Gewaltsamer Tod oder Selbstmord: Was dann?


soraja hat folgendes geschrieben:
Der is ja auch völlig Banane....


Für Eine die von Liebe predigt ...
luschn hat folgendes geschrieben:
Rosenblüte hat folgendes geschrieben:

Ungläubige kommen mir immer so ängstlich vor.


Deswegen machen die Pharmaunternehmen auch spezielles Marketing für Ungläubige ... der Umsatz von Antideprissiva bei dieser Zielgruppe ist seitdem explodiert.

Ernsthaft: Wie kommst du zu deiner Erkenntnis?


Zunächst einmal hat "Ängstlichkeit" an sich noch nichts mit der psychiatrisch behandlungswürdigen Krankheit "Depression" zu tun. Lebensangst verspürt jeder Mensch in verschieden ausgeprägtem Ausmaß.

Ich glaube, dass einige Menschen, die Frage nach dem Sinn ihres Lebens durch Flucht in die Krankheit umschiffen. So wird für diese Menschen das Kranksein zum Lebenssinn, das Pilgern von Spital zu Spital, von Arztpraxis zu Arztpraxis. Man kann das in manchen Wartezimmern hören, wo sich Menschen gegenseitig in ihren Leiden "übertrumpfen" wollen. Das sind meiner Meinung nach in den seltensten Fällen die wirklich schwer Kranken.

Oder anders formuliert: Ärzte und Apotheker können nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten.
Hi

Rosenblüte hat folgendes geschrieben:
John Doe hat folgendes geschrieben:

Was den Sterbeprozess angeht und das Ende der Existenz: Gerade das absolute Ende ist das reizvolle für mich, ein Paradies oder so wäre 'die Hölle', dann geht der mist ja weiter.


Ungläubige kommen mir immer so ängstlich vor.
Hast du so wenig Mut und möchtest du keine neuen Erfahrungen machen?



Öhm...

Sie haben keine Angst vor der strafenden Hand Gottes, nicht vor der Hölle, nicht vor Dämonen, oder davor im ewigen Kreislauf der Wiedergeburt gefangen zu sein... u.s.w.
Also eine ganze Menge Ängste, die überhaupt erst durch religiöse Annahme entstehen können, fallen schonmal weg.
Ansonsten haben manche von ihnen Angst vor dem Tod oder auch nicht, so wie das bei den Gläubigen auch ist.

Nur fallen wie gesagt die religiösen Versagensängste und die Angst vor Ausgrenzung aus der religiösen Gemeinschaft fort.

Über den Daumen gepeilt komme ich da erstmal auf weniger Ängste...
Selbst stark gläubige Menschen haben sehr oft Angst vor dem Tod, und darüber hinaus auch noch vor schlechten Karten im Jenseits.

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Rosenblüte hat folgendes geschrieben:

Ungläubige kommen mir immer so ängstlich vor.


Deswegen machen die Pharmaunternehmen auch spezielles Marketing für Ungläubige ... der Umsatz von Antideprissiva bei dieser Zielgruppe ist seitdem explodiert.

Ernsthaft: Wie kommst du zu deiner Erkenntnis?


Zunächst einmal hat "Ängstlichkeit" an sich noch nichts mit der psychiatrisch behandlungswürdigen Krankheit "Depression" zu tun. Lebensangst verspürt jeder Mensch in verschieden ausgeprägtem Ausmaß.

Ich glaube, dass einige Menschen, die Frage nach dem Sinn ihres Lebens durch Flucht in die Krankheit umschiffen. So wird für diese Menschen das Kranksein zum Lebenssinn, das Pilgern von Spital zu Spital, von Arztpraxis zu Arztpraxis. Man kann das in manchen Wartezimmern hören, wo sich Menschen gegenseitig in ihren Leiden "übertrumpfen" wollen. Das sind meiner Meinung nach in den seltensten Fällen die wirklich schwer Kranken.

Oder anders formuliert: Ärzte und Apotheker können nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten.


Gott schuldet dir wohl noch etwas britischen Humor ...

Und wenn ich jetzt behaupte, dass es mit Sicherheit Ärzte und Apotheker gibt, die den Sinn des Lebens besser verstanden haben und beantworten können als jeder im Vatikan inklusive dem Papst?
luschn hat folgendes geschrieben:
Und wenn ich jetzt behaupte, dass es mit Sicherheit Ärzte und Apotheker gibt, die den Sinn des Lebens besser verstanden haben und beantworten können als jeder im Vatikan inklusive dem Papst?


Wie immer man Lebenssinn definiert.

Gesundheit als höchstes Ziel - also sozusagen die "Gesundheitsreligion" ist jedenfalls stark auf dem Vormarsch.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Gesundheit als höchstes Ziel - also sozusagen die "Gesundheitsreligion" ist jedenfalls stark auf dem Vormarsch.


