Mein Kampf



Würdet ihr das Buch weiterempfehlen?
Ja!
11%
 11%  [ 1 ]
Nein!
55%
 55%  [ 5 ]
Nur für Lehrzwecke!
22%
 22%  [ 2 ]
Nur für den privaten Gebrauch!
11%
 11%  [ 1 ]
Stimmen insgesamt : 9

Lieber DJackson,

wenn ich das richtig verstanden habe, schreibst du eine Fachbereichsarbeit in Geschichte über die Person Hitler und möchtest wissen, ob es sich lohnt sein Buch zu lesen, um tiefere Einblicke in seine Person zu erlangen.

Ich kenne das Buch nicht (also habe es nicht gelesen), aber üblicherweise bietet ein Werk auch einen interessanten Einblick in die Psyche des Schöpfers. Man nehme z.B. die Werke von Chopin, denen man durchaus anhört, dass der Mann unter Depressionen litt. Oder die Bilder von Egon Schiele. Keine Ahnung, was Picasso zu seinen Bildern getrieben hat

Mich würde nichts dazu veranlassen dieses Buch zu lesen, aber da dein Interessengebiet nun mal alles um den 2. Weltkrieg ist und du eine Arbeit über eine der Kerngestalten dieser Zeit schreibst, warum nicht?

Das ist am Ende ohnehin eine Entscheidung, die du selbst treffen musst...

Alles Liebe,
Riki

P.S.: Wie wäre es, wenn du dich mit deinem Geschichtslehrer über dieses Thema unterhältst? Er wird dir sicher wertvolle Tipps geben können, bzw. dir auch sagen können, ob es überhaupt erwünscht ist, dieses Buch zum Zweck des Erstellens der Arbeit zu lesen.
Also "Mein Kampf" lohnt sich zum lesen für eine Facharbeit nicht. Das ist etwas viel Arbeit mit zweifelhaften Nutzen. Zumal Facharbeit heißst, dass du nicht die universitären Standarts erfüllen musst -> Sekundärliteratur reicht vollkommen.

Mein Kampf ist nicht auf dem Index, als Verbot gibt es sowas nur in der katholischen Kirche oder als Ergebnis einer Fatwa. "Indizierte" Medien dürfen in Deutschland ab 18 verkauft werden. Hitlers Erguss darf in Deutschland nicht verlegt werden, da die Rechte das bayrische Finanzministerium hält.

Achja: Spitzmaus zu Spitzmaus; Feldmaus zu Feldmaus., http://www.youtube.com/watch?v=FfeCNh2eI58
Stn hat folgendes geschrieben:
Also "Mein Kampf" lohnt sich zum lesen für eine Facharbeit nicht. Das ist etwas viel Arbeit mit zweifelhaften Nutzen. Zumal Facharbeit heißst, dass du nicht die universitären Standarts erfüllen musst -> Sekundärliteratur reicht vollkommen.

Mein Kampf ist nicht auf dem Index, als Verbot gibt es sowas nur in der katholischen Kirche oder als Ergebnis einer Fatwa. "Indizierte" Medien dürfen in Deutschland ab 18 verkauft werden. Hitlers Erguss darf in Deutschland nicht verlegt werden, da die Rechte das bayrische Finanzministerium hält.

Achja: Spitzmaus zu Spitzmaus; Feldmaus zu Feldmaus., http://www.youtube.com/watch?v=FfeCNh2eI58


Die römisch-katholische Kirche hat den Index Librorum Prohibitorum auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil abgeschafft.

In der BRD darf Mein Kampf zwar antiquarisch vertrieben werden. Neue Ausgaben dürfen nur mit der Erlaubnis des Besitzers der Urheberrechte angefertigt werden und das ist das Finanzminsterium des Freistaates Bayern. Das untersagt jedoch jegliche Alleinausgabe da es solche als verfassungsfeindliche Propaganda sieht. Selbst zu seiner historisch-kritischen Ausgabe durch Instituts für Zeitgeschichte lässt sich das bayrische Finanzministerium nicht überreden. 2016 wird das Copyright dann wohl letztlich auslaufen und theoretisch könnte das Buch dann jeder drucken. Insofern stimmt es also durchaus, dass das Buch nicht gekauft werden kann und das dies sehr wohl etwas mit der staatlichen Auffassung zu dem Werk zu tun hat.
Lieber DJackson,

ich habe "Mein Kampf" nur auszugsweise gelesen, würde aber auf der Grundlage dessen, was ich gelesen habe, eher davon abraten, es zu lesen. Einfach, weil das unverhältnismäßig viel Mühe für eine Arbeit wäre, wie Du sie schreiben musst. "Mein Kampf" liest sich unglaublich zäh, der Sprachstil ist einfach nur schlecht und viele Passagen sind nicht einmal wirklich erhellend über die Person Hitlers und seine Politik. Die wirklich bedeutenden Passagen muss man also erstmal heraussuchen.

