Familie tot


Hi,

ich habe hier im Forum schon ein paarmal gelesen, und mich nun angemeldet.

Ja, der Threadtitel sagt schon alles, ich habe keine Familie mehr, da alle schon gestorben sind, viele zu früh, meine Schwester unter grausamen Umständen als Kleinkind, mein Ziehvater auch unnatürlich als ich 12 war...3 Monate nach meiner Großmutter...usw...
Eine Katastrophe nach der Anderen.
Eine eigene Familie habe ich nicht gegründet.
Ich bin mittlerweile schon lange erwachsen, nun 33.
Nachdem ich mit 12 schon nach etlichen Todesfällen mit meiner kranken Mutter alleine war, sie verkraftete die Todesfälle nicht, und das war auch der Zeitpunkt an dem die noch verbleibenden Verwandten (der Sohn + Familie des Bruders meiner Oma) das Weite suchten, und mich mit meiner kranken Mutter alleine liesen.

So war ich ziemlich früh schon auf mich alleine gestellt, und die Jahre vergingen.

Letztendlich das Tüpfelchen auf dem i, kam am Ende auch noch Krebs hinzu, bei meiner Mutter.
Pflege bis zum Tod, so organisierte ich mit 30 die letzte Beerdigung, die meiner Mutter, zu der sehr wenige kamen, und bei der wohl ich die Einzige war, die trauerte.
Da sie keine sozialen Kontakte hatte.

In der Zeit während der Krankheit und nach dem Tod sah ich wieviele Freunde ich hatte, nachdem ich jahrelang für einige Tag und Nacht da war.
Das Ergebnis war ernüchternd...->0
Auch die verbliebene letzte "Verwandtschaft", die ich nach Jahren das erste mal kontaktierte, um sie bat auf die Beerdigung zu kommen, waren nicht anders. Sie kamen, hatten allerdings nicht mal den Anstand einen Kranz mitzubringen; verdammt noch mal....das ist eine Verwandtschaft?....und schielten auf das "Erbe" (welches nicht vorhanden war)
Als sie merkten es ist nichts zu holen, brachen sie den Kontakt wieder ab, und so blieb es bis heute.

Das Vertrauen in die Mitmenschen war erschüttert, ich tue mir seitdem sehr schwer mit anderen Menschen.

Tja, Blut ist eben dicker als Wasser.... und darum gehts...vorwiegend eben wieder mein Problem dass tatsächlich keine Familie da ist, kein Einziger, kein Rückhalt.
Ich kann gar nicht beschreiben wie verlassen ich mich auf dieser Welt fühle, oder was ich verbrochen habe?
Im Grunde schotte ich mich ab, vor dem Gedanken niemanden mehr zu haben, aber manchmal kommt er so stark durch, dass ich mir vorkomme als wäre ich gerade aufgewacht, aus einem Traum, und ich lebe einen Alptraum...


Dazu kommt dass ich mich eben aufgrund der vielen und frühen Todesfälle in der Familie schon früh mit dem "Danach" beschäftigt habe.
Ich bin absolute Atheistin, glaube auch an kein Leben danach.
Alle die gestorben sind, sind für immer weg, werde sie niemals wieder sehen.
Die Leute die uns, meiner Familie, meiner Mutter und mir übel mitspielten, leider gab es einige, aber das würde zuviel hier werdne...leben glücklich und zufrieden, und werden auch niemals zur Verantwortung gezogen werden.
Genauso wenig wie es ein "Guti" in Form vom "Jenseits und dann ist alles ok" geben wird, für meine unter Qualen und nach langen Jahren voller Traurigkeit gestorbene Mutter, meine getötete Schwester, meinen früh verstorbenen Ziehvater, und auch nicht für mich.

Versuche seit 3 Jahren etliches zu ändern, habe eine Gesprächstherapie probiert, Ablenkung, Freudschaftssuche usw...aber was ich anpacke funktioniert nicht, oder geht schief.
Ich weiß momentan nicht mehr weiter.
Hallo Sugarray

Zuerst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Ich hoffe dass du dich hier wohlfühlen kannst, trotz deiner Traurigkeit und deinen Schwierigkeiten.

Leider fällt mir im Moment nichts wirklich tröstendes zu deiner Lebenssituation ein.

