Der wahre Sinn von Religionen


Hallo luzifer,

wie kommst du denn darauf, dass ich mich nur um mein nächstes Umfeld kümmere und nicht einen gesamtgesellschaftlich kritischen Blick habe?
Für mich bedeutet meine religiöse Praxis eben auch Wachheit und kritisches Hinterfragen gesellschaftlicher Realitäten. Und dann muss ich Taten und nicht nur Worte folgen lassen.

Aber hier im Forum wird schon über Politik etc. diskutiert, vielleicht nicht gerade in diesem Thread, aber ganz sicher in anderen.

Wenn Marx sagt, dass Religion Opium für das Volk sei, dann verstehe ich das so, dass es viele Machthaber gab und gibt, die mittels Religion versuchen, die Menschen ruhig zu stellen und zu vertrösten- das hat aber für mich primär nichts mit der Religion zu tun. Sicherlich wird religiös angeraten, sich zu fügen und Dinge, die man nicht ändern kann hinzunehmen. Aber Gesellschaftliche Zustände und Misstände sind Menschengemacht und somit sehr wohl von uns beeinflussbar. Also besteht aus meiner Sicht sogar die Pflicht, aufzubegehren und zu handeln!
Meine Religiöse Identität verpflichtet mich geradezu einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und dafür zu sorgen, dass die Welt gerechter, ehrlicher und menschlicher wird.
@ Ikarus

Zitat:
Überlegung: wenn wir alle zu einer Seelenblase gehören - zu einer Menschheit - dann haben Reiche, Mächtige auch ihre Aufgabe zu erfüllen - vielleicht, uns zu ärgern, nein, ganz im Ernst - warum sind die einen reich und die anderen arm und welches Karma lädt sich wer auf - wenn wir auf östliche Religionen zugreifen und was wird ausgeglichen und was hat uns das alles zu sagen ?


Das sind sicher Überlegungen, die wir treffen müssen. Ausgehend von der Sinnhaftigkeit des Lebens (nicht nur Religionsanhänger sehen das so, auch die vielgeschmähten Atheisten!) und der Verantwortung für mein eigenes Leben und Handeln, dessen Konsequenzen ich ausgesetzt bin.

Das heißt aber auch, dass ich, da ich handeln kann, dies auch tun muss, wenn ich nicht verantwortlich sein will für Unrecht. Und wieder meine Frage: hält mich Religion nicht davon ab? Du hast geschrieben, Gott/Allah wolle, dass man sich fügt. Irgendwo im Neuen Testament steht: Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Dieser Spruch wird so ausgelegt, man solle sich nicht um Politik kümmern.
@ Hikmat

Zitat:
Aber Gesellschaftliche Zustände und Misstände sind Menschengemacht und somit sehr wohl von uns beeinflussbar. Also besteht aus meiner Sicht sogar die Pflicht, aufzubegehren und zu handeln!
Meine Religiöse Identität verpflichtet mich geradezu einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und dafür zu sorgen, dass die Welt gerechter, ehrlicher und menschlicher wird.


Das ehrt dich, und ich achte dich.
Luzifer:
Zitat:
Irgendwo im Neuen Testament steht: Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist. Dieser Spruch wird so ausgelegt, man solle sich nicht um Politik kümmern.


Jepp, damit haben Kirchenoberhäupter, aber auch alle Mächtigen in den Religionen hantiert - sei es die Orthodoxe Kirche in Rußland im Sinne der Zaren oder die Muddschahedis im Islam oder die Bischöfe/Kardinäle im Christentum, sowie auch die Oberhäupter in Tibet und selbst im Judentum - habe ich eine Religion vergessen ?

Es ist also immer die Macht, die anziehend wirkt, weil mit Macht auch der Status verbunden ist - das "überdenanderen" stehend - vielleicht hält man sich auch in säkulären Regierungen das Arbeitslosenheer, weil es so günstig ist, die nach Arbeit Suchenden unter Druck zu halten, so in etwa "spurst du nicht, draußen warten tausend andere, die alles genauso gut wie du können".

