Nacktbestattung der Verstorbenen


Luzifer hat folgendes geschrieben:
Ich habe in meinem Testament festgelegt, dass ich die einfachste Bestattung, die möglich ist, haben will. Dann will ich verbrannt werden, und dann soll die Asche, falls das möglich ist, verstreut werden im Wasser, im Wald oder wenn das alles nicht erlaubt ist, halt in einer anonymen Urne in einem anonymen Urnengrab. Ich hoffe, dass noch manches erlaubt wird, bis ich mal sterben werde. Wenn nicht, so ists mir auch egal.

Es gibt eine sehr schöne geführte Meditation, in der ich mich löse von meinem Körper, von jedem Teil, jeden Körperteil loslasse. Ich stelle mir dann die Verbrennung vor, schaue zu und bin frei.

Sehr schön, diese Meditation.

Luzifer

Hallo,

zunächst mal, ganz ehrlich, habe ich bei Deinem Namen, wohl durch dessen Missbrauch (ähnlich wie bei der Swastika) konditioniert, eine Abneigung. -Also jetzt eine gute Möglichkeit, davon frei zu werden.

Danke für Deinen Beitrag. Diese geführte Meditation interessiert mich.

Wenn so etwas öfter eingeübt wird, kann die Geist-Seele vielleicht auch bei einem plötzlichen Tod den Körper ganz und schnell verlassen.
(Nach Erfahrungen, dass dies nicht immer gelingt, habe ich vor ein paar Jahren meinen unterschriebenen Organspendeausweis vernichtet.)

Bei Deinem Testament hast Du hoffentlich bedacht, dass die Eröffnung vor der Bestattung erfolgen sollte und vielleicht auch, dass sich das Krematorium nicht an verbleibendem Edelmetall z.B. aus den Zähnen bereichert.

In Deutschland besteht "Friedhofszwang", aber in manchen Gegenden ist auch eine "Naturbestattung" möglich (Leicht abbaubare Urne unter einer Baumwurzel in vorgeschriebenem Gelände).

Mir ist es inzwischen wichtig, dass es für die Hinterbliebenen gut ist, deshalb habe ich nichts Genaues testamentarisch festgelegt. Wenn sie gerne einen Ort haben, wo sie hingehen und besser an mich denken können, dann ist dies ihre Entscheidung.

Lieber Gruß

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Liebe Mara-Devi,

Zitat:
Wenn so etwas öfter eingeübt wird, kann die Geist-Seele vielleicht auch bei einem plötzlichen Tod den Körper ganz und schnell verlassen.

Das ist das Ziel der Meditation und auch, die Angst vor dem körperlichen Tod zu überwinden.

Wenn du möchtest, so suche ich die Meditation heraus und poste sie hier?

Zitat:
(Nach Erfahrungen, dass dies nicht immer gelingt, habe ich vor ein paar Jahren meinen unterschriebenen Organspendeausweis vernichtet.)

Man kann sich nicht absichern gegen das, was die Zukunft bereit hält. Ich bemühe! mich, auf Gott zu vertrauen, dass eh nur das geschieht, was geschehen soll. Ist nicht leicht.

Zitat:
Bei Deinem Testament hast Du hoffentlich bedacht, dass die Eröffnung vor der Bestattung erfolgen sollte und vielleicht auch, dass sich das Krematorium nicht an verbleibendem Edelmetall z.B. aus den Zähnen bereichert.

Ich kann gut organisieren: also weiß ein Freund, der die Betreuung übernehmen soll, wo meine ganzen Unterlagen sind. Dort ist auch ein Text für die Sterbebegleitung. Und dort sind die Papiere für die Bestattung.

Ich hab alles gut geregelt, weil ich alleine lebe und Ordnung haben will, auch mit meinem (körperlichen) Tod. Aber eigentlich ist es mir sehr egal. Wenns anders kommt, ists auch recht. Und alle meine Freunde und Bekannten spinnen ähnlich wie ich. Sie werden sich nicht wundern über meine komischen Rituale, sie erwarten sie.

Ich stelle mir vor, dass sich nach meinem Tod (einige Zeit danach, wenn man den Buddhisten glauben will, die nicht an eine Seele glauben) meine Seele aufschwingt, immer höher, immer höher ..... ins Licht ....

