Lohnt es sich weiter zu leben?


Seit Wochen habe ich das Gefühl, einfach nur noch davon zu laufen,
aber selbst das wäre mir zu anstrengend, ich habe einfach festgestellt, das ich mich sehr umbringen will, aus der einzigen erkennntis, weil ich nicht das gefühl jeh wieder Glücklich zu werden.

Ich lehne sehr viele sachen im leben, ab, vorallem die ganze struktur unser Gesellscchaft, also den Konsum und unser Verständnis für Leben, schon das ich meine Miete an eine geldgeiles Privatvermieter zahlen muss widertm mich.

Zu meiner besten Freundin habe nich nur noch telefonisch kontakt, und viele andere Menschen im leben, kenne ich kaum ich sehen sie, aber eine wirkliche freundschaftliche Beziehung zu ihnen habe ich nicht.

Meine Famileie kann ich auch nicht verstehen, sie leben sehr determiniert, ich habe 6 geschwister und kann mit niemanden von denen über mein liebeskummer oder mein Studium wirklich reden. (bitte keine nachfragen warum das so is, hat seine gründe). Meine Eltern kann ich kaum austehen. MEinen vater hasse ich, weil er nur an geld intersiert ist.

Mein studium läuft eh nicht gut, und das Philosophieren macht mich wahnsinnig, ich habe das gefühl mich immer mehr von anderen zu distanzieren.

Das größte Problem aber ist das ich einfach keinerleit Erfarhung im umgang mit anderen Menschen haben, ich kann nicht auf sie zugehen, schliepe kaum freundschaften, dabei ist mir Freundschaft so wichtig, aber genau das schaffe ich im leben nicht zu bekommen, und meistens geht es dann sowiet, da ich es einfach nicht mehr klar kriege, und total irre werde, ich sehe kaum eine möglichkeit mein umweld so zu gestalten, dass ich darin glücklich werde.

Ich bin zwar erst 21, aber ist der freitod jedem überlassen wie er will, da es keine wirkliche Instanz gib die das beurteilen kann.

Wenn ich den kontak zu meiner besten freundin verlierne würde, hatte ich keine furcht davor mich umzubringen, nicht weil ich tief verzweifelt bin, einfach weil ich nichts mehr fühlen kann, ich weiss einfach nicht wie es sich mehr anfühlt glücklich zu sein. Daher habe ich keine bedenken wegen den Freitod.
Also meine Erfahrung was Freunde angeht, hat gezeigt, dass sich während des erwachsen werdens der Freundeskreis ziemlich stark verändert.

Plötzlich hat alles nix mehr mit Schule zu tun und es liegt eine Neuorientierung an.
Klar ist es schön wenn man Schulfreunde auch länger im Leben begleitet, das ist aber nicht die Regel.
Von daher gesehen bist du in keiner ungewöhnlichen Ausnahmesituation.
Du wirst noch viele Freunde kennenlernen.


Ich meine... wenn du Freunde haben willst, dann musst du zuerst Freund sein.
Das ist dir aber nicht möglich wenn du dich jetzt aus unserer Welt verabschiedest...

Dann entgehen dir ungeahnte Möglichkeiten...

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Ja, du hast Grubi.

Aber wenn ein mensch sich so fühlen kann in der Einsamkeit, woher kommt die Energie aus dem Leben,

wenn ich reden fühle ich nicht, das ich das bin, der der denkt.
so als ob es eine andere person redet, ich weis es leben so viele schöne dinge, aber wenn man soweit davon weg ist, in seinen gedanken wie finde ich die lösung zu begreife, wer ich sein muss, um da hinzu kommen.
Die Energie für das Leben musst du irgendwie selbst aufbringen, es ist wohl deine Aufgabe herrauszufinden was dir liegt, was du tun willst, was dich glücklich macht.

Mit 21 hast du die längste Zeit deines Lebens andere für dich bestimmen lassen, das ändert sich jetzt.
Aber das ist durchaus zu deinen Gunsten, das kann eine Chance sein.

