Angst und Gebet


Ich möchte hier aufgreifen was Ikarus im "Boardiethread" geschrieben hat.

Zitat:
Und man selbst ist nicht immer stabil, hinterfragt sich und sieht das ganze Elend der Welt und es braucht viel Kraft, das alles, was man wahrnimmt, ertragen zu können.

Und manchmal muß man sich selbst schützen.


Ja, man muss sich schützen, dann braucht man weniger Kraft das Elend der Welt mit anzusehen.

Wie kann man sich schützen? Wie macht Ihr das? Jeder Einzelne von Euch?

Ich mach die Sorgen und Nöte von Anderen nicht zu meinen. Ich schau Sie an voll Mitgefühl. Bleib eine Zeit mit Ihnen, halte mit Ihnen aus, ohne den Anspruch an mich wirklich helfen zu können oder den Anspruch an Sie dass sie sich helfen lassen. Ich bete, habe verschiedene Praktiken aus verschiedenen Traditionen.

Im Buddhismus gibt es die vier unermesslichen Geisteshaltungen der Liebe, des Mitgefühls, der Mitfreude und des Gleichmuts.

Es geht darum nicht in Mitleid oder Überschwang zu geraten, sondern in sich stabil genug zu sein um sich mit Anderen auf deren Gmütszustand einzulassen ohne sich selbst davon abhängig zu machen. Das ist nicht einfach, aber sehr hilfreich.

Zitat:
Warum haben wir all die Ängste, all die Sorgen - was geht in der Welt vor, daß wir merken, die Welt trägt ihren Hilfeschrei in sich.


Die Ängste und Sorgen hat die Welt weil die Menschheit zu sehr anhaftet an Wünschen, Begierden, anderen Menschen und noch vielem Anderen. Darüber verlieren wir schon in der Kindheit die Anbindung an die Einheit, das Göttliche. DAs ist der Hilfeschrei und die Angst der Welt.
Diese Anbindung muss sich jeder Einzelne der bereit dazu ist wieder erarbeiten.
Sobald wir in der Anbindung sind ist die Angst verschwunden. So ist zumindest meine Erfahrung.

Zitat:
Genügt beten allein ?

Ich denke nicht, Gebet ohne Verbindung mit der Einheit, dem Göttlichen ist nicht stark genug..

Ich bin gespannt auf Eure Sicht

Liebe Licht und Segen
zahira
_________________
Möge Liebe, Licht und Frieden sich überall verbreiten
Zahira hat folgendes geschrieben:
Im Buddhismus gibt es die vier unermesslichen Geisteshaltungen der Liebe, des Mitgefühls, der Mitfreude und des Gleichmuts.

Es geht darum nicht in Mitleid oder Überschwang zu geraten, sondern in sich stabil genug zu sein um sich mit Anderen auf deren Gmütszustand einzulassen ohne sich selbst davon abhängig zu machen. Das ist nicht einfach, aber sehr hilfreich.


Das ist in der Tat sehr schwer, da man abwägen muss. Manchmal ist es besser in Liebe zu handeln als gleichmütig zuzusehen, gerade wenn es um so Dinge wie Krankheiten oder im schlimmsten Fall Suizid geht.

Der Buddhismus gibt also auch keine endgültigen Antworten auf solche Fragen, die Verantwortung des einzelnen ist also gefragt.

Generell gefällt mir deine Einstellung sehr gut. Dem anderen helfen ohne selbst dadurch runtergezogen zu werden. Mein tiefster Respekt an dich wenn du das schaffst. Ich werde oft mit runtergezogen und so wird aus Mitgefühl oft Mitleid, in dem Sinn, dass auch ich leide. Aber ich sehe da einen Aufwärtstrend, der zu einem großen Teil natürlich diesem indischen Bettelmönch geschuldet ist.

Alles Liebe
Zitat:
Und man selbst ist nicht immer stabil, hinterfragt sich und sieht das ganze Elend der Welt und es braucht viel Kraft, das alles, was man wahrnimmt, ertragen zu können.

Und manchmal muß man sich selbst schützen.

