An Kräuterhexen: Wie wendet man Schlangenkraut effektiv an?


Ich möchte wegen PMS einmal Schlangenkraut oder Mönchspfeffer ausprobieren. Ich habe gelesen, dass das helfen soll. Nun habe ich einiges aus dem Internet gezogen, bin mir aber nicht sicher, welches Präparat am effektivsten ist. Soll ich es in Teeform ausprobieren, als Trockenextrakt oder in Tropfenform? Ich las zwar auf einer Medizinseite, dass 40 mg Mönchspfefferblütenextrakt pro Tag helfen soll, aber ich finde kein passendes Präparat auf den entsprechenden Kräuterseiten. Zumindest geht aus den Beschreibungen nie hervor, wie die Kapseln oder Tropfen dosiert sind. Die meisten in der Versand-Apotheke erhältlichen Präparate sind Wechseljahrsprodukte, die brauche ich aber nicht. Hat jemand einen Tip oder vielleicht Erfahrung mit PMS? Oder sogar Ahnung von Naturheilpflanzen und wie sie einzusetzen sind?

LG
Helle
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Mönchspfeffer ist evektiver bei PMS .niem das
alles gute
Liebe Helle,

aus dem Buch "Frauenkräuter - Das Handbuch für Frauen" folgender Auszug (S. 88 ff.):

PMS - Prämenstruelles Syndrom

Hinter diesem Begriff verbergen sich verschiedenste Symptome. Einige Frauen kennen sie überhaupt nicht, für manche beginnen sie 2-3 Tage vor der Regel, für andere beginnen sie mit dem Zeitpunkt des Eisprungs und enden mit Ende der Regel, wobei sich schmerzhafte und belastende Zustände mit jedem Zyklus verschlimmern können. Meist sind sie Ausdruck für Belastungen und Überforderungen - gesellschaftlich bedingt oder individuell motiviert -, die hier ihr Ventil finden.

Die Erscheinungen sind so unterschiedlich wie die Frauen selbst:
- Spannen in den Brüsten
- Gewichtszunahme und Wasseransammlung im Gewebe
- Kopfschmerzen
- Übelkeit, Heißhunger
Verstopfung, Durchfall
- Pickelchen, Flecken im Gesicht und eine größere Hautempfindlichkeit
- Traurigkeit, Müdigkeit, Unlust, erhöhte seelische Sensibilität
- Gereiztheit, Zorn und - leider viel zu selten - Wutanfälle

Resultiert nicht gerade dieses emotionale Ungleichgewicht aus den Gefühlen, die wir "normalerweise" leichter runterschlucken und "besser" im Griff haben?
Das Schlechteste, was Sie tun können, wenn Sie unter Ihren Beschwerden leiden: sie ignorieren. Zwei Heilmittel bilden eine gute Basis für alle anderen: Abgrenzung und viel Humor. Nachdem diese aber meist ausdauernden Trainings bedürfen, möchte ich Ihnen noch ein paar konkretere Möglichkeiten zur Selbsthilfe vorschlagen.
1. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Zyklus, führen Sie einen Zykluskalender (siehe Beilage). Lernen Sie schätzen, was sich Monat für Monat in Ihnen abspielt.
2. Seien Sie sich darüber im klaren, dass Sie nicht jeden Tag hundertprozentig funktionieren müssen. Lernen Sie, Aufgaben zu delegieren.
3. Fragen Sie sich, wozu Ihre Symptome Ihnen nützlich sind und verbünden Sie sich mit ihnen. Der weibliche Organismus ist ein sensibler Partner. Und viele Symptome entwickelt er nur, um uns zu unterstützen und auf wirklich notwendige Veränderungen hinzuweisen.
Nicht umsonst erweist sich gerade im Zusammenhang mit Zyklusproblemen der Verzicht auf Giftstoffe als äußerst wirksam. Das heißt - zumindest ein paar Tage ab dem Zeitpunkt, wenn die Beschwerden einsetzen - nicht mehr rauchen, keinen Alkohol und keinen Kaffee mehr trinken. Vielleicht kann dies der Auslöser sein, diese Abstinenz später auf längere Zeiträume auszudehnen und Genussmittel dann nur mehr zum "Genuss" hin und wieder einzusetzen.
4. Bewegen Sie sich, und zwar in einer Art, die Ihnen eine angenehme Konzentration auf Sie selbst ermöglicht, z.B.: Tanzen - auch mit Gesang und Schreien verbunden -, wenn Ihnen danach zumute ist. Lassen Sie sich Übungen aus Yoga, Luna Yoga oder aus dem Beckenbodentraining zeigen, die nicht zu kompliziert sind und die Sie bald selbstverständlich ausführen können.
5. Stellen Sie ihre Ernährung um (siehe S. 150): leicht, viel Gemüse, wenig Salz, kein Zucker, kein rotes Fleisch. Versuchen Sie, ab dem Eisprung keine Milchprodukte mehr zu essen, und achten Sie auf Ihre Reaktionen.
6. Trinken Sie ab dem Eisprung den auf der folgenden Seite aufgeführten Tee.

