Der wahre Sinn von Religionen


Luzifer hat folgendes geschrieben:

Das heißt aber auch, dass ich, da ich handeln kann, dies auch tun muss, wenn ich nicht verantwortlich sein will für Unrecht. Und wieder meine Frage: hält mich Religion nicht davon ab? Du hast geschrieben, Gott/Allah wolle, dass man sich fügt. Irgendwo im Neuen Testament steht: Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Dieser Spruch wird so ausgelegt, man solle sich nicht um Politik kümmern.


Aaaalso, da beißt sich vieles in meinen Ohren und wird vermischt.

Religion und Gott haben wenig miteinander zu tun.
Gott ist die Wahrheit, Religion aber ist die Vermengung von Wahrheit und Machtmissbrauch.
Gott näher zu kommen bedeutet also zum einen, die Wahrheit zu suchen und nach ihr zu leben.
Dann kommt die Erkenntnis- durch die Wahrheit- dass es keine Ungerechtigkeit gibt, da jeder das erntet, was er gesät hat und sich in seiner Lebensspanne da befindet, wo er seines Wachstums gemäß hingehört.
Seine Aufgabe ist dann der nächste Schritt in der Erkenntnis.

Wenn man bedenkt, dass so eine Menschenentwicklung sich über Jahrtausende hinzieht, wird klar, warum wir das hier haben, was wir haben.

Erst am Ende der Entwicklung erschafft der Mensch kein Leiden und also nichts Böses mehr.
Bis dahin bekommt er, was er gibt- jeder.

Im Lichte der Wahrheit wird dann ein solches Zitat, wie du es genannt hast, eine andere Bedeutung gewinnen und sich nicht widersprechen.

Denn wir leben in der Welt zum einen und in Gott zur selben Zeit.

Will sagen, wer Gott folgt, ist deshalb nicht außerhalb der materiellen Gesetze und der materiellen Welt, sondern mit Gott in ihr und deshalb hat Jesus auch gesagt, dass wir natürlich auch die weltlichen Gesetze einhalten sollen, also Steuern zahlen, Verkehrsregeln einhalten, Rechnungen begleichen, Klo putzen, etc.

Aber immer innerhalb des Annehmens der Autorität Gottes- Gott und die Welt schließen sich nicht aus, sondern ein.

Wer Gott folgt, der gehorcht Gott nicht aus Angst, sondern aus Einsicht, nämlich dass Gott besser weiß, was gut ist für uns als wir selbst es wissen und dann werden wir das tun, was Gott uns rät.

Gott berät, nicht befielt, denn Gott liebt.

Politik wird dann von selbst zweitrangig, denn man erkennt in Politikern Menschen, die nicht der Autorität Gottes folgen, sonst wären sie keine Politiker.
Die es versucht haben, wurden unter gegangen, z.B. Willy Brandt.
Der letzte Politiker, für den ich Gefühle empfunden habe.
Der ist zugrunde gegangen, weil er Mensch sein wollte.

Das muss man auch erkennen, wenn man "religiösen" Menschen Weltfremdheit vorwirft.

Denn die Politiker handeln nicht göttlich, also nicht zum Wohle aller, sondern egoistisch und machtorientiert, also den Gesetzen Gottes zuwider.

Dennoch handeln sie innerhalb des Planes Gottes. Sie sind also Wesen irgendwo auf der Skala von ganz unten bis ganz oben in der Entwicklung des Menschen und haben ein so oder so großes Ego, das zum tragen kommt.

Insofern wird Politik gegenüber der Erkenntnis der Wahrheit und dem Streben nach der Nähe Gottes eben zweitrangig.

Ehrlich gesagt sehe ich das so, dass ich nur Vertrauen in Gott habe und der wird schon wissen, wie er die Politik regelt.
Was haben wir Normalos schon mit Politik zu tun?

Seit wann fragen Politiker das Volk bei ihren Entscheidungen?

Bei jeder Wahl stellt sich mir die Frage, ob ich wählen soll- dann spüre ich in mich hinein- ich wohne zufällig im Rathaus- ob ich da runter gehen soll und bis jetzt kam immer: nein.

Sonst? Was habe ich für einen Einfluss auf die Politik? Doch keinen.

Aber ich habe einen Einfluss auf den Gang der Dinge, wenn ich mich möglichst nahe bei Gott aufhalte, denn jeder Gedanke, jedes Gefühl und jede Handlung, die mehr Gott ausdrückt, vermehrt die Göttlichkeit für die ganze Welt.

So sehe ich Politik als meine Aufgabe, ein besserer Mensch zu sein und zu werden und weniger in politischen Aktionen oder jeder Menge unnützem Blabla- das machen ja die anderen schon genug.

Und wie viel kommt dabei heraus?

Ich bin da mehr für's Handeln. Auch wenn man dafür keinen Beifall bekommt.
soraja, trotzdem wird der Mensch immer aktiv bleiben, was einschließt, daß er auch in der Politik seine Aufgaben sieht.

Man kann sich doch nicht alles gefallen lassen, was die Macht will, das sind auch nur Menschen - und die dürfen auch nicht alles machen, was sie wollen.

Da müssen Riegel vorgeschoben werden.

Guten Morgen, schöner Tag heute
ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
soraja, trotzdem wird der Mensch immer aktiv bleiben, was einschließt, daß er auch in der Politik seine Aufgaben sieht.

Man kann sich doch nicht alles gefallen lassen, was die Macht will, das sind auch nur Menschen - und die dürfen auch nicht alles machen, was sie wollen.

Da müssen Riegel vorgeschoben werden.

Guten Morgen, schöner Tag heute
ikarus


Dann erzähl mir mal, was du konkret gegen die Macht tust- in deinem Umfeld. Wir hier- nicht naher Osten, nicht Tibet.
Was tust du gegen Preiserhöhungen, das Fernsehprogramm, Gesetzesänderungen, die dein Leben verschlechtern, Häuser, die in deiner Umgebung gebaut werden, seien sie noch so häßlich, usw.?
Wie schiebst du konkret den Riegel vor gegen das, was die da oben machen?
Ich finde man kann schon was tun. Schon die Möglichkeit zu wählen ist eine Chance die Stimme für eine verbindende Partei ( In Deutschland zum Beispiel die Violetten ) abzugeben. Darüberhinaus kann man auch bei Volksbegehren und an Volksabstimmungen teilnehmen und sich für oder gegen eine Sache entscheiden.

Ausserdem kann man im täglichen Leben durch sein Handeln etwas bewirken.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!