Menschen so zeitig wie möglich ?

google: die geschichte der Sexualität
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:

Es soll aber Kulturen geben, die es der Frau verbieten, dem Mann während des Aktes zuzusehen, ihnen wurde ein Tuch während dieser Zeit auf das Gesicht gelegt.


Bei einer Frau die nicht so gut aussieht könnte man es ja verstehen aber bei einer hübschen Frau eigentlich nicht.


Ikarus hat folgendes geschrieben:

Wer hält länger durch, ohne Sex zu leben - Männer oder Frauen ?


Ist diese Frage wirklich wichtig? Warum solte man den ohne Sex leben?
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Pauli
Gott weiß alles und sieht alles aber wie tolerant ist er?