Vegetarismus und die Religionen der Bibel


http://www.visionen.com/Rubriken/Ge.....-die-Religionen-der-Bibel

Zum einen schreiben die Religionen Mitgefühl und Mitleid vor, aber ich bin der Ansicht, daß Weltfrieden, das Streben nach Liebe und die All-Liebe zu Gott nicht vereinbart werden kann mit dem Schlachthof, in dem die Tiere vor Angst und Schmerz schreien/brüllen, weil auch sie nicht sterben wollen.

Deshalb ist alles Illusion - der ganze Friedensplan - wenn sich nicht so vieles, was falsch läuft, ändert.

Ein Gott, der Schlachtungen befiehlt, der seine Schöpfung so in den Abgrund stößt, ist kein Gott der Liebe, auch wenn so viel darüber geschrieben und gesungen wird - es ist die Freude der Menschen, Getötetes in den Magen zu bekommen, weil es ihnen schmeckt.

Und es gibt so unendlich viele Entschuldigungen und Ausreden, warum das geschieht.

Wer tötet, als Soldat oder als Schlachtmeister, der dann in seine heilge Welt zurück will - das sind zwei Seiten einer Medaille - aber wer einerseits kein Mitgefühl/Mitleid für die Lebewesen zeigen kann, dem spreche ich auch Mitgefühl für seine eigene Gattung ab.

Klingt hart, aber schaut man genauer hin, sind die Verbrechen, die überall passieren, damit in Zusammenhang zu bringen.

Ich sehe da sehr große Zusammenhänge - und deshalb glaube ich nicht an den Friedensplan, die Friedenswelt - jedenfalls nicht in der nächsten Zeit.

Vielleicht irgendwann mal - irgendwann.......in weiter Ferne......
Zitat:

Der französische Dichter und Literaturnobelpreisträger Romain Rolland (1866- 1944) schrieb in diesem Zusammenhang einst: „Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechtes. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selbst leidet?“


Deshalb empfinde ich die vielen Worte über und von der Liebe eher als leer.

Meine Meinung.

Schönen Tag noch.
ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Gottes Ernährungsempfehlung zu beginn der Schöpfung:

«Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen.»
Genesis 1,29


In Numeri, dem Vierten Buch Mose finden wir die Beschreibung, wie Gott wünschte, sie vor dem Fleischessen zu bewahren und ihnen (vegetarisches) manna vom Himmel sandte. Dennoch verlangten sie aufgrund ihrer Lust nach Fleisch. Hierauf wurde Gott sehr zornig auf sie, und warnte sie, indem er sprach:

"Zum Volk aber sollst Du sagen: Heiligt euch für morgen, dann werdet ihr Fleisch zu essen haben. Denn ihr habt dem Herrn die Ohren vollgeweint und gesagt: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gäbe! In Ägypten ging es uns gut. Der Herr wird euch Fleisch zu essen geben. Nicht nur einen Tag werdet ihr es essen, nicht zwei Tage, nicht fünf Tage, nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage, sondern Monate lang, bis es euch zum Hals heraushängt und es euch davor ekelt. Denn ihr habt den Herrn, der mitten unter euch ist, mißachtet und habt vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Ägypten weggezogen?" 4, Mose, 11,18.20

Es lässt sich eigentlich nach der Bibel erschliessen das es 'Weltliche Gründe' sein müssen Fleisch zu essen, wofür symbolisch auch Ägypten steht. Ich empfehle dir liebe Ikarus wenn du auf Fleisch verzichten möchtest es zu tun. Rein biblisch steht dir da nichts im weg. Es gibt durchaus auch einige christliche Gemeinden die die Bibel dazu verwenden Vegetarismus zu lehren. Die Bibel verurteilt weder das eine noch das andere. Wenn sie es würde, würde sie es auch so meinen daher Danken wir Gott. Ich persönlich ernähre mich zb auch weitgehend fleischlos.

Zu den Opfertieren ist nur soviel zu sagen das sie eben auf den Messiah hingedeutet haben. Auf Grund der regelmässigen Sühneopfer hat Gott sein Volk früher erfahren lassen das die Sünde den Tod vordert. Aber auch dies hat Gott nicht wirklich gefallen.

"Was soll mir die Menge eurer Opfer? .... ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke"
Jes. 1,11
"... und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut"
Jes. 1,14.15.

oder Jesaja 66,3
Wer ein Rind schlachtet, ist [wie] einer, der einen Menschen erschlägt; wer ein Schaf opfert, ist [wie] einer, der einem Hund das Genick bricht; wer Speisopfer opfert: es ist Schweineblut; wer Weihrauch als Gedächtnisopfer darbringt, ist [wie] einer, der Unheil segnet.

