Diskussion über "Friede der Religionen"


In einem anderen Faden wurde zur Sammlung über Friedenszitate aus allen Religionen aufgefordert, da sich da aber gleich ab dem zweiten Post mal wieder eine Diskussion entsponnen hat, habe ich mir die Freiheit herausgenommen das, was nicht dort rein passt, hierher zu kopieren, damit hier diskutiert werden kann. Drüben werde ich die folgenden Beiträge raus löschen, damit dort weiter nach dem Frieden der Religionen gesucht werden kann.

Also, ich eröffne hiermit die Diskussion:

Long Road hat folgendes geschrieben:
Liebe Linde

Vielen Dank für dieses Thema. Dieses Thema liegt mir auch sehr am Herzen und beschäftigt mich schon lange Zeit.

linde hat folgendes geschrieben:
< dass wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen<[/color]
Bahá'í-Schriften


Genau da liegt der Hund begraben. Jede Religion erhebt sich über eine andere. Wie will sie sich sonst selbst rechtfertigen? Eine Religion die sagt: "Wir (X) sind absolut gleichwertig als Religion Y" nimmt sich selbst die eigene Existenzgrundlage.

Jede Religion baut darauf auf dass sie:

- die einzig wahre auserwählte Religion ist
- die Weiterentwicklung, Verbesserung einer älteren Religion ist
- die einzig richtige Weiterführung der ursprünglichen Lehre ist

etc. und erhebt sich somit über alle anderen Religionen. Das führt natürlich zu Diskussionen. Ziel sollte es meiner Meinung nach sein, diese unvermeidlichen Diskussionen möglichst sachlich und friedlich zu gestalten.

Das Schöne: Im täglichen Leben sollte stets Frieden herrschen, da so ziemlich alle Religionen zur Gewaltlosigkeit und Frieden aufrufen.

Alles Liebe


Ikarus hat folgendes geschrieben:
linde hat folgendes geschrieben:

In allen vergangenen Jahrhunderten hat jedes religiöse System seine eigene Überlegenheit und Großartigkeit herausgestellt und die Gültigkeit aller anderen verleugnet und verlacht. Jedes hat seinen Glauben als das Licht, den aller anderen als Dunkelheit dargestellt....

Warum wollen wir diesen religiösen Streit nicht beenden und ein Band der Zusammengehörigkeit zwischen den Herzen der Menschen knüpfen?....

Ábdu'l-Bahá 1844-1921



Liebe Linde, vergiß die Menschen in der Realität nicht.

Zitat:

"Alles, was wir nicht oder noch nicht akzeptieren können, kann zum Schatten werden." (S. 24) Wie entdeckt man seinen Schatten? In der Regel in den Projektionen, also dort, wo wir im anderen diejenigen Energien verdichtet finden, die wir aus unserer Persona ausschlossen. Da der Ausschluß aber weitgehend hinter unserem Bewußtsein vollzogen wurde, kann die Schattenprojektion häufig nicht durchschaut werden. Dazu kommt dann noch die Erfahrung, daß die Person häufig der anzuhängenden Sache einen (wie Jung sagt) entsprechenden Haken anbietet.


http://www.newmind.de/selbst.htm
Zitat:

Der Schatten verkörpert all die Seiten an und in uns, die mit unseren idealen Vorstellung von uns in Konflikt geraten ist und prophylaktisch, aber unbewußt ausgesperrt wurde. Ausgesperrt, ausgespart heißt aber nicht ein für allemal erledigt. Wo aber viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Der Schatten löst sich nicht von uns, sondern begegnet uns in unseren Projektionen und - in unseren Träumen (z.B. im Verfolger). Diese Phase der Selbstarbeit heißt Schattenarbeit und stellt die Möglichkeit vor, den Schatten in unsere Persönlichkeit zu integrieren.



Ich würde meinen, daß große Visionäre am Menschen selbst gescheitert sind.

Sich eine heile Welt vorzustellen, ist eine schöne Sache, doch je höher die Erwartungen ohne Einsicht in die reale Situation, desto größer die Enttäuschung.

Meine persönliche Meinung.

mfg, ikarus
_________________
Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.

Sokrates, griechischer Philosoph im Dialog mit Plato

_________________
"Nur Rosen der Liebe pflanze in den Garten deines Herzens." - Bahá'u'lláh -
Ich selbst kann jetzt leider nicht auf alles eingehen, aber, lieber Long Road:

Ich sehe eine "Fortsetzung" der ursprünglichen Lehre nicht als Erhöhung über andere Religionen an.

