Presseschau - täglich neu auf Deutschlandfunk


http://www.dradio.de/presseschau/

unter anderem:

Für die österreichische Zeitung DER STANDARD ist die Strategie Boko Harams offensichtlich:

Zitat:
"Mit dem Anschlag wollen die Islamisten Zwietracht zwischen Christen und Muslimen schüren und damit die politischen Trennlinien in einem Staat verstärken, in dem Ängste vor einem Bürgerkrieg zwischen Norden und Süden ohnehin leicht abzurufen sind. Trotz des 'christenfeindlichen Brandings' darf man aber nicht vergessen, dass Boko Haram auch Gewalt gegen Muslime anwendet, Sufis etwa oder solche, die Bier trinken. Mit dem Terror zu Weihnachten sicherte sich die Gruppe nun aber weltweite Aufmerksamkeit. Boko Haram ist schon längst mehr als eine absonderliche Sekte, sie befindet sich seit 2009 in einer Art Krieg mit der nigerianischen Regierung. Damals hatten Sicherheitskräfte das Hauptquartier von Boko Haram gestürmt, den Anführer und wohl auch viele Unschuldige getötet. Gerade weil die Regierung auf Härte setzte, gewann die bis dahin wenig bekannte Gruppe Sympathisanten",



Kommen wir nun zu den Protesten in Russland - und zwar mit der Zeitung WEDOMOSTI aus Moskau:

Zitat:
"Die Erfahrung des sowjetischen Stillstands lehrt, dass in Russland ein Regime, das nicht mehr die Legitimation der Gesellschaft besitzt, beliebig lang an der Macht bleiben kann - solange es sich nicht selbst zerfleischt. Die Entfremdung der Mächtigen von der Gesellschaft hat in Russland Tradition. Genau 20 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion erlebt dies nun das Putin-Regime. Der gesellschaftliche Widerstand hat der russischen Führung einen spürbaren Schlag versetzt, auch wenn die Protestbewegung Schwächen zeigt: Es mangelt ihr an Organisation, an einer von allen anerkannten Führungsfigur und an klaren Zielen und Programmen. Nichtsdestotrotz: Politische Veränderungen werden zwangsläufig stattfinden müssen, und das russische Volk wird eine Grundlage für die neue politische Legitimation des postsowjetischen Russlands finden müssen",


Regierungen werden hinweg gefegt vom Volk - doch leider gibt es keine Konzepte für die Zukunft, die Revolutionen könnten im Sande verlaufen, wenn das Ziel nicht anvisiert wird und so manche Revolution - orange Revolution in der Ukraine - haben gezeigt, wie alles ins Nichts verpuffen kann, wenn nicht mit Bedacht vorgegangen wird.

Zum Abschluss in die Türkei. Die Zeitung MILLIYET aus Istanbul nimmt einen Prozessauftakt gegen mehrere Journalisten zum Anlass, einen kritischen Blick auf die Pressefreiheit im Land zu richten:

Zitat:
"Inzwischen sitzen 99 Journalisten im Gefängnis. Damit sind in der Türkei derzeit doppelt so viele inhaftiert wie im Iran. Es heißt immer, die Regierung in Ankara sei so stark und Ministerpräsident Erdogan so tüchtig. Wen wundert's? Wenn man 99 Journalisten einsperrt, die restlichen einschüchtert und die Verlage mit horrenden Steuernachzahlungen kaputt zu machen versucht, dann bleibt kaum mehr jemand übrig, der noch stärker ist. Die Kollegen, die sich nun wegen eines Komplotts zum Sturz der Regierung verantworten müssen, sitzen seit neun Monaten in U-Haft. In dieser Zeit haben drei Universitäten Gutachten erstellt. Sie alle bestätigen, dass die auf den Computern der Beschuldigten gefundenen Beweise durch Trojaner eingeschleust wurden. Doch das Gericht ignoriert dies. Was ist das für ein Land, wo mit falschen Beweisen gegen Menschen prozessiert wird, und keiner den Mund aufmacht?"


Die Welt verändert sich. Zunehmend. Und es wird alle erfassen.
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19.15 Uhr - 45 min

Das Feature

Zitat:
Millionäre und Milizen
Marktwirtschaft radikal in Beirut
Von Achim Nuhr
DLF/WDR 2011


"Das Feature" analysiert den Wiederaufbau der dualen Stadt als tollkühnes Gaunerstück: Die gesamte Innenstadt wurde enteignet, einer Aktiengesellschaft zugeschlagen und dann Aktienpakete an die Politiker verteilt, die den ganzen Deal eingefädelt hatten - allen voran an den Hariri-Clan, der die längste Zeit die Regierungschefs stellte.


Mal statt des Fernsehens, einfach das Radio einschalten.

Kann man auch nebenbei, wenn man am Computer arbeitet, hier hören.

http://web.ard.de/radio/radionet/

http://www.exportmanager-online.de/.....tz-politischer-spannungen
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