Es hatt die Sünde also auch nie wirklich gesühnt, dafür aber auch nicht glatt gemacht.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß Gott vor der Sintflut noch von "guter" Nahrung gesprochen hatte, danach allerdings immer häufiger nur mehr von "sanktionierter" Nahrung. Fleisch dan dem verzehr übergeben wurde und zwischen rein und unrein unterschieden.

«Der Gebrauch des Weines hat mit dem Fleischessen angefangen nach der Sintflut. Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt – aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die übelriechenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft, wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volke Wachteln zuwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang [Genesis 1:29] verknüpft, sodass es uns nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen ...»
Heiliger Hieronymus von Bethlehem (331–420), Kirchenvater

In der Zukunft und wenn Gott will da kommst du liebe Ikarus, soll jegliches töten oder Fleisch essen vergangen sein.

"Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist." Jesaja 11, 6-9 (Die Ankündigung des messianischen Reiches)

lG
Liebe Ikarus,

Dein Mitgefühl für all die geschundenen Mitgeschöpfe, teile ich mit Dir.
Wie Du weißt bin ich keine Vegetarierin. Ich esse gerne mal ein Stück Fleisch oder auch Fisch. Aber wie schon so oft diskutiert - es wird allgemein zuviel Fleisch konsumiert!
Das Hauptproblem ist die Ausbeutung - grundsätzlich. Seit Jahrhunderten wird überall und alles ausgebeutet! Das ist unser Hauptproblem!

_________Das rechte Maß.

Alles was wir aus der Natur entnehmen sollte wieder zurück geführt werden - und daran hapert es - leider.

Das Gleichgewicht in allem zu halten oder zu erreichen - das sollte unser Ziel sein - und das kann nur jeder für sich.
Da wo Einsicht fehlt, hilft alles predigen nicht's - zumindest braucht es halt seine Zeit ...


lieben Gruß
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Erzieht eure Kinder von den frühesten Tagen an dazu unendlich zart und liebevoll zu Tieren zu sein.
Ábdu'l-Bahá 1844-1921

Liebe/r truelies, vielen Dank für die Zitate aus der Bibel. Die werfen doch gleich ein anderes Licht auf die Sache und ich denke sie geben uns Führung.

Dass der Mensch so grausam zu Tieren ist, kann ich manchmal kaum fassen. Da könnte man Tag und Nacht weinen. Das kann man aber nicht Gott in die Schuhe schieben. Das tut der Mensch, der sich weit von Gott entfernt hat.

Liebe Grüße Linde
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Es ist die äußerliche Ausübung der Religion, die so verschieden ist, und sie ist es, die Streitigkeiten und Fendschaft wachruft.
Diese Traditionen, diese Dogmen sind wie die Schalen um den Kern.
'Abdu'l-Bahá
Wir dürfen den Kern nicht vergessen.
Liebe Rose, ich wünschte mir Deine Sicht der Dinge wäre mehr verbreitet.
Vieles im Leben liegt einfach daran, dass das rechte Maß nicht eingehalten wird.
Alles Liebe Linde
Liebe Ikarus, du hast recht, eigentlich müsste sich jeder einigermaßen einfühlsame Mensch empören darüber was man den Tieren antut.

Es ist sooooo schrecklich.
Ich selbst esse selten Fleisch und hin und wieder Fisch.

Es wird sicherlich dahin kommen, dass wir eines Tages alle kein Fleisch mehr essen.
Aber das liegt halt noch in weiter Ferne.

Ich war Jahre lang Vegetarier, da ich allerdings durch viele Belastungen in letzter Zeit ziemlich kraftlos geworden bin, esse ich hin und wieder etwas Lammfleich und ich spüre, dass es mir Kraft gibt.

Das Problem ist eben diese "Massenfleichherstellung" bei der völlig vergessen wird, dass es sich um Lebewesen handelt, die genau wie Du und ich den Schmerz fühlen.