Sei doch froh ... wenn einer mit 78 Papst wird und eigentlich schon über dem Durchschnittsalter liegt, wärs doch blöd wenn er nicht mindestens noch 5 Jährchen durchhält ... sonst hat man ja jedes Jahr eine neue Wahl.
Die Atheisten, die ich kenne (ausser hier), sind in religiösen Denkmustern gefangen, sie beten die Wissenschaft als Götter, die Doktoren als Päpste an. Ich sag nur 'Halbgötter in Weiss'...

Zudem sind die meisten dieser 'pharmazeutischen Produkte' Placebos. Und dennoch teuer. Verlust und Versagensängste terrorisieren diese Menschen sogar oft noch mehr als Gläubige. Zudem macht die Unsicherheit der Unwissenheit sie 'fertig', da in der Wissenschaft eben nichts 100% bewiesen ist (ok, ein paare ausnahmen schon). Erwiesen ist etwas solange, bis es wiederlegt ist. Und nicht für jeden ist ein ewiges lernen und scheitern etwas. Dies kompensieren sie mit totalitärem Glauben an die Lehrbuchmeinung. Dennoch kann diese nicht alles erklären, und das macht diese Leute 'kirre'. Hier kann der Gläubige sich auf das ebenso fiktive, aber ihm wenigstens nicht laufend wiedersprechende Prinzip: "Der Herr ist mein Hirte, und seine Wege für mich unergründlich." berufen. Herrlich allgemeingültig, und dafür ist Religion da (zumindest nach Voltaire, dessen Ansicht ich teile).

Fazit: Im groben stimmt es schon, da ist die Religion eher hinderlich. Aber im alltäglichen Leben passieren so viele kleine Dinge, wo man dran verzweifeln könnte, dass so die Religion wieder aufholt, da 'der stete Tropfen jeden Stein höhlt'.

Und die Abgespanntheit durch die permanente Angespanntheit wird in der Regel mit 'Depression' diagnostiziert, was für jeden echten Depressiven eine Hölle ist, da er sich erst durch 20 Plazebos 'fressen' muss, bisser endlich ernst genommen wird.
Alternativ funktioniert es auch, den Aufnahmearzt durch die Station zu prügeln.
@John Doe

Treffende Analyse, was die moderne "Gesundheitsreligion" anbelangt.

Da gibt es sogar "Ketzer" in dieser Religion, die gnadenlos verfolgt werden, z.B. die Raucher und die Übergewichtigen.

Es ist ein sehr unbarmherziges Glaubenssystem, das besagt, dass der Kranke im Wesentlichen selbst schuld ist an seinem Schicksal. Warum sollte man einem Dicken, Raucher, Unsportlichen, Alkoholiker oder nicht Geimpften noch etwas bezahlen - die kann man ausstoßen. Die Solidarität nimmt ab. "Perfekt" und gesund bis ins hohe Alter wird zum "Paradies", das freilich für den Großteil der Menschen in weiter Ferne liegt und für das es keinerlei Garantie gibt es zu erreichen.
luschn hat folgendes geschrieben:
soraja hat folgendes geschrieben:
Der is ja auch völlig Banane....


Für Eine die von Liebe predigt ...


Mit welchem Satz habe ich gesagt, das ich ihn nicht liebe?

Meine Meinung ist, dass es Banane ist, was er redet. Von Liebe war nicht die Rede.

Denkst du, lieben bedeutet, alles toll zu finden?

Ganz und gar im Gegenteil. Lieben bedeutet nicht dieses schwammige Pseudolächeln im Gesicht zu tragen wie die Anthroposophen das im Allgemeinen an sich haben.

Lieben bedeutet ehrlich zu sein vor allem und nicht vornerum schön tun und sich im Innern das Gegenteil zu denken.

Wut zu zeigen, wenn sie durch Unrecht verursacht wurde.
Den Mund auf zu machen, wenn Würde missbraucht wird.
Zu ignorieren, wenn Grenzen immer wieder übertreten wurden.
Arrogant zu sein, wenn einem einer ständig an den Karren fährt.
Einen Menschen aus dem Leben zu werfen auch wenn es die eigene Schwester ist, wenn sie nicht mit unterdrücken aufhört.

Und so weiter.

Jede Form von Abgrenzung, wenn sie auf einer Grenzüberschreitung des anderen basiert und nicht eine Projektion des Ego ist, ist Liebe.

Nämlich sich selbst gegenüber.

Denn Liebe ist der schwere Weg zwischen Ja sagen und Nein sagen- nur immer im Sinne der Wahrheit und nicht aus der niederen Motivation des Ego, das ist die Kunst. Und sie folgt keinem Dogma.

Diese Entscheidung muss in jedem Moment neu getroffen werden.
Die menschliche Seele lebt auf jeden Fall irgendwie weiter. Allerdings ist es so, wenn man einer Verantwortung entfliehen will, holt das dich ein, und zwar auch über das Ableben hinaus. Du musst es, meine ich, bereinigen, hier im jetzigen Erdenleben oder danach.