Familie tot


Marika hat folgendes geschrieben:

die "wahren gläubigen" christen nicht, ja da hast du recht!
aber genauso wenig ist jesus gottes sohn, sondern lediglich einer (wenn auch einer der bedeutensten) von vielen propheten Gottes! das bestätigt jesus auch selbst in der bibel und nie sagte er, er sei der sohn gottes!


Bitte am Boden bleiben, der Arianismus ist als Irrlehre in die christliche Geschichte eingegangen, nicht die Trinitätslehre.

Und ich denke, dass hat sehr gute Gründe, dass das so stattgefunden hat.

Wenn du deine Religion - den Islam - wirkungsvoll vertreten willst, denke ich geht das eher über positive Argumente, nicht dadurch, dass man andere Religionen zu diskreditieren versucht.
Ruth hat folgendes geschrieben:
@Marika:

Hat er doch, und zwar als er vor Gericht stand und der Hohepriester ihn fragte:

Da sprach der Hohepriester zu ihm: „Bei dem lebendigen Gott stelle ich dich unter Eid, uns zu sagen, ob du der Christus, der Sohn Gottes, bist!“ 64 Jesus sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“
(Matt. 26:63)

Oder bei seiner Taufe kam Gottes Stimme aus dem Himmel und sagte:

"Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“(Matt. 3:17)

Könnte dir auch noch mehr Bibelstellen nennen, wo er von seinem Vater spricht. Ausserdem findest du in der Bibel zahlreiche Stellen im Alten Testament wo viele Prophezeiungen mitunter von Jesus als Sohn zu erkennen sind.

LG

Ruth


Das heißt nun aber ja doch gar nicht, dass nicht alle Menschen Töchter und Söhne Gottes sind.
Jesus war ein Sohn Gottes, aber nicht der einzige Sohn Gottes.

Wie sonst hätte er seine Gefühle beschreiben sollen?

Es ist nun mal eine warmherzige und nahe Liebe zu seinem Gott.
Ich muss mich selbst auch bei der Nase nehmen - aber bitte schaut einmal, worum es in dem Thread geht - um sugarray!

LG Burkl
Liebe sugarray,

ja, Du hast/hattest ein großes Päckchen zu tragen, dafür mein aufrichtiges Mitgefühl

keine Familie mehr zu haben, niemanden mehr zu haben mit dem man Erinnerungen und Kindheitserlebnisse austauschen kann, hinterläßt eine große Lücke.
Aber ich kann Dich trotzdem trösten und bitte halte mich nun nicht für Herzlos, es hat auch was Gutes. Warum? Du bist nun frei, frei von jeder Verpflichtung einem Familienmitglied gegenüber. Diese Verpflichtung haben noch viele andere Menschen vor sich wenn es um die alt werdenden und pflegebedürftigen Eltern geht. Für die Eltern da zu sein sollte aus Liebe/Nächstenliebe geschehen, aber das ist nicht immer so leicht und einfach, es kann sehr belastend sein. Das hast Du nun hinter Dir.
Du glaubst nicht an GOtt, ich schon - und deswegen sage ich Dir daß Gott Dir dieses Schicksal aufgebürdet hat. Und unser aller Schöpfer hält für Dich noch viele schöne Erlebnisse und viele bereichernde Momente bereit - wenn Du dafür offen bist und es zuläßt

eine Familie muß nicht immer eine Blutsverwandtschaft sein, ganz und gar nicht, Du hast nun die Möglichkeit Dir Deine eigene Familie zu suchen. Menschen mit denen Du Gemeinsamkeiten hast, das selbe Hobby, die gleichen Interessen usw. usw. - es können sich die lustigsten und abenteuerlichsten Beziehungen entwickeln ... wenn Du offen dafür bist

Dir alles Liebe
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
@soraya:

Zitat:
Das heißt nun aber ja doch gar nicht, dass nicht alle Menschen Töchter und Söhne Gottes sind.
Jesus war ein Sohn Gottes, aber nicht der einzige Sohn Gottes.

Wie sonst hätte er seine Gefühle beschreiben sollen?

Es ist nun mal eine warmherzige und nahe Liebe zu seinem Gott.


Es geht hier wirklich um sugarray. Da habt Ihr recht!

Nur kurz, Soraya, wenn es dich persönlich interessieren sollte:
Suche dir mal nur ein paar der über 100 Prophezeiungen über den Messias im AT heraus und forsche im NT nach - sie ALLE haben sich an Jesus Christus erfüllt! Hmm....

LG

Ruth
Da ist es wirklich sehr schwer, liebe Sugarray, ein Wort des Trostes zu finden. Traurig, dass Du ausgerechnet in der schwersten Stunde an einen Missionar statt eines Seelsorgers geraten bist - da ist es wirklich kaum moeglich, noch Glauben zu haben oder zu entwickeln.

