Suche nach Identität


Das werde ich mir noch überlegen...


Gruss Grubi
Zitat:
Glaubt ihr euer Ich, ist ein bewusst gewähtles Ich in der Welt.

Sehr, sehr komische Frage.
Man ist ja nunmal der, der man ist.
Das Außendrum fängt früh an, zu formen und irgendwann kann dann auch das Selbstbewußtsein,
wie Du sagst, wählen, wie und was man sein möchte.
Das kann schon funktionieren.
Man kann sich aber auch so sein lassen wollen, wie man ist
und sich dann sein Plätzchen zum Überwintern suchen .
Zitat:
Ist Identität nicht nur eine Illusion, um sich sicher zu fühlen,
um einen festen Punkt in der welt zu haben,
würde das aufheben von Identität nicht Wahnsinn bedeutet für denjenigen.

Illusion? -Und wenn schon .
Wer sollte das denn aufheben?
Irgendwie sehe ich das hier in Berlin auch politisch:
Die Kinder derjenigen, die wir hier als Gastarbeiter bezeichnet haben,
sind für mich son bischen die Verlorenen.
In ihrer Heimat genauso fremd, wie in der Heimat ihrer Eltern.
Zitat:
Warum wollen viele Menschen irgendjemand sein,
warum wollen wir nicht einfach mit der Natur sein, als ein Ego aufzubauen,
dessen ziel Genuss und Sicherheit auf der Grundlage von Ignoranz und zerstörung gegenüber der Natur.

Warum "wir"?
Das ist ja nun Deine Ansicht, da kannst Du doch selbst was tun.
Was soll das überhaupt für ein Gegensatz sein:
Zitat:
warum wollen wir nicht einfach mit der Natur sein, als ein Ego aufzubauen,

?

Ego braucht man, bzw. hat man immer.
Das bedeutet einfach nur "ich".
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
Hallo an alle

Also, mal rein wissenschaftlich gesprochen hat "Identität etwas zu tun mit der vorgestellten Gleichheit einer Person oder Gruppe zu allen Zeiten und unter allen Umständen; über eine Person oder eine Gruppe, und der Fähigkeit, kontinuierlich zu sein, man/es selbst zu sein und niemand anderes/nichts anderes" (nach Kevin Robbins, Identity)

Er meint außerdem, dass "Identität begrenzt ist auf eine bestimmte Dimension der Zugehörigkeit. [...] Identitäten sind in bestimmten sozialen und historischen Kontexten eingefasst, sind strategische Funktionen, Reaktionen um Zustände zu ändern, und sind damit Gegenstand eines ständigen Wandels [...] Eine Identität [...] erhält ihre Unterscheidung durch Dinge, die sie nicht ist, die sie ausschließt." (ebd.)

Identität ist zudem auch immer mit bestimmten Stereotypen, Kennzeichungspraktiken, Differenzierung von anderen und gewissen repräsentativen Techniken verbunden.

Das Konstrukt der Identität wurde zum ersten mal in der Zeit der Aufklärung aufgegriffen und seitdem ausgebaut, diskutiert und sozusagen verbreitet.
Man ist sich nicht sicher, ob Identitäten natürlich gegeben sind, oder durch nichtnatürliche Faktoren (Gesellschaft, Erziehung, persönliche Erfahrungen, ...) entsteht.
Es gibt individuelle und kollektive Identitäten.

Ich persönlich finde, dass eine Identität als Orienierung gut sein kann. Gleichzeitig kann sie aber auch dazu führen, dass man sich aufgrund einer Identität, die man irgendwann mal angenommen hat, in einer Schublade gesteckt wird - sowohl durch sich selbst, als auch durch andere. Aus dieser Schublade, vor allem der selbstgemachten, kommt man schwer wieder heraus, da man sich ständig fragt, bin das jetzt wirklich ich, oder ist das etwas anderes?

Liebe Grüße,
Yahia
_________________
https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Moin

maxzwo hat folgendes geschrieben:
[...]
Irgendwie sehe ich das hier in Berlin auch politisch:
Die Kinder derjenigen, die wir hier als Gastarbeiter bezeichnet haben,
sind für mich son bischen die Verlorenen.
In ihrer Heimat genauso fremd, wie in der Heimat ihrer Eltern.
[...]



