Wenn der Tod zu euch kommt...


...ist am besten, wenn ihr eine Waffe in die Hand nehmt, und euch verteidigt.
Soweit ich weiß, hat es ja schon einmal einer geschafft, diesen Bastard zu töten.
Zitat:
Soweit ich weiß, hat es ja schon einmal einer geschafft, diesen Bastard zu töten.


"Den Tod töten" wäre wohl ein Widerspruch in sich.

Jesus Christus hat den Tod nach christlichem Glauben besiegt. "Hinabgestiegen in das Reich des Todes". Er war sozusagen im "innersten Kern" des Todes drinnen und hat dort einen "Supergau" mit Kernschmelze verursacht - der Tod musste ihn wieder auslassen. Er hatte keine Macht über ihn, weil das, was den Menschen zum Tod führt - die Sünde, das Böse - keinerlei Flecken in Jesu Leben hinterlassen hatte.

Zitat:

...ist am besten, wenn ihr eine Waffe in die Hand nehmt, und euch verteidigt.


"Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.
Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.
Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.
Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.
Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes." (Eph 6,12-17)
Es macht keinen Sinn gegen den Tod zu kämpfen.

So wie ich die Geschichte verstanden habe, hat Jesus auch nicht gegen den Tod gekämpft, er hat ihn angenommen und zu seinem Freund gemacht.

Der Tod gibt der Spanne zwischen dem Erscheinen und dem Ausscheiden aus dieser Welt einen Sinn.

Du kannst diese Zeitspanne sinnvoll nutzen, was danach kommt kann dir niemand garantieren.

Daher macht es Sinn wenn man sich schwerpunktmässig auf das aktuelle Leben konzentriert...hier, jetzt...

Gruss Grubi
Grubi hat folgendes geschrieben:

So wie ich die Geschichte verstanden habe, hat Jesus auch nicht gegen den Tod gekämpft, er hat ihn angenommen und zu seinem Freund gemacht.


Ich denke ich weiß, worauf du hinauswillst. Das einzige, das das Böse überwinden kann ist paradoxerweise, wenn es geliebt und angenommen wird (es tut allerdings alles dafür, dass das nicht der Fall ist!). Damit kann es nichts anfangen - es wird sozusagen "neutralisiert", von innen her desintegriert und aufgelöst.

Daher könnte man auch sagen Jesus hat das Böse am Kreuz sozusagen "zu Tode umarmt". Indem er alles Böse, was ihm angetan wurde auf sich genommen und in Liebe und Geduld angenommen hat, ohne selbst auch nur einen bösen Gedanken in sich zu tragen, hat er die Macht des Bösen gebrochen.

Das ist dann Erlösung für alle Menschen - zu wissen, dass das Böse nicht das letzte Wort hat. Das kann man nur deshalb wissen, weil einer den Sieg über die absolute Waffe des Bösen - den Tod - errungen hat.
Eigentlich gefällt mir nur der Gedanke nicht den Tod als Feind zu betrachten.
Das suggeriert Angst, Angst lähmt, pragmatisch betrachtet kann das niemand gebrauchen.

Es hilft heute nicht vielen Menschen zu wissen dass jemand den Tod bezwungen hat.

Wichtig ist es die Angst vor dem Tod zu bezwingen.
Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Ausscheiden aus dieser Welt mag Trost spenden, das entbindet uns aber nicht davon den Tod in Kauf zu nehmen.

Gruss Grubi
Zitat:

Es hilft heute nicht vielen Menschen zu wissen dass jemand den Tod bezwungen hat.

Wichtig ist es die Angst vor dem Tod zu bezwingen.


Wenn wirklich jemand vom Tod hier auf diese Welt zurückgekehrt ist, dann nimmt das schon sehr stark die Angst vor dem absoluten Ende, das was ja Kern der Todesangst ist. Diese im wahrsten Sinne reale "lebendige Hoffnung" ist im Christentum mit dem auferstandenen Jesus vorhanden, der echt nach seinem Tod "begreifbar" da war, was absolut glaubwürdige Zeugnisse der Bibel bestätigen.

"Denn dieser verwesliche Körper hier muss Unverweslichkeit anziehen, dieses Sterbliche Unsterblichkeit. Wenn das geschieht, wenn das Vergängliche Unvergänglichkeit und das Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann werden sich die Schriftworte der Propheten erfüllen: "Der Tod ist verschlungen vom Sieg." "Tod, wo ist denn dein Sieg? Tod, wo bleibt dein Stachel?" (1 Kor 15,53-55)
Die Angst, die ich in früheren Zeiten hatte, wurde mir durch Zitate wie die nachfolgenden genommen:

>Der Gedanke, dass der Geist nach dem Tod des Körpers zugrunde gehe, ist wie die Vorstellung, dass ein Vogel in einem Käfig umkäme, wenn der Käfig zerbrochen wird, obwohl der Vogel von der Zerstörung des Käfigs nichts zu fürchten hat. Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen. Wir sehen, dass dieser Vogel in der Welt des Schlafes ohne Käfig fliegt; wenn daher der Käfig zerbricht, wird der Vogel unversehrt weiterleben; seine Empfindungen werden sogar tiefer, seine Wahrnehmungen weiter und sein Glück größer sein.< (FRAGEN S.222)
(Compilations, Göttliche Lebenskunst)

>Den Tod machte Ich dir zum Boten der Freude. Warum bist du traurig? Das Licht erschuf Ich, dich zu erleuchten. Warum verhüllst du dich vor ihm? <(Verborgene Worte ar.32)
(Compilations, Göttliche Lebenskunst)

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
@linde

Das freut mich für dich - das sind ja auch wirklich schöne Zitate, die du da bringst.

