Ich liebe ihn sehr, bin aber unglücklich. Überflüssig?


Hallo zusammen,

ich bin 33 Jahre alt, mein Partner ist 39. Wir sind seit 3 Jahren zusammen. Haben jeweils ein Kind mit in die Beziehung gebracht, seins ist so alle 2-3 Wochen bei ihm und meins lebt bei mir.

Vorher war ich knapp 4 Jahre Single. Mit 3 Jahren bin ich bisher seine längste Beziehung für ihn, vorher waren 2 Jahre seine längste Beziehung. Ich hatte vor meiner Singlezeit eine 8jährige Beziehung.

Nun ist es so, dass er einfach gerne zuhause ist. Wir wohnen ca. 20km auseinander. Ganz am Anfang hielt es sich die Waage, dass er auch mal zu mir kam, am Wochenende sowie unter der Woche, mit und ohne Kind..

Dann brach das aber recht schnell ein, dann war ich am Wochenende immer da und er vielleicht einmal die Woche.

Mittlerweile nach den 3 Jahren kommt er garnicht mehr zu mir, wenn wir mal eine Nacht gemeinsam verbringen, dann muss ich schon hinkommen. Er fühlt sich hier bei mir nicht wohl. Ist eben lieber zu Hause.

Ich fühle mich auch zu Hause am wohlsten, aber trotzdem ist es mir so wichtig, ihn zu sehen, dass ich trotzdem bis vor kurzem die Wochenenden immer komplett bei ihm verbracht habe. Jeden Samstag Taschen packen und mit Kind und Kegel dahin.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, er hat sich dran gewöhnt..

Seit 2 Wochen mache ich es nicht mehr, bestehe auch darauf zu Hause zu bleiben, ich habe hier auch genug zu tun. Das hat zur Folge, dass wir jetzt schon das 2. Wochenende nicht gemeinsam verbracht haben, weil er natürlich auch wieder zu Hause bleibt.

Ich verlange das ja auch garnicht. Es macht mich nur irgendwie traurig, dass er halt für mich nicht über seinen Schatten springen will. Ich würde mich halt freuen, wenn er auch mal die Sachen packen würde.

Als er auf Montage war, bin ich im Sommer jeden Abend die 20km hin und zurück zu seiner Wohnung gefahren, um seine Tomaten zu gießen. Als ich im Urlaub war und 2 Wochen weg waren meine Tomaten vertrocknet, ich habe ihn nicht gefragt, aber er hat es auch nicht angeboten.

Das sind so Kleinigkeiten, die in mir gären und die mich irgendwie immer trauriger machen.

Oder er sagt mir, dass, wenn ich schwanger würde (verhüte aber mit Spirale) und ich das Kind kriegen wollen würde, was dann wohl der Fall wäre, weil ich nicht abtreiben möchte, würde ich sein Leben zerstören und er wäre dann nicht sicher, ob er mich verlässt.

Ich würde eigentlich lieber hören, dass wir das dann schon irgendwie schaffen.

Ich will ja gar kein Kind mehr, aber wenn es passiert, dann will ich es nicht wegmachen lassen das weiß ich.

Wenn wir uns treffen ist er oft gestresst und schlecht gelaunt und bei anderen kann er dann immer so nett sein, während ich nur die Hackfresse von ihm zu sehen bekomme.

Andererseits gibt er mir wirklich viel Liebe, ich kann das garnicht beschreiben, ich war noch nie so verliebt in einen Mann. Er ist so aufmerksam und kennt mich in und auswendig. Es sind so kleine Gesten von ihm, wenn er einfach wenn ich neben ihm stehe meine Hand nimmt oder über meinen Rücken streichelt. Er kann ein richtiger Gentleman sein. Wir können toll reden und auch ansonsten klappt alles prima, wir haben auch gemeinsame Hobbys, die gleiche Weltanschauung usw.

wenn da nur diese Probleme nicht wären.