Da musst du dir aber keinen Druck machen, wenn dich die Gesellschaft im Augenblick nur wenig begeistern kann, dann kannst du darüber nachdenken wie du lieber leben willst.
Möglicherweise mit anderer Gesellschaft oder auch mit weniger aber dafür angenehmer Gesellschaft, sowas gibt es.
Versuche in Lösungen zu denken, frag dich was du willst, frag nicht was du nicht willst...

Gruss Grubi
Doch weswegen denn der Freitod? So wie du das beschreibst bist du der Meinung, dass das so wie du lebst kein "richtiges" Leben ist, oder sehe ich da was falsch?
Wieso gibst du denn dein Leben auf und nimmst dir die Chance zu leben statt dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen? Du sagst du hast keine Erfahrung i Umgang mit Menschen? Kein Problem, das kannst du doch dazulernen
Du hast keinen "richtigen" Kontakt zu deinen Freunden, und oder deiner besten Freundin? Dann besuche sie doch einfach mal
Ich denke du musst einfach mehr unter die Leute kommen, dass das die Lösung, zwar nicht für alle, aber für einen Großteil deiner Probleme ist. Dort wirst automatisch Praxiserfahrungen machen wie du mit Menschen im Allgemeinen umzugehen hast. Auch wenn es schwer fällt, auch wenn es unmöglich scheint. Fang in kleinen Schritten an. Step for Step und langsam gewöhnst du dich daran.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Platz auf dieser Welt und du musst diesen finden. Du weißt doch bestimmt: Der Mensch ist ein Wesen, dass zwar von seiner Umgebung beeinflusst wird, gleichzeitig, aber auch sein Umgebung beeinflussen kann.

Und Eins noch: Glaub mir auch wenn du deinen Vater hasst, oder besser gesagt deine ganze Familie. Du wirst es sicherlich bereuen, wenn dein Vater nicht mehr unter Uns weilt. All die verloren gegangene Zeit...

Das erinnert mich an unser Theaterstück, dass wir an unserer Schule aufgeführt haben. New York Times hieß es. Es ging eben um diese Zeit, dass der Mensch nur eine begrenzte Anzahlt von Zeit hat und er diese ausnutzen muss. Aus dem Stück:

"Stellen sie sich vor sie bekommen jeden Tag auf ihr Konto 86.400 Dollar. Wär das nicht wunderbar? Was würden sie mit diesem Geld machen?
"Ja sparen natürlich!"
"Sie wollen das Geld sparen? Aber das geht nicht."
"Wieso soll das nicht gehen?"
"Ja weil die Bank ihnen Bedingungen gestellt hat. Denn jeden Tag löscht die Bank das Konto und das nicht ausgegeben Geld geht verloren. Zudem kann diese 'magische' Bank jederzeit bestimmen wann dieses Spiel zu Ende ist. Wie sehen sie jetzt das Ganze?"
"Hmm, ja dann würde ich das Geld natürlich ausgeben, genießen. Ein tolles 'Spiel'."
"Ja und das Tolle ist, das ist Leben. Wissen sie wie viele Sekunden ein Tag hat? Genau 86400. Und die werden uns jeden Tag geschenkt. Wenn wir einschlafen werden uns die nicht gelebten Sekunden nicht wieder gut geschrieben, deswegen müssen wir diese Sekunden ausnutzen und leben. Wir haben nicht ewig Zeit."..

Ich weiß nicht was das jetzt sollte, aber ich hoffe doch, dass ich ein wenig Optimismus in dir geweckt habe