Man stelle sich eine Schule vor. Ist die zweite Klasse besser als die erste? Oder gar die fünfte? Könnte ein Schüler der fünften Klasse auch nur irgendwas verstehen, wenn er vorher nicht die anderen vier Klassen durchlaufen, bzw. zumindest deren Stoff gelernt hätte?
Wohl kaum.

Keine Religion ist besser als die andere. Nur sind die unterschiedlichen Religionen zu unterschiedlichen Zeiten besser auf die Situation der Welt / der Gesellschaft / des Gebiets angepasst, in welcher sie auftreten.

Und später kommt wieder eine andere, die wieder Neues bringt. Und leider besteht die Gefahr, dass auch das nächste mal wieder nicht erkannt wird, wie wichtig Veränderung ist - die in der Religion nur von Gott herbeigeführt werden kann und darf.

Alles Liebe,
Riki
Hallo Riki,

war drüben noch am schreiben


Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Riki hat folgendes geschrieben:
Ich selbst kann jetzt leider nicht auf alles eingehen, aber, lieber Long Road:

Ich sehe eine "Fortsetzung" der ursprünglichen Lehre nicht als Erhöhung über andere Religionen an.

Man stelle sich eine Schule vor. Ist die zweite Klasse besser als die erste? Oder gar die fünfte? Könnte ein Schüler der fünften Klasse auch nur irgendwas verstehen, wenn er vorher nicht die anderen vier Klassen durchlaufen, bzw. zumindest deren Stoff gelernt hätte?
Wohl kaum.

Keine Religion ist besser als die andere. Nur sind die unterschiedlichen Religionen zu unterschiedlichen Zeiten besser auf die Situation der Welt / der Gesellschaft / des Gebiets angepasst, in welcher sie auftreten.

Und später kommt wieder eine andere, die wieder Neues bringt. Und leider besteht die Gefahr, dass auch das nächste mal wieder nicht erkannt wird, wie wichtig Veränderung ist - die in der Religion nur von Gott herbeigeführt werden kann und darf.

Alles Liebe,
Riki


Liebe Riki, nach dieser Theorie würde doch schon längst wieder eine neue Religion vonnöten sein, denn in unserer schnelllebigen Zeit sind ca 200 Jahre schon etwas alt und der Kulturraum, in dem der Gründer seinen Ursprung hat, verändert sich auch, gerade wegen der Globalisierung und den entsprechenden Anforderungen.

Der Mensch, so denke ich, muß sich selbst erst entwickeln, ehe er sich öffnen kann und dann verlangt es ihn von selbst nach Wissen und er kümmert sich darum, es zu erlangen.

In seiner Seele, seinem Urgrund, weiß er, was er noch zu lernen hat und wird mit dieser Chronik in sich genau danach suchen.

So wie hier auch zu lesen ist, daß selbst in einer Religion noch viele Unterschiede bestehen.
http://www.shia-forum.de/i n d e x.php?/t o p i c/47062-schiiten-sunitten-christen-etc/
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Bahai-Religion
http://www.bahai.de/bahai-religion/geschichte.html
Es sind alles Entwicklungen, die sich über Jahrzehnte hinziehen, ehe sie sich in der Praxis beweisen kann und auch soll.
Nur bleibt sie immer mit ihrem Ursprung verbunden, was wir auch heute vorfinden, die Naturreligionen, die Weltreligionen - alles trägt ins ich schon Merkmale von inneren Veränderungen, die der Zeit geschuldet sind. Es ist zwar hartnäckiger, weil das Alte so schwer loszulassen ist, aber die Zeit fordert Veränderungen und schaut man sich die Welt und ihre Bewegungen an, so erkennt man doch, wie sehr Wandlungen durch alle Gesellschaften und Religionen das Leben der Menschen beeinflußt.

Du schreibst: "wenn doch die Menschen so einsichtig wären, zu erkennen", und ich denke, daß die Menschen gerade das tun, sie werden einsichtiger im Laufe der Generationen und brauchen Zeit für ihren Weg. Denn sie prüfen auch und wägen ab, was ein Merkmal des Menschen ist.

Und dann entscheiden sich die Menschen. Und sie haben eine große Anzahl von Wahlmöglichkeiten vor sich liegen und entscheiden nach Herz und Intuition.

Wer sich die verschiedenen Meinungen in den Foren durchliest - oder sich nur einen Überblick verschaffen möchte, der erkennt, wie weit wir noch voneinander entfernt sind.

http://www.islam-deutschland.info/forum/i n d e x.php
http://www.iphpbb.com/board/fs-33655528nx5855.html
(stellvertretend für so viele, unendlich viele Foren gleicher Art, wie bei allem. Man liest sowieso nur aus Zeitgründen die letzten Beiträge. Es sei denn, man ist gefesselt von einer aufschlußreichen Diskussion.)