Also würde ich Dir eher empfehlen, anstelle von "Mein Kampf" mehr Sekundärliteratur zu lesen. Darunter gibts auch viele Bücher, die durchaus die relevanten Passagen aus "Mein Kampf" zitieren, so dass Du sie nicht einmal in dem Wirrwar von Hitlers Machwerk selbst suchen musst.

Wenn Du aber eine Leseratte bist und ohnehin gerne mehr liest, als Du unbedingt musst, und auch keinen Zeitdruck für Deine Arbeit hast, klar, dann kannst Du auch einfach das ganze Buch lesen. Wenn Du aber mit so wenig Aufwand wie möglich eine gute Arbeit schreiben willst, dann wäre "Mein Kampf" wohl zuviel Aufwand, meiner Einschätzung nach.

Falls Du es also doch ganz lesen willst: Je nachdem, wie gut Deine Kenntnisse über Geschichte und Politik zwischen ca. 1900 und 1945 bereits sind, solltest Du vielleicht eine kommentierte Ausgabe von "Mein Kampf" in Betracht ziehen (kommentierte Ausgaben dürfen meines Wissens auch in Deutschland vertrieben werden). Damit ist es einfacher, den Kontext zu verstehen, in dem Hitler jeweils seine Gedanken äußert.

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg für Deine Arbeit!

Liebe Grüße,
Bernhard
Hallo,
ich bin neu hier, vertrete aber die Meinung man sollte auch das Essay dazu von Carl Amery lesen, Titel: "Hitler als vorläufer"!

Das Büchlein ist "schwerer tobak"...

Gruss
Zitat:
Die alte Hitlerformel ist nämlich durchaus auf dem roten Faden der Geschichte liegend, eine neue Hitlerformel wäre es auch – Einbrüche von unerklärlicher Natur, wie man die Zeit von 1933 bis 1945 gerne stilisiert, gibt es nicht. Jede historische Erscheinung, gleichgültig wie brutal und menschenverachtend, hat ein Fundament in der Vergangenheit. Aus dem Nichts entsteht nichts, aus dem was aber vormals gedacht, geschrieben, getan wurde, bauen sich Ereignisse auf. Die ganze Aufarbeitung des Dritten Reiches, wie wir sie heute kennen, ist bedeutungslos, wenn wir so tun, als sei Hitler nur ein Zwischenspiel gewesen, welches sich nicht wiederholen könne und welches nur eine Sonderbarkeit der Geschichte darstelle. Die Hitlerformel wird in dieser Welt aktuell bleiben, auch wenn die Geschichtswissenschaft gerne so tut, als könne sich nicht wiederholen, was schon war. Ressourcenknappheit und sogenannte Ballastexistenzen, werden die Formel immer zumindest latent am Leben erhalten – die Selektionsversuche zeichnen sich schon heute ab, in den Todeszonen dieser Welt ist die Selektion schon offen ausgebrochen. Amery stellt damit folgerichtig fest, dass Hitler Vorläufer war, dass er Antworten gab, die womöglich irgendwann wieder, vielleicht nicht mehr ganz so industriell-mordend, dafür mit menschlichem Antlitz, gegeben werden. Es darf also deshalb nicht verwundern, wenn Amerys Essay wenig Beachtung fand – welcher heutige Machthaber, welcher Politiker und Wirtschaftslenker, will sich als Erbe der Hitlerformel titulieren lassen? Will sich nachsagen lassen, dass sein geistiger Ahnherr Hitler war?

http://ad-sinistram.blogspot.com/2008/12/hitler-als-vorlufer.html

Diesen letzten Abschnitt sehen wir bestätigt in der Geschichte - Vergangenheit - Gegenwart- Zukunft - google: Carl Amery essay Hitler als vorläufer
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2