Gewußt wie....

Wer ans Karma glaubt, weiß, daß die Rollen wechseln, also sollte man Jeder daran denken, daß er das alles beeinflussen kann - vielleicht lesen das dann auch die Reichen und deshalb diese Freiwilligkeit, lieber Steuern zu bezahlen als den Börsencrash zu riskieren - andererseits - es gibt Unternehmen, die auch sozial denken - wollen wir doch nicht alles negativ bewerten.

Jede Medaille hat eben immer zwei Seiten.

Gelle...
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Genau, Ikarus, da sind wir einer Meinung.

Und jeder muss gut aufpassen, dass er sich nicht unterordnet der Herrschaftsmeinung - in seiner Religionsgemeinschaft, aber auch im Staat.
Übrigens hat bereits Friedrich Engels bereits sozial gedacht, interessant, mal sein Schicksal zu verfolgen.

http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_525.htm

http://www.astrothek.de/artikel/soz.....ng/sozialversicherung.htm

Zitat:
Die derzeitigen Diskussionen um Renten, Krankenkassen und soziale Absicherung werden zunehmend immer härter, je deutlicher man feststellt, daß die überlieferten Systeme nicht mehr das zu halten scheinen, was sie einst versprachen ... und seit die Kassen immer leerer werden, unabhängig davon, wie die Reformen der Reformen nun aussschauen.

Dem bestehenden Sozialsystem, und den dadurch möglich erscheinenden Absicherungen, verdanken wir einen großen Teil unseres aktuellen Lebensstils, der von immer mehr Individualisierung und Mobilität geprägt wird, schon lange nicht mehr in die Großfamilie eingebunden ist, und der nun auch die Kernfamilie aufzuspalten scheint (wie rückläufige Geburtenraten und inzwischen völlig alltäglich gewordene Scheidungen deutlich belegen).

Aber unter den Auswirkungen genau dieses Lebensstils leiden wiederum die sozialen Sicherungsmaßnahmen, indem der Generationenvertrag letztlich nicht mehr richtig funktioniert, und Solidarität durch die Solidargemeinschft inzwischen zwar gerne empfangen wird, für das Geben aber der Staat oder "die Anderen" zuständig sein sollen, während jeder Beitragszahler sich mehr und mehr geschröpft fühlt.

Zusätzlich zu dieser Entwicklung verkomplizieren Lobbyismus und Parteipolitik von allen Seiten das Thema, und treiben - neben einer zunehmenden Technisierung und personalintensiven Betreuung in diesen Bereichen - die Kostenspirale immer weiter an.


Ob Friedrich Engels irgendwann religiös war, weiß ich nicht, aber er ist wohl in diesem Sinne in der damaligen Zeit aufgewachsen und in der damaligen Gesellschaft waren die Kirchen noch sehr Lebens bestimmend.

http://basisreligion.reliprojekt.de/religionskritik.htm

Was mich persönlich stört, ist, daß z.B. Giordana Bruno zur Zeit sehr vereinnahmt wird, habe es im tacheles.tv verfolgt - ich bin üerzeugt, daß Bruno an Gott geglaubt hat, nur hat er ihn ganz anders gesehen, als man es heute darstellt.

google: giordano bruno gott

http://www.ursulahomann.de/GiordanoBruno/kap005.html
Zitat:
Seine Religionskritik steht zwar dem Kult kritisch gegenüber, lehnt diesen aber nicht in Bausch und Bogen ab.Verehrung des Transzendenten ist für ihn eine Grundform menschlichen Denkens, die sich für diesen Zweck Götterbilder sucht, weil der Mensch nicht umhin kann, in den Naturdingen und in allen Menschen die Wirkung des Transzendenten, des Gottes zu suchen. Hier kommt er Kant ganz nahe.