Für mich ist eben das Schöne und Erfüllende an der christlichen Hoffnung, dass sie nicht "nur" eine bloß jenseitige ist, sondern die Realität dieser Hoffnung schon in dieser Welt für Zeugen sichtbar und sogar "begreifbar" geworden ist.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Wenn wirklich jemand vom Tod hier auf diese Welt zurückgekehrt ist, dann nimmt das schon sehr stark die Angst vor dem absoluten Ende, das was ja Kern der Todesangst ist. Diese im wahrsten Sinne reale "lebendige Hoffnung" ist im Christentum mit dem auferstandenen Jesus vorhanden, der echt nach seinem Tod "begreifbar" da war, was absolut glaubwürdige Zeugnisse der Bibel bestätigen.


Könnte die Auferstehung Jesu nicht symbolisch gemeint sein?
Wie könnte sonst erklärt werden, dass ein Toter wieder aufstehen und sich zeigen kann?

Abdu'l Baha erklärt es so

Zitat:
Darum erklären wir den Sinn der Auferstehung Christi wie folgt: Die Jünger waren nach dem Kreuzestode Christi beunruhigt und verwirrt. Die Wirklichkeit Christi, Seine Lehren, Segensgaben, Seine Vollkommenheit und geistige Macht waren nach Seinem Kreuzestod zwei oder drei Tage lang verborgen und verschleiert, sie waren nicht sichtbar und leuchteten nicht. Im Gegenteil, man hielt sie für verloren, denn der Gläubigen waren wenige, und sie waren aufgewühlt und voller Sorge. Die Sache Christi war wie ein lebloser Körper; nach drei Tagen aber, als die Apostel fest und sicher wurden, Seiner Sache zu dienen begannen und sich entschlossen, die göttlichen Lehren zu verbreiten, indem sie nach Seinem Vermächtnis handelten und sich erhoben, Ihm zu dienen, leuchtete die Wirklichkeit Christi, und Seine Segensgaben wurden sichtbar; Seine Religion wurde lebendig, und Seine Lehren und Ermahnungen wurden klar und offenkundig. Mit anderen Worten: Die Sache Christi war wie ein lebloser Körper, bis das Leben und die Segensgaben des Heiligen Geistes sie erfüllten.

Das ist die Bedeutung der Auferstehung Christi, und es war eine wahre Auferstehung. Aber da die Priester weder den Sinn des Evangeliums verstanden noch seine Symbole erkannten, wurde gesagt, Religion widerspreche der Wissenschaft, und die Wissenschaft empöre sich gegen die Religion; denn gerade diese Auffassung von der leiblichen Himmelfahrt Christi in den sichtbaren Himmel steht im Widerspruch zur exakten Wissenschaft. Wenn aber die Wahrheit über diese Frage erkannt und ihr Symbolcharakter erklärt wird, widerspricht ihr die Wissenschaft in keiner Weise; im Gegenteil werden Wissenschaft und Verstand sie bestätigen.52

Abdu'l Baha / "Christ sein heißt"

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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Könnte die Auferstehung Jesu nicht symbolisch gemeint sein?
Wie könnte sonst erklärt werden, dass ein Toter wieder aufstehen und sich zeigen kann?


"Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich“ (Lk 18,27)

Die Enstehung des christlichen Glaubens ist ohne reale Auferstehung nicht logisch denkbar.

Gläubige Menschen haben ein "feines Gespür" für Wahrheit und Lüge, ob sich ein Zeuge "etwas zusammenspinnt" oder ob da echte Wahrheit ist. Die explosive Kraft von Pfingsten und der Enstehung der Kirche, all die Opfer die erbracht wurden, wären unerklärbar, wenn die Auferstehung nicht echt gewesen wäre, wenn es keine glaubwürdigen Zeugen gegeben hätte - so wie es die Evangelien mit ganz klarer Sprache schildern.

Übrig geblieben wäre von Jesus ohne Auferstehung ein absolut gescheiterter Wanderprediger aus Nazareth, der nahezu alleine als einer von hunderten in der Geschichte namenlos gebliebenen "Aufständischen" am römischen Kreuz gestorben ist, von allen Anhängern - sogar den besten Freunden - unverstanden und verlassen. Das Ende einer gescheiterten Mission, kein revolutionärer und völlig neuer Anfang, wie es die Auferstehung ist.

Es muss übrigens nicht den strengen Kriterien "exakter Wissenschaftlichkeit" widersprechen, die Auferstehung als real anzusehen, was C.S. Lewis in einem sehr empfehlenswerten Buch darlegt, das ich allen am Thema "biblische Wunder" interessierten Menschen wärmstens ans Herz lege:

http://www.amazon.de/Wunder-wahrsch.....Clive-Lewis/dp/3765533165