Homosexuelle und Heterosexuelle


So leute,
wollte mal kurz mit einem anderen Thema auffahren, das mir auf der Seele brennt.
22Jahre meines Lebens war ich Hetero, ohne zweifel.
Bis mir vor 1 1/2 Jahren eine Frau über den wege lief und ich mich tatsächlich auf den erst Blick verliebte. Die Beziehung verläuft im Sand, denn meine Freundin und ich habe nichts gemeinsam, ich war so blind vor liebe das mir erst vor 3 monaten auffiel und auch erst als ich mich distanzierte, das wir wie Tag und nacht sind und das leider nicht im Positiven sinne, darum gehts im großen und ganzen aber nicht.
Ich habe mit sehr viel Schwulen und Lesbischen Kontakt und auch einige Bekannte und mir fiel auf wie extrem schnelllebig deren Liebeswelt ist...
Sei es eine Kollegin von der man immerwieder hört oder die typischen Beziehungsstati im Internet die wöchentlich wechseln(teilweise täglich).
Ich mag es nicht leute in eine schublade zu stecken, doch da es mir selber genausogeht werde ich das gefühl nicht los das diese beziehung anders funktionieren.
Kurz gesagt, bei all meinen bekannten sind diese Beziehungen geprägt von betrug, kurzlebigkeit,aber nie von dauer...
Egal ob Mann oder Frau, gierig nach Liebe stürzen sie sich aufeinander ohne einander kennenzulernen, nehmen sich keine Zeit und bei der kleinsten unstimmigkeit stürzt alles inneinander...vielleicht gibt es doch einen Grund warum es von der Natur anders vorgesehen ist, aber ich kann es mir ja schlecht raussuchen.

Es ist nicht respektlos Gemeint, sondern das spiegelt 1 zu 1 meine beobachtungen wieder, bin gespannt auf eure meinung dazu.
Lg eure Gourlay
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.
Mir fällt nur auf, dass es bei vielen Leuten so ist, egal ob sie homo- oder heterosexuell sind. Es scheint ja 'in' zu sein sich zu prostituieren. Treue? Was soll das sein? Wir sind ja seit Neuestem alle Kanickel *hust*
Naja, wem's gefällt, der soll's halt machen. Ist ja nicht meine Angelegenheit und solang ich rausgehalten werd, bin ich relativ gleichgültig.
Aber es sind überhaupt nicht meine Beobachtungen, dass dies ein 'Problem' von Homosexuellen wäre.
Liebe Gourlay,

das von dir beobachtete Phänomen der "Kurzlebigkeit" in Beziehungen hat meiner Meinung nach viel mit dem Verlust an Spiritutalität des modernen Menschen zu tun und mit der Ideologie des Kapitalismus.

Rational ist in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung nur das, was mir in Bezug auf meine Bedürfnisse etwas bringt. Deshalb hat auch in die Beziehungen ein unbarmherziger Leistungsdruck Einzug gehalten. Die Beziehung hat nicht mehr eine "übergeordnete" religiöse Bedeutung, sondern wird zum Raum der Selbstverwirklichung des Einzelnen. Die Partnerschaft wird verzweckt zur wechselseitigen "Bedürfnisbefriedigungsanstalt". Es ist dann wie im Geschäftsleben - wenn der Vertragspartner die erwartete Leistung nicht mehr erbringt, dann wird "gekündigt".

Am Besten wird der von mir geortete Bedeutungswandel betreffend Liebesbeziehungen am oft gebrauchten Sager "Ich bin gerade in (k)einer Beziehung" deutlich. In diesem Satz ist nicht einmal ein "Du" enthalten. Die Sprache ist sehr verräterisch in Bezug auf die dahinterstehende Wirklichkeit.

LG Burkl
Burkl hat folgendes geschrieben:
Liebe gourlay,

das von dir beobachtete Phänomen der "Kurzlebigkeit" in Beziehungen hat meiner Meinung nach viel mit dem Verlust an Spiritutalität des modernen Menschen zu tun und mit der Ideologie des Kapitalismus.

Rational ist in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung nur das, was mir etwas bringt. Deshalb hat auch in die Beziehungen ein unbarmherziger Leistungsdruck Einzug gehalten. Die Beziehung hat nicht mehr eine "übergeordnete" religiöse Bedeutung, sondern wird zum Raum der Selbstverwirklichung des Einzelnen. Die Partnerschaft wird verzweckt zur wechselseitigen "Bedürfnisbefriedigungsanstalt". Es ist dann wie im Geschäftsleben - wenn der Vertragspartner die erwartete Leistung nicht mehr erbringt, dann wird "gekündigt".

Am Besten wird der von mir geortete Bedeutungswandel betreffend Liebesbeziehungen am oft gebrauchten Sager "Ich bin gerade in (k)einer Beziehung" deutlich. In diesem Satz scheint nicht einmal das Wort "Du" auf. Die Sprache ist sehr verräterisch und verrät oft die dahinterstehende Wirklichkeit.

LG Burkl

Ich bin alles andere als spirituell. Wie erklärst du dir dann mein Verhalten?
Ich hab einfach nur meinen Stolz und meine Würde und gedenke nicht diese aufzugeben. Das ist ein ganz anderer Ansatz als Spiritualität.