Es wäre alles so leicht, wenn...die Welt nicht so bunt wäre...

mfg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Die liebe Riki hatte diesen Faden hier eingerichtet. Bei Bedarf können hier weitere Kommentare gepostet werden.
Danke, schöne Grüße und noch schönen Sonntag

Linde
Bei der Frage nach "Friede in den Religionen" fiel mir dieser Link ins Auge:
http://www.friedensdienst.de/Religion-zwischen-Frie.144.0.html

1. Mission und Gewalt – eine ambivalente Beziehung
Zitat:
Alix Lozano, mennonitische Pastorin aus Kolumbien, und einige andere, gehen sogar so weit zu sagen, dass die Begriffe Mission und Gewalt austauschbar geworden sind..


Fühlen sich Menschen anderer Religionen verletzt, wenn in ihren Ländern für andere Religionen missioniert wird ?

Warum ?

http://www.muz-online.de/religion/frieden.html
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Riki hat folgendes geschrieben:
Man stelle sich eine Schule vor. Ist die zweite Klasse besser als die erste? Oder gar die fünfte? Könnte ein Schüler der fünften Klasse auch nur irgendwas verstehen, wenn er vorher nicht die anderen vier Klassen durchlaufen, bzw. zumindest deren Stoff gelernt hätte?
Wohl kaum.


Ich muss sagen, ich habe die erste Klasse Volksschule als schönste aller Klassen in Erinnerung. Alles war irgendwie ganz neu und magisch. Später wurde es dann im Schulleben sukzessive immer mühseliger, der Leistungsdruck stand immer mehr im Vordergrund. Man wurde nicht mehr - so wie der frischgebackene "ABC-Schütze" - nur um seiner selbst Willen angenommen sondern musste sich erst durch beinharte Leistungskriterien beweisen, um akzeptiert zu sein.

Wenn ich mir noch einmal eine Klasse aussuchen könnte, dann wäre es die erste Klasse Volksschule. Einmal noch mit den glänzenden Augen dortstehen mit der Schultüte und pochendem Herzen, einmal noch diese unwiederholbare Magie des Anfangs einer ganz neuen Lebensphase erleben...
truelies in Faden "Friede der Religionen" hat folgendes geschrieben:
Ich glaube und hoffe eigentlich das die Zeit des Martyrium wie das der frühen Christenheit eigentlich vorbei ist.


Dem ist leider nicht so. Noch nie haben so viele Christen gelitten und werden umgebracht nur weil sie Christen sind wie in der heutigen Zeit.

truelies in Faden "Friede der Religionen" hat folgendes geschrieben:
Wenn jemand meint es gibt nur Frieden wenn er genauso lebt wie es die eigene Religion vorgibt dann ist das eben kein Frieden darin und man sollte überlegen woher sowas kommt. Das hat alles nur mit Macht und Besitz zu tun.


Das ist deine Meinung - ich habe eine andere.

Ich glaube, dass wahrer Friede nicht im Großen ensteht, sondern im Herzen jedes einzelnen Menschen. Und nur Jesus Christus kann meines Glaubens nach die Herzenssehnsucht des Menschen wirklich voll erfüllen, aber deshalb bin ich ja auch bewusst Christ.

Ich glaube aber, dass es auch viele "unbewusste" Christen gibt, seien sie religiös oder nichtreligiös, die genau das tun, was ihnen Gott ins Herz geschrieben hat. Sie tun mir nur oft leid, weil sie sich auf diesem steinigen Weg nicht durch die Sakramente der Kirche stärken können.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass wahrer Friede nicht im Großen ensteht, sondern im Herzen jedes einzelnen Menschen. Und nur Jesus Christus kann meines Glaubens nach die Herzenssehnsucht des Menschen wirklich voll erfüllen, aber deshalb bin ich ja auch bewusst Christ


Das ist auch meine Meinung Burkl.
Den Frieden muss jeder mit sich und Gott plus der Welt selber finden im kleinen. Ich konnte ihn auch nur durch Jesus finden. Hätte ich noch vor 10 Jahren für unmöglich gehalten. Durch Sakramente der Kirche halt ich nicht für echt da rituelles Menschenwerk. Jesus alleine reicht mir
SUCHE NACH WAHRHEIT
Paris, Avenue de Camoens 4, den 10. November 1911

41.1
Das erste Prinzip der Lehre Bahá'u'lláhs ist die Suche nach Wahrheit.

41.2
Wenn jemand auf der Suche nach Wahrheit Erfolg haben möchte, muß er als erstes sein Auge gegenüber allem überkommenen Aberglauben der Vergangenheit schließen.

41.3
Die Juden haben überkommenen Aberglauben, die Buddhisten und Zoroastrier sind nicht frei davon so wenig wie die Christen. Alle Religionen wurden nach und nach durch Überlieferung und Dogmen eingeengt.

41.4
Alle halten sich jeweils für die einzigen Hüter der Wahrheit und meinen, daß jede andere Religion aus Irrtümern bestehe. Sie selbst hätten recht und alle übrigen unrecht. Die Juden glauben, allein die Wahrheit zu besitzen und verdammen alle anderen Religionen. Die Christen behaupten, ihre Religion sei die einzig wahre und alle übrigen falsch. Genauso die Buddhisten und Mohammedaner: alle umgeben sich mit Grenzen. Wenn alle einander verdammen, wo sollen wir dann die Wahrheit suchen? Da alle einander widersprechen, können sie nicht alle wahr sein. Wenn alle vermeinen, daß ihre Religion alleinig wahr sei, so machen sie sich selber blind für die Wahrheit, die in den anderen ist. Ein Jude beispielsweise, der an die äußeren Bräuche der Religion Israels gebunden ist, gestattet sich nicht, zu erkennen, daß die Wahrheit auch in jeder anderen Religion sein kann; alles muß in seiner eigenen enthalten sein!

41.5
Wir sollten uns daher von den äußeren religiösen Formen und Bräuchen lösen. Wir müssen uns vergegenwärtigen, daß diese Formen und Bräuche, wie schön sie auch immer seien, nur Gewändern gleichen, in die das warme Herz und die lebendigen Glieder der göttlichen Wahrheit eingehüllt sind. Wir müssen die Vorurteile der Überlieferung fallen lassen, wenn wir die Wahrheit mit Erfolg im Kern von allen Religionen finden wollen. Wenn ein Zoroastrier glaubt, daß die Sonne Gott sei, wie vermag er sich dann mit anderen Religionen zu verbinden? Wie können die Götzendiener die Einheit Gottes fassen, wenn sie an ihre verschiedenen Götzen glauben?

41.6
Es ist daher klar, daß wir, um irgend welche Fortschritte in der Suche nach Wahrheit zu erzielen, dem Aberglauben entsagen müssen. Würden alle Suchenden diesem Grundsatz folgen, so würden sie die Wahrheit klar zu schauen vermögen.

41.7
Wenn sich fünf Menschen zusammentun, um die Wahrheit zu erforschen, so müssen sie damit beginnen, daß sich jeder über seine einzelne besondere Lage hinwegsetzt und alle vorgefaßten Meinungen fallen läßt. Um die Wahrheit zu finden, müssen wir von unseren Vorurteilen, unseren eigenen kleinlichen, alltäglichen Vorstellungen lassen; ein offener, empfänglicher Sinn ist nötig. Wenn unser Kelch vom ich erfüllt ist, so ist in ihm kein Baum mehr für das Wasser des Lebens. Die Tatsache, daß wir meinen, selber im Recht zu sein und jeden anderen für im Unrecht halten, ist das größte aller Hindernisse auf dem Weg zur Einheit, und Einheit ist nötig, wenn wir zur Wahrheit kommen wollen, denn die Wahrheit ist nur eine.

Darum sollten wir gebieterisch den eigenen persönlichen Vorurteilen und dem Aberglauben entsagen, wenn wir ernstlich die Wahrheit zu erforschen wünschen. Wenn unser Verstand nicht zwischen Dogmen, Aberglauben und Vorurteilen auf der einen und der Wahrheit auf der anderen Seite unterscheidet, so können wir nicht zum Ziel gelangen. Suchen wir irgend etwas ernstlich, so werden wir uns allenthalben danach umtun. An diesen Grundsatz müssen wir uns in unserer Wahrheitssuche halten.

41.9
Die Wissenschaft muß angenommen werden. Keine Wahrheit kann einer anderen Wahrheit widersprechen. Das Licht ist gut, in welcher Lampe es auch brennen mag, eine Rose schön, in welchem Garten sie auch blühen mag. Ein Stern hat den gleichen Glanz, ob er aus dem Osten oder aus dem Westen scheint. Seid vorurteilsfrei, so werdet ihr die Sonne der Wahrheit lieben, an welchem Punkte des Horizontes sie auch aufgeht! Ