Wo liegt der Tiefpunkt des Lebens


Glaubst du am Tiefpunkt deines Lebens angekommen zu sein, geht es wieder einen Schritt tiefer.
Der Tiefpunkt ist eine rein subjektive Einschätzung, ausgehend davon wie weit sich der Horizont des Individuums erstreckt. Doch wie man bekanntlich weiß, erreicht man den Horizont nie, egal wie weit, wie schnell, oder wie lange man sich drauf zu bewegt.
So ist es auch mit dem Tiefpunkt, man glaubt den absoluten Tiefpunkt zu kennen, dabei ist es nur der Punkt den man sieht. In Wirklichkeit ist er wie die Erde, ein Geoid, annähernd ein Kreis.
Ein Kreis hat kein Ende, er ist unendlich. Genauso wie der Tiefpunkt des Lebens.
Hallo liebe/r destino, herzlich willkommen hier im Forum.

Ich habe mich gefragt was Du mit dieser Frage bezwecken willst. Vielleicht habe ich das Ganze nicht richtig verstanden.

Vielleicht kannst Du das noch etwas besser erläutern. (Möglicherweise wissen auch alle außer mir was gemeint ist.)

Ich weiß z.B. nicht wozu ich wissen muss wo der Tiefpunkt des Lebens liegt. Ich möchte mich auf das Ziel des Lebens konzentrieren.

Schöne Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Liebe Linde,

ich glaube zu verstehen, was mit diesem Beitrag gemeint ist, und finde ihn sehr tröstlich; denn auch ich kenne den "absoluten Tiefpunkt" im Leben. Bisher hatte ich ihn immer wieder als Sitzen in einem "Schwarzen Loch" erlebt, in welchem Orientierung nicht mehr möglich und aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Doch lässt das oben geschilderte Bild Licht und Bewegung zu für alle, die glauben, ebenfalls ihre (vermeintlichen) Tiefstpunkte erreicht zu haben (WO gibt es eine helfende Hand!) Aber es geht ja immer weiter! Und wenn diese Weiterbewegung sozusagen um einen runden Körper herum geschieht, kommt man da nicht zwangsläufig auch an "Punkten" an, die man schon einmal besucht und an denen man sich wohlgefühlt hat? Nur wird man beim "Wiederbesuch" dieser inneren schönen Orte feststellen, wieviel man durch die gerade durchlebte und durchlittene "Teststrecke" hinzugewonnen hat. Vielleicht darf ich dies ja als "geistige Muskeln" bezeichnen? Wachsen in einer lernbereiten Immer-weiter-Bewegung! Wie schön! Danke!
Ganz viele liebe Grüße,
Edalba

linde hat folgendes geschrieben:
Hallo liebe/r destino, herzlich willkommen hier im Forum.

Ich habe mich gefragt was Du mit dieser Frage bezwecken willst. Vielleicht habe ich das Ganze nicht richtig verstanden.

Vielleicht kannst Du das noch etwas besser erläutern. (Möglicherweise wissen auch alle außer mir was gemeint ist.)

Ich weiß z.B. nicht wozu ich wissen muss wo der Tiefpunkt des Lebens liegt. Ich möchte mich auf das Ziel des Lebens konzentrieren.

Schöne Grüße Linde

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"Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen." - BAHÁ'U'LLÁH
destino hat folgendes geschrieben:
Glaubst du am Tiefpunkt deines Lebens angekommen zu sein, geht es wieder einen Schritt tiefer.
Der Tiefpunkt ist eine rein subjektive Einschätzung, ausgehend davon wie weit sich der Horizont des Individuums erstreckt. Doch wie man bekanntlich weiß, erreicht man den Horizont nie, egal wie weit, wie schnell, oder wie lange man sich drauf zu bewegt.
So ist es auch mit dem Tiefpunkt, man glaubt den absoluten Tiefpunkt zu kennen, dabei ist es nur der Punkt den man sieht. In Wirklichkeit ist er wie die Erde, ein Geoid, annähernd ein Kreis.
Ein Kreis hat kein Ende, er ist unendlich. Genauso wie der Tiefpunkt des Lebens.