Das ist ein wichtiger Punkt wie ich finde, es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir uns auch mit unserem Umfeld identifizieren.

Dazu kann man mal die vielen verschleppeten Menschen/Sklaven in aller Welt betrachten die über Generationen hinweg ihrer Identität beraubt wurden und so schnell keine neuen Wurzeln treiben konnten/können.

Ich denke gerade auch an Nomaden die es gewohnt sind ihr Leben auf Reisen zu verbringen, wenn diese plötzlich sesshaft werden, verlieren sie oft jegliche Orientierung.

Daher würde ich schon meinen, dass andere Menschen und Umwelteinflüsse, einen massiven Einfluss auf unsere gefühlte Identität nehmen...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Yahia hat folgendes geschrieben:


Aus dieser Schublade, vor allem der selbstgemachten, kommt man schwer wieder heraus, da man sich ständig fragt, bin das jetzt wirklich ich, oder ist das etwas anderes?


Guten Morgen,

wer ist denn das, der sich das fragt?
Ich sage ja nicht das Identität verkehrt ist im gegenteil, ichh will nur
wissen was ihr über das Thema denkt.

Ob es meine Ansicht ist oder nicht ist mir selber egal, es geht um die objektive Frage, die sich stellen lässt.

Zitat:
Gleichzeitig kann sie aber auch dazu führen, dass man sich aufgrund einer Identität, die man irgendwann mal angenommen hat, in einer Schublade gesteckt wird - sowohl durch sich selbst, als auch durch andere. Aus dieser Schublade, vor allem der selbstgemachten, kommt man schwer wieder heraus, da man sich ständig fragt, bin das jetzt wirklich ich, oder ist das etwas anderes?


ja, das ist für mich ein springender Punkt, wann erkenntn man sein Bewusstes handeln in einer Gruppe, und wie sehr kann sich ein Ich davon lösen, wenn es keine Zufriedenheit darin findet.

Was ich mit Ego und Natur meinte, war das wir Menschen auf die Moderne bezogen, sehr oft Ideen welten aufbauen um in einer Welt zu leben zu können. Ob wer davon schadet trägt ist dem Ich primär egal.

Ein Mensch der in einem Industrie Staat lebt, lebt deutlich besseren Wohlstand als viele andere Menschen. Seine Identität, also sein Handeln, seine Sprache und Leiden, sind von den Globalen Handlunen abhängig.

Unsere Nahurng, Kleidung unser Technischer Wohlstand ist das Leid eines anderen. Also baut unser ich sich darauf auf das es Ressourcen abhängig und Igorant gegenüber anderen Menschen handelt, damit will ich nicht jeden Menschen verurteilen, ich selber leben in deutschland, und bin von dieser Sache abhängig.

Ich meinte daher nur, ob es nicht möglich wäre ein Ich, weniger abhängig von Materialismus und mehr von der gegenseitigkeit der Menschen und ihrer Bezihung zur natur, also der Wissenschadt und Kunst.
Zitat:
Hi

Jericho hat folgendes geschrieben:
[...]Warum wollen viele Menschen irgendjemand sein, warum wollen wir nicht einfach mit der Natur sein, als ein Ego aufzubauen, dessen ziel Genuss und Sicherheit auf der Grundlage von Ignoranz und zerstörung gegenüber der Natur.



Warum willst du denn dein Ego von der Natur trennen?


Das "nicht" in diesen Satz, ist überflüssig, sorry daher hast du es flasch verstanden, ich meinte mit der Natur sein.
Ich finde der Mensch sollte wieder zu dem werden , was er EIGENTLICH schon ist !
Es ist alles nur ein wieder erinnern an sich selbst...Im Leben !
_________________
http://www.gesundlebenist.com
Zitat:
Glaubt ihr euer Ich, ist ein bewusst gewähtles Ich in der Welt.

Sehr, sehr komische Frage.
Man ist ja nunmal der, der man ist.
Das Außendrum fängt früh an, zu formen und irgendwann kann dann auch das Selbstbewußtsein,


Was ist den an der Frage komisch, schon mal ein Buch gelesen?

