Suche nach Identität


Liebste akasha,
das ist gut, das ist richtig gut. Es führt zum EINS

Wenn ich in einer Gruppe stehe und mir WIRKLICH bewusst werde, dass ich mit anderen kommuniziere, nicht nur mit mir selbst. Wenn ich durch fühlendes zuhören mir der Anwesenheit anderer bewusst werde und somit auch mir selbst, dann löst es sich auf, das ICH. Aber das kann nicht erklärt werden. Es ist ein FÜHLEN. Und ob das stimmt, das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es sich gut anfühlt.

Ja liebe Katja so ist das wirklich
wenn wir erkennen das mein ICH
ein Teil von anderen ist, und wir
alle miteinander verbunden sind
im wissen wer wir wirklich sind;

nur Teile, Atome, Sandkörner eins
Ganzen, Allumfassenden puslierenden
Lebens und seiner Schöpferischen
Kreativität, Macht und Kraft, die uns
mitgegeben worden ist, die sich aber
nur in der Einheit und Liebe zeigen
und entfalten kann und geworden ist.
Zitat:
Zitat:
Sehr, sehr komische Frage.
Man ist ja nunmal der, der man ist.
Was ist den an der Frage komisch, schon mal ein Buch gelesen?

Das war ja kein Vorwurf.
Komisch finde ich das nur, wenn ich versuche, meine Identität
in einen sozialen Bezugsramen zu setzen.
Der ganze Ansatz für die Lösung Deines Problems scheint mir ein wenig weit ausgeholt.
Vielleicht liegt das auch daran, daß ich eigentlich ganz zufrieden
mit mir, meiner Situation und meinem Umfeld bin.
"Komisch" also im Sinne von: "Hab ich noch garnicht so drüber nachgedacht."
Sicher, es läuft viel schief in der Welt und allgemein wird das in unseren Breiten auch gesehen.
Sehr, sehr wenige tun etwas dagegen.
Aber ich weiß nicht, ob man daraus ein philosophisches Problem machen sollte.
Das ist doch immer nur ne gute Möglichkeit, sich um eine Lösung
in der aktiven Tat zu drücken.
Ich fühle mich ein bischen schlechter, wenn ich Gründe für Mißstände,
wie z.B. die Ausbeutung der 3. Welt, die es mir möglich macht ein bequemes,
billiges Leben zu führen, in meinem eigenen, falschen Handeln sehe.
Ich sehe auch, daß es die Leute in meinem Umfeld nicht so interessiert.
Also grenzt sich meine individuelle Identität so langsam von der Sozialen ab.
Meine, mir selbst vorgestellte Identität gewinnt dadurch die Züge eines "skrupellosen Ausbeuters",
wenn ich weiterhin klaglos diese Gesellschaft teile und die soziale Identität
zur Individuellen an Kohärenz verliert.
Tja, da kann man denn noch viel drüber philosophieren und viele Bücher über Bewußtseinsphilosophie
lesen.
Nützen tuts aber wenig, wenn ich nur versuche, mein schlechtes Gewissen wegzuphilosophieren.

Vielleicht ist es schonmal ein Anfang, z.B. keine T-Shirts für zweifuffzig bei "Kick" mehr zu kaufen
und seine Lebensmittel über "Fair Trade" zu beziehen.
Man kann natürlich auch noch tiefer gehen und Phänomene, wie "Moden" mal hinterfragen.
Wann schmeißen wir Kleidung weg?
Wenn sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann, weil sie unreparabel kaputt ist
oder weil sie ein Jahr nach dem Kauf und drei mal Tragen nicht mehr "modisch" ist?
Das ist unser Luxus, den man ohne Not auch als Gewissenlosigkeit sehen kann.
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
Hi

Jericho hat folgendes geschrieben:

Die Frage nach Identität wirft viele Fragen im Alltag auf, weil man sein Handeln kennenlernt, und wie man spricht, wenn jemand zufrieden damit ist, wird es nie dieser Sache nachgehen, aber ein andere kann auf diese Spur gelangen, und einfach jemand anders Sein, ( was kaum möglich ist, wiel man von seiner Erfahrung sehr abhängig ist).


Durch diese unterschiedlichen Erfahrungen ist es halt nicht leicht eine gemeinsame Linie bei der Definition von "Ich" zu finden.
Zitat:

naja, irgendwie ist das thema gar nicht angekommen, bei manchen. Gut das "nicht" war überflüssig. Und das wort Illusion müsste man auch mir Idee erstetze, ansonsten, gehen viele reaktion danneben.
Es hört sich so an als ob ihr euch rechtfertigt, für eurer identität, statt die sache rein objektiv zu betrachten.


Ich finde das Thema ist schon angekommen...

