Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad über die Frauen


Ayaad hat folgendes geschrieben:
Was ich nicht verstehen weshalb einige so drauf bestrebt sind das Jungs und Mädels gemeinsam Schwimmen haben sollten ?


Warum sind denn viele Muslime so darauf bestrebt, dass beim Schwimmunterricht die Geschlechter getrennt werden?

Den Grund kann ich dir sagen: Viele Leute vermuten dahinter die erste Stufe einer Geschlechtertrennung und damit haben sie auch nicht unrecht.

Ayaad hat folgendes geschrieben:
Meine Frage: Wodurch unterscheidet sich denn nun die Ahmadiyya-Bewegung vom eigentlichen Islam ?


http://www.ahmadiyya.de/ahmadiyya/g.....icht-ahmadi-muslimen.html


Letztlich läuft es darauf hinaus, dass ihr die Aussagen von Mirza Ghulam Ahmad als verbindliche Interpretationen des Koran und der Ahadith wertet. Da letzterer dies als eine Art der Offenbarung deklarierte verstoßen euch viele Muslime aus "ihrer" Ummah (Religionsgemeinschaft).
[quote="Ayaad"]
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Mich hat dieser Mann mal interessiert, wer er überhaupt ist und jetzt weiß ich es.

http://www.ahmadiyya.de/faq/haeufig.....mirza-ghulam-ahmadas.html

Zitat:
- Er hat den Islam aus einer tiefen Depression wiederbelebt und ihn gegen falsche Anschuldigungen und die christlichen Missionsversuche im 19. Jahrhundert erfolgreich verteidigt

- Er hat die angeblichen Widersprüche (Abrogation) im Heiligen Koran beseitigt und bereits vor mehr als einhundert Jahren deutlich erklärt, dass den Lehren des Heiligen Korans und den Lehren des Heiligen Propheten Muhammadsaw zufolge der Gebrauch von Gewalt in Glaubensdingen absolut verboten sei und es sein Ziel ist, die religiös motivierten Kriege der Muslime zu beenden.

- Der Verheißene Messiasas hat die mittelalterliche Lesart des Heiligen Koran durch eine moderne metaphorische Auslegung ersetzt, welche die Notwendigkeit der islamischen Lehre auch für die Lösung der Probleme in unserer Zeit begreifbar macht.

- Er hat die Frau, die in vielen islamischen Gesellschaften durch Tradition und falsche Auslegung des Heiligen Koran, eine passive Rolle einnehmen musste, befreit. Dazu widerlegte er die Argumente vieler orthodoxer Geistlicher durch den Heiligen Koran und die Ahadith. Wie Allah einmal ihm offenbarte, ist die Ehefrau nicht eine Dienerin, sondern eine Gefährtin (Tazkirah).


Salam,
Wenn du mehr über den Imam Mhadi und Verheißenen Messias(as) kann ich dir gern seiten geben .

bei deine Aufzählung fehlt das von der Seite

Weiterhin sagt seine Botschaft aus, dass das einzige Mittel eines Muslims das Gebet sein soll und seine einzigen Waffen seine feste Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Er solle den Grundstein für Frieden legen und voller menschlicher Zuneigung und Mitgefühls für seine muslimischen und nicht-muslimischen Mitbürger sein.

Natürlich hat Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad(as) viel mehr geleistet was aber zu lange würde um sie aufzulisten

Zitat:
Der Mann hat in der Ehe das letzte Wort bei Entscheidungsfragen und darf nötigenfalls auf eine „leichte Züchtigung“ zurückgreifen (49).


DIE ZEIT, a.a.O. J.Bittner bezieht sich hier auf H.Hübsch, Islam 99.(H.Hübsch, Islam-99, im Betzel-Verlag erschienen 1998).

