bin ich misanthrop?


Zitat:
Nur, das Beste auf Erden gibt's nicht für umme...


Was genau meinst Du damit, Dtrainer?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
"Für umme" = umsonst.
Wer etwas wertvolles möchte, muß sich halt drum bemühen...
Mal wieder in die Mundart abgerutscht
Ja, es ist eine Tatsache, dass die Dinge sich nicht ändern werden. Und es ist zwar nicht schön, aber es gehört nun einmal so.

Und wisst ihr was, das Leben macht mir trotzdem Spaß

Auch wenn ich so ein Schwarzseher bin! Denn ich will und kann nichts ändern, nur manchmal muss man seinem Unmut Luft machen...

Ich weiß zwar immer noch nicht, ob ich misanthrop bin, aber wenn ja, dann glaube ich, dass es nicht ist, wofür man sich schämen müsste, denn auch ich gehe meinen Weg...gemeinsam mit nicht misanthropen Menschen
Man, das geht ja fix hier...
Zitat:
Doch, Intelligenz ruft Egoismus und Habgier hervor oder hast du schonmal ein Raubtier gesehen,
das sagen wir zehn Schafe reißt, obwohl es nur zwei fressen kann?

Allerdings!
Gelegenheit macht Mordlust bei Raubtieren.
Ein Fuchs hat nachts bei meiner Schwägerin sämmtliche Hühner totgebissen.
Aber gut. Man kann ihm nicht unterstellen, daß er vorhatte, die Hühnerheit auszurotten .
Es scheint Dir allerdings weniger um Intelligenz, denn um Geltungssucht und Habgier zu gehen.
Man kann es ja auch als intelligent betrachten, mal zufrieden zu sein, nur ist das nicht sehr spektakulär.
Jedenfalls hast Du gefragt, ob man Dich mit Deiner Weltsicht für einen Misanthropen
halten kann.Ich lese das schon aus Deinen Worten, da Du nichts akzeptierst,
was Deiner Ablehnenden Haltung zur Kulturentwicklung entgegenspricht.
Zitat:
Und was die Städte betrifft, wir leben nur in Städten, weil Städte von praktischem Nutzen für uns sind.

Ja und? Das bedingt doch absolut soziales Verhalten.
Hier rennen doch nicht nur Massenmörder rum.
Das Funktionieren von Städten bedingt lange Kulturentwicklungen zum sozialen Menschen hin.
Du möchtest unbedingt an das Gute glauben?
"Das Gute" ist vernünftig! Vernunft ist gut, weil sie funktioniert!
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"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
Vielleicht solltest Du was für Deinen rauhen Hals tun, ich spüre das bis hierher ...

Salbei ist dafür ganz gut ...



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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
nidanoswir hat folgendes geschrieben:
Danke für eure Antworten...

Soraja, Misantropie bedeutet erstmal Menschenverachtung oder -hass, wobei es da sehr viele unterschiedliche Ausprägungen gibt...vom totalen Einsiedlerdasein bis zu Menschen, die sich versuchen der Gesellschaft anzupassen und auch einigermaßen normal in ihr leben...zu dieser Kategorie zähle dann wohl auch ich

Du sagst das menschliche Dasein ist nicht auf diesen Planeten und nicht auf diese Zeit konzentriert. Da stimme ich dir in soweit zu, dass ich der Ansicht bin, dass es noch andere Planeten gibt, auf denen sich Ähnliches abspielen könnte, also auch die Entwicklung von (intelligentem) Leben, wenngleich das schon Kriterien erfordert, zu denen es nur seeehr selten kommen dürfte. Ich sollte wohl dazu sagen dass ich einen wissenschaftlcihen Beruf ausübe und für mich eigentlich nur Fakten zählen.