Warum willst du nur das Fallen sehen und nicht das Aufstehen? Auich das Aufstehen ist ein Punkt der ohne Ende ist. Den Das Fallen gibt e snur in dieser Welt da du ein fallen erkennen willst, doch fänsgt du an in die Höhe zu sehen um das Licht aus der Tiefe zu sehen dann kannst du sehen das esauch das Aufstehe gibt. Was hat dich so trautig gemacht? Was ist geschehen?

Alles Liebe
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Wahrheit ist da wo weder Subjekt noch Objekt existieren. Damit liegt die Wahrheit Jenseits dieser Welt. Solange da noch etwas ist das sich mit einem Subjekt oder einem Objekt identifiziert ist die Wahrheit schon als Relativ zu sehen und damit nicht Wirklichkeit.
http://elisabeth171056.beepworld.de/
Es sind in meinem näheren Umfeld einige Dinge geschehen die mir die Augen geöffnet haben und gelehrt haben nicht nur geradeaus zu blicken...
ich hab viel verderben, leid und elend in dieser welt gesehen die mir vorher nicht bewusst waren, aber trotzdem existierten...
Daraufhin habe ich ein wenig Philosophiert und mich gefragt wo eigentlich der Tiefpunkt im Leben liegt, gibt überhaupt einen? Mein Text soll meine Sichtweise wiedergeben. Ich weiß auch nicht ob sich sonst schon einmal jemand gefragt hat ob es einen absoluten Tiefpunkt gibt und ob man diesen in Worte fassen kann... Ich habe versucht ihn zu Beschreiben, bzw. zu beschreiben, dass man ihn nicht beschreiben kann.

Natürlich gibt es auch ein Ziel im Leben und ein Aufstehen (was ohne Zweifel die schönere Seite im Leben darstellt), aber ich glaube jeder wird irgendwann in seinem Leben auf einen Punkt stoßen an dem er sich den Weg nicht unbedingt aussuchen kann...
Man sitzt im Bus und hat eine gewisse Bewegungs- oder Entscheidungsfreiheit aber dennoch fährt der Bus weiter, egal ob man auf den Sitzen steht und versucht in den Himmel zu greifen oder sich unter den Bänken versteckt. Der angestrebte Kurs des Schicksals wird beibehalten. Wenn man glaubt die Fahrt ist bald vorbei, weil der Tank alle ist, wird wieder voll getankt und weiter gefahren.
Bis man erkennt das es keinen absoluten Tiefpunkt gibt, nur einen relativen Tiefpunkt den Horizont. Und die Reise hat erst ein Ende wenn das Schicksal dich aussteigen lässt...
Lieben Dank, liebe? lieber? destino, dass Du uns etwas mehr Einblick gegeben hast.
Ich mag Menschen die sich solche Gedanken machen. In meiner Kindheit habe ich darunter gelitten, dass ich mit niemanden solche Gedanken teilen konnte und glaubte, dass mit mir etwas nicht stimmt. Aber das nur am Rande.

Ich glaube sicher, dass es im Leben einen absoluten Tiefpunkt geben kann. Aber wann der ist oder war können wir, so denke ich, bestimmt im Nachhinein erst erkennen.

Ich bin, wie wahrscheinlich jeder von uns, schon durch viele Tiefen gewandert, hab grade eines so einigermaßen durch, und habe mich die ganze Zeit gefragt, wofür soll das gut sein. Jetzt, nachdem ich ziemlich durch bin, weiß ich genau wofür es gut war und was ich lernen sollte. Es hat mich ein großes Stück weiter gebracht. Ich bin echt dankbar dafür, ich hätte es anders nicht lernen können.


Zitat:
aber ich glaube jeder wird irgendwann in seinem Leben auf einen Punkt stoßen an dem er sich den Weg nicht unbedingt aussuchen kann...


Das glaube ich auch, aber ich glaube auch, dass es seinen Sinn hat. Die Lektion die ich grade lernen durfte hätte ich ohne dieses tiefe Tal nicht erreicht.

Ich glaube auch, dass es zweierlei Arten von Schicksal gibt. Das eine ist unabänderlich und das andere ist in der Schwebe. Ich meine damit, dass wir bestimmte Dinge ändern können und andere nicht in unserer Macht stehen. ZB. kann ich durch vorsichtiges Autofahren manche Dinge/Gefahren abwenden und andere liegen nicht in meiner Macht, auch wenn ich noch so vorsichtig fahre.

Ich weiß nicht ob ich das ausdrücken konnte was ich meinte und auch nicht ob es genau zu Deiner Thematik grade passt.
Hab mich auf alle Fälle bemüht und wünsche Dir alles
Gute!


>Kummer und Sorge überkommen uns nicht zufällig. Sie werden uns vielmehr durch Göttliche Gnade zu unserer eigenen Vervollkommnung gesandt.<

Immer wenn ich es geschafft hatte meinen Tiefpunkt zu überwinden, habe ich auch erkannt welche Weisheit in diesem Zitat liegt und so hat es mich durchs Leben begleitet und mich gestützt und geholfen Gottvertrauen zu entwickeln und mich immer mehr getragen zu fühlen.

Ganz liebe Grüße Linde
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Bahá'u'lláh
Liebe edalba, auch an Dich herzlichen Dank für Deine Erklärungen die mir auf die Sprünge geholfen haben.

Auch Dir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Alles Liebe Linde
Jeder Mensch erlebt sein persönliches Armageddon.

Ich gebe noch zu bedenken, dass,
wenn wir kapitulieren,
an nichts mehr hängen,
es auch nichts mehr zu verlieren gibt.

Dann haben wir auch wirklich nichts mehr zu verlieren.

Über die Sache mit dem Loslassen könnte man also immer mal wieder nachdenken.
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Om
Purnamadah Purnamidam
Purnat Purnamudachyate
Purnasya Purnamadaya
Purnameva Vashishyate
Om shanti, shanti, shanti
Hi Leute, die Sache mit dem Tiefpunkt hört sich interessant an, da ich an sich glaube ihn wirklich gefunden zu haben.

Stell eine Welt vor,
in der dich NICHTS aber auch gar nichts mehr fasziniert,

In der du trotz vernunftbegabten denkens und aller möglichen Fähigkeiten dich nicht in der Lage siehst irgendetwas SINNVOLLES hinzubekommen

und dafür auch noch alle Welt auf dich drauf prügelt
wirklich absolut NIEMAND ein echtes Interesse an dir hat, du wirklich schon alle möglichen Wege getestet und ausprobiert hast, und zum schluss gekommen bist

Der weg an sich würde funktionieren, aber dennoch einfachster bedingngen bekommt man nix hin

und dazu die VÖLLIGE desillsusionierung des einzigsten menschlichen Wesens dass überhaupt mit dir in Kontakt stehen mag

Und dazu noch das Wissen um das was politisch seit JAHRTAUSENDEN abgeht das eig gar kein Mensch groß ernsthaften willen zur veränderung hat.

Und im end wirklich ABSOLUT ALLES an jeglicher BEDEUTUNG VERLIERT

Gott, ökoschutz, menschlichkeit.

wofür tun wir Dinge?

weil sie einen Sinner füllen sollen.

zb des sich gut fühlens meistens.

Aber was wenn du keine angst mehr hast vor dem dich einfach schlecht fühlen

vor dem Fall in ein komplettes nichts, wo es keinen verstand mehr gibt keine Logik keinen Gott kein echtes gefühl.


Eine Nacht die niemals endet.

wofür tun wir dinge?

dass uns jemand liebt? gut zu uns ist? uns hilft?

wofür tun wir dinge? aus menschlichkeit?

weil wir das leid kennen?
oder aus reiner Logik?
was ist menschlichkeit
das wort und seine bedeutung mir an sich bekannt

aber wenn es keien Wertung mehr gibt von schlecht oder böse, wenn es keinen unterschied zwischne ,gutmensch´´ und Vergewqaltiger gibt weil es kein moralisches denken gibt,

Warum tun wir dinge? das glaube ich ist die größere frage, denn dann versteht man vllt irgendwann diesen absurden sin des daseins.
Destino beschreibt einen Ist-Zustand. Ach, es gibt Leid und Verderben und sonstigen Trallala. Stimmt. Na und? Was soll's? Ein schöner thread: Die schönsten Tiefpunkte meines Lebens.