Hmpf , das verwirrt mich jetzt etwas Leide ist mir das Buch von nicht bekannt aber die Ahamdiyya Muslim Jaamat legt den Vers der angeblich den Schlagen von Frauen erlaubt anders aus in seine Wahren Bedeutung

Zitat:
Ist auch das erfolglos, so muss der Mann als letzte und äußerste Maßnahme „mit Nachdruck eine Änderung herbeiführen“ (4:35). Das arabische Wort Darab, was fälschlicherweise oftmals mit „schlagen“ oder „züchtigen“ übersetzt wird, stellt keinerlei Erlaubnis dar, eine Frau zu misshandeln. Sowohl im Heiligen Koran, als auch allgemein in der arabischen Sprache, wird das Wort in der Verbform (daraba) mit folgenden unterschiedlichen Bedeutungen verwendet: etwas verhindern, verlassen, trennen und auf etwas schlagen. Somit gibt es unterschiedliche Sichtweisen, je nachdem wie man diesen Vers interpretiert.
- http://www.ahmadiyya.de/islam/haeuf.....0zufolge%20schlagen?.html

Ich hab mir mal die Seite angesehen...


Das öffentliche Auftreten der Anhänger der Muslim Ahmadiyya Jamaat (Gemeinde) im Großraum Hamburg hat meinen Kollegen Pastor Jörg Pegelow, den Weltanschauungsbeauftragten des Kirchenkreises Pinneberg, und mich veranlasst, die Ahmadiyya-Bewegung genauer zu betrachten und mit ihren Vertretern zu reden. Auch Hadayatullah Hübsch, der Pressesprecher der Gemeinschaft, war bereit, sich mit uns zu treffen. Jörg Pegelow verdanke ich manche Anregungen und Hinweise zu diesem Aufsatz.


Zitat:

Die frühe Ehe wird empfohlen, um „Sünde“ zu vermeiden, außereheliche Sexualität ist verboten


Was mich stört an die Aussage es wird der eindruck vermittelt das diese nur für Frauen pflicht ist und darüber hinaus finde ich kein Kritikpunkt bei dies Aussage

Zitat:

Ehelosigkeit wird nicht akzeptiert, weil sie nach dem Verständnis der Ahmadiyya gegen die Schöpfungsordnung verstößt.


Natürlich wird sie Akzeptiert immerhin herrscht im Islam Glaubens-und Gewissensfreiheit jeder einzelne Ahamdi muss das für sich selbst regel natürlich ist es besser wenn man verheiratet ist aber letzt endlich ist das eine persönliche Angelegenheit . SO kenne ich ein Ahmadi Bruder der jetzt schon fast 30 Jahren ist und immer noch un verheirat ist

Zitat:
Die Bewegung kämpft gegen die „Entschleierung“ der Frau, denn der Schleier gilt als Bekenntnis zur Familie, zur Keuschheit, zum Glauben. „Um fremde Männer nicht anzuziehen, soll sie (sc. die Frau) indes ihre irdischen Vorzüge und Reize bedeckt halten, sie gehört ja zum schönen Geschlecht, und Allah lehrt, daß sie ihre Würde wahren soll und als Muslima (d.h. übersetzt: die Gottergebene) erkenntlich sein soll, indem sie sich schicklich kleidet.“


aus dem Text finde ich kein Kritikpunkt natürlich stellt der Autor das in einem negativer licht da aber ich finde persönlich kein reizen an halbnackten Mädels mir sind da eine Mädchen mit etwas Schamgefühl lieber aber auch dazu sagt die Jaamat das es die Entscheidung der einzelnen Person ist ob sie ein Kopftuch tragt oder nicht

Zitat:
Darüber hinaus wurde mir gegenüber wörtlich geäußert, dass „Männer wie Hunde seien, wenn man ihnen ein Stück rohes Fleisch hinhält, dann werden sie hungrig, darum müssen sich Frauen verhüllen“. Mein Einwand, welches Männerbild denn dahinter stecke, blieb unbeantwortet



Zitat:
Gemischter Sport oder Schwimmunterricht ist von der Pubertät an verboten


Was ich nicht verstehen weshalb einige so drauf bestrebt sind das Jungs und Mädels gemeinsam Schwimmen haben sollten ?


Lieber Ayaad, ich hatte nur mal schauen wollen, was so Besonderes an dem Mann ist, den viele Menschen aus Deinem Kulturkreis verehren und ihm bedingungslos folgen.