Ich fühle mich in seinem leben einfach unwichtig, trotz alledem.

Ich liebe ihn aber ich bin unglücklich und irgendwie hat bei mir eine Partnerschaft so einen anderen Stellenwert, als bei ihm.

Ich frage mich manchmal warum ich nicht alleine bleibe, ich bin es doch schon fast.

Überall gehe ich alleine hin, wo andere im Doppelpack erscheinen. Aber wenn bei ihm mal was ist, komme ich immer mit.


Ich glaube ihm, dass er mich aufrichtig liebt, aber er kann trotzalledem gut auf mich verzichten und das stört..

ZUsammenziehen kommt auch nicht in Frage, da er da bleibt wo er ist und ich dann jeden Tag 20km mehr zur Arbeit hätte, was wieder ein hoher Kostenfaktor ist und Zeit kostet.

Ich will das alles so nicht, bin wahnsinnig unzufrieden, aber ich will mich auch nicht trennen, weil ich solche Gefühle halt noch nie empfunden habe.

Oder habe ich nur Angst alleine zu sein?

Danke fürs Lesen
habe dein Beirag gelesen und werde mich kurz fassen,
es ist sein Leben was er leben möchte, entweder du akzeptierst das
wie es ist oder ? das bleibt dir überlassen was du machst.
Aber am besten lass wie es ist, mach dir aber keine kopf zerbrechen
und lass die "Zeit" das enscheiden.

Gruss Hipshot
Habs auch gelesen weis aber kein Rat das dir helfen könnte .

Das mit den Tomaten find ich aber lustig das du seine gegossen hast und deine vertrocknet sind . Habt ihr beide Tomaten im Garten.
Hallo Sandy,

hmm ... meist gibt Einer in der Partnerschaft immer mehr, den Idealzustand gibt es - aber sehr oft erst nach schwierigen Zeiten.
Solange kennt ihr Euch eigentlich ja nicht weil ihr getrennte Wohnungen und Haushalte habt. Es ist ein großer Unterschied ob man tagtäglich zusammen ist, oder eben nur an Wochenenden.
So wie mir scheint braucht ihr auch Beide die "Freiheit" - ist auch manchmal besser so wenn Beziehungen auf Distanz geführt werden. Tja, einen Rat kann ich Dir auch nicht geben weil jeder Mensch seine eigene Vorstellung von einer Beziehung hat - Schubladendenken ist keine gute Empfehlung. Sicher, bedenklich ist es schon wenn er sogar nicht gerne zu Dir kommt. Hast Du ihn schon mal gefragt warum er nicht gerne zu Dir kommt?

LG
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Danke für alle Antworten.

Ja ich denke ich muss mich mit dem Zustand abfinden, dass ich ihn nicht ändern kann, weiß ich, will ich ja auch gar nicht.

ich versuche jetzt eben schon seit 2 Jahren, mich mit dem Zustand zu arrangieren, was mir mal mehr mal weniger gut gelingt.

Wir hatten schon mal den Versuch gestartet zusammen zu ziehen und ich habe wieder einen Rückzieher gemacht, weil mir das alles nicht richtig vorkam.

Nichtsdestotrotz möchte ich auch gern mit ihm zusammenleben, wobei dann wohl wieder das ein oder andere Problem mehr auftauchen würde, wofür so ein zwei Probleme dann wieder wegfallen würden...

Er fühlt sich bei mir nicht wohl, weil er eben bei mir nicht so abhängen kann, wie zu Hause. Habe 2 Zimmer, eins fürs Kind und eins für mich..

Bin meistens was eher im Bett und dann muss er nachziehen obwohl er ein Nachtmensch ist.

Ich verstehe ihn ja, vollkommen. Ich habe nur eben manchmal das gefühl, dass ihm alles so egal ist.. wenn ich daran denke, wie oft ich mir eben schon ein bein ausgerissen habe um ihn zu sehen..

Naja und das mit den Tomaten.. stimmt ist irgendwie auch lustig

LG