Vielleicht noch ein Musikvideo zur Motivation. Muss nicht unbedingt dein Geschmack sein.
http://www.youtube.com/watch?v=RMmMHK7CTQs&ob=av3e
Guten Abend Jericho,
du weißt ja wahrscheinlich, dass beim Suizid nicht das Leben an sich das zu Beenden wollende ist, sondern die Lebensumstände.
Ich hab mir in meiner Suizidgedankenphase (so um die 20 herum) vorgenommen: Wenn ich wirklich kurz davor bin, mich umzubringen, dann pack ich stattdessen ein paar Sachen und geh einfach fort, weit fort, irgendwo Richtung Osten.
Für die Mitmenschen wäre ich genauso weg wie bei einem Selbstmord.
Aber ich hätte noch eine zweite Chance; statt tot zu sein, lebte ich dann irgendwo in der Natur als Mensch. Als Mensch, ohne Krankenkasse, Supermarkt, Steuer und Ausweis. Sollte ich bei der Reise umkommen, so hätte ich auch nichts verloren, da das ohnehin der Plan A gewesen wäre. Denn ich hielt es mit Hermann Hesse und fand es besser, mich vom Leben selbst niederringen zu lassen, als vorzeitig Hand anzulegen.

Vielleicht kennst du Steppenwolf von Hesse schon; die erste Hälfte des Buches ist sehr interessant. Hier ein Auszug, Traktat des Steppenwolfes ->
http://sanelatadic.com/Tractat%20vo.....20-%20Hermann%20Hesse.pdf

Als Alternative ein kurzes Video darüber ->
http://www.youtube.com/watch?v=_kKduMQROpk

Ich schreib gleich weiter.
Zitat:
Versuche in Lösungen zu denken, frag dich was du willst, frag nicht was du nicht willst...


ja, da hast du recht, danke.
Du sagst, nicht glücklich zu sein in deinem Leben. Woraus besteht es?
Ich fragte mich eines Tages, was hätte ich, wenn mir alle Ablenkungen dieser Erde (PC, Bücher, Musik, Fernseher, Stadtaktivitäten, Zivilisation) genommen werden würden, wenn ich einfach nur LEBEN würde, was hätte ich dann? Ich wüsste ja den ganzen Tag nicht, was ich tun soll! Was sollte ich denn tun? Die Gesellschaft gibt mir Beschäftigung aber ist es auch die richtige Beschäftigung?
Ich war schockiert, denn ich hätte eigentlich gar nichts. Warum lebe ich? Um in ein System mit Geld, Leistungsnachweisen, Dokumenten und Lebensläufen hineinversklavt zu werden? Ja, das Leben hier ist Sklaverei, wer das nicht sieht, wird es später sehen.
Mir ist es während eines Bewerbungsgespräches aufgefallen; ich dachte mir "Was red ich da, als was will ich mich verkaufen? Das bin nicht ich, der da mit Anzug rumsitzt und die uninteressanten Fragen beantwortet".
Nein, das war nicht ich, das war, was die Welt aus mir gemacht hat.
Ins Hamsterrad rein, fang an zu laufen.
Als Kind wär mir im Traum nicht eingefallen, so etwas Leeres jemals zu machen.

Ich verschwende dauernd meine Zeit, manche mit offiziellen Zeitverschwendern (Filme, Spiele, Internet), manche mit inoffiziellen Zeitvernichtern (Uni, Arbeit, Dokumentverwaltung, Händeschütteln mit Krawatte und Sektglas,...), da sie ja als nützliche oder notwendige Tätigkeiten gesehen werden; in Wirklichkeit sind sie aber Ablenkungen, um am Leben vorbeizurennen.
Wenn ich für die Schule und Uni lerne und arbeite, bin ich fleißig, es ist nützlich, es ist gut. Wenn ich ein Comic lese, ist das nutzlos; doch als Zerstreuung gesellschaftlich akzeptiert, solange genügend aus dem ersten Tätigkeitsfeld getan wird.

In Wahrheit ist beides sinnlos.
Was ist denn einer besser, der sein ganzes Leben auf der Uni gute Noten schreibt und dann hochangesehener ProfDrDiplIng ist, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Beschaffenheit von Trüffelschweinsnasenhaaren; was ist denn der besser gegenüber einem, der sein ganzes Leben zuhause fernsieht oder einem Obdachlosen, der sich Geld für sein nächstes Bier zusammenbettelt? Ich sag dir, da ist nicht viel Unterschied, sie alle gehen am Leben vorbei.

