Die beiden Brüder und die Siebe


Hmm, für mich ist das, bei allem Respekt, eine Form des Glaubens, die in Richtung Aberglauben geht und den Bezug zum Leben verloren hat.
Tut mir leid, wenn das böse rüberkommen sollte, aber wenn Glaube zu Abschottung führt, ist das finde ich falsch.

Glaube und Religion besteht immer, für mich, aus drei Hauptanliegen:
1. Gottliebe, das heißt eine Hinwendung zu Gott, um Gott Selbst zu ehren und zu lieben
2. Nächstenliebe, das heißt eine Hinwendung zu den Geschöpfen und Menschen, um das Ebenbild Gottes in Seinen Geschöpfen zu finden und dort zu ehren und zu lieben
3. Selbstliebe, das heißt eine Hinwendung zu sich selbst, um das Göttliche Ebenbild in sich selbst zu finden, zu ehren und zu lieben

Eine religiöse Gruppe, die meint, einen Aspekt davon auszulassen, ist für mich eine Gemeinschaft, die in die Irre geht.

Natürlich obliegt es jedem selbst, Wahrheit zu suchen und ich kann mich auch irren.

Peace,
Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Burkl hat folgendes geschrieben:
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Unterscheide doch mal, Burkl: Mönche und Eremiten....


Vielleicht können wir uns auf das einigen: "Weltflucht" im Sinne von dem Menschsein und seinen Herausforderungen "ausweichen" und gleichsam resignierend sich von dieser Welt endgültig abwenden ist niemals im Sinne Gottes, weil es letztlich auf ein Ablehnen des Menschseins an sich hinausläuft. Vielleicht ist das auch der Kern der Eingangs-Geschichte.

Ja, genau das meine ich auch.
Mönchisches Leben kann man wegen der Vielfalt der Orden nicht pauschal betrachten; aber hier gilt das auch, nur je nach Tätigkeit mehr oder weniger abgeschwächt.
Der Mensch sollte auf beiden Beinen stehen, dem weltlichen wie dem geistigen.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.