Ich bin ein "Kind" des Westens und schaue nur mal kurz hinein, vor allem auch aus der Sicht eines westlich erzogenen und geprägten Menschen. Als Frau, die frei sein kann, die reisen kann, wohin sie will, die entscheiden kann über Geld und Gut und der es im westlichen Teil der Welt eigentlich gut geht. Die Mitgefühl mit Menschen, vor allem Frauen des anderen Kulturkreises hat, die nicht gehen dürfen, wohin sie wollen, die weitgehend weltweit noch viel Unrecht erfahren über das Patriarchat und ich bin mit ganzem Herzen für die Frauen, die den Mut haben, in diesem Kulturkreis, die ersten Schritte zur Befreiung unter den schwersten Bedingungen zu machen. Da ist noch viel im Argen und auch mir gefällt so manches nicht, wenn die Sitten etwas lockerer werden - im Westen - ist ja auch immer zum Gaudi der Herren, wenn Frauen sich "entblättern".

Aber als Frau, die mitten im Leben steht, die mit Männern gearbeitet hat, also auch ihr Wesen kennt, ihre Charaktere, nehme ich so manchen Mann nicht so ernst, wie er es gern hätte - nur weil 'Mann' drauf steht, muß nicht immer 'Mann' drin sein - ich bin dem Staat dankbar, daß er Witwenrente zahlt und daß ich frei atmen und leben kann - abgesehen von den persönlichen Aufgaben, die das Leben bereit stellt.

Dieser Mann gehört nun einmal zu Deinem Kulturkreis, er ist mir persönlich innerlich fremd - sicherlich hat er für Euch etwas getan in der Zeit, in der er dort lebte und sicherlich hat er Fortschritte angeregt - aber so ganz ist er wohl nicht daraus getreten.

Insofern interessieren mich die Details nicht so besonders. Es gibt Schöneres und Besseres, dem ich meine Aufmerksamkeit widmen möchte.

Ich habe mal irgendwo gelsen, daß Religionen, die alles, aber auch jegliche Bewegung vorschreiben, in noch keiner großen seelilschen Entwicklungshöhe stehen, weil man dem Menschen das eigene Denken abnimmt bzw. unterbindet bzw. verbietet - was Abhängigkeiten hervorrufen.
http://www.shia-forum.de/index.php?/t o p i c/48074-sich-tot-schlagen-wegen-imam-hussein/ - Sich tot schlagen wegen Imam Hussein

Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt, und über die abrahamitischen Religionen nachdenken lassen.

Könnte was dran sein, daß es stimmig wird, sieht man genau, was Menschen erlaubt ist und was nicht und was man ihnen nimmt, wenn man ihnen verbietet, die eigenen Erfahrungen machen zu dürfen.

Es ist doch damit auch eine Machtfrage wie in allem, wo man den Menschen, den Bürger in die Unmündigkeit treben will, um von ihnen Gehorsam zu erzwingen - das Muster kennt man ja aus dem Mittelalter, als die Menschen fast durchweg Analphabeten waren und auf den Mittler' hören mußten und was er ihnen aus den Büchern vermittelte - ob es dann wirklich stimmig war oder nicht, danach durfte nicht gefragt werden.

Gott sei Dank entwickelt sich alles vorwärts und nicht zurück, mit einigen Stillstandszeiten - aber das ist nur zum Besinnen, wohin der Weg eigentlich gehen soll.

Frage: Sind Religionen entwicklungsmäßig zurück, wenn sie in allem die Menschen zwingen, selbst die einfachsten Regeln nachzufragen - und hindert es nicht in der Entwicklung, wenn nur noch Marionetten alles machen, was man ihnen vorgibt ?

Da ich aber jede Sache als Medaille betrachte, möchte ich die andere Seite betrachten: Solange der Mensch kein eigenes aktives echtes inneres Gewissen hat, muß man ihm, um das Negative nicht ausufern zu lassen, die "Sporen" geben, den "Zügel" und die "Reitpeische", damit es nicht gar zu schlimm wird auf der Welt - insofern haben Religionen auch eine Aufgabe, wenn sie ihre Vorsteher aller Art haben.

Wenn auch meine Welt/Kulturkreis enorme Fehler hat, wie ja Jeder weiß, so habe ich doch mehr Freiheit in dieser Welt - (auch die ist eingeschränkt, aber nicht in dem Maße, daß ich gänzlich in allem gehindert/behindert werde wie Frauen in anderen Kulturkreisen) und das ist mir lieb und teuer.

