Die Kraft des positiven Denkens


Da ich der lieben Schnecke nicht ihr Thema kapern möchte, möchte ich die dort aufgeworfenen Fragen hier weiter erörtern.

Linde hat geschrieben:

Linde hat folgendes geschrieben:
Die Psychologie hat festgestellt, dass 85 % von dem was wir glauben, eintrifft.


worauf meine Antwort war:

Long Road hat folgendes geschrieben:
Also die Studie muss ich sehen. Ich bitte um Einsicht in die Quellen.


hierauf schrieb Linde:

Zitat:
Hab ich in den Büchern der Psychologen Rudolf Dreikurs und Erik Blumenthal gelesen. Frag mich nicht in welchen. Wenn ich drauf stoße melde ich mich unverzüglich bei Dir.

Wenn ich beispielsweise daran glaube, dass ich eine Krankheit überwinden kann, ist die Chance 85%.

Glaube ich dagegen ich schaffe es nicht, ist die Chance ebenso 85 %


Mir stellen sich hier zwei Fragen:

1. Anscheinend beziehst du die Aussage: "Die Psychologie hat festgestellt, dass 85 % von dem was wir glauben, eintrifft." auf Krankheiten bzw. Gesundheit. Sehe ich das richtig? Oder fallen andere Dinge auch unter diesen Zusammenhang, den "die Psychologie" da festgestellt hat.

Extrembeispiel: Wenn 100 Leute glauben 1000 Jahre alt zu werden, werden dann wirklich mindestens 85 Leute 1000 Jahre alt?

Ich denke allein die Tatsache, dass nicht 85 % einen Lottogewinn erzielen, obwohl sie daran glauben, spricht bereits Bände.

2. Wenn es sich NUR auf Krankheit bzw. Gesundheit bezieht, würdest du mit mir zu einer onkologischen Abteilung gehen und zu 10 Krebspatienten im Endstadium das Gleiche sagen? Theoretisch haben die ja dann auch eine 85 %ige Heilungschance.

Mich macht es traurig wenn schwere Krankheiten einfach darauf reduziert werden, dass der Kranke bloß an die Heilung glauben muss und alles wird wieder gut.

Natürlich trägt eine positive Einstellung zum Heilungsprozess bei. Keine Frage. Aber dass 85 % deshalb gesund werden, weil sie daran glauben? Nee, das glaube ich nicht. Ich lasse mich durch medizinische Studien gern eines besseren belehren.

Alles Liebe
Da bin ich ganz auf deiner Seite, Long Road

In der Süddeutschen stand eine glühende Rezension des neuen Ehrenreich-Buches "Smile or Die", in der die Autoren die Implikationen der Seuche "Positives Denken" analysiert:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/s.....mismus-industrie-1.995130
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Amulette, Zauberöle und Kerzen:
http://www.mojo-joes.com

Blog:
http://www.indogermanisch.com
Ich denke wirklich positiv denken tut nur der, der im Herzen ist, weil dieser das richtige Verhalten kennt. Und weil er sich richtig verhält hat er auch ein gestärktes Immunsystem und wird nur sehr selten bis gar nicht krank, und wenn überhaupt, dann nicht schwer.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Ich denke wirklich positiv denken tut nur der, der im Herzen ist, weil dieser das richtige Verhalten kennt. Und weil er sich richtig verhält hat er auch ein gestärktes Immunsystem und wird nur sehr selten bis gar nicht krank, und wenn überhaupt, dann nicht schwer.


Das ist nicht dein Ernst, oder?
Dann hat jeder, der schwer krank ist, sich falsch verhalten?
Diese Einstellung nenne ich menschenverachtend.
_________________
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Blog:
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Lieber Carl,

Erich meint es bestimmt nicht menschenverachtend und ich muß ihm da schon Recht geben. Wenn wir uns immer in unserer Mitte befinden würden, würden wir nicht erkranken weil alle äußeren Einflüsse keine Chance haben durch unsere Aura einzudringen die uns umgibt.
Nur - wer befindet sich immer in seiner Mitte? Wenn man Stress hat, wenig geschlafen hat, Kummer und Leid hat - kann man leichter erkranken - weil das Immunsystem geschwächt ist und unsere Aura durchlässiger ist. Da denkt man eben nicht positiv.
Das kann sich über Jahre hinweg ziehen. Eine gekränkte Seele (vielleicht ist es ja auch nur das Ego) wird bei lange währender Kränkung - krank. Meiner Meinung nach hat jeder Mensch Schwachstellen und da kann sich dann die Kränkung manifestieren.

Positives Denken hilft auf jeden Fall - wenn wir mit unseren Zellen positiv interagieren und uns Gutes tun, uns so annehmen wie wir sind dann haben wir auf jeden Fall ein stabiles Fundament und sind nicht so anfällig.

LG
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Aura? Was ist das?
Innere Mitte?
Was ist das?
akasha hat folgendes geschrieben:
Aura? Was ist das?
Innere Mitte?
Was ist das?


Die innere Mitte ist, mit Gott, sich und der Welt glücklich und zufrieden zu sein.
Die Aura ist die Energie, die ein Mensch ausstrahlt.

Mache hellsichtige Menschen können sie sehen in Form von Farben, die wie ein Feld den Menschen umgeben, die meisten fühlen einfach, was ein Mensch ausstrahlt.

Zitat:
Als Aura oder Energiekörper eines Menschen wird in verschiedenen esoterischen Lehren eine Ausstrahlung bezeichnet, die für psychisch oder anderweitig entsprechend empfindsame Menschen als Farbspektrum, das den Körper wolken- oder lichtkranzartig umgibt, wahrnehmbar sein soll.

Nach Ansicht der meisten Anhänger der Energiekörperlehre besteht dieser aus mehreren Schichten, die eng mit den Chakren des Menschen verknüpft sind.
Sehr häufig ist daher die Ansicht, die Aura des Menschen bestehe aus sieben Schichten, die den sieben Hauptchakren entsprechen. Manche Schichtenkonzepte können davon abweichen, da gelegentlich mehr als sieben Hauptchakren postuliert werden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Energiek%C3%B6rper
Zitat:
Mir stellen sich hier zwei Fragen:

1. Anscheinend beziehst du die Aussage: "Die Psychologie hat festgestellt, dass 85 % von dem was wir glauben, eintrifft." auf Krankheiten bzw. Gesundheit. Sehe ich das richtig? Oder fallen andere Dinge auch unter diesen Zusammenhang, den "die Psychologie" da festgestellt hat.

Extrembeispiel: Wenn 100 Leute glauben 1000 Jahre alt zu werden, werden dann wirklich mindestens 85 Leute 1000 Jahre alt?

Ich denke allein die Tatsache, dass nicht 85 % einen Lottogewinn erzielen, obwohl sie daran glauben, spricht bereits Bände.


2. Wenn es sich NUR auf Krankheit bzw. Gesundheit bezieht, würdest du mit mir zu einer onkologischen Abteilung gehen und zu 10 Krebspatienten im Endstadium das Gleiche sagen? Theoretisch haben die ja dann auch eine 85 %ige Heilungschance.

Mich macht es traurig wenn schwere Krankheiten einfach darauf reduziert werden, dass der Kranke bloß an die Heilung glauben muss und alles wird wieder gut.

Natürlich trägt eine positive Einstellung zum Heilungsprozess bei. Keine Frage. Aber dass 85 % deshalb gesund werden, weil sie daran glauben? Nee, das glaube ich nicht. Ich lasse mich durch medizinische Studien gern eines besseren belehren.




Hi long road >die Psychologie hat festgestellt<, ja ich weiß, das hätte man besser ausdrücken können, aber scheinbar konnte ich in dem Moment als ich es schrieb grade nicht. Ich bin eine einfache ältere Frau und manchmal drücke ich mich halt auch nur "einfach" aus.