Wenn man jemanden fragt "Was bist du?" oder "Was machst du?", dann will man dessen Beschäftigung wissen.
Der Mensch in dieser Welt definiert sich durch seinen Beruf und bei dir ist das zur Zeit ein Philosophiestudium. Das du anscheinend nicht magst.
Ein zweites Standbein in diesem Leben ist die eigene Familie. Zu der du leider kein gutes Verhältnis hast.
Du hast zum Glück noch eine beste Freundin, doch ist ein Leben darauf beruhend, stabil?

Wie ich mitbekommen habe, bist du ja eher der rationalisierende Vernunftmensch; mit Glauben usw hast du es nicht so. Da ist es für mich etwas schwer, den Rat zu geben, den ich gerne geben würde. Was würde ich bewirken? Vielleicht, dass du die Augen verdrehst und denkst "War ja klar, dass so was kommt..."
Aber vielleicht wäre es doch nicht schlecht, denn schließlich war der Schmerz deines Herzens groß genug, dass du dich hier ausschüttest.
Was willst du mit der harten Vernunft, wenn die Herzenswärme erkaltet ist?
Ich schreib hier sehr viel, weil ich nicht will, dass du stirbst.
Mir ist es egal, wenn ich zuviel oder was Peinliches geschrieben habe, solange die geringste Möglichkeit besteht, dass du was davon brauchen kannst.
Ein Leben wird daran gemessen, wie viel Liebe man hervorbrachte.
Jeder braucht was Absolutes im Leben und es gibt auch was. Wer immer mehr vom Chaos erblickt, wird langsam wahnsinnig, doch am Absoluten kann man sich festhalten und zur Ruhe kommen; wie ein Kind, das in seines Vaters Arme zurückläuft, wenn es zu lange in den schwarzen Abgrund geblickt hat.
Hallo Jericho,

wie Du siehst gibt es hier einige die sich Gedanken und vielleicht sogar Sorge um Dich machen obwohl sie Dich nicht kennen.

Es bewegt einen und läßt einen nicht kalt wenn Menschen, vor allem so junge, keinen Lebenssinn sehen. Bin selber heute zu müde um noch viel zu schreiben, ich wünsche Dir daß Du wieder Boden unter den Füßen bekommst.

Gute Nacht
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Zitat:
Hallo Jericho,

wie Du siehst gibt es hier einige die sich Gedanken und vielleicht sogar Sorge um Dich machen obwohl sie Dich nicht kennen.

Es bewegt einen und läßt einen nicht kalt wenn Menschen, vor allem so junge, keinen Lebenssinn sehen. Bin selber heute zu müde um noch viel zu schreiben, ich wünsche Dir daß Du wieder Boden unter den Füßen bekommst.

Gute Nacht


Liebe Rosenrot, Du hast mir fast die Worte aus dem Mund genommen.

Lieber Jericho, auch ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Vielleicht gibt es Dir Hoffnung wenn ich Dir sage, dass ich in Deinem Alter alles andere als glücklich war und mich heute trotz vieler äußerlichen Schwierigkeiten zu den glücklichen Menschen zähle, einen wirklichen Sinn im Leben erkenne und vor allem ein Ziel habe.

Eine Sache wollte ich Dir ganz gerne ans Herz legen. Du schreibst, dass du Deinen Vater hasst. Mit Hass verletzt du Dich selbst am meisten. Versuche, wenigstens in Deinem Innern, mit Deinen Eltern ins Reine zu kommen. Du bist ein Stück von ihnen und wenn Du sie ablehnst, lehnst Du damit auch Dich ab.

Du kannst das ablehnen was Deine Eltern tun. Aber nicht sie als Menschen oder als Deine Eltern.
Schon mancher Vater hat geschuftet, damit es seine Kinder besser haben sollen als er es selbst vielleicht hatte und kennt dann eben die Grenze nicht mehr. Mancher strebt nach Geld, weil er meint sonst nichts zu haben wonach er streben könnte.
Weißt Du wonach Du streben solltes? Ich schon! Das ist auch was mich glücklich macht. Ich kenne mein Ziel. Ich wünsche Dir sehr, dass Du Deins auch kennst oder kennen lernst.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh