bin ich misanthrop?


Ich kann Deine Einstellung zu den Menschen gut verstehen. Der Mensch wird immer so sein wie er schon immer war (jedenfalls der Großteil der Menschheit). Egoistisch, gierig, machtbesessen, ungerecht, herzlos usw.

Ich kämpfe des öfteren auch dagegen an, deswegen die Menschen hassen zu müssen. Man muss sich letztendlich entscheiden, ob man sich der Ablehnung den Menschen gegenüber hingeben will - dann wird man aber selbst zum Gegenstand der eigenen Ablehnung - oder ob man anders sein will.

Jesus sagte bedingungslos: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Das versuche ich mir immer wieder vor Augen zu führen, wenn der Adrenalinspiegel gefährlich am steigen ist. Und es klappt laaaangsam, aber immer besser.
Der Hass auf andere ist immer schlussendlich der Hass auf sich selbst, dass wir zu viel Angst haben, unsere Illusionen wirklich loszulassen und lieber Gott verleugnen, als in den Abgrund der Ohnmacht zu springen.
Das würde ich pauschal nicht so sagen. Ein Hass kann auch durch äußeres Einwirken auf einen selbst entstehen, was nicht zwangsläufig mit Selbsthass verbunden sein muss. Wenn Dir jemand ständig Deinen Garten zertrampelt, ist es doch verständlich, dass man langsam sauer wird. Oder schlimmer, ein Kind wird getötet, wenn dann Eltern den Mörder hassen, ist das auch ohne Selbsthass zu erklären.
AlBundy hat folgendes geschrieben:
Das würde ich pauschal nicht so sagen. Ein Hass kann auch durch äußeres Einwirken auf einen selbst entstehen, was nicht zwangsläufig mit Selbsthass verbunden sein muss. Wenn Dir jemand ständig Deinen Garten zertrampelt, ist es doch verständlich, dass man langsam sauer wird. Oder schlimmer, ein Kind wird getötet, wenn dann Eltern den Mörder hassen, ist das auch ohne Selbsthass zu erklären.



Das muss man genauer betrachten.

Zuerst stellt sich die Frage: wie weit ist der Mensch in der Erkenntnis des eigenen Selbst schon vorgedrungen und hat erkannt, dass der Hass in ihm liegt?

Ist er weit vorgedrungen, so kann es ihm nicht mehr passieren, dass sein Kind ermordet wird, denn es kann jedem nur das passieren, was er gemäß seiner Ausstrahlung anzieht.

Ein Mensch, dem so etwas passiert, ist also weit weg von irgendeiner Selbsterkenntnis.

Ebenso, wenn jemand deinen Garten zertrampelt.

Wenn du ein reifer Mensch bist, so wirst du dich fragen, wie viel Hass und Ablehnung noch in dir ist, dass du eine solche Tat anziehen kannst und du wirst dich beeilen, den Hass in dir zu verwandeln, damit dir so etwas nicht mehr passiert.

Ein Mensch, der den ganzen Hass in sich erkannt und verwandelt hat, dem kann nichts mehr passieren, was Hass auslösen würde, der wird nicht mehr angegriffen.
Moin

Hass ist der langjährige Freund von Wut.
Wut kann uns unter Umständen aus einer Notsituation befreien.
Daher sind diese Begriffe weder gut noch schlecht wenn man sie isoliert betrachtet.
Auch der Begriff Kampf kann ähnlich behandelt werden, es lohnt sich ja beispielsweise für eine gute Sache zu kämpfen, wenn die Mitel angemessen sind, muss man das nicht zwangsläufig verurteilen.
soraja hat folgendes geschrieben:


Zuerst stellt sich die Frage: wie weit ist der Mensch in der Erkenntnis des eigenen Selbst schon vorgedrungen und hat erkannt, dass der Hass in ihm liegt?

Ist er weit vorgedrungen, so kann es ihm nicht mehr passieren, dass sein Kind ermordet wird, denn es kann jedem nur das passieren, was er gemäß seiner Ausstrahlung anzieht.

Ein Mensch, dem so etwas passiert, ist also weit weg von irgendeiner Selbsterkenntnis.



Sorry, aber diese Darstellung ist völlig an der Realität vorbei... das kann nicht dein Ernst sein...


Gruss Grubi
soraja hat folgendes geschrieben:

Ist er weit vorgedrungen, so kann es ihm nicht mehr passieren, dass sein Kind ermordet wird, denn es kann jedem nur das passieren, was er gemäß seiner Ausstrahlung anzieht.


Was immer du nimmst, gib mir etwas ab ...
@luschn

Willst du das wirklich?
Ich glaube nicht dass man etwas einwerfen muss um das Prinzip der Resonanz misszuverstehen : http://gesetze-des-lebens.de/resonanzgesetz-1/anziehung.php

Das Resonanzprizip funktioniert auf kommunikativer Ebene, man kann das auch hier im Forum beobachten wie es funktioniert.

Eine Fernwirkung die alle mit mir in Verbindung stehende Personen betrifft, ist das allerdings nicht.
Im Fall der Kindesentführung müsste man auch einräumen dass jedes Lebewesen erstmal selbständig agiert, durch eine positive Lebenseinstellung kann ich aber kein Leid verhindern welches Dritten zugefügt wird.
Wenn man z.B. Völkermorde oder Amokläufe in die Überlegungen einbezieht, wird man zu dem Schluss kommen dass nicht alle Opfer für falsches Handeln oder Denken verantwortlich gemacht werden können.

Mörder die sich von einer zweifelhaften Ideologie beeinflussen lassen, könnten mit dem falsch verstandenen Prinzip der Resonanz ihre Taten rechtfertigen, das wäre fatal.
Daher würde ich dringend dazu raten mal zu überlegen welches gefährliche Gedankengut man mit solchen Annahmen in die Welt setzt....

Gruss Grubi
Die Darstellung im Link ist auch etwas vereinfachend dargestellt.

Es begegnen einem im Leben Menschen, die stets überbetont freundlich sind, wenn sie genug erfahren haben, wird es weiter getragen oder genutzt - und wenn sie vor Entscheidungen gestellt werden, die nicht zu ihren Gunsten ausfallen, fällt ihnen das Lächeln aus dem "Gesicht".

Es gibt aber auch Menschen, die viel Leid erlebt haben und sich nicht gleich öffnen, wenn sie es aber tun, dann sind sie sehr herzlich und Wärme spenden, vor allem hilfreich.

Pauschalisierungen bringen nicht weiter, aber wer will nicht mal einen schnellen SmallTalk, das erfrischt und wenn man weiter nichts braucht, reicht das auch.

Menschen, die hilfreich sind, sind auch oft konsequent und reden nicht viel herum, machen keine Hoffnungen, wenn sie sie nicht erfüllen können, das sind die "NägelmitKöpfen" Machenden, in ihrer Resulutheit kann es aber auch vorkommen, daß sie Menschen und ihre Wünsche ganz einfach überfahren.

Die Bandbreite an Menschsein ist eben groß.

Und wer viele Menschen kennt, sie aufmerksam betrachtet und versucht, ihr Handeln und ihr Wesen einzuschätzen, gewinnt an Erfahrung.

Ich kenne keine Menschen, die Menschen hassen(Misantroph) http://de.wikipedia.org/wiki/Misanthropie

Es ärgert sich so mancher über manches, aber daß man sich in die Einöde zurück zieht und alle Welt verflucht - nein, solche Menschen begegnen einem selten.

Was ich persönlich nicht mag, in einem riesigen Menschengedränge zu stehen und in der Gefahr zu stehen, als kleines Wichtelchen von einem Riesen mit dem Ellenbogen eins ins Gesicht zu kriegen. Boah

Grüßli für den Tag
ikarus
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
@soraja

Ich hoffe, das war nur ein wenn auch sehr schlechter Scherz! Das würde bedeuten, dass alle Eltern, deren Kind ermordet wurde, selber Schuld sind, weil sie per se Hass in sich tragen? Das ist eine ziemlich herzlose und gegenstandslose Behauptung.