Dass ich das mit den 85% aber so gemeint haben könnte wie Du es oben beschreibst, kommt bei mir so an, dass Du mich ziemlich dümmlich einschätzt.

Wie können 100 Leute glauben, dass sie 1000 Jahre alt werden.

Ich will nochmal versuchen zu beschreiben wie ich das meinte mit den 85 %.

Wenn sich z.B. 2 Schüler in etwa gleich gut auf eine Prüfung vorbereiten und der 1. glaubt, dass er die Prüfung besteht und der 2. dass er durchfällt, dann hat derjenige der glaubt, dass er es schafft die größeren Chancen. So wie es der Psychologe Erik Blumenthal beschreibt ist die Chance dass der der glaubt er besteht, sie tatsächlich besteht, 85%. Trotzdem ist es zu 15 % möglich, dass er doch durchfällt, auch wenn er geglaubt hat er besteht.

Beim 2. Schüler ist es umgekehrt. Wenn er glaubt er fällt durch, wird er mit 85 % iger Wahrscheinlichkeit durchfallen, trotzdem ist es zu 15% möglich, dass er doch besteht obwohl er nicht daran geglaubt hatte. Schließlich hatte er sich ja so gut wie der erste vorbereitet.

Genauso wird es sein, wenn 2 Menschen in etwa die gleiche Krankheit haben, dass der der glaubt oder davon überzeugt ist gesund zu werden die größeren Chancen hat. Trotzdem ist es aber zu 15 % möglich, dass der, der meint er wird gesund, doch nicht gesund wird und der andere der meint er wird nicht wieder gesund, doch 15% chance hat wieder gesund zu werden.

Dass man mit seinem Glauben keinen Lottogewinn herbeiholen kann, das ist ja wohl sonnenklar.
Und auch, dass jemand der glaubt gesund zu werden nicht zwingend gesund werden muss, das hab ich ja grade beschrieben.

Ich hoffe, dass ich das jetzt so ausdrücken konnte, dass man versteht was ich damit meinte, dass zu 85% das eintritt, woran man glaubt.

Schöne Grüße und gute Nacht
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Hi long road >die Psychologie hat festgestellt<, ja ich weiß, das hätte man besser ausdrücken können, aber scheinbar konnte ich in dem Moment als ich es schrieb grade nicht.


Hallo Linde,

tja, deshalb habe ich ja nachgefragt ob es deine Meinung ist, oder ob es das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie ist. Du hast geantwortet, dass zwei Psychologen das geschrieben haben. Daher habe ich dieses Thema geöffnet weil ich es genauer wissen wollte.

Zitat:
Ich bin eine einfache ältere Frau und manchmal drücke ich mich halt auch nur "einfach" aus.


Und ich bin ein einfacher Mann und frage "einfach" nach.

Zitat:
Dass ich das mit den 85% aber so gemeint haben könnte wie Du es oben beschreibst, kommt bei mir so an, dass Du mich ziemlich dümmlich einschätzt.


Es geht nicht darum wie ich dich einschätze, sondern um missverständliche Aussagen in einem sehr heiklen Zusammenhang. Das einzig persönliche in diesem Thema ist, dass ich sowas nicht verkrafte, weil ich die Konsequenzen einer solchen Ideologie kenne.

Und ich schätze dich nicht dümmlich ein, ich kenne dich kaum, das wäre daher sehr oberflächlich von mir.

Zitat:
Wie können 100 Leute glauben, dass sie 1000 Jahre alt werden.


Die Leute glauben an Lichtnahrung, Homöopathie, Außerirdische, Astrologie, das Christkind, den Osterhasen, Weltverschwörungen und politische Versprechen im Wahlkampf. Etc. etc.