Trotzdem ist mir klar, daß die Welt in sich arbeitet wie ein "Sauerteig" - und es entwickelt sich so manches anders, als von manchen gewünscht.

Nachtrag: Schwimmunterricht - gemeinsamer - das Anerkennen des anderen Geschlechts, ohne sich gleich anzugehen, wenn man sich begegnet - da, wo etwas gewohnt ist, wird Normalität zum Selbstverständnis - den anderen als Menschen annehmen und sich selbst als Mensch wiederfinden.

Wo das Denken wegfällt, wie hier in dem Beispiel angeführt, schädigt man das eigene Volk, ohne Bedenken und das finde ich arg bedenklich.
http://www.islam-deutschland.info/f.....Spam.php?p=219707#219707 - Focus Touristik

Wünsche noch einen schönen Sonntag
Gruß ikarus
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Ikraus hat folgendes geschrieben:
Dieser Mann gehört nun einmal zu Deinem Kulturkreis, er ist mir persönlich innerlich fremd


Also ist dir jeder Mensch der nicht aus dem (heutigen) europäischen Kulturkreis kommt innerlich fremd?

Ikraus hat folgendes geschrieben:
Insofern interessieren mich die Details nicht so besonders. Es gibt Schöneres und Besseres, dem ich meine Aufmerksamkeit widmen möchte.


Trotzdem machst du immer wieder Aussagen über den Islam und lässt hier auch recht deutlich durchblicken, dass du in islamischen Foren ließt. Etwas paradox, oder?

Ikraus hat folgendes geschrieben:
Es ist doch damit auch eine Machtfrage wie in allem, wo man den Menschen, den Bürger in die Unmündigkeit treben will, um von ihnen Gehorsam zu erzwingen - das Muster kennt man ja aus dem Mittelalter, als die Menschen fast durchweg Analphabeten waren und auf den Mittler' hören mußten und was er ihnen aus den Büchern vermittelte - ob es dann wirklich stimmig war oder nicht, danach durfte nicht gefragt werden.


Man kann sicher in allen Dingen eine Machtfrage sehen. Das tun viele meiner politikwissenschaftlichen Kollegen auch. Diese Sichtweise, kann sicher zu wertvollen Erkenntnissen führen. Gleichwohl sollte man sie nicht verabsolutieren.

Das Religion den Menschen in die Unmündigkeit und in den Gehorsam treiben will ist so radikal aber der Ton der radikalen Religionskritik der frühen Aufklärer die sich tatsächlich gegen eine Repressive Orthodoxie auflehnten. Das mag seinen historischen Zweck haben, ist aber in der Härte eigentlich längst faktisch wiederlegt.

Wenn man sich die Religionsgeschichte anschaut, dann war die Gründung von Religionen immer mit einer radikalen Kritik an Macht verbunden. Das Volk Israel hatte, gerade durch seine starke religiöse Bindung, die radikalste Form der Machtkritik. Die frühe Geschichte Israels ist von dem Auflehnen gegen weltliche Macht geprägt. Moses lehnte sich gegen die absolute Macht des Pharao auf. Später kritisierte man ätzend das Fehlverhalten der eigenen Könige (daher die vielen Berichte über die Sünden der Könige Israels in der Hebräischen Bibel) und kämpfte erbittert gegen jedes Imperium das versuchte Israel zu erobern und/oder seine Kultur zu zerstören. Jesus weitet diese Kritik auf den Klerus und sogar auf das Gesetz selbst aus. Mohammed lehnte sich mit seiner Verkündigung der Unterwerfung aller Menschen vor Gott gegen die arabische Kultur auf in der Tradition, Familie, Sippe und Stamm als unhinterfragbare Autoritäten galten. Der Bab formulierte eine radikale Kritik an der äußerlichen Auslegung des Korans als auch an der bestehenden Herrschaft im Iran durch König und Klerus. Bahaullah kritisierte jede Ausübung von Macht die nur einem selbst oder auch nur einer bestimmten Gruppe von Menschen dient. Dabei kritisierte und mahnte er durchgängig alle Machthaber. Überhaupt sollte Macht immer nur unter dem Prinzip der Beratung genutzt werden, nie autoritär. Denn letztlich kommt Autorität nur Gott zu. Letzeres ist die radikale Machtkritik überhaupt die sich schon seit Moses, wenn nicht bereits zuvor, findet.