Du schreibst der Mensch macht Fortschritte was sein Handeln betrifft und seine zerstörerischen Taten erkennt und ändert? Dies setzt eine automatische Fortentwicklung zum Guten hin voraus. Das glaube ich nicht, denn wann hat sich der Mensch denn je gebessert? Sicher, heutzutage gibt es weniger Kriege als früher und der Wohlstand ist vermeintlich gestiegen, verglichen mit dem Mittelalter zumindest. Dies liegt aber weniger in der Einsicht des Menschen, nur durch Frieden sei eine zufrieenstellende Koexistenz möglich als vielmehr in den sich andauernd verändernden und von Markt und Konsum gesteuerten Lebensverhältnissen. Kriege machen wirtschaftlich gesehen nicht mehr so viel Sinn wie in der Antike und im Mittelalter, deswegen leben wir in "Frieden". Dafür haben wir heute die "Diktatur" des Geldes, aber das ist wieder eine andere Geschichte und nicht Gegenstand dieser Diskussion.

Ich motze nicht rum, vielmehr mache ich mir meine Gedanken über Sinn und Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz. Und diese Gedanken sind auch überaus berechtigt. Denn wenn es keine Kritiker gäbe, dann hätten wir eine Gesellschaft von leichtgläubigen Sklaven, die den Herrschenden alles abnähme und alles mit sich machen ließe.

Ich will andere Menschen auch gar nich verändern, das ist nicht möglich, ich behaupte ja auch nicht, dass ich besser bin als andere. Misanthropie ist auch nicht darauf ausgerichtet, sinnvoll zu sein in Bezug auf die Verbesserung der Zukunft der Menschheit. Dafür gibts es die sogenannten Weltverbesserer zu denen Misanthrope nicht gehören.

Nein ich würde mich auch niemals selbst als einen Spinner bezeichnen, nur als jemanden der zu viel nachdenkt und sich somit das Leben selbst schwerer macht als es ohnehin schon ist...

Was die Daseinsberechtigung des Menschen angeht muss ich sagen, dass ich Atheist bin und von diesem Standunkt aus kann diese Berechtigung schon in Frage gestellt werden, da meiner Ansicht nach die Entstehung des Menschen, aller Pflanzen, der gesamten Erde und im Endeffekt des gesamten Universums einen Zufall darstellen. Ich denke da eben sehr rationell... Die Erde wird in etwa 6 oder 7 Mrd. Jahren von der Sonne zerstört werden, das ist eine Tatsache, und der Mensch wird so lange sowieso nicht exisiteren. Wir sind nun mal nicht die Krone der Schöpfung.

So gesehen spielen wir eine recht untergeordnete Rolle.

Ja Grubi da hast du sicher recht...man kann niemanden ändern und das ist sowieso nicht meine Aufgabe, dazu bin ich zu egoistisch...eine zutiefst menschliche Eigenschaft

So, die orthografishen Regeln der deutschen Sprache habe ich in meinem zweiten Beitrag weitgehend beachtet


Ohne Gott in dein Bewusstsein aufzunehmen, wird dir der Sinn dieser Entwicklung verschlossen bleiben.

Deshalb gehe ich auch nicht weiter auf die Einzelheiten ein, da du sie ohnehin leugnen wirst und ich meine Erkenntnisse nicht verleugnen kann und wir also keinen Nenner finden.
Moin

nidanoswir hat folgendes geschrieben:
[...]

Ich weiß zwar immer noch nicht, ob ich misanthrop bin, aber wenn ja, dann glaube ich, dass es nicht ist, wofür man sich schämen müsste, denn auch ich gehe meinen Weg...gemeinsam mit nicht misanthropen Menschen


Als nächstes hätte ich erfragt ob du herrausfinden möchtest ob du dich für deine Gedanken schämen musst.
Ich denke nicht, wenn es sein muss, darf man auch mal ein bischen Hassen.
Wir sind Menschen und sollten uns nicht für menschliche Schwächen schämen müssen.
Schlimmer finde ich es wenn menschliche Schwächen erkannt werden, und dem Ertappten dann in Gutmenschenmanier seine Schwächen unter die Nase gerieben werden damit man sich selbst ein bischen besser fühlen darf.
Davon kriege ich auch misanthrope Gefühle*g*

Ich habe mal kurz die Wiki Definition eingesehen und folgenden Punkt gefunden :

Zitat:
Viele Gründe können Menschen dazu bringen, die Menschheit im Allgemeinen zu verachten: unerfreuliche Erfahrungen mit anderen Menschen, eine negative Beurteilung des menschlichen Wirkens auf der Erde, eine (etwa religionsgespeiste) negative Ansicht über die Moral des Menschen, seine ästhetische Ablehnung, der Wunsch nach einem nicht-menschlichen Nachfolger der Menschen und vieles andere mehr. Oft misst der Misanthrop den Menschen an der Elle eines Ideals, bemerkt dabei die Abweichung, und das lässt ihn dann zu der Überzeugung gelangen, dass alle Menschen von Grund auf schlecht seien.