Ausser, dass ich hoffe dass du hier wieder neue Kraft schöpfen kannst und Trost findest, um dein Leben wieder mit fröhlicheren Augen betrachten zu können.

Ich wünsche dir alles Liebe und auch dass die Hoffnung auf ein erfülltes Leben dich trägt.

Ellen
hallo, liebe sugarray

erst einmal muss ich zugeben, dass mich dein beitrag sehr schockiert hat ... so viele menschen auf einmal und dann auch noch auf so schlimme weise zu verlieren, und keinen rückhalt in der verwandschaft zu haben, ist wirklich mehr als traurig !

ich war selber atheistin, bevor ich mit 19 zum islam konvertiert bin...
in der zeit DAVOR habe ich eine schwere kindheit gehabt und mir sind auch im jugendalter gewisse "schicksalsschläge" passiert ... (muss da jetzt nicht weiter drauf eingehen und wollte damit nur sagen, dass ich kein so schönes leben bis dahin hatte)

aber ich habe gemerkt, dass menschen, die nicht an gott glauben, meist unglücklicher und meist eher zu depressionen neigen, suizid gefährdeter sind, etc. ... als "gläubige" menschen...

was nun nicht heißen soll, dass alle "ungläubigen" menschen ihr leben nicht auf die reihe kriegen oder so sondern vielmehr, dass sie "negativer" mit problemen, krisen, etc. ... umgehen, als gläubige menschen.

ich als muslimin kann nur aus erfahrung sprechen und sagen, dass ich bis 19 (und wäre ich nicht konvertiert, würde ich wohl bis heute so denken) immer dachte "wieso passiert gerade MIR das alles?" oder
"was hab ich bloß getan, dass es mir so dreckig geht" oder
"womit habe ich das verdient?"

als ich muslimin wurde, lernte ich mit der zeit den sinn des lebens zu verstehen ...
als deutsches mädchen hieß es damals bei mir immer: wenn es wirklich einen gott gibt ... WIESO passiert dann soviel unheil auf der welt?
aber als ich verstand, wer GOTT/ ALLAH überhaupt ist und weshalb wir erschaffen wurden, verstand ich, dass nicht WIR menschen bestimmen, was auf erden geschieht und dass wir nicht unseren schöpfer in frage stellen, oder gar Seine existenz anzweifeln können, nur weil wir gewisse dinge nicht verstehen... sondern das Gott weiser und wissender ist, als wir und demnach als schöpfer über das, was passiert, bestimmt.

weißt du... es passiert NICHTS ohne grund und als ich las, wie du einen nahestehenden menschen nach dem anderen verloren hast, sagte ich mir innerlich "sie denkt, es sei schlecht und jeder und alles meint es mit ihr schlecht, jedoch merkt sie nicht (aufgrund des atheismus) dass sie nur geprüft wird!"

ich weiß sehr wohl, dass sich mein beitrag für dich wahrscheinlich mehr als lächerlich anhört... genauso wie es für mich unverständlich ist, an nichts zu glauben
aber selbst, wenn du es nicht aus einer religiösen perspektive betrachtest:
egal, wie traurig du über das alles bist, es wird sich an dem vergangenem nichts ändern! deine liebsten kommen nicht zurück und entweder fasst du mut und hörst auf, in selbstmitleid (verzeiht bitte, dies ist absolut nicht als vorwurf zu verstehen) zu verfallen, oder du fällst von einer krise in die andere und kommst irgendwann gar nicht mehr klar!

ich als muslimin verstehe dein erlebtes folgendermaßen:

<ihre nahestehenden sterben relativ kurz nacheinander, nicht einmal die verwandschaft kümmert sich um sie, nachdem sie merkt, dass es kein erbe abzustauben gibt, dazu ist sie atheistin, hat also keine erklärung für all das schreckliche, was ihr widerfahren ist, etc. ...
merkt sie denn nicht, dass Allah ihr zeigt, wie schnell das leben vorbei sein kann? und merkt sie denn nicht, dass darin zeichen ihres schöpfers liegen, Der leben und sterben lässt, wen Er will?
hat sie keine angst, die nächste zu sein, die ohne glauben an gott von dieser welt geht? ohne hoffnung auf eine bessere welt danach?>

es gibt eine wichtige überlieferung laut islam, in der es heißt:
wenn dem menschen etwas gutes widerfährt, so ist er zufrieden damit und dankt seinem herrn...
wenn ihn aber etwas schlimmes trifft, dann ist er standhaft und zeigt geduld der prüfung gegenüber.