Darauf freue ich mich.

Luzifer
Lieber Luz, Du hast geschrieben:

Zitat:
Liebe Mara-Devi,

Zitat:
Wenn so etwas öfter eingeübt wird, kann die Geist-Seele vielleicht auch bei einem plötzlichen Tod den Körper ganz und schnell verlassen.

Das ist das Ziel der Meditation und auch, die Angst vor dem körperlichen Tod zu überwinden.
Wenn du möchtest, so suche ich die Meditation heraus und poste sie hier?

Wenn es Dir nicht zu viele Umstände macht, gerne.
Bin sogar etwas neugierig darauf, da ich vor ca. 25 Jahren eine geführte Sterbemeditation in einer Gruppe mitgemacht habe.

Zitat:
Zitat:
(Nach Erfahrungen, dass dies nicht immer gelingt, habe ich vor ein paar Jahren meinen unterschriebenen Organspendeausweis vernichtet.)

Man kann sich nicht absichern gegen das, was die Zukunft bereit hält. Ich bemühe! mich, auf Gott zu vertrauen, dass eh nur das geschieht, was geschehen soll. Ist nicht leicht.

Wie hast Du es mit eine Organspende für Dich geregelt, bzw. wie siehst Du es?

Zitat:
Zitat:
Bei Deinem Testament hast Du hoffentlich bedacht, dass die Eröffnung vor der Bestattung erfolgen sollte und vielleicht auch, dass sich das Krematorium nicht an verbleibendem Edelmetall z.B. aus den Zähnen bereichert.

Ich kann gut organisieren: also weiß ein Freund, der die Betreuung übernehmen soll, wo meine ganzen Unterlagen sind. Dort ist auch ein Text für die Sterbebegleitung. Und dort sind die Papiere für die Bestattung.

Ich hab alles gut geregelt, weil ich alleine lebe und Ordnung haben will, auch mit meinem (körperlichen) Tod. Aber eigentlich ist es mir sehr egal. Wenns anders kommt, ists auch recht. Und alle meine Freunde und Bekannten spinnen ähnlich wie ich. Sie werden sich nicht wundern über meine komischen Rituale, sie erwarten sie.

Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Zitat:
Ich stelle mir vor, dass sich nach meinem Tod (einige Zeit danach, wenn man den Buddhisten glauben will, die nicht an eine Seele glauben) meine Seele aufschwingt, immer höher, immer höher ..... ins Licht ....
Darauf freue ich mich.

Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Lieber Gruß

Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Hat vielleicht damit etwas zu tun, dass die Realität auf einer dualen Polarität beruht und das Ziel das Gleichgewicht dieser beiden Pole ist- daher ist die Wahrheit immer paradox: beide Pole sind gleichberechtigt.

Das aber fällt allen Menschen schwer, die gerne polarisieren.

Zitat:
Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Was eine üble Aussage. Du meinst du kannst morden und rauben und Gott lästern dein Leben lang, aber wenn du eine Stunde vor dem Tod bereust, dann kommst du ins Paradies?

Au nee, so läuft das nicht. Wir kommen mit einem Konto an und jede Schuld wider die Liebe wird gesühnt- völlig egal, was du kurz vor deinem Tod denkst.
Wir haben es ja hier mit Gerechtigkeit zu tun und das Jenseits funktioniert nicht wie die Menschenherrschaft.
Es ist ein weiter Weg ins Paradies. Aber das Paradies ist in Ebenen unterteilt- auch da gibt es Steigerungen.

Und was ist mit den Menschen, die plötzlich sterben und gerade ans kochen gedacht haben und ansonsten hingebungsvolle Menschen sind?
Denen wird das Paradies verwehrt, weil sie gerade abgelenkt waren?

Also bitte.
soraja hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Hat vielleicht damit etwas zu tun, dass die Realität auf einer dualen Polarität beruht und das Ziel das Gleichgewicht dieser beiden Pole ist- daher ist die Wahrheit immer paradox: beide Pole sind gleichberechtigt.
Das aber fällt allen Menschen schwer, die gerne polarisieren.