Nun, die Beurteilung des eigenen "Ich" ist unheimlich schwierig, bei der Frage danach nimmt ja schon jeder eine individuelle Position ein.
Daher bewertet das jeder anders, je nachdem wie er sich mit seiner Umwelt verbunden sieht.
Der eine ist z.B. eher ist nach aussen, der andere eher nach innen gekehrt, dementsprechend beantwortet sich die Frage jeder etwas anders*denk*

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Ich denke, die gesamte menschliche Entwicklung, das Ziel des Menschen und die Frage nach dem Wesen Gottes zusammen machen die Identität des Menschen aus.
Die Identität ändert sich mit dem gesellschaftlichen Umfeld, den Erkenntnissen, der Geschichte, der Zeit, den Ereignissen, den wissenschaftlichen Entdeckungen und den religiösen und politischen Veränderungen.

Ziel der Identität ist dann wohl die umfassende Erkenntnis der Wahrheit und somit die Identität eines ewigen Wesens, das alle Zerstörung aufgegeben hat und ganz in der Liebe aufgegangen ist.
Anonymous hat folgendes geschrieben:
Was stellt ihr euch unter Identität vor.

Glaubt ihr euer Ich, ist ein bewusst gewähtles Ich in der Welt.
oder lässt ihr euch von irgendwelchen anderen ideen in der Welt mitziehen.
Ist Identität nicht nur eine Illusion, um sich sicher zu fühlen, um einen festen Punkt in der welt zu haben, würde das aufheben von Identität nicht Wahnsinn bedeutet für denjenigen.



Für mich in jedem Fall einen Zustand, der dem 'Wahnsinn' tatsächlich sehr nahe kommt.

Wir alle orientieren uns zunächst an unserer Außenwelt - an der Familie, an dem, was unser soziales Umfeld uns an Werten vermittelt, auch daran, was wir in unserer Rolle als Junge oder Mädchen in Sachen 'sexuelle Identität' wahrnehmen und in Bezug zu uns selbst und unserer Wahrnehmung setzen. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, überhaupt so etwas wie ein "Ich-Gefühl" ohne diese äußeren Bezugspunkte zu entwickeln.

Was ich aber weiß, ist, daß diese Identität nachhaltig gestört, auch zerstört werden kann: sei es durch den Verlust der gewohnten Umgebung oder der Bezugspersonen, sei es durch Gewalt, sei es durch andere äußere Einflüsse wie einen Wertewandel innerhalb der Gesellschaft, in der man lebt. Weitere Erschütterungen der eigenen Identität erlebt man auch dann, wenn man beispielsweise erkennt, daß man selbst von den erwarteten "identitätsgebenden" Vorbildern abweicht - ein oft dramatischer Identitätsknick beispielsweise bei Menschen, die feststellen, daß ihre geschlechtliche Identität sich nicht mit den körperlichen Gegebenheiten deckt.

Eine Entwicklung, möglicherweise Erschütterung, im Idealfall Stärkung der eigenen Identität findet statt, wenn man die erlernten Werte, wie sie z.B. der Glaube aus dem Elternhaus vermittelt haben, in Frage stellt und damit beginnt, sich eigene, den eigenen Bedürfnissen entsprechende Werte zu entwickeln.

All das sind Aspekte, die letzten Endes auf ein individuelles "Ich-Empfinden" hinwirken, ich halte sie für eine gesunde seelische Entwicklung für absolut unverzichtbar.



Anonymous hat folgendes geschrieben:

Warum wollen viele Menschen irgendjemand sein, warum wollen wir nicht einfach mit der Natur sein, als ein Ego aufzubauen, dessen ziel Genuss und Sicherheit auf der Grundlage von Ignoranz und zerstörung gegenüber der Natur.


In dieser Art der Fragestellung steckt bereits eine subjektive Wertsetzung, die dir als Fragenden entspricht, aber keine Allgemeingültigkeit haben kann. Das ist das Wesen der "Identität" - dir mag es unverständlich scheinen, daß nicht alle Menschen das Bedürfnis haben, sich als Teil der Natur (welche eigentlich?) zu identifizieren und stattdessen materiellen Werten oder unbeeindruckt von den Bedürfnissen anderer dem eigenen, augenblicklichen Wohlbefinden zu leben.

Gäbe es diese individuelle Identitäten jedes einzelnen Menschen nicht, wären wir vermutlich so etwas wie kollektiv denkende, fühlende und handelnde Wesen, die sich solche Fragen gar nicht erst stellen würden - wär in mancherlei Hinsicht vielleicht effektiver und streßfreier als unser Dasein als zwar soziale, aber individuell verschiedene Lebewesen, aber mit Sicherheit auch langweiliger.
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Wahrer Trost kennt keine Gefühlsduselei.
© Thomas Holtbernd