Entgegen der hinlänglichen Meinung war das späte Mittelalter nicht unfreier als die Frühe Neuzeit. Im Gegenteil: Während im Mittelalter die Herrschaft noch durch den Konflikt zwischen weltlichen und kirchlichen Autoritäten gebremst war und sowohl durch das althergebrachte als auch das christliche Recht eingehegt war entwickelte sich in der Frühen Neuzeit dann der Absolutismus. Eine Staatsform die übrigens von vielen Aufklärern unterstützt wurde da sie sich versprachen mit einem starken Herrscher, der sein Reich modernisieren will, ihre Ziele durchsetzen zu können. Der Weg war dann nicht mehr weit dahin diese Macht durch verschiedenste Ideologien zu legitimieren. Letzteres mündete dann auch in den Totalitarismus. Angefangen von der Französischen Revolution bis hin zu den mörderischen sozialistischen Regimen (seien sie nun antisemitisch-rassischer Art oder marxistisch-leninistischer Art gewesen, dass machte für die Opfer wenig Unterschied).

Die abrahamitischen Religionen haben übrigens alle den Drang danach, dass ihre Heiligen Schriften studiert und gelebt werden. Beides hängt natürlich eng zusammen. Eine absichtliche Verbreitung von Analphabetismus kann man keiner der vier abrahamitischen Religion unterstellen. Vielmehr das Gegenteil. Eine Ausnahme bildet Teilweise die Haltung gegenüber Bildung für Frauen. Das hatte aber nicht nur religiöse Gründe und wurde auch von wenig religiösen Menschen mit äußerst kritischen Augen betrachtet.
Tobias, Du glaubst doch nicht im Ernst, daß das einfache Volk jeder Religion im Studium die Heiligen Bücher - diese riesigen Wälzer - mehr in intellektueller Form aufgesetzt - tatsächlich zum Hauptinhalt seines Lebens macht ?

Da stelle ich mir einen einfachen Bauern vor, der den ganzen Tag auf den Feld schuftet, dazu 10 Kinder groß zieht und sich kaum was zu essen kaufen kann und dann soll er Geld für Bücher haben - der ist, glaube ich, froh, wenn er sich so über Wasser halten kann, der versucht, noch Geld für die Schule der Kinder abzuzweigen - und der das Leben in seinen Dorf in einfacher Form absolviert.

Soweit ich Gläubige kenne, gehen sie zwar zur Gemeinde, um dort gemeinsam in den Büchern zu lesen, scheint in der letzten Zeit verstärkt in Erscheinung zu treten, früher hatte ich davon weniger gehört, aber richtig studieren werden sie die Bücher nicht - zumindest habe ich das so nicht erfahren. Den Gläubigen ist in erster Linie das Gemeindewesen wichtig, nicht so das Studium von Seiten. Man vergißt nie, daß die Realität doch anders aussieht.

Wer liest nicht in allen Foren mal mit Kurzcheck - das genügt vollkommen - schließlich will man das eigentlichen Leben nicht an sich vorbeiziehen lassen.

Wenn wir um jeden Kontinent einen Mauer drum hätten, wir uns international nicht begegnen würden, interessierte vieles nicht - aber da wir nunmal im ewigen Austausch von Gütern und Gedanken stehen, schaut man schon mal hin - manchmal genauer, wenn das Interesse groß ist, mal weniger - man nimmt es wahr und geht dann seinen Weg weiter.

Im Allgemeinen haben uns die sich abwechselnden Staatsformen in der Geschichte gezeigt, daß sich auch darin Entwicklung verdeutlicht - wir hatten den Feudalismus und noch andere Formen und jede brachte mit neuer Technik Umbrüche, Revolutionen und friedliche Zeiten nebst großen Kriegen - wie immer - nur eben etwas anders - so wie in der Mode - es war alles schon mal da, nur die Stoffe erhalten eine neue Qualität - da gibt es auch nicht viel zu sagen/schreiben.

Vermute, das wird sich alles in den nächsten Jahrhunderten/Jahrtausenden auch weiter fortsetzen.