Alles, was ich sagen kann, ist dass mir ein stiller Abschied von denen, die gestorben sind, ein Feiern ihrer guten Eigenschaften, ein Nachfuehlen ihrer Schmerzen, ein Gehenlassen, wohl am ehesten helfen wuerde, mit der Wut und der Trauer fertig zu werden. Ich weiss nicht, ob Gott hier irgendwas 'zulaesst', oder womoeglich sogar anordnet, nur damit ich den Wert meines eigenen Lebens besser schaetzen lerne. Ich weiss nur, dass da jemand oder etwas immer da ist, eine Gegenwart, die mir Geborgenheit gibt und auf die ich immer zurueckgreifen kann. Und ich glaube, dass wir nach dem Tode in dieser Gegenwart aufgehen. Kein direktes Leben nach dem Tode also, sondern ein bereitwilliges Geben all dessen, was man ist, gelernt hat, teilen moechte, zum Besten aller. Weltlicheren Trost findet man auch in der Gewisshet, dass selbst wenn niemand von den anderen mehr Kontakt pflegt, doch soviele von Ihnen durch ein Wort oder eine Geste der Verstorbenen beruehrt wurden, vielleicht sogar in ihrem Wesen zum Besseren veraendert, weil der Bruder oder die Mutter da waren. Man muss nicht immer gleich die ganze Welt retten, es bleiben auch die kleinen Dinge im Gedaechtnis - auch Jesus ist 'nur' von Mensch zu Mensch gegangen, nicht an die Spitze eines Weltreichs. Auch Du kannst nach diesen Dingen suchen, nach dem Laecheln, Deines Bruders, der Stimme Deines Vaters, der Umarmung Deiner Mutter. Diese Dinge sterben nicht mit den Menschen, mit denen sie verbunden sind, sie bleiben.

Bevor Du nun ein neues Leben aufbaust, so wie Deine Lieben es Dir wuenschen wuerden, geh noch einmal zurueck in Dein altes, reinige es von Trauer und Wut und hebe das auf, was Du auf Deine weitere Reise mitnehmen moechtest. Dann erst brich auf, denn mit soviel 'Gepaeck' wie Du jetzt traegst, wird es schwer, den Kopf zu heben und das Gute zu sehen, das nach soviel Trauer auf Dich wartet.
Sugarray, Du willst hier im Forum erst einmal Deinen Frust loswerden (was Dir gegönnt sein möge), und ich habe den Eindruck, daß Du Vorschläge haben willst, wie Du in Zukunft Dein Leben ausrichten könntest. Mit Religion hast Du´s nicht (auch das sei Dir gegönnt). Nun, wir sind uns nicht so unähnlich. Du hast den wichtigeren Teil Deiner Familie verloren, und der Rest kann Dir gestohlen bleiben. Ich habe niemanden verloren, der mir nahestünde, aber der Rest kann mir trotzdem gestohlen bleiben (solange ich mit Mutter & Co. zusammenlebte, wurde ich ständig in Richtungen gedrängt, in die ich nie gehen wollte). Mit Religion hab ich´s auch nicht, obwohl ich mich gerne in religionsbezogenen (auch Atheisten-) Foren herumdrücke (zum Zähneschärfen, hä hä).
Deshalb mein Tip: konzentriere Dich auf Deine Stärken. Laß Dich nicht mehr von anderen ausnutzen, sondern blicke auf Dich selbst und tu nur noch das, von dem Du Dir selbst einen Gewinn (auch moralischen) ausrechnen kannst. Wenn Du Freunde und Gleichgesinnte finden willst: Da ist nichts besser als ein Hobby. Kein pro-forma-Hobby wie ein geliehener Hund, den man benutzt, um im Park das andere Geschlecht anzumachen, sondern ein echtes Hobby, das Dir Freude bereitet und mit dem Du viele Stunden pro Tag verbringen könntest. Wenn Du so ein Hobby zum Beruf machen kannst - um so besser, muß aber nicht sein. Sobald Du in Deinem Hobby "drin" bist, wirst Du bald auch "Kontakte" erwerben und Gleichgesinnte und Freunde finden. Es ist ganz egal, ob das ein Mal- oder Stickkurs ist, Topfdeckelsammeln oder Altmetall zu Kunstwerken schweißen - für alles finden sich heutzutage Liebhaber. Notfalls über Internet, wenn Du irgendwo "in der Pampa" wohnst... dann hast Du es nicht mehr nötig, dich (immer noch, psychisch und in Gedanken, wie mir scheint) an untaugliche Verwandte anzuklammern. Ein guter Freundeskreis, in dem man Dich versteht und anerkennt, so wie Du bist und was leistest (im Hobby) ist allemal mehr wert als das Pack, mit dem man rein zufällig verwandt ist.
So wünsche ich Dir ein gutes Gelingen und eine gute Zukunft!
Liebe Sugar,

danke für deine ehrlichen Worte.
Wenn du jemand zum Reden brauchst: Du kannst mir jederzeit eine Nachricht schicken.

Liebe Grüße,
Carl
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