in einer anderen überlieferung heißt es:
manchmal denkt der mensch, etwas sei gut für ihn und er wünscht es sich sooo sehr, obwohl es für ihn nichts als schlechtigkeit beinhaltet...
und manchmal denkt der mensch, etwas sei schlecht für ihn und versucht alles, um davor zu fliehen, obwohl es für ihn nichts anderes als gutes beinhalet.

sugarray, es kommt immer darauf an, aus welcher perspektive du deine lage betrachtest.
ist das glas halb voll, oder ist es halb leer?

ich bin davon überzeugt, dass es ein leben nach dem tod gibt und dass jeder das erntet, was er sät. der ein, oder andere bekommt sogar hier auf erden schon seine "packung"

Allah gebietet den menschen, geduldig und ausdauernd zu sein, auf Ihn allein zu vertrauen und mit dem, was geschieht, seinen frieden zu finden, ohne je zu vergessen, dass nichts umsonst ist und dass alles am jüngsten tag abgewogen wird, ob gute oder schlechte taten, und seien sie auch noch so klein...
wie könnte ich je daran zweifeln, dass Allah gerecht ist und jedem sein recht gibt?
man darf nur nicht vergessen, dass nicht der mensch bestimmt, wann sich eine lage besser, oder verschlechtert !

und wer auf Allah vertraut, dem wird Er helfen, von wo er es nicht gedacht hat und nach einem niederschlag kehren wieder bessere zeiten ein !
Hallo danke für eure Antworten.

@Marika
Es war mir klar dass die Selbstmitleidsschiene kommt.
Weißt was ich als Selbstmitleid sehe? Wenn man den vor 14 Jahren verstorbenen Bruder hernimmt, um noch immer Leistungen und physischen oder seelischen Beistand zu "erpressen".
Vor meinem letzten Todesfall und auch danach.
Wenn man mir vorjammert, dass die; momentan noch sehr agilen Eltern" ja irgendwann mal sterben werden und man dann mit denen nicht mehr Weihnachten feiern kann und keine Geschenke mehr bekommt, und auch keine Hilfe mehr, sondern nur noch mit der üblichen Familie.
Mein letztes Weihnachtsfest war mit 12. Und nach vielen schlimmen 24. Dezembern habe ich es akzeptiert, aber keine Lust darauf von Leuten denen an mir nichts liegt, damit vollgelabbert zu werden.
Wenn man mir kurz vor Weihnachten erzählt, mir könne es nicht so schlecht gehen wie ihm, weil er hätte zwar Familie, aber keine Frau interessiert sich für ihn, die mit ihm feiern will.
Wenn man ständig wegen eines nichtigen Streites in der Familie jammert,ht weil man seinen Willen mal nicht bekommt, was dann gleich mal der Weltuntergang ist.
Würde alles dafür geben solche "Probleme" nun zu haben.
Ja, klingt jetzt etwas sehr gemein, aber für solche Jammerrunden hatte ich jahrelang Verständnis/war ständig für alle da/war ständig zum stundenlang reden da/habe mich von ein, zwei Personen bei jedem Gefallen den sie wollten "rumkriegen" lassen, für ihre Zwecke, in Anbetracht ihrer schlimmen seelischen Lage, wenn sie nur ein wenig vor mir geheult haben, und übersehen dass es mir seit Jahren im Grunde selber besch...eiden ging.
Als es sich umkehrte und meine Kraft eingebrochen ist, war wie geschrieben jeder sehr schnell weg.

Und das schreibe ich im Grunde nicht jammernd, sondern wütend.
Momentan bin ich nur noch voller Wut.


Glaub mir, ich habe jahrelang probiert und getan und gekämpft, lange das Glas als "halb voll" angesehen, wo andere wahrscheinlich schon längst aufgegeben hätten, habe mir selber und allein alles erkämpft was ich habe, sogar meine Lehrabschlussprüfung war ein Kampf, da mir meine Mutter in ihrer Krankheit ihre Unterschriften verweigerte, und ich noch nicht volljährig war, ich war stur, bin auf Ämter gerannt, letztendlich mich ein Jahr vorzeitig als volljährig erklären lassen, damit zumindest das klappt...aber momentan gehts halt nicht mehr.