Ja, man muss sich schützen, dann braucht man weniger Kraft das Elend der Welt mit anzusehen.


Ja unbedingt muss man sich selbst schützen, Zahira, Ikarus, und @Alle. Denn tut man es nicht rechtzeitig, wird man von den Ereignissen,
überrollt und mitgerissen. Und aus diesem Strudel ist es schwer sich wieder frei zu kämpfen.

Wenn man selbst in sich nicht sicher ist und stabil genug, dann ist die Hilfe, die Zuwendung, die Anteilnahme die man dem Nächsten entgegen bringt auch nicht immer effizient.

Zitat:
Wie kann man sich schützen? Wie macht Ihr das? Jeder Einzelne von Euch?


Das was mir am besten hilft, ist innerlich zur Ruhe zu kommen.
Das heisst ich ziehe mich in mein Refugium zurück, um mein Gleichgewicht wieder herzustellen, neue Kraft zu schöpfen.

Dann tue ich nur was mir gerade gut tut.
Schreiben, Lesen, Malen, Musik hören, Spielen, Träumen,
oder einfach abhängen, die Seele baumeln lassen.
Eben alles was positiv aufrichtet.

Es kommt auch immer darauf an welcher Aspekt von mir denn jetzt eben ins Gleichgewicht gebracht werden will und muss. Das Denken, das Fühlen, Das Wahrnehmen....

Jedes davon hat andere Ansprüche.

Zitat:
Genügt beten allein ?

Ich denke nicht, Gebet ohne Verbindung mit der Einheit, dem Göttlichen ist nicht stark genug..


Ja sehe und empfinde ich ebenso.
Und dennoch kann auch solch ein Gebet, den Boden schaffen, um in die Einheit zu kommen.

Lieben Gruss
Ellen
Zitat:
manchmal ist es besser in Liebe zu handeln als gleichmütig zuzusehen, gerade wenn es um so Dinge wie Krankheiten oder im schlimmsten Fall Suizid geht.


Gleichmut bedeutet nicht Gleichgültigkeit oder Gefühlskälte, sondern dem Anderen in seiner Situation beizustehen indem man sich auf ihn einlässt ohne mit zu leiden oder zwingend helfen wollen. Gleichmut bedeutet in der Liebe sein. Ohne Wertung sein. Nicht sich selbst als "Besser" oder "Gesünder" zu betrachten und deshalb das Leid als schlecht oder schrecklich zu bewerten. Sondern jede Situation so anzunehmen wie sie gerade ist und tun was getan werden muss bzw was man selbst tun kann.

Denn es ist wichtig das man auf sich selbst auch achtet. Darauf was man gerade geben kann. Unabhängig von dem was man geben möchte.

Es heißt "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und wer sich selbst nicht hilft kann auch andere nicht wirklich helfen.

Licht und Liebe
Zahira
_________________
Möge Liebe, Licht und Frieden sich überall verbreiten
Hallo @all,

da dieses Thema ja in meinem Bordi-Thread irgendwie 'untergegangen' ist, ich jedoch auch etwas dazu sagen möchte, tue ich das nun ein mal hier.

Also zu allererst ein mal, möchte ich sagen, dass es nach meiner persönlichen Meinung und Erfahrung wirklich sehr wichtig ist, dass man sich selbst schützt. Auch ich bin immer noch dabei das zu lernen. Es bringt nichts, wenn man dem anderen helfend zur Seite steht, dadurch jedoch sich vergisst, mitleidet und womöglich dann auch noch selbst Schaden von nimmt. Mir ist es oft passiert, dass ich so mitgelitten habe, dass es mir noch schlecht ging, dem anderen aber schon wieder gut. Und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Ich gebe auch ganz ehrlich zu, dass ich selbst persönlich durch meine Abhängigkeit von bestimmten anderen Menschen sehr gut darin bin zu viel zu fordern und zu klammern. Ich weiß, dass ich damit sehr anstrengend bin und mir so manche Freundschaft dadurch schon zerstört habe. Weil ich eben so Abhängig bin. Woran ich schon sehr lange arbeite und mittlerweile denke ich auch schon ganz kleine Erfolge sehen kann.
Ich habe manche Menschen, Menschen, die mir eben sehr wichtig sind so bedrängt, unentwegt geklammert und Sie auch durch meine Verlassensangst, die ich immens habe, immer wieder verletzt, weil ich eben auch nicht glaube und annehmen konnte, dass Sie mich wirklich gerne haben, mich lieb haben und so gut es eben geht für mich da sind.
Mir fällt es oft noch schwer im Bewusstsein zu begreifen, dass genau diese Menschen auch Ihr eigenes Leben haben, Arbeiten müssen usw. und eben nicht 24 Stunden lang rund um die Uhr nur für mich da sein können. Selbst wenn Sie es vielleicht auch wollten. Es geht einfach nicht und das kann ich auch nicht verlangen. Und trotzdem habe ich es unbewusst immer wieder getan. Und habe dadurch auch Ihnen gegenüber immer wieder unterschwellige Schuldvorwürfe gemacht, was mir selbst jedoch nicht ein mal auffiel.