Aber ich versteh durchaus, dass man jemanden verlässt, wenn es nicht funktionieren sollte. Der springende Punkt ist nur, dass man sich Zeit lässt, bevor man eine Beziehung eingeht. Dann hält sie länger - vermutlich, nicht immer. Würde ich aus einer Partnerschaft keinen Nutzen ziehe, geh ich sie entweder nicht ein oder beende sie. Das sagt mir mein rationaler, nüchterner Verstand.
hey hey
naja egal ob spirituell oder nicht, meine erziehung gebietet mir die 3 -dateregel, süß in liebsfilmen, praktisch in der umsetzung.
Mit männern hatte ich diese Problem nie und darauf will ich hinaus, wir haben uns über einen langen zeitraum kennengelernt, oft auch befreundet und kamen dann zusammen...mit mehr oder weniger erfolg...
Doch genau dieser respekt vor der Bezihung fehlt absolut, es ist auch nciht verwerflich, ganz im gegenteil, ich finde es süß wenn menschen ewigkeit im internet schreiben ohne sich je begegnet zu sein...doch das kann man niemal liebe nennen
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.
In der Jugend ist es zur Zeit üblich, schnell einen Freund oder eine Freundin zu suchen. Der Hauptzweck scheint das Liiertsein selbst zu sein, quasi als Aushängeschild für den Bekanntenkreis. Der Zusammenhalt besteht mal aus Verliebtheit, mal aus Leidenschaft; jedenfalls sieht es für mich so aus. Und wenn ich beobachte, wie brüchig diese Beziehungen sind, ist da wohl nicht viel mehr.
Wenns dann außeinander geht, wird einfach jemand neues gesucht. 3 Jahre Beziehung gelten in solchen Kreisen als eine Ewigkeit.
Als Beispiel nehme ich mal einen ehemaligen Schulkollegen her, den sehe ich etwa 2-3x im Jahr. Jedesmal, und zwar wirklich jedesmal, hat er eine neue Freundin.
Aber ich habe mir vorgenommen, keine Menschen mehr zu kritisieren, deswegen sprech ich von was anderem.

Ziemlich irritiert hat mich der Begriff des "Lebensabschnitt-Partners". Anfangs dachte ich, das sei ein Spott gegenüber Leuten, die ihre Beziehungen wie ihre Socken wechseln. Aber die nennen das ja selbst so, sogar während die Beziehung noch aufrecht ist. Was soll man denn dazu noch sagen? Ich weiß es nicht.
tja das ist wohl das ergebnis, unserer "schnellebigen" Zeit...ich frage mich nur wann endlich jemand auf die Bremse tritt
Gourlay hat folgendes geschrieben:
tja das ist wohl das ergebnis, unserer "schnellebigen" Zeit...ich frage mich nur wann endlich jemand auf die Bremse tritt


naja, früher hat man geheiratet und ist dann hinterm Rücken fremdgegangen, heute steht man meistens dazu und macht gleich "Schluss", wenn man eine/n Neue/n hat ...
Gourlay hat folgendes geschrieben:
hey hey
naja egal ob spirituell oder nicht, meine erziehung gebietet mir die 3 -dateregel, süß in liebsfilmen, praktisch in der umsetzung.
Mit männern hatte ich diese Problem nie und darauf will ich hinaus, wir haben uns über einen langen zeitraum kennengelernt, oft auch befreundet und kamen dann zusammen...mit mehr oder weniger erfolg...
Doch genau dieser respekt vor der Bezihung fehlt absolut, es ist auch nciht verwerflich, ganz im gegenteil, ich finde es süß wenn menschen ewigkeit im internet schreiben ohne sich je begegnet zu sein...doch das kann man niemal liebe nennen

Aber wenn du selbst Erfahrungen damit gemacht hast, dann musst du doch einen Erklärungsansatz dafür haben?

Naja, ich kenn jedenfalls ein schwules Pärchen, die sind schon recht lange zusammen. Etwa dreieinhalb Jahre.
Und auf der anderen Seite kenn ich heterosexuelle Mädels zB, die finden jede Woche erneut die "Liebe ihres Lebens" oder soll ich sagen "die Liebe der Woche"?
Zitat:
naja, früher hat man geheiratet und ist dann hinterm Rücken fremdgegangen, heute steht man meistens dazu und macht gleich "Schluss", wenn man eine/n Neue/n hat ...


Vielleicht, sind wir einfach schnelllebig, was die liebschaften angeht...?Nur in der heutigen Zeit einfach eine Offene Gesellschaft die es zulässt das dies keiner mehr verstecken muss...


Zitat:
Aber wenn du selbst Erfahrungen damit gemacht hast, dann musst du doch einen Erklärungsansatz dafür haben?


Den habe ich allerdings ...ich war so versessen darauf jemanden zu finden der mir ähnlicher ist als jeder man(was bis zu einem bestimmten punkt logisch ist...) das ich über alles hinwegsah ohne groß darüber nachzudenken und einfach übersah, das da jemand ist der zu allem nur ja und ahmen gesagt hat.. für mich war in dem moment klar das wir einfach alles gemeinsam sagen... nach ca 1 jahr beziehung wurde ich desillusioniert, als ich bemerkte das sie nicht einmal meine lieblingsfarbe, meine Hobbys und obwohl schon oft getroffen, den namen meiner Erltern kannte...

Zitat:
Naja, ich kenn jedenfalls ein schwules Pärchen, die sind schon recht lange zusammen. Etwa dreieinhalb Jahre.


und genau davon ist die rede...in der heuteigen Zeit gelten 3 Jahre als eine ewigkeit...ich gebe zu für mich wäre das ein persönlicher rekort....den ich finde es auch ehrlicher sofort schluss zu machen wenn man bemerkt das es nicht passt...nur würde ich nie in anschluss dierekt in die nächste beziehung springen. In meinen Augen hat der nachfolgende Partner wenig chancen, da die Probleme der alten Beziehung noch auf einem lasten. Trozdem soweit ich weiß sind 8jahre oder 15 eine lange Zeit für eine Beziehung, ich will irgendwann Heiraten, doch mit dieser Person will ich vorher mindestens 10 Jahre zusammen sein, ich finde das ist ein guter ansatz
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.