So lange ein einziger Mensch da war, um die ich mich kümmern konnte, und die Hoffnug hatte dass es besser wird, ging es noch, das war sowas wie ein Grund, der nun eben fort ist.

Den Glauben habe ich hinter mir.
Bei mir war es umgekehrt, ich habe mich einige Jahre an den Glauben geklammert. Habe mich mit dem christlichen sehr stark auseinandergesetzt. Obwohl ich erwähnen muss, dass ich nicht getauft wurde, aber das hindert ja nicht.
Ebenso mit dem Islam, da eine ehemalige Freundin Moslem war.
Als ich 19 war, ging mir der Glaube verloren.
Ich habe mich damit allerdings weiterbeschäftigt, und Antworten gesucht, vermehrt im Judentum, da das Christentum und der Islam da ihre Wurzeln haben.
Jede Frage die ich aufworf und für die ich vielleicht eine Antwort fand, warf mind. 5 neue Fragen auf.
Das Gehabe mancher Religiösen gab mir den Rest.

Einen Tag nach ihrem Sterben wollte ich beichten gehen, mich ausreden und Trost finden, allerdings lag dem Pfarrer mehr daran mich zu überreden taufen zu lassen, als mir die "Beichte" abzunehmen oder mir zuzuhören. Im Grunde hätte ich eben ein zuhörendes Ohr gebraucht.
Aber da kamen Dinge wie "lassen sie sich taufen, ansonsten sind sie nach ihrem Tod nicht bei ihrer Mutter"... usw...meiner Geschichte hörte er nicht zu, war wohl zu versessen darauf zu missionieren, und gab die Fakten die ich erzählte ständig nur Sekunden später falsch wieder, als er sie ebenfalls in sein Missionierungsgelabber einbaute.
Wie ich mit der Lebenskrise umgehen kann wusste er nicht, alles war aufs missionieren ausgerichtet.
Währenddessen vor der Tür eine Nonne, die rumschimpfte da ich "so lange" da drin war,und die Beichte sogar unterbrach indem sie die Türe aufriss und rumschimpfte, wie lange denn noch....
(war nicht die Einzige, war vielleicht ne halbe Std. drin, die vor mir fast eine Std. ja, so lange wie es dauert, dauert es eben....hatte halt das Pech dass gerade nach mir dieses alte Biest daherwatschelte, die wohl meinte sie hätte aufgrund ihrer Nonnenkluft einen Extrastatus.)
Das war mein letzter Besuch in der Kirche.

Obwohl ich sagen muss, dass ich vorher auch andere Pfarrer erwischte, die anders waren, aber der letzte Besuch hat mir eben den Rest gegeben.


So ist es bei mir leider so, dass ich gerne glauben würde. Ich weiß dass man sich mit dem Glauben an einen Gott besser fühlt, habe es ja ebenso wie du mal erlebt.

Leider bin ich ein absolut rationaler Mensch, und je mehr ich eben nachdachte, und rumsuchte (nachdem mir der Glauben mit 19 stark abhanden kam, suchte ich ebenso uA. auch im Spirituellen, beschäftigte mich viel mit dem Thema Jenseits und Seele) desto mehr kam ich zu dem Ergebnis dass es nichts geben KANN.

Es ergibt einfach keinen Sinn und keine Logik.
Zum Thema "prüfen".
Was ergäbe das für Sinn? Wenn du 10 Hunde als Haustiere hast, schlägt du dann 5 davon per Zufallsprizip mehr als die anderen, gibst ihnen kein Futter oder sperrst sie seperat weg, um sie halt zu "prüfen" wie sehr sie dich dann noch lieben? Um ihnen dann vielleicht eine Extrawurst zu geben wenn sie dich noch lieben?
Nein, weil es sinnlos ist, grausam wäre....
Wieso sollte das dann ein Gott mit den Menschen tun?