Teemischung:
je 30g:
Schafgarbe, Boldo, Mariendistel, Schlehdorn, Rosmarin, Fenchel
Zubereitung: 1 Esslöffel Kräuter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen. Nach jeder größeren Mahlzeit eine kleine Tasse davon trinken.

Dieser Tee unterstützt Galle und Leber bei der Entgiftung - das bedeutet eine Entlastung für den gesamten Organismus und wirkt leicht entwässernd, um den Flüssigkeitsstau im Körper zu reduzieren.
Wenn Ihnen die Zubereitung und das regelmäßige Trinken des Tees zu umständlich sind, gibt es auch sehr wirksame Fertigpräparate, die einen ähnlichen Effekt haben: Tropfen von Boldo, Löwenzahn oder Mariendistel; Elixire und Säfte von Artischocke, Löwenzahn oder Mariendistel. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten (am besten warmes Wasser).
Wenn Sie vor allem unter Wasseransammlungen leiden, nehmen Sie Zinnkraut- und Goldrutentropfen.


Es geht dann noch ein paar Seiten so weiter, es gibt Anleitungen für ein entspannendes und ein anregendes Bad, eine Mischung für ein Massageöl, und dann noch folgendes:

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Symptomen des PMS:
- Kopfschmerzen: Je 1 Tropfen Pfefferminzöl auf den Schläfen und im Nacken verreiben (nicht in die Nähe der Augen kommen!).
- Bauchkrämpfe: 2 Tropfen Muskatellersalbei (ätherisches Öl) in kleinen Kreisen oberhalb der Schamhaargrenze verreiben.
- Übelkeit: 1 Tropfen Pfefferminzöl oder Ingweröl auf dem Handrücken verreiben und ein bisschen davon ablecken.
- Heißhunger: Vor jeder Mahlzeit am Pfefferminzfläschchen riechen.
- Spannen in den Brüsten:
a) 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl in 1 Esslöffel Salz auflösen, im Waschbecken mit lauwarmem Wasser vermischen, Brüste damit waschen und an der Luft trocknen lassen (fächeln kühlt zusätzlich).
b) zeitsparender: Brust mit Lavendel- oder Rosenwasser waschen.
- Verstopfung: morgens oder abends: 1 Teelöffel gutes Olivenöl schlucken; meistens stellt sich ja die Verdauung mit beginn der Blutung wieder ein;
im Notfall: Faulbaumtinktur (Dosierung nach Anleitung)
- Durchfall: Heidelbeersaft oder -tee trinken.
- Traurigkeit, Müdigkeit, Unlust, erhöhte seelische Sensibilität: Die ätherischen Öle von Bergamotte / Palmarosa / Neroli / Zypresse in die Duftlampe.
- Gereiztheit, Zorn und Wutanfälle: Toben; wenn das unmöglich scheint: 3 Tropfen Pfefferminze und 4 Tropfen Manuka oder 7 Tropfen Zitrone und 5 Tropfen Palmarosa in die Duftlampe.


Ich habe auch noch ein Kräuterbuch, in dem auch die Anwendungsmöglichkeiten und Zubereitung von Mönchspfeffer und Schlangenkraut zu finden sind, allerdings ist das Schlangekraut nicht auf der Seite, die das Register angibt (allerdings kann es gut sein, dass es da unter anderem Namen zu finden ist, womöglich heißt es ja auch Traubensilberkerze oder Wanzenkraut), und beim Mönchspfeffer wird erklärt, dass er in der Homöopathie Anwendungen unter anderem bei Depressionen findet, oder als Alkohollösung zur Anhebung der Stillleistung.

Mal abgesehen davon gibt es aber eine Unzahl an Kräutern im Register, die bei diversen Menstruationsbeschwerden Anwendung finden, allerdings müsste ich jedes einzelne nachschlagen, mache ich nur auf Wunsch, nicht auf Vorschuss

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen, alles Liebe,
Riki
Liebe Rikki,

danke für deine Mühe, diesen Artikel abzuschreiben. Vielleicht hätte ich meine "Probleme" konkretisieren sollen, damit du dir nicht diese Wahnsinssmühe machen musst.
Eigentlich "leide" ich nur unter Spannungsgefühl in den Brüsten und einer gewissen Traurigkeit, immer in der Mitte des Zyklus.

Zitat:
3. Fragen Sie sich, wozu Ihre Symptome Ihnen nützlich sind und verbünden Sie sich mit ihnen. Der weibliche Organismus ist ein sensibler Partner. Und viele Symptome entwickelt er nur, um uns zu unterstützen und auf wirklich notwendige Veränderungen hinzuweisen.