SIcher jeder Mensch wächst in einer Welt auf, aber jeder Mensch hat die Veranlagerung zur Vernunft, und kann völlig frei der Natur in der er lebt handeln, auch wenn er von ihr abhängig ist. Was hinter der Frage steckt ist nur, wie sehr bist du dir seiner Handlungen im leben bewusst, und wie sehr lebst du in einem Strom.

Ein Ich, kann z.B immer den Freitod wählen, ob aus dem Grund weil er nicht weiter weiß, oder weil er einsieht, das es keinen Sinn macht in einer Gemeinschaft zu leben, wo das Ich sich nicht entfalten kann.

Die Frage nach Identität wirft viele Fragen im Alltag auf, weil man sein Handeln kennenlernt, und wie man spricht, wenn jemand zufrieden damit ist, wird es nie dieser Sache nachgehen, aber ein andere kann auf diese Spur gelangen, und einfach jemand anders Sein, ( was kaum möglich ist, wiel man von seiner Erfahrung sehr abhängig ist).

naja, irgendwie ist das thema gar nicht angekommen, bei manchen. Gut das "nicht" war überflüssig. Und das wort Illusion müsste man auch mir Idee erstetze, ansonsten, gehen viele reaktion danneben.
Es hört sich so an als ob ihr euch rechtfertigt, für eurer identität, statt die sache rein objektiv zu betrachten.
"Aus dieser Schublade, vor allem der selbstgemachten, kommt man schwer wieder heraus, da man sich ständig fragt, bin das jetzt wirklich ich, oder ist das etwas anderes?

Guten Morgen,
wer ist denn das, der sich das fragt? "

Liebe Katja
Zum Glück wurde diese Frage jetzt gestellt-so kann man sich ab jetzt Fragen;

aber ich fürchte da kommt man nicht all zu weit..
wenn das ICH, seiene eigene nur für sich und von eigenem selbst aus gesehene Identität haben will,

Bedenkt nur die Zeugung und Gene, in dem alle
Erbinformation der Vorfahren und Menschheits entwicklgung, bis zu der Geburt gespeichrt sind.

Und wenn man bedenkt was, von wem und woher, man alles gerbt, gelernt hat und was alles man in sich aufnimmt
nicht nur - die An-Teile der eigenen Familie und Kultur, sondern auch durch Körperliche und Geistige Nahrung
und wenn man bedenkt das Wasser, Atem und Luft, ständig und unaufhörlich seit urewigen Zeiten
durch einen hindurchströmen und uns alle so vereinen und verbinden, und wir in einem ständigen Astausch mit dem Leben und allem stehen,

ja dann wird man nicht stauenen noch zu entdecken das ein ICH Lösgelöst von allen,
kann es gar nicht geben, nur Aussen nach,
ein anders das angeblich noch in 6-7 Pack aussehens und alters gleche auf der Welt stolzieren, auch im glauben und überzeugung,
das sie, als das einzige, von allen andern getrenntes, einmaliges ICH, allein sind und
kein anders gibt!

Was für ein Irrtum, was für eine Traurige und
sich einsam und verlassen, sehen und empfinden,
Glaube, Meinung und Ueberzeugung.

deshalb bedenkt auch das:

-das ein ICH das losgelöst ist, von allen und allem andern, gar nicht gibt, nicht geben kann und niemals geben wird.

Aber das was gibt ist auch eine Persönlichkeit die auch, begabt, stark, intelligent, wissend, schön, zu vielen fähig ist
mit dem freien Willen und Kreativitäts Möglichkeiten begabt und ausgestattet worden ist ,

die Glaubensprüche die ihr von "unwissenden blinden" eingeredet wurden
-das sie minderwärtig, schwach,unfähig, dumm,ängstlich,unnötig, unwichtig, böse ist, sprengen und sich zu dem entwickeln kann, was sie auch ist ein "Kind-Schöpfung Gottes", von dem es Kraft und Leben in sich vereinen und auch zum ausdruck bringen kann,
nur wenn sei es anerkennt das nicht, nur ICH und mein allein ,sondern mit dem Leben und allem und jedem das IST, durch dessen Akzeptanz, Annahme zur Einheit, Freiden, Stärke und Liebe, auch zu sich selbst findet.