Wenn man sich die Welt ansieht, wie sie funktioniert, die Menschen/Tiere/Evolution, ist das Vorhandensein einer Gottheit auch unlogisch.
Wofür überhaupt?
Wieso sollte es einen geben? Wieso dann ewig leben, was hätte das für einen Sinn?
Und eine weitere wichtige Frage die sich sicher viele stellen die zweifeln...woher kommt Gott?
Die Frage woher der Mensch kommt wäre mit Gott beantwortet, aber im Grunde noch etwas weiter nach "hinten" geschoben. Denn was hat ihn erschaffen?

Es gibt viele religiöse Schriften, aber sind die denn wahrer nur weil sie schon so alt sind, und sind sie wahrer wenn mehr daran glauben als weniger?

Ich würde gern glauben können, aber man kanns nicht erzwingen.

LG
sugarray hat folgendes geschrieben:
Wenn man sich die Welt ansieht, wie sie funktioniert, die Menschen/Tiere/Evolution, ist das Vorhandensein einer Gottheit auch unlogisch.
Wofür überhaupt?
Wieso sollte es einen geben? Wieso dann ewig leben, was hätte das für einen Sinn?
Und eine weitere wichtige Frage die sich sicher viele stellen die zweifeln...woher kommt Gott?
Die Frage woher der Mensch kommt wäre mit Gott beantwortet, aber im Grunde noch etwas weiter nach "hinten" geschoben. Denn was hat ihn erschaffen?

Es gibt viele religiöse Schriften, aber sind die denn wahrer nur weil sie schon so alt sind, und sind sie wahrer wenn mehr daran glauben als weniger?

Ich würde gern glauben können, aber man kanns nicht erzwingen.


Zunächst einmal, liebe sugarray, mein Beileid für die tragischen Verluste von Mitmenschen, die du erleben musstest.

Ich kann dich gut verstehen. Ich bin fast gleich alt wie du und vom Naturell her auch ein eher misstrauischer und rationaler Mensch, dem das Glaubenkönnen nicht "so in den Schoß fällt". Es ist oft nicht leicht zu glauben, denk z.B. an den "ungläubigen Thomas", der erst glauben kann, als er die Wunden vom auferstandenen Jesus real berührt hat. Ich denke alle Menschen pendeln so zwischen den Polen des glaubenden Johannes und das ungläubigen Thomas.

Es tut mir auch leid, dass dein letzter Kontakt mit einer kirchlichen Einrichtung so negativ verlaufen ist.

Was deine Zweifel und Fragen anbelangt würde ich dir gerne diese neue Video-Serie "TOP ZWÖLF" nahelegen, wo in zwölf prägnanten Fragen ganz komprimiert das Wesentliche des christlichen Glaubens dargelegt wird. Vielleicht findest du da ja eine Inspiration und Antworten betreffend deine gestellten Fragen, die ich oben zitiert habe.

Ich bin im Geiste bei dir und wünsche dir alles erdenklich Gute und viel Kraft in deinem Leben.

http://www.youtube.com/results?sear.....431l11756l4-1.1.8-1.4l7l0
Hi sugarray

sugarray hat folgendes geschrieben:
[...]
Wieso sollte es einen geben? Wieso dann ewig leben, was hätte das für einen Sinn?
Und eine weitere wichtige Frage die sich sicher viele stellen die zweifeln...woher kommt Gott?
Die Frage woher der Mensch kommt wäre mit Gott beantwortet, aber im Grunde noch etwas weiter nach "hinten" geschoben. Denn was hat ihn erschaffen?

Es gibt viele religiöse Schriften, aber sind die denn wahrer nur weil sie schon so alt sind, und sind sie wahrer wenn mehr daran glauben als weniger?

Ich würde gern glauben können, aber man kanns nicht erzwingen.

LG


Diese verzwickte Frage nach dem Sinn eines Schöpfers und dem Problem dass dieses Wesen auch irgendwie geschaffen werden musste, ist sehr alt und wird als Theodizee Frage bezeichnet.
Dazu kannst du kurz einen Blick in Wiki werfen : http://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee

Diese Frage beschäftigt also schon Generationen, da bisher keine Antwort darauf gegeben werden konnte die jeder Mensch akzeptieren kann, schlage ich vor dem Thema nicht zuviel Raum zu geben.
Das sieht ein bischen aus wie ein Hund der im Kreis rennt und seiner Rute nachjagd...

