Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad über die Frauen


Ikarus hat folgendes geschrieben:
Liebe Linde, ich interessiere mich deshalb für Religion, weil ich auch dieEntwicklung allgemein in der Welt verfolge, weil auch in Religionen Politik betrieben wird - und weil sie die Welt beeinflussen können - im Guten wie im Schlechten.

Und damit so etwas nicht passiert, weiter passiert, sich ausbreitet, weil ich erwarte, daß wir uns damit befassen müssen, damit es nicht ausartet, weil es aus den Erfahrungen dieser Frauen heraus geht, was sie uns schildern, weil Statistiken erarbeitet werden, deshalb ich mir Sorgen mache, weil wir entwicklungsmäßig nicht gern zurück gehen wollen, haben diese Frauen meine ganze Anteilnahme und meine Gedanken, damit ihre Kraft zu ihrer Befreiung nicht nachläßt.
http://www.welt.de/politik/deutschl.....Kehle-durchschneiden.html

Zitat:
„Der Patriarchalismus ist kein Phänomen der Vergangenheit“, sagt Heidemarie Grobe von Terre des Femmes Hamburg. „Das Leben nach seinen traditionellen Wertemustern schränkt auch heute die freie Entfaltung vieler Mädchen und Frauen ein, besonders auch der in Deutschland lebenden Migrantinnen muslimischen Glaubens.“ Spätestens, wenn es um die Selbstbestimmung und um die Frage der Heirat gehe, treten für viele Migrantinnen die Probleme auf.


Ist es ein Zufall, daß wir damit konfrontiert werden ? Sicherlich nicht.

Meine Meinung.

Ich glaube nicht an Zufälle. Wir sind aufgefordert, hier in der Gesellschaft etwas für die Frauen zu tun, ihnen Hilfe angedeihen zu lassen und da steht auch Religion und ihre hohen Vertreter in der Pflicht.

Ich sauge mir solche Geschehnisse nicht aus den Fingern, sondern sie sind nicht nur Einzelfälle, sondern Tatsachen und die gehäuft.



Gruß, ikarus


Ich hoffe du nimmst solche Artikel nicht ernst?

Das Thema der Gewalt, besonders wenn sie in der Familie ist, dass ist natürlich sehr ernst; aber der Artikel ist manipulativ und reißerisch.

Das merkt man schon daran was einem am Artikel zuerst ins Auge sticht: Das große Bild einer vollverschleierten Frau. Wo diese Frau ist und wer sie ist erfährt man nicht. Mit dem Bilduntertitel "Eine vollverschleierte Frau. Immer noch werden zahlreiche muslimische Frauen Opfer von Gewalt in ihren Familien" wird aber suggeriert, dass dieser Frau Gewalt angetan wird. Wie wird nicht klar. Es werden aber zwei Dinge in Assoziation gebracht: verschleierte Frau und Frau der Gewalt angetan wird. In der Überschrift wird das Ganze dann noch um die Schlagworte Zwangsheirat und Ehrenmord verdeutlicht.

Dann werden zwei tragische Fälle genannt. Diese binden den Leser zwar emotional, sind aber eigentlich statistisch unerheblich. Trotzdem wird dann im nächsten Absatz aus diesen zwei Einzelfällen eine ganze Kette konstruiert. Spätestens hier sollte klar sein, dass es bei diesem Artikel nicht um Fakten und nicht um Reflexion geht, sondern ums Moralisieren (und das ist bitte von Moral oder gar Ethik zu unterscheiden!).

Türkische Tradition und Islam werden in dem Artikel sowieso völlig durcheinander geworfen und völlig gleichgesetzt. Solche wahllosen Gleichsetzungen hat der Artikel in Reihe. Ein weiteres Beispiel: Gute Integration wird einfach damit gleichgesetzt in Deutschland geboren zu sein und/oder einen deutschen Pass zu haben. Freilich wird dann noch mit der Konstruktion "vermeintlich gut integriert" gearbeitet. Eine heimliche Andersartigkeit zu unterstellen kommt immer gut...

Noch einmal: Das Thema ist sehr traurig und auch wichtig. In dem Bereich sollte auch etwas unternommen werden. Aber so eine Berichterstattung zielt nicht auf Problemlösung.
Mal ganz ehrlich, Tobias, glaubst Du wirklich, daß der Islam so harmlos ist, wie er gern dargestellt wissen will ?
Sind es wirklich nur die Mitglieder, die das Heilige Buch falsch verstanden haben ?

http://gebetskreis.wordpress.com/20.....rroristen-reden-klartext/
Zitat:
In einem langen statement eines Ihrer Sprecher mit Namen Abu Said, warnt die islamische Terrorgruppe „Boko Haram“ vor allem die Zivilbevölkerung davor, sich in der Nähe von „Christen, Mitgliedern der Sicherheitsbehörden“ und anderer staatlichen Stellen aufzuhalten. Denn diese würden ab sofort mit stärkeren, direkten Angriffen konfrontiert werden.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/einewelt/1551432/
Welche Möglichkeiten siehst Du, den Menschen mehr Friedlichkeit ins Herz zu legen ?

Abgesehen davon, wollen Evangelikale wohl dasselbe - sie wollen auch die Welt erobern - aber wer nicht ?

Da könntest Du doch aufklärend wirken, damit man sich ein runderes Bild machen kann.

Soweit ich islamische oder islamistische Foren verfolge, so ich sie denn manchmal sichte, kommt Ähnliches in den Aussagen auch vor - wie im Bericht - was soll man denn nun glauben ?

mit freundlichem Gruß
ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Mal ganz ehrlich, Tobias, glaubst Du wirklich, daß der Islam so harmlos ist, wie er gern dargestellt wissen will ?
Sind es wirklich nur die Mitglieder, die das Heilige Buch falsch verstanden haben ?


Ich habe doch deutlich geschrieben das es wirklich ein Problem gibt. Es ist nur nicht mit reißerischen Artikeln geholfen die moralisieren und polemisieren und dabei von logischen Fehlern nur so strotzen. Hetze ist auf jeden Fall nicht die richtige Lösung.

Zumal du es hier gerade so darstellst als ob jeder Muslim (also fast alle)
der keinen "Ehrenmord" begeht und seine Frauen irgendwie misshandelt den Koran nicht verstanden hätte. Und spätestens wenn mediale Hetze solchen Erfolg hat wird mir ganz mulmig.

Ikarus hat folgendes geschrieben:
Abgesehen davon, wollen Evangelikale wohl dasselbe - sie wollen auch die Welt erobern - aber wer nicht ?


In der Realität eigentlich (fast) niemand. Die Welt hat nicht wirklich Superschurken. Es gibt freilich in manchen Gruppen die Rhetorik, aber auch da nicht die Bereitschaft oder das reale Ziel das auch wirklich zu tun. Wo sind denn bitte die evangelikalen Armeen, welche die Welt erobern? Welches Staatssystem wollen die denn errichten? Welche Methode benutzen sie? Gleiches gilt für die radikalen Politislamisten. Wo ist denn deren Armee und deren systematisches Bemühen zur Eroberung der Welt? Bitte sage mir jetzt nicht, dass ein paar psychisch und religiös überbeschleunigte Leute die von der Moderne frustriert sind (und zugleich aber zu ihr gehören) die ein paar tausend vormoderne Anhänger gefunden haben und ein paar völlig unbedeutende Landstriche in Asien und Afrika unter Kontrolle das Bewerkstelligen sollen. Welchen Plan haben die denn?

Genau dieses Gerede macht mir aber an dieser gesamten medialen Hetze Angst. Das kommt nämlich am Ende raus. Und das klingt dem Gefasel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts über die vermeintlichen Weltbeherrschungspläne "der Juden" (wichtig ist das Individuum und Verschiedenheiten in der Gruppe völlig auszublenden und allen diesen Menschen das zu unterstellen was man selbst befürchtet, wenn sie es dann bestreiten, dann lügen sie entweder oder sind nicht "richtige" Anhänger der Gruppe oder nicht eingeweiht).

Auch hier gilt übrigens: die einzige Gruppe die im 20. Jahrhundert wirklich hatte die gesamte Welt unter ihre totalitäre Diktatur zu stellen war der Leninismus-Marxismus. Da arbeitete man auch eine Weile dran, sah dann aber auch ein das es nicht geht (so einsichtig war dann sogar der irrsinnige Massenmörder Stalin, im Gegensatz zu Trotzki der von der SU den Kommunismus per Eroberung um die Welt tragen wollte).
Und deshalb, Tobias, ist es gut, daß Wünsche oftmals nicht in Erfüllung gehen.

Zitat:
Die Welt hat nicht wirklich Superschurken. Es gibt freilich in manchen Gruppen die Rhetorik, aber auch da nicht die Bereitschaft oder das reale Ziel das auch wirklich zu tun.


http://www.ahlu-sunnah.com/threads/.....r-Amir-Afghanistans/page2
Ich denke, es hat so mancher seine Vorstellungen. Und selbst innerhalb der Religionen gibt es unterschiedliche Auslegungen und Wünsche und Ziele.

Wenn man liest, die Diskussionen verfolgt, entsteht ein Bild. Wie man es empfängt, liegt an der Empathie des pro und contra.

Vieles Gesagte/Geschriebene ist einem selbst fremd und es geht darum, zu sehen, wie denken Menschen aus einem anderen Kulturkreis.

Ich glaube nicht, daß die Zeitungen nur alle reißerisch ihre Artikel formulieren - sie erfahren und sie bringen Geschichten - gäbe es sie nicht, könnte man auch nichts schreiben.

Wenn jemand eine Sympathie für eine Kultur oder Gruppe hat, religiöser oder anderer Art, dann wird er dafür einstehen, sie verteidigen und vielleicht ist er tolerant oder aber er hat sich so sehr damit identifiziert, daß er Kritik möglichst vermeidet.

Das muß aber Jeder für sich entscheiden, wie er die Sache entscheidet.

Nur sollte ein Kritiker nicht immer in die Ecke des TotalAblehners geschoben werden, manche Menschen wollen einfach nur verstehen, was da vor geht.

Damit sie sich entscheiden können, wem sie glauben möchten/können, dazu brauchen sie aber viele Aussagen.

Es sind die Religionen und ihre Inhalte und auch die Taten der darin Eingebundenen, die das Bild erzeugt.

Gruß ikarus
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2