Da ist der Glaube an ein 1000jähriges Leben nicht so abwegig. Ich habe einen Menschen getroffen, der überzeugt war nicht sterben zu müssen, weil nur Menschen sterben, die nicht "in ihrer Mitte" sind.

Zitat:
Ich will nochmal versuchen zu beschreiben wie ich das meinte mit den 85 %.

Wenn sich z.B. 2 Schüler in etwa gleich gut auf eine Prüfung vorbereiten und der 1. glaubt, dass er die Prüfung besteht und der 2. dass er durchfällt, dann hat derjenige der glaubt, dass er es schafft die größeren Chancen. So wie es der Psychologe Erik Blumenthal beschreibt ist die Chance dass der der glaubt er besteht, sie tatsächlich besteht, 85%. Trotzdem ist es zu 15 % möglich, dass er doch durchfällt, auch wenn er geglaubt hat er besteht.

Beim 2. Schüler ist es umgekehrt. Wenn er glaubt er fällt durch, wird er mit 85 % iger Wahrscheinlichkeit durchfallen, trotzdem ist es zu 15% möglich, dass er doch besteht obwohl er nicht daran geglaubt hatte. Schließlich hatte er sich ja so gut wie der erste vorbereitet.


Den wichtigen Teil habe ich rot markiert. Dass bei gleichen Umständen (Vorbereitung, Talent, Interesse...), der positive Glaube zu einem besseren Ergebnis führt zweifle ich nicht an.

Worum es mir geht ist, dass ein untalentierter Schüler der sich nicht vorbereitet keine 85 %ige Erfolgschance hat nur weil er daran glaubt. Der kann solange glauben wie er will, er wird die Prüfung höchstwahrscheinlich nicht schaffen.

Zitat:
Genauso wird es sein, wenn 2 Menschen in etwa die gleiche Krankheit haben, dass der der glaubt oder davon überzeugt ist gesund zu werden die größeren Chancen hat. Trotzdem ist es aber zu 15 % möglich, dass der, der meint er wird gesund, doch nicht gesund wird und der andere der meint er wird nicht wieder gesund, doch 15% chance hat wieder gesund zu werden.


Genauso wird bei einer vergleichbaren Krankheit, bei gleicher Therapie, der Glaube an eine Heilung das Ergebnis positiv beeinflussen. Das glaube ich auch. Was ich nicht glaube ist, dass ein Mensch der keine notwendige Therapie macht eine 85 %ige Heilungschance hat nur weil er daran glaubt.

Zitat:
Dass man mit seinem Glauben keinen Lottogewinn herbeiholen kann, das ist ja wohl sonnenklar.


Meinst du? Da kann ich dir Leute vorstellen, die Gegenteiliges meinen. Eine mir bekannte Person hat mal ein Gesellschaftsspiel abgebrochen, weil ich mit meinen negativen Gedanken ihre Würfel beeinflusse. Sowas gibt es wirklich.

Vielleicht verstehst du dadurch warum mich Aussagen wie "Die Psychologie hat festgestellt, dass 85 % von dem was wir glauben, eintrifft." so empfindlich treffen. Ich habe das Elend, das aus einer solchen Ideologie entsteht, miterlebt.

Zitat:
Ich hoffe, dass ich das jetzt so ausdrücken konnte, dass man versteht was ich damit meinte, dass zu 85% das eintritt, woran man glaubt.


Ich hoffe ich konnte ausdrücken was mich an dieser Aussage stört und wieso ich sowas als sehr gefährlich betrachte. Vor allem in heiklen Zusammenhängen wie schwerer Krankheit.

Zitat:
Schöne Grüße und gute Nacht

Schöne Grüße und guten Morgen
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Die ganze Diskussion erübrigt sich ohnehin. Wie soll man einen Glauben messen können?

Ich glaube daran daß (fast) alles möglich ist. Es kommt wohl immer auf die Festigkeit und Überzeugung des Jenigen an.


LG
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*