In tröstenden Worten bin ich nicht wirklich gut, daher wirst du mir nachsehen, dass ich auch keine ungelenken Versuche in diese Richtung mache...

Langfrsitig wird es dir persönlich nicht viel bringen die Gründe für deine persönlichen Schicksalsschläge bei einer höheren Macht oder in einem Glauben zu suchen.
Ich glaube nichtmal dass die meisten Menschen ganz fest und bedingungslos an einen Gott glauben, eher suchen sie nach ihm und nach Antworten auf bestimmte Fragen.
Du scheinst nichts anderes zu machen, daher bist du in der Hinsicht in bester Gesellschaft;)


Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
@sugarray: wenn du doch sowieso nicht glaubst, warum stellst du dir dann diese fragen? so ganz ungläubig kannst du nicht sein, sonst würde dich das thema nicht so beschäftigen...

bezüglich der prüfungen und deinem beispiel mit den 10 hunden...
tut mir leid, aber das ist blödsinn.
Gott ist Gott und absolut von Seiner schöpfung zu trennen! die weisheit, die Er besitzt, besitzen wir menschen nicht mal annährend und Gott möchte für die menschheit nichts schlechtes, nur der mensch selbst ist schlecht gegen sich selbst

aber wie kannst du dich mit dem islam befasst haben und dann wieder ungläubig geworden sein? haben dir die ganzen religionen (judentum, christentum, islam) denn nicht die augen geöffnet?
du hast selbst bestätigt, dass islam und christentum auf dem judentum aufbauen... dann hast du offensichtlich die falschen leute gefragt !

NIEMAND ! kann dir eine beichte abnehmen! wer ist schon ein pfarrer, oder ein rabbi, oder ein imam? RICHTIG, alle sind menschen und sind genauso mit problemen behaftet wie du und ich!
wie sollte also ein teil der schöpfung dir deine beichte abnehmen, damit du Gott wieder näher bist, Er wieder mit dir zufrieden bist, deine seele/ dein gewissen sich leichter fühlen ?

du schreibst davon, 5 hunde gut zu behandeln und 5 schlecht zu behandeln, um dann zu sehen, ob diese schlecht behandelten hunde immer noch an Gott hängen!
aber du gehst zu leuten, die dir die beichte stellvertretend für gott abnehmen sollen, um zu sehen, was in dir geschieht, ob du dich besser fühlst, oder Gott näher, ob du einen glauben in dir spürst?

da liegt doch schon der fehler! wenn du wirklich mal an Gott geglaubt hast, dann hättest du IHN bitten sollen und nicht einen menschen, nur weil er eine schwarz- weiße tracht an hat ...

wer an etwas glaubt, steht dafür ein... aber wer an nichts glaubt, der fällt für alles!

es ist weder in meinem sinn, zu missionieren, wie es beispielsweise Burkl mit seinem link versucht, noch dir irgendetwas aufzudrängen...
denn BEVOR ich mit jemandem darüber spreche, den islam anzunehmen, versuche ich erstmal herauszufinden, OB derjenige überhaupt glaubt und wenn ja, an was und in wie fern.

dir geht es dreckig, aber du bist nun mal nicht die einzige, die ausgenutzt und am ende im stich gelassen wird/ wurde! so ergeht es etlichen leuten und dennoch verlieren sie deshalb nicht ihren glauben!
gerade DAS macht den glauben unter anderem doch aus! dass man eben nicht wegen einem haufen sorgen das handtuch wirft und an Gott zweifelt!

ich hatte damals eine schulfreundin in der 8. klasse... ihr vater ist urplötzlich mit anfang 40 verstorben!
diese klassenkameradin war evangelin!
nach dem tod des vaters ist sie aus ihrer gemeinde ausgetreten und will mit Gott nichts mehr zu tun haben... und weshalb?
weil sie ihren vater nicht mehr hat!
hat sie je geglaubt, wenn sie wegen sowas den glauben verliert?
an was hat sie denn geglaubt? daran, dass wir alle ewig leben? und daran, dass Gott nur existiert, wenn immer alles friede freude eierkuchen ist!
das ist quatsch, denn in glücksmomenten zu sagen, man würde an Gott glauben, Ihn lieben und so weiter ist so "easy" ... der wahre glaube zeigt sich jedoch erst, wenn's brenzlig wird!

du sagtest selber, dass die verwandten da waren... doch als sich herausstellte, dass es nichts zu holen gibt, waren plötzlich alle weg ... so erging es dir auch mit deinen "freunden" ... naa? dämmert's?
Liebe Marika,

nicht alle Christen glauben daran, dass ein Pfarrer die Beichte abnehmen kann! Wahre Vergebung gibt es NUR bei Gott, und das setzt WAHRE Reue voraus.

