Wünsche?


Hallo Alle miteinander!
Zuerst einmal Danke das ich mich hier ausschütten darf!

Ich bin über die Informationsseite über Soziale Phobie und Depressionen auf Euch gestoßen!

Ich habe das Gefühl, das ich mich wieder mal aus allem zurückziehe zu dem ich mich verpflichtet habe, in meinem Leben.

Seit ungefähr einem Monat lebt mein Freund nun bei mir und meinem Kind auf engem Raum!
Zuvor hatten wir eine Fernbeziehung.
Ausserdem mache ich seit 2 Monaten ein 6 monatliches Praktikum.

Eigentlich bin ich seit 2,5 Jahren eine "typische" Harz 4 Empfängerin.

Will sagen, das ich seit einiger Zeit ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt habe, in Bezug auf Arbeit.
Eigentlich wollte Ich immer Künstlerin sein. Ich wollte Schauspielerin, oder Musikerin werden.
Seit 2,5 Jahren nehme Ich private Schauspielunterricht.
Ich bin eher einer Träumerin, die sich vieles vorstellen kann , und nichts dafür tun will.
Ich will aus der Arbeitslosigkeit raus und gleichzeitig sehne ich mich nach
noch einem Kind und ich will nicht "später noch mal Kinder", sondern am liebsten jetzt wenn ich jung bin und mein anderes Kind auch noch klein ist!

Und in diesen Familienwunsch habe ich mich stark hineingesteigert.

Obwohl mein Freund und Ich uns geeinigt hatten , erst mal eine mögliche Schwangerschaft zu verhüten,
bin ich nach einer Woche Zusammenwohnen,
gleich Schwanger geworden.
Und ich habe es sofort bemerkt.

Und dann Alle verrückt gemacht! Mich selbst,
meinen Freund,
meine Mutter . Mein Freund reagierte, indem er sagte, er wünsche sichj Gesundheit für mich und das Baby.

Sobald es möglich, war hab ich den 1sten Schwangerschaftstest gemacht, nach ein paar Tagen dann den 2ten und dann den 3ten.
Sogar meinen Freund habe ich dazu gebracht mit zur Frauenärztin zu kommen.
Und dann, 2 Tage nach dem ärztlichen Bluttest der die Schwangerschaft bewies, die Ernüchterung.
Starke Blutungen.
Mein Körper hat das befruchtete Ei abgestoßen, ich habe es gesehen. In meiner Unterhose.


Und nun stehe Ich da .

Alles was noch greifbar ist, ist diese Erfahrung,
ist mein Wunsch.
Und meine Angst, dass das wieder passieren könnte. Und ich habe Alle verrückt gemacht .
Und mein Wunsch alles zu überstürzen.

Und ich stehe da.

Mit meinem Kind was mich weiterhin braucht. Mein Freund der mich braucht!

Ich stehe da mit meinen Verpflichtungen.

Mein zeitintensives Theaterprojekt.
Mein Praktikum jeden Werktag,wo ich pünktlich sein muss,
immer aufmerksam sein muss,
immer reagieren muss,
mich anstrengen muss,
mich konzentrieren muss,
alles geben muss.

Und Alles das bin ich nicht gewohnt,

und ich will nicht, und ich hab Angst zu versagen,

Und ich hab einfach keine Lust, keine Kraft ,keine Energie.
Angst zu versagen.

Zumindest denke ich das.

Obwohl ich gelernt habe meinen Gedanken nicht unbedingt zu vertrauen.

Das wisst Ihr doch sicher auch, das die eigenen Gedanken nicht immer die Wahrheit sind?

Vielen Dank fürs zuhören,

in Liebe