Man kann also nicht behaupten, daß Giordano Bruno nicht an eine göttliche Instanz geglaubt hat.

http://www.theosophieadyar.de/index.....e&id=59&Itemid=65
Zitat:
Mittels der Weltseele war der GEIST Gottes in allem verborgen anwesend, was von ihm geschaffen wurde. Das war nur eine konsequente Fortführung des Paulus-Wortes, wonach wir "in Gott leben und unser Sein haben". Ähnlich hatte vor ihm schon Plotin, der große Begründer des Neuplatonismus gedacht.


Mir ist das heute nur von einem Vertreter der Giordano Bruno Stiftung in der Sendung aufgefallen.

http://www.puramaryam.de/revokom.html
http://www.zeit.de/2011/42/Aegypten-Religion/seite-2
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hallo Luzifer
Wo hast Du Dein Wissen her ?
Aus Büchern , aus Dir selbst oder von anderen Menschen ?
Oder bist Du ein weiser Mensch ?

Warum hast Du einen Namen des Teufels gewählt ?
Es gibt keinen Teufel !

Ich glaube Du glaubst doch tief im Herzen an Gott .
Aber nicht an die Kirche .


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr


Jeder Mensch ist ein Universum .


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Luzifer hat folgendes geschrieben:
Du fühlst dich angegriffen, Soraja?

Weshalb? Wo liegt die Ursache dafür? In dir oder in Luzifer?

Ich fühle mich in keinster Weise angegriffen.

Das schafft nur noch mein Freund, ...leider....
Luzifer hat folgendes geschrieben:


Dann behaupte ich jetzt, ich bin nicht Luzifer, sondern Gottes Sohn.


Alle Menschen und sonstigen Wesen sind Gottes Söhne und Töchter, also brauchst du dir nichts drauf einzubilden.

Und Luzifer ist der Erst-Geschaffene, er steht also in der Hierarchie höher als Christus, wobei Christus nicht Jesus ist.
Jesus hat den Christus angenommen, was bedeutet, dass er -zumindest wird das so behauptet- gelernt hat, ausschließlich zu lieben und somit Luzifer zu erkennen in der Wahrheit, was wiederum bedeutet, zu verstehen, dass es aus der Sicht Gottes nichts Böses gibt, denn alles, was Luzifer tut, ist Widerstände zu bereiten, damit der Christus eine Möglichkeit zum wachsen hat- der Sinn dessen aber ist Wachstum in der Liebe.
Ich halte also viel von Luzifer und bin eine glühende Verehrerin von ihm.

Ich hab das Phänomen Christus-Luzifer mal versucht früher, auf einen Punkt zu bringen und habe das so ausgedrückt:

Luzifer sagt: ich verleugne deine Liebe, damit du die Möglichkeit hast, zu vergeben und in der Liebe zu wachsen.
Christus sagt: ich erkenne deine Verleugnung der Liebe und erkenne die Möglichkeit zu vergeben, damit ich in der Liebe wachse.

Beide Seiten der Liebe leben in uns, nur wir erkennen unsere eigene Verleugnung der Liebe nicht immer als Möglichkeit des Wachstums, will sagen, wir rennen des Öfteren mal an unseren Wachstumschancen vorbei- dafür kann aber Luzifer nichts.

Nur mal so am Rande.

Deine posts also machen mich schon nur wegen deinem Namen neugierig- jetzt musst du es nur noch schaffen, deinem Nick gerecht zu werden....was ich mir nicht zutrauen würde so ohne weiteres, übrigens.

Was mich dazu geführt hat, nach der Bedeutung von Soraja zu schauen...

Zitat:
Bedeutung Vorname Soraja:
Soraja bedeutet Erleuchtung...Japanisch Sora = Himmel...Es ist ein weiser name. Kommt häufig in den Asiatischen Ländern vor (Japan,China)
http://www.kidsgo.de


....und damit kann ich mich dir nur anschließen, kicher.....