An dieser Stelle möchte ich u.a. auch unserer lieben Zahira hier ein mal DANKE sagen. Sie ist eine von denjenigen, durch die ich sehr viel lernen konnte. Gerade was es bedeutet auf sich selbst zu achten. Und mir wurde durch Sie auch klar, dass auch wenn man nicht andauernd in Kontakt ist, der andere wenn es einem gerade mal wieder schlecht geht nicht sofort zur Stelle ist, einen trotzdem noch mag. Doch er eben auf sich achtet. Denn sonst kümmert er sich nur um die anderen, gerät selbst aus der Einheit, geht dadurch 'kaputt' und kann dann niemandem mehr helfen.

Nun denn, ich glaube ich bin hier ein klein wenig vom Thema abgeschweift. Sorry. Und Zahira lach bitte nicht, doch ich fühle mich grade wieder sehr verwirrt hier
Bin immer noch ziemlich durch den Wind und neben der Spur. Suche noch nach meiner Mitte hier. Im Moment dreht sich alles sehr heftig. Doch es wird schon werden.

Alles Liebe,

eure sCHNEKe
_________________
Ich habe für jedes Problem eine Lösung, doch leider passen die Lösungen nie zu meinen Problemen.
-unbekannt-
Liebe Claudi

und immer nocht suchst du ausserhalb
weg von der eigenen Mitte ,weg
von dem in dir selbst ruhenden
Alfa und Omega Punkt,

auf der Suche nach dem einen Menschen,
nach der einen echten wahren einzigen Freundschaft
nach dem einen Orienitrungs Punkt und Halt

die Antwort, Trost und Kraft sind dir
im Gebet jederzeit zugänglich
in dir selbst ruht , und nur darauf wartet
auf deinen Ruf, mit Vertrauen und Bitte,
aus dich und dir selbst, helfen zu können.

"Gott ist dir näher als deine eigene Schlagader!"
Habe Jahrelang gebraucht zu verstehen
und dem zu vertrauen, das die Quelle,
der Verbindungs Faden, in mir zugeschütet
und unbeachtet war,und jetzt sprudelts.

Gebet hält die Verbindung aufrecht
aus der ich trinken und mich festhalten kann.

Das ich dir auch wünsche mögest du so schnell
wie mögilich, auch tun. Beten und
Loslassen...und von niemanden ausser Gott,
was erwarten und erbitten.
Danke Dir liebe Akasha

Ja, ich bin dabei es zu lernen. Momentan gerade mehr denn je
Und auch ich werde es lernen. Da glaub ich ganz fest daran. Auch wenn es ehrlich gesagt jeden Tag aufs Neue gerade mehr als nur noch weh in mir tut und mich immer wieder zweifeln lässt.

Alles Liebe,

Claudi
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Ich habe für jedes Problem eine Lösung, doch leider passen die Lösungen nie zu meinen Problemen.
-unbekannt-
Uebung macht den "Meister"!

die Erde und das ganze Leben darauf ist nicht aufs mal über Nacht entstanden, alles ist in einem ständigen werden, wachsen, lernen Prozess, eingebunden!