Ääähm und was bedeutet jetzt dieser philosophische Erguss im Zusammenhang mit meiner Aussage?

Zitat:
Zitat:
Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Was eine üble Aussage. Du meinst du kannst morden und rauben und Gott lästern dein Leben lang, aber wenn du eine Stunde vor dem Tod bereust, dann kommst du ins Paradies?

Zunächst: "In der Todesstunde" bedeutet nicht "eine Stunde vor dem Tod", sondern: kurz vor dem Tod.
Ansonsten habe ich nicht von einem Ort namens "Paradies" gesprochen, in den man kommt oder nicht kommt.

Zitat:
Au nee, so läuft das nicht. Wir kommen mit einem Konto an und jede Schuld wider die Liebe wird gesühnt- völlig egal, was du kurz vor deinem Tod denkst.
Wenn das so läuft, liebe Soraja, hast Du über mehrere Leben Dein Konto schon längst hoffnungslos überzogen. - Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Du alles abarbeiten musst und vor allem kannst?

Zitat:
Wir haben es ja hier mit Gerechtigkeit zu tun und das Jenseits funktioniert nicht wie die Menschenherrschaft.

Gottes Gerechtigkeit und die des Menschen sind tatsächlich verschieden -
Vielleicht kennst Du die Geschichte vom "verlorenen Sohn".
Der eigentlich "verlorene" war jener zuverlässige und treue ältere Bruder, der es ungerecht fand, dass der jüngere, der sich sein Erbe vorzeitig auszahlen lassen und alles verprasst hatte und nun reuevoll als Arbeiter zum Vater zurückkehren wollte, von diesem mit offenen Armen empfangen und mit einem Fest, Einkleiden und Anstecken des Siegelringes wieder einsetzt wurde, in seine alte Position.

Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Die Liebe rechnet nicht ab, sondern "annulliert Schuldscheine", sobald wir einsichtig sind und bereuen.

Zitat:
Es ist ein weiter Weg ins Paradies. Aber das Paradies ist in Ebenen unterteilt- auch da gibt es Steigerungen.

Das Paradies ist jeder Augenblick, indem wird uns angst- und leidfrei in den Armen Gottes erfahren dürfen.

Zitat:
Und was ist mit den Menschen, die plötzlich sterben und gerade ans kochen gedacht haben und ansonsten hingebungsvolle Menschen sind?
Denen wird das Paradies verwehrt, weil sie gerade abgelenkt waren?
Also bitte.

Es kommt darauf an, wie intensiv jener Mensch gerade mit einem Gedanken beschäftigt ist, der vom Tod überrascht wird. Der Geist kann gedanklich so fixiert sein, dass z.B. derjenige gar nicht merkt, dass sein Körper gestorben ist...
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Liebe Mara-Devi,

ich habs mir überlegt, ich will die Sterbemeditation hier nicht posten. Sie ist mir sehr wichtig, löst vieles aus, und ich will sie hier nicht profanieren.

Ich würde sehr gerne an der Organspende teilnehmen, aber das geht nicht bei mir. Ich finde Organspenden sehr gut, denn sie können Menschen ein zweites Leben schenken.

Zitat:
Mara Devi hat geschrieben:
Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Kann ich verstehen. Für mich ist es Gottesdienst, meine Arbeit, meine Aufgaben möglichst perfekt zu erledigen ..... und das Ergebnis Gott zu überlassen, das ist dann nicht mehr mein Ding.

Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben:
Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Das ist dein Konzept. Meins sieht halt einfach anders aus.

Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben:Ääähm und was bedeutet jetzt dieser philosophische Erguss im Zusammenhang mit meiner Aussage?

Nicht sehr freundlich Mara-Devi, weshalb ist das notwendig für dich?

Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben:Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.

Da stimme ich dir voll zu, Mara-Devi.

Luzifer
Luzifer hat folgendes geschrieben:
Liebe Mara-Devi,

ich habs mir überlegt, ich will die Sterbemeditation hier nicht posten. Sie ist mir sehr wichtig, löst vieles aus, und ich will sie hier nicht profanieren.

Lieber Luz,

kann ich verstehen. Wenn es für Dich o.k. ist, schicke sie mir bitte als PN. Mein Interesse ist ernsthaft.