Etwas zynisch, oder?
Nun, die Wassereinlagerung in den Brüsten sieht ziemlich chick aus, aber beim Toben mit den Kindern nützen mir die damit verbunden Schmerzen wenig. Ich werde mich mit diesem Symptom sicher nicht verbünden
und frage nochmal, ob jemand weiß, wie man
Mönchspfeffer oder Schlangenkraut am wirkungsvollsten zu sich nimmt.

Trotzdem, danke Rikki!

LG
Helle
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Hermann Kern
Jep, den Teil fand ich auch etwas zynisch... Erinnert mich ein wenig an solche Aussagen wie, dass man heutige Probleme in früheren Leben verursacht hat... Ich habe in diesem Leben genug Probleme, ich muss mir nicht noch die von früheren aufbürden, ganz ehrlich

Was das Spannungsgefühl betrifft:
Frauenkräuter hat folgendes geschrieben:
- Spannen in den Brüsten:
a) 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl in 1 Esslöffel Salz auflösen, im Waschbecken mit lauwarmem Wasser vermischen, Brüste damit waschen und an der Luft trocknen lassen (fächeln kühlt zusätzlich).
b) zeitsparender: Brust mit Lavendel- oder Rosenwasser waschen.


Und die Melancholie:
Frauenkräuter hat folgendes geschrieben:
- Traurigkeit, Müdigkeit, Unlust, erhöhte seelische Sensibilität: Die ätherischen Öle von Bergamotte / Palmarosa / Neroli / Zypresse in die Duftlampe.


Sorry, dass ich immer noch nichts zu Schlangenkraut und Mönchspfeffer beitragen kann, aber ich persönlich mag immer gerne Tropfen

Alles Liebe,
Riki
Agnus-Castus Präparate, z.B. Cefanorm als Kapseln oder Tropfen, besonders bei Mastodynie, dem Leitsymptom bei PMS.
Tropfen können gleich über die Mundschleimhaut aufgenommen, die Kapseln werden erst im Darm aktiv.
Eine andere Möglichkeit ist: agnus castus als homöopatisches Mittel, Potenz ab D 3 bis D 12.
Die Wiirkung kann hier sehr schnell einsetzen, wenn es das "richtige Mittel" ist, d.h. das Mittel, was zu einem paßt. Im Akutfall innerhalb einer halben bis vollen Stunde 5 Globuli auf die saubere Mundschleimhaut. Sind die Beschwerden besonders heftig, dann kann man das Mittel auch alle 10 min nehmen. Bei Besserung dann reduzieren.
LG ingwaz
...hhmmmmm.....

PMS = Hölle. Immer. Punkt. Mit und ohne Mönchspfeffer....
Von 7 Tage vorher bis vier Tage nachher.
Nix zu machen.

Ich habe mich auch schon konsequent zehn Tage unter Ausschluss jeden Kontaktes zur Welt verbarrikadiert- dann leide ich halt alleine....

Der Igel ist in dem Fall das PMS. Mag sein, dass er es nett meint, aber es tut immer weh.

PMS = Provozierende Mega- Spannung zum Selbsttest: (Platzt Mein Selbst- oder Peaced Mein Schutz?)

Hallo soraja,

also, so schlimm hab' ich es ja gar nicht. Tut mir leid, wenn du das so heftig kennst. Aber dann kennst du dich ja auch offenbar mit Mönchspfeffer aus? Kannst du mir ein bestimmtes Präparat empfehlen? Es soll ja erst nach 6-8 Wochen anfangen zu wirken.

LG
Helle
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Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Helle hat folgendes geschrieben:
Hallo soraja,

also, so schlimm hab' ich es ja gar nicht. Tut mir leid, wenn du das so heftig kennst. Aber dann kennst du dich ja auch offenbar mit Mönchspfeffer aus? Kannst du mir ein bestimmtes Präparat empfehlen? Es soll ja erst nach 6-8 Wochen anfangen zu wirken.

LG
Helle


Das ist bei mir Jahre her. Ich hab es als Tablette genommen, als Urtinktur, also nicht homöopathisch. (Agnus Castus Urtinktur)
Einfach regelmäßig genommen, die Firma weiß ich nicht mehr, einfach in die Apotheke gegangen und Mönchspfeffer als Tablette geholt.
Aber irgendetwas besser ist davon nicht geworden.

Ich nehme das inzwischen so als Wachstumsbeschwerden hin.....
Hallo Ingwaz,

danke, ich habe deinen Beitrag glatt übersehen.
Das klingt doch mal interessant. Ich werde mir das besorgen.

soraja schrieb:

Zitat:
Ich nehme das inzwischen so als Wachstumsbeschwerden hin.....


Du hast dich also mit dem Symptom verbündet.

LG
Helle