Liebe Grüße Linde
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Es ist die äußerliche Ausübung der Religion, die so verschieden ist, und sie ist es, die Streitigkeiten und Fendschaft wachruft.
Diese Traditionen, diese Dogmen sind wie die Schalen um den Kern.
'Abdu'l-Bahá
Wir dürfen den Kern nicht vergessen.
Zitat:
Zum einen schreiben die Religionen Mitgefühl und Mitleid vor, aber ich bin der Ansicht, daß Weltfrieden, das Streben nach Liebe und die All-Liebe zu Gott nicht vereinbart werden kann mit dem Schlachthof, in dem die Tiere vor Angst und Schmerz schreien/brüllen, weil auch sie nicht sterben wollen.

Deshalb ist alles Illusion - der ganze Friedensplan - wenn sich nicht so vieles, was falsch läuft, ändert.

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Liebe Ikarus, ich hab mir jetzt nochmal Deine beiden ersten Sätze angeschaut.

Das ist tatsächlich nicht vereinbar mit den religiösen Anweisungen, dass die Tiere auf grausame Art ihr Leben verbringen und vor Angst und Schmerz brüllen müssen. Schlimmer als die Angst vor dem Tod, finde ich, dass sie in ihrem Leben so viel leiden müssen. Müsste ich so leben, würde ich mich danach sehnen dieses Leben beenden zu dürfen.

Zu Deinem zweiten Satz >Deshalb ist alles Illusion - der ganze Friedensplan - wenn sich nicht so vieles, was falsch läuft, ändert.<

Es kann sich erst dann alles was falsch läuft ändern, wenn der ganze Friedensplan eingehalten wird. Solange dies nicht geschieht ändert sich garnichts zum Guten, im Gegenteil, alles wird noch viel, viel schlimmer. Die Reihenfolge ist also genau umgekehrt.

Ich habe damit angefangen mich täglich von Neuem zu bemühen, die Ratschläge die aus den Religionen stammen zu befolgen und nicht nur als fromme Sprüche zu sehen.
Die Taten werden die Welt weiterbringen und das kann nur bei mir selbst beginnen.

Liebe Grüße Linde
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Es ist die äußerliche Ausübung der Religion, die so verschieden ist, und sie ist es, die Streitigkeiten und Fendschaft wachruft.
Diese Traditionen, diese Dogmen sind wie die Schalen um den Kern.
'Abdu'l-Bahá
Wir dürfen den Kern nicht vergessen.
Hallo @ikarus ich kenne keinen Soldaten oder Mezger der töten will
ein Soldat hat eine aufgabe zu erfühlen, ein Mezger sorgt dafür
daß wir Fleisch auf den Tisch bekommen, aber töten wiil
kein von beiden.

Gruss Hipshot
Linde:
Zitat:
Ich war Jahre lang Vegetarier, da ich allerdings durch viele Belastungen in letzter Zeit ziemlich kraftlos geworden bin, esse ich hin und wieder etwas Lammfleisch und ich spüre, dass es mir Kraft gibt.


Gerade Lammfleisch - das Kind der Mutter - warum ißt Du nicht einen alten Ochsen, der schon nah am Lebensende steht ?

Ich kann Dich aber verstehen, daß, wenn Du Familie hast, vielleicht nicht mehr weißt, was Du auf den Tisch stellen kannst, wenn Dein Mann nach Fleisch verlangt.

Vegetarisch esse ich seit 1994. Da wurde mir, auch aufgrund von Dokumentationen, bewußt, was den Tieren passiert. Früher habe ich darüber nie so richtig nachgedacht.

http://www.vegetarismus.ch/buecher/hefte.htm
http://www.chefkoch.de/rs/s0/vegetarische+gerichte/Rezepte.html
http://vegetarischfit.de/

Auch die vegetarische Kochweise verändert sich - es gibt immer neue Ideen.

http://www.chefkoch.de/rs/s0g177t32.....lsenfruechte-Rezepte.html
google: hülsenfrüchte vegetarische kochrezepte

http://www.chefkoch.de/rezeptsammlu.....arische-Reisgerichte.html

google: vegetarische rezepte mit reis

Wer sagt, er könne nicht satt werden, wenn er vegetarisch essen müßte - der soll alle Gerichte durchprobieren.

Es gibt eine Menge Alternativen - aber der Mensch will das tote Stück Fleisch in der Pfanne haben - er ist daran gewöhnt.

Deshalb nimmt er das Leid der Tiere gelassen hin. Er möchte zwar, daß sich was ändert, aber da ist etwas in ihm, daß es nicht zuläßt.

Es ist das Selbstverständnis der Grausamkeit, dessen er sich nicht bewußt ist und das wird sich so schnell nicht ändern.

Meine Meinung.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2