Luzifer hat folgendes geschrieben:
Ich würde sehr gerne an der Organspende teilnehmen, aber das geht nicht bei mir.

Oh, das tut mir leid.

Luzifer hat folgendes geschrieben:
Ich finde Organspenden sehr gut, denn sie können Menschen ein zweites Leben schenken.

Ja, es ist schön, anderen Menschen neue Lebensqualität schenken zu können oder ihnen sogar ein Weiterleben zu ermöglichen.

Für eine Knochenmarkspende war ich wunderbarerweise einmal völlig gewebeidentisch und es gab sogar noch 3 weitere passende Spender, von denen dann einer gewählt und vergessen wurde, mir abzusagen.
Diese lange Wartezeit, im Wissen, einem anderen Menschen vielleicht das Leben retten zu können, hatte der Himmel geschickt, denn sie half mir durch eine Lebenskrise.

Luzifer hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Mara Devi hat geschrieben:
Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Kann ich verstehen. Für mich ist es Gottesdienst, meine Arbeit, meine Aufgaben möglichst perfekt zu erledigen ..... und das Ergebnis Gott zu überlassen, das ist dann nicht mehr mein Ding.

Ach, jetzt verstehe ich, wie Du es gemeint hast und kann sagen, dass ich es genauso handhabe, bzw. mich darum bemühe.

Luzifer hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben:
Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Das ist dein Konzept. Meins sieht halt einfach anders aus.

Die Aussage basiert auf entsprechenden Erfahrungen und mein Konzept dahinter, dass ich denke, andere vor etwas bewahren zu müssen.
Danke für´s Aufmerksammachen, welches mir Einsicht in mein mangelndes Gottvertrauen gibt.

Luzifer hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben:Ääähm und was bedeutet jetzt dieser philosophische Erguss im Zusammenhang mit meiner Aussage?

Nicht sehr freundlich Mara-Devi, weshalb ist das notwendig für dich?

Hast recht, eine klare Aussage hätte ich besser anders erfragt.

Zitat:
Zitat:
Mara-Devi hat geschrieben: Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.

Da stimme ich dir voll zu, Mara-Devi.

Bleibt mir noch zu ergänzen: Einsicht und Umkehr sind immer möglich.

Danke Luz, frau hört nie auf zu lernen.

Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich ernsthaft, welcher Sinn dahinter steckt, dass ein Verstorbener als Leiche bekleidet verbrannt oder eingegraben werden soll?
Das hat zum einen damit zu tu, dass dem Verstorbenen Achtung entgegengebracht wird, weil in unserer Tradition Nacktheit, Entblössung als etwas Erniedrigendes angesehen wird. Bei den Aborigines ist es z.B. anders.

Dazu kommt, dass in unserer Gesellschaft der Tod nicht als etwas Normales angesehen wird, sondern als der große Feind des Menschen, der ihn einmal dahinrafft - darum wird er auch als Sensenmann beschrieben, kalt und gefühllos. Aus dieser unterbewußten Angst heraus versucht man seinen "Wert" bis zum Ende irgendwie zu bewahren, wenn auch nur im Andenken...
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Eranos hat folgendes geschrieben:
Das hat zum einen damit zu tu, dass dem Verstorbenen Achtung entgegengebracht wird, weil in unserer Tradition Nacktheit, Entblössung als etwas Erniedrigendes angesehen wird. Bei den Aborigines ist es z.B. anders.
Ich meine, die Aborigines haben diesbezüglich ein durchaus vernünftigeres und natürlicheres Denken als es in unserer Tradition der Fall ist, da meine ich, ist unsere Gesellschaft in diesem Punkt noch teilweise vielleicht in einem nicht sehr geistreichen Denken befangen.

Eranos hat folgendes geschrieben:
Dazu kommt, dass in unserer Gesellschaft der Tod nicht als etwas Normales angesehen wird, sondern als der große Feind des Menschen, der ihn einmal dahinrafft - darum wird er auch als Sensenmann beschrieben, kalt und gefühllos. Aus dieser unterbewußten Angst heraus versucht man seinen "Wert" bis zum Ende irgendwie zu bewahren, wenn auch nur im Andenken...