Bei extremen Fällen von Abscheu dem Menschen gegenüber sondert sich der Misanthrop ab und führt ein Einsiedlerdasein. Diese selbst gewählte Isolation ist von pathologischer Menschenscheu zu unterscheiden, bei der trotz des Wunsches danach keine Nähe zur umgebenden menschlichen Gemeinschaft erreicht werden kann.


Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Misanthropie

Die folgende Passage daraus dürfte noch interessant sein :
Zitat:
In Satire und Comedy werden misanthropische Einstellungen oft vorgeführt oder eingenommen, die dabei aufgespießten Unzulänglichkeiten der menschlichen Art geben den Geschichten eine humorvolle Note.


Einer etwas satirischen Darstellung kannst du dich hier hingeben : http://www.stupidedia.org/stupi/Misanthrop

Daraus
Zitat:
: Auch eignet sich ein Misanthrop ganz besonders als Sozialarbeiter, Callcent-Agent und als Conferencier. Weiterhin ist der Beruf des Priesters eine besondere Domäne dieses Personenkreises, in welcher er seine philosophisch anmutende Grundhaltung voll zur Geltung bringen kann.


Herrlich...

Mit Humor lässt sich vieles kompensieren*denk*

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Lieber nidanoswir

Nein, ich denke nicht, dass du ein Misanthrop bist, zumindest nicht so wie ich das Wort verstehe. Ein wahrer Misanthrop würde sich angeekelt von der Menschheit abwenden und nicht in einem Forum wie diesem andere Menschen um ihre Meinung fragen

Ich denke, dass du sogar eine sehr gute Einstellung hast. Du siehst die Menschheit mehr oder weniger so wie sie gegenwärtig ist. Da gibt es gute Sachen und schlechte Sachen. Oft werden die schlechten Eigenschaften negiert und ein verzerrt positives Bild geschaffen: "Wir sind so super, wir sind die Besten, wir sind die Krone der Schöpfung etc". Das ist meiner Meinung nach genau so schlecht als wenn man nur das Schlechte sieht, was meiner Meinung nach zu Misanthopie führt. Solange du dich nicht einem der beiden Extreme hingibst ist meiner Meinung nach alles in Ordnung. Behalte also in "misanthropischen" Stimmungslagen auch die guten Eigenschaften der Menschen im Auge.

Alles Liebe
@Soraja

Da hast du vermutlich recht, es sind eben zwei völlig unterschiedliche Weltanschauungen. Aber glaub mir, man kann auch als Atheist ein äußerst glückliches Leben führen.

@Grubi

Nein, ich möchte nicht herausfinden, ob ich mich für meine Gedanken schämen muss. Wenn das jemand so empfindet, dann soll er das ruhig denken, es wäre mir völlig egal.
Im Gegenteil, ich empfinde es sogar ein wenig als Privileg, den Menschen als solchen (wie oben beschrieben) zu erkennen, was nicht heißt, dass ich mich als anderen gegenüber überlegen betrachte, denn ich bin ja auch nur ein Mensch und nicht besser als alle anderen.

@Long Road

Es gibt ja unterschiedliche Formen von Misanthropie. Naja, es lässt sich vermutlich niemals herausfinden ob jemand definitiv misanthrop ist, alleine schonmal weil man Misanthropie ja nicht mit irgendeinem Gerät messen kann...

Nein, ich gebe mich keinem der beiden Extreme hin, ich glaube misanthrope Stimmungslagen beschreibt es ganz gut
Was meinst du denn mit Egoismus? Ich meine jeder Mensch muss doch zuerst an sich denken bevor er was für andere tun kann.