Lieben Gruß,

Ruth
Ruth hat folgendes geschrieben:
Liebe Marika,

nicht alle Christen glauben daran, dass ein Pfarrer die Beichte abnehmen kann! Wahre Vergebung gibt es NUR bei Gott, und das setzt WAHRE Reue voraus.

Lieben Gruß,

Ruth


danke ruth, das ist mir klar
bin da in meinem letzten beitrag mehr auf die situation in der kirche von sugarray eingegangen
aber es ist doch schon so, dass im christentum die trinität manifestiert ist! und diese schließt doch die reue bei Gott "allein" schon aus, oder!
Danke für die Antworten, ich werde später auf die obrigen näher eingehen!

@Marika
Ich denke ein wenig reden wir aneinander vorbei.
Zuallererst bitte ich darum, mir nicht das posten hier abspenstig machen zu wollen, wenn ich doch "sowieso an nichts glaube".
Das hier nennt sich doch Kummerkasten, von daher habe ich auch hier gepostet

Ich bin auch nicht zur Aussprache/Beichte gegangen, um mich Gott wieder näher zu fühlen, sondern um mich auszusprechen, mein Gewissen zu erleichtern, vielleicht Eckpfeiler gezeigt zu bekommen wie ich diese Krise meistere.
Jeder der einen Familienangehörigen schon mal alleine bis in den Tod pflegen musste, wird auch die Erfahrung gemacht haben dass sich da Gewissenbisse und Schuldgefühle und Fragen auftun, die alleine schwer zu bewältigen sind.
Es geht und ging mir also nicht grundsätzlich darum wieder voll udn ganz "gläubig" zu werden und deshalb in die Kirche zum beichten zu latschen.
Es ging mir darum, vielleicht Lösungsvorschläge aufgezeigt zu bekommen, ja ...das evtl. in der Religion...Lebensrichtlinien,...aber nicht für Pfarrers Wölkchen Nr. 7 missioniert zu werden.
Es ist mir schon bewusst dass man mit Beichten; sollte es denn so sein; nicht seine Sünden wegreden kann, und man bereuen muss...klar...
Geht nicht dass man sündigt udn dann halt schnell beichten rennt, und alles ist wieder ok.
Aber wie gesagt, mir ging es da eben auch nicht grundsätzlich darum.
Meine Taten kann mir niemand abnehmen nur weil er ein Priestermäntelchen an hat...das sollte auch jedem logisch denkenden Menschen klar sein.




Ebenso hast du vielleicht nicht verstanden dass ich nicht in meinen "Glücksmomenten" an Gott glaubte, und in meinen "schlechten Momenten" Gott absprach.
Glücksmomente gab es nur wenig in meinem Leben, leider wars bei mir nicht nur der Vater der früh starb, und dennoch blieb ich gläubig.
Bis zu einem gewissen Punkt, an dem die Verkettung der ganzen Ereignisse eben zuviel wurde.
Und ich anfing nachzuphilosophieren und Fragen zu stellen.

Wieso meinst du mein Beispiel mit den Hunden unterscheide sich mit dem des Zufallsprinzip des Glücks, welches manche Menschen haben und andere nicht?
Du schriebst doch selber, dir kam in den Sinn Gott würde mich durch die Todesfälle und Schicksalsschläge prüfen wollen?
Was wäre da so anders, verstehe ich nicht?

hm, dass der Islam und das Christentum vom Judentum abstammt, ist für mich kein Beweis der Richtigkeit?


Was meinst du mit der Verwandtschaft und den Freunden die nicht mehr da sind wenns mal ernst wird, bzw nur da sind wenns um den eigenen Vorteil geht?
Ich sehe darin den Egoismus der Menschen.


LG