Auch das ist eine sehr unreife Denkweise, denn der natürliche Tod ist genauso normal wie die natürliche Geburt. Unter Anderm sorgt er auch dafür, dass unsere Welt nicht maßlos überbevölkert wird und die Lebensbedingungen für uns alle unzureichend werden. Wirklich schlimm ist nur der zweite, geistliche Tod, der Egoismus, der in uns die Nächstenliebe abstumpfen lassen kann. Das hat im Prinzip mit unserer zeitlichen Segnung im Fleische nichts zu tun. Außerdem besteht mein Wert nicht in meinem irdischen Hab und Gut oder in Äußerlichkeiten wie Gewand, sondern in meinem persönlichen Sein und Handeln.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
soraja hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber das hört sich für mich etwas widersprüchlich an, wenn jemand alles bis ins Detail regelt und sagt, es sei ihm im Grunde egal.

Hat vielleicht damit etwas zu tun, dass die Realität auf einer dualen Polarität beruht und das Ziel das Gleichgewicht dieser beiden Pole ist- daher ist die Wahrheit immer paradox: beide Pole sind gleichberechtigt.
Das aber fällt allen Menschen schwer, die gerne polarisieren.

Ääähm und was bedeutet jetzt dieser philosophische Erguss im Zusammenhang mit meiner Aussage?

Zitat:
Zitat:
Nun, ich will Deine Vorfreude nicht schmälern, das Danach hängt davon ab, wie wir zuletzt, in der Stunde des Todes, gelebt und gedacht haben.

Was eine üble Aussage. Du meinst du kannst morden und rauben und Gott lästern dein Leben lang, aber wenn du eine Stunde vor dem Tod bereust, dann kommst du ins Paradies?

Zunächst: "In der Todesstunde" bedeutet nicht "eine Stunde vor dem Tod", sondern: kurz vor dem Tod.
Ansonsten habe ich nicht von einem Ort namens "Paradies" gesprochen, in den man kommt oder nicht kommt.

Zitat:
Au nee, so läuft das nicht. Wir kommen mit einem Konto an und jede Schuld wider die Liebe wird gesühnt- völlig egal, was du kurz vor deinem Tod denkst.
Wenn das so läuft, liebe Soraja, hast Du über mehrere Leben Dein Konto schon längst hoffnungslos überzogen. - Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Du alles abarbeiten musst und vor allem kannst?

Zitat:
Wir haben es ja hier mit Gerechtigkeit zu tun und das Jenseits funktioniert nicht wie die Menschenherrschaft.

Gottes Gerechtigkeit und die des Menschen sind tatsächlich verschieden -
Vielleicht kennst Du die Geschichte vom "verlorenen Sohn".
Der eigentlich "verlorene" war jener zuverlässige und treue ältere Bruder, der es ungerecht fand, dass der jüngere, der sich sein Erbe vorzeitig auszahlen lassen und alles verprasst hatte und nun reuevoll als Arbeiter zum Vater zurückkehren wollte, von diesem mit offenen Armen empfangen und mit einem Fest, Einkleiden und Anstecken des Siegelringes wieder einsetzt wurde, in seine alte Position.

Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Die Liebe rechnet nicht ab, sondern "annulliert Schuldscheine", sobald wir einsichtig sind und bereuen.

Zitat:
Es ist ein weiter Weg ins Paradies. Aber das Paradies ist in Ebenen unterteilt- auch da gibt es Steigerungen.

Das Paradies ist jeder Augenblick, indem wird uns angst- und leidfrei in den Armen Gottes erfahren dürfen.

Zitat:
Und was ist mit den Menschen, die plötzlich sterben und gerade ans kochen gedacht haben und ansonsten hingebungsvolle Menschen sind?
Denen wird das Paradies verwehrt, weil sie gerade abgelenkt waren?
Also bitte.

Es kommt darauf an, wie intensiv jener Mensch gerade mit einem Gedanken beschäftigt ist, der vom Tod überrascht wird. Der Geist kann gedanklich so fixiert sein, dass z.B. derjenige gar nicht merkt, dass sein Körper gestorben ist...

Meine Antwort wurde gelöscht, keine Ahnung warum. Das wird immer wortlos gemacht.