Schönen Abend noch.
gruß, ikarus
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Tobias, Du glaubst doch nicht im Ernst, daß das einfache Volk jeder Religion im Studium die Heiligen Bücher - diese riesigen Wälzer - mehr in intellektueller Form aufgesetzt - tatsächlich zum Hauptinhalt seines Lebens macht ?

Da stelle ich mir einen einfachen Bauern vor, der den ganzen Tag auf den Feld schuftet, dazu 10 Kinder groß zieht und sich kaum was zu essen kaufen kann und dann soll er Geld für Bücher haben - der ist, glaube ich, froh, wenn er sich so über Wasser halten kann, der versucht, noch Geld für die Schule der Kinder abzuzweigen - und der das Leben in seinen Dorf in einfacher Form absolviert.


Erst einmal gibt es weit umfangreichere Werke als die Heiligen Schriften selbst. Davon abgesehen sprach ich auch von dem Anspruch. Und der Anspruch einer heiligen Schrift ist es nun einmal, dass sie von den Gläubigen gelesen wird und dann auch befolgt wird.

Und tatsächlich hatten, nur um ein Beispiel zu nennen, Bauern in der Reformationszeit durchaus öfter mal Bibeln. (Vom Bürgertum der Städte ganz abgesehen.) Oft war es das einzige Buch was sie besaßen und was die Familie gemeinsam las. So entstanden z.B. unzählige "geflügelte Bibelwörter". Für viele dieser Leute war es dann auch extrem schlimm, wenn ihnen ihre Bibel verboten wurde. Nicht nur weil sie so starke religiöse Gefühle damit verbanden, sondern weil ihr mitunter wertvollster Besitz verbrannt oder beschlagnahmt wurde. Alternativ gab es dutzende an Pamphleten die einzelne Stellen der Bibel mit Bild und/oder Text darstellten, erzählten und oft auch gleich mit auslegten.

Was denkst du eigentlich was die Kinder, wenn sie denn zur Schule gehen konnten, gelesen haben bzw. über was sie gelesen haben? Die Bibel gehörte auf jeden Fall immer zur Hauptlektüre.

Zudem weiß ich nicht wann Bauern in Europa durchschnittlich zehn lebende Kinder gehabt haben sollen.

Zitat:
Soweit ich Gläubige kenne, gehen sie zwar zur Gemeinde, um dort gemeinsam in den Büchern zu lesen, scheint in der letzten Zeit verstärkt in Erscheinung zu treten, früher hatte ich davon weniger gehört, aber richtig studieren werden sie die Bücher nicht - zumindest habe ich das so nicht erfahren. Den Gläubigen ist in erster Linie das Gemeindewesen wichtig, nicht so das Studium von Seiten. Man vergißt nie, daß die Realität doch anders aussieht.


Die Tendenz gibt es im Christentum spätestens seit der Reformation wieder. Das liegt einfach daran, dass ein heiliges Buch nun einmal den Anspruch hat gelesen zu werden. Das mag sich freilich in Wellen immer wieder stärker und weniger in der Praxis umsetzen. Natürlich hängt die Realität dem Ideal hinterher. Aber deine Behauptung, dass Religion Unwissenheit und Gehorsam verlangt ist schlicht historisch falsch, nicht haltbar und somit falsch. Für den gläubigen Christen ist das Lesen der Bibel auch nicht (nur) das Studium von Seiten, sondern in gewisser Weise eine Heilshandlung.
Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit. Bei meiner Urgroßmutter in der guten Stube war jeden Sonntag-Nachmittag Bibelstudium. Nach Erzählungen meiner Großmutter war das auch schon so, lange vor meiner Zeit. Sie waren einfache Bauersleute.

Ist mir grade dazu eingefallen.

Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Tobias, ich hatte bei der Anzahl der Kinder auch an die heutige Zahl gedacht und eigentlich den Gedanken ausgeweitet - auf die Welt - und ihr Geschehen von gestern und heute.

liebe Linde, ich erinnere mich an die Aussagen der Mutter meiner katholischen Bekannten, die mir erzählte, daß es lange Zeit verboten war, die Bibel zu lesen, sie mußte immer über den Pfarrer erklärt werden.


