Wer hier in diesem Forum hat eine chronische Erkrankung bzw.


Zitat:
Sorry, aber ich sehe das alles NICHT nur aus medizinischer Sicht.


Leider komme ich erst jetzt zum antworten. Ich seh vieles nicht nur aus schulmedizinischer Sicht,bin sehr offen für alternative Wege solange man sie als Ergänzung sieht.

Toll finde ich in euren Beiträgen WIE ihr mit gesundheitlichen Problemen umgeht. Es bestätigt mich immer wieder in der Ansicht daß eben jeder seinen eigenen Weg finden muss bei allen Möglichkeiten die es gibt.

Gerade aber beim Diabetes muss die Schulmedizin mit den Therapiemöglichkeiten an erster Stelle stehn. Dann erst kann und muss ich mir Gedanken machen wie z.b. stelle ich meine Essgewohnheiten um. Das erfordert manchmal sehr viel Disziplin.

Ich selber habe wegen meiner starken Kurzsichtigkeit leider keinen Führerschein - obwohl ich mir den immer gewünsch habe- aber man kann eben auch ohne Auto ganz gut leben.

Ich habe einen Sohn mit ADHS - leider lebt er nicht mehr - aber ich habe mir oft ausgemalt wie wohl sein Leben verlaufen wäre.

Mir würden glaub ich noch einige Beispiele einfallen..........
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Carpe Diem
Ich finde es immer wieder eindrucksvoll, wenn Krankheiten, die nach klassischer medizinischer Auffassung unheilbar sind, durch alternative Methoden (etwa Visualisierung) wieder geheilt werden - oder zumindest gelindert. Dem naturwissenschaftlichen Menschen dient das als kleiner Wunderersatz, als Bestätigung, dass der Geist womöglich nicht doch nur eine Software im Gehirn ist. Obwohl, wenn ich darüber nachdenke... Visualisierung wäre selbst dann noch erklärbar, leider. (Stichwort: Programmierung des Unterbewusstseins). Jedenfalls hat mich die obige Diskussion sehr interessiert: Sollte man mit seiner Krankheit leben lernen oder zuversichtlich stets an ihrer Heilung arbeiten? Ersteres scheint natürlich die Chancen auf eine Heilung zu reduzieren. Mit letzterem hingegen geht auch einher, dass man sich so, wie man jetzt gerade ist, nicht akzeptiert. Oder geht beides zusammen? Ich selbst habe Tourette (Gott sei dank eine vergleichsweise schwache Form). Die Krankheit selbst ist meistens nur nervig. Sie tut nicht weh oder so, sie stört nur. Was mich am meisten dabei bedrückt ist, dass sie mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Meditation etwa ist für mich fast unmöglich - zur Ruhe zu kommen und an nichts zu denken, wenn man ständig zuckt und der Dopaminüberschuss im Hirn einem ständig irgendwelche Gedanken ins Bewusstsein drängt... aber damit muss ich leben und mir eben einen anderen Heilsweg suchen.
...wie is mit laufen? Medidation heisst nicht stillsitzen und zu sphärischer Musik blö_de grinsen bis man gol_den leuchtet. Oder Tanken oder sonstiger körperlicher aktivität? ...kenne mich mit Tourett überhaupt nicht aus, was läuft denn da wie 'falsch' ab (kenne nur das Fernsehbild des Fluchenden Typen, und da das Fernsehbild bisher selten recht hatte, frag ich dochmal, was denn da neuronal so schiefgeht.....
http://www.tourette.at/frameset_a.htm

Hab versucht mich bissl schlau zu machen ( hab ja doch schon vieles vergessen was ich in meiner Ausbildung lernen musste ) und hab diese Seite gefunden.
Die Seite bringt es ganz gut auf den Punkt. Ich selbst verweise gern hierauf: http://www.tourette.de/wasist/fragen_antw.shtml#1 Meine Symptome sind einfach nur das typische Blinzeln (wie man es gern Kindern unterstellt, die zu viel Computer spielen) und sonstige Gesichtszuckungen. "Vokale Tics" wie es auf der Seite heißt, sind mir besonders unangenehm, aber es gelingt mir in den letzten Jahren sie zu unterdrücken. Tourette wird mit den Jahren nämlich eher besser als schlimmer. Man sagt Tourette-Kranken häufig auch Affinität zu Musik nach. Bei mir ist es zumindest so. Ich bin besessen von der englischen Oper "Nixon in China". Sie kreist mir seit Jahren im Kopf und ständig summe ich sie vor mir her. Auch das ist schlimmstenfalls nervig, aber nicht hinderlich. Wenn ich sie einmal in einem Zug anhöre (mp3), kann ich auf Tage nicht richtig schlafen. Daher höre ich sie nur in kleinen Auszügen an.

Zitat:
Medidation heisst nicht stillsitzen...
Dann bin ich offenbar über meine Unwissenheit gestolpert. Jedenfalls spaziere ich gerne und weit. Würde ich nicht in einer Stadt wohnen, würde ich vermutlich regelmäßig wandern.
hehe, das kann sogar sein, dass wenn du beim laufen 'innerlich zur Ruhe kommst', 'zu dir selbst findest' oder ähnliches, dass du schon seit geraumer zeit meditierst ohne es zu wissen^^
Moin,

ich wollte auch mal meinen "Senf" bzw. meine Krankheiten preisgeben: zum einen COPD (dank meiner Rauchsucht) und Schuppenflechte
hmmm.... so, habs mir nun mal alles durchgelesen. Hat interressante Parralelen zu Migräne, ADS und Epilepsie. Für mich als Aussenstehender nicht so schlimm (ich meine im Umgang mit TS-Erkrankten). A....kriecher müssen auch zwanzhaft jede dunkle spalte erforschen, da ist mir ein Fluch lieber als Aussenstehender. Nur für den Betroffenen musses die Hölle sein, will ich echt nicht haben in dieser kaputten Gesellschafft in der wir leben..... *grusel*