Schönen Tag noch
Gruß, ikarus
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Zitat:
liebe Linde, ich erinnere mich an die Aussagen der Mutter meiner katholischen Bekannten, die mir erzählte, daß es lange Zeit verboten war, die Bibel zu lesen, sie mußte immer über den Pfarrer erklärt werden.


Kann sein, da kenne ich mich nicht so gut aus. Meine Vorfahren waren evang. freikirchlich.

Aber jetzt erinnere ich mich an 2 verschiedene Gespräche mit Katholiken, die schon lange her sind. Als ich irgendetwas betonte was in der Bibel steht, war die Antwort: >Ja Bibellesen das machen die Evangelischen.< Was die Katholiken stattdessen machen wurde zwar betont, aber ich erinnere mich nicht mehr so genau.

Schöne Grüße
Linde
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Bahá'u'lláh
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Tobias, ich hatte bei der Anzahl der Kinder auch an die heutige Zahl gedacht und eigentlich den Gedanken ausgeweitet - auf die Welt - und ihr Geschehen von gestern und heute.

liebe Linde, ich erinnere mich an die Aussagen der Mutter meiner katholischen Bekannten, die mir erzählte, daß es lange Zeit verboten war, die Bibel zu lesen, sie mußte immer über den Pfarrer erklärt werden.


Schönen Tag noch
Gruß, ikarus


Ein Priester ist es bei den Katholiken. Alles darunter hat, soweit ich mich entsinne, von der RKK keine Lehrerlaubnis. Das mag im Katholizismus durchaus zutreffen, wobei sich weite Teile der Katholiken heute schon protestantisiert haben. Der Verkündungswille der Heiligen Schrift kanalisiert sich da letztens durch die Institutionen der Kirche. Das ist natürlich indirekter und vorinterpretiert. Das hat seine Wurzeln in der Geschichte der RKK und sollte der Verhinderungen der Entstehung von Ketzereien dienen. Allerdings wollte die RKK dafür, dass die Leute andere Bücher lesen, so besonders den Katechismus.

Welcher Bauer hat denn heute bitte zehn Kinder in Europa? Zudem sind Bauern wohl seit einigen Jahrzehnten gewiss nicht mehr die sozial unterste Schicht.
Liebe Linde, ich interessiere mich deshalb für Religion, weil ich auch dieEntwicklung allgemein in der Welt verfolge, weil auch in Religionen Politik betrieben wird - und weil sie die Welt beeinflussen können - im Guten wie im Schlechten.

Und damit so etwas nicht passiert, weiter passiert, sich ausbreitet, weil ich erwarte, daß wir uns damit befassen müssen, damit es nicht ausartet, weil es aus den Erfahrungen dieser Frauen heraus geht, was sie uns schildern, weil Statistiken erarbeitet werden, deshalb ich mir Sorgen mache, weil wir entwicklungsmäßig nicht gern zurück gehen wollen, haben diese Frauen meine ganze Anteilnahme und meine Gedanken, damit ihre Kraft zu ihrer Befreiung nicht nachläßt.
http://www.welt.de/politik/deutschl.....Kehle-durchschneiden.html

Zitat:
„Der Patriarchalismus ist kein Phänomen der Vergangenheit“, sagt Heidemarie Grobe von Terre des Femmes Hamburg. „Das Leben nach seinen traditionellen Wertemustern schränkt auch heute die freie Entfaltung vieler Mädchen und Frauen ein, besonders auch der in Deutschland lebenden Migrantinnen muslimischen Glaubens.“ Spätestens, wenn es um die Selbstbestimmung und um die Frage der Heirat gehe, treten für viele Migrantinnen die Probleme auf.


Ist es ein Zufall, daß wir damit konfrontiert werden ? Sicherlich nicht.

Meine Meinung.

Ich glaube nicht an Zufälle. Wir sind aufgefordert, hier in der Gesellschaft etwas für die Frauen zu tun, ihnen Hilfe angedeihen zu lassen und da steht auch Religion und ihre hohen Vertreter in der Pflicht.

Ich sauge mir solche Geschehnisse nicht aus den Fingern, sondern sie sind nicht nur Einzelfälle, sondern Tatsachen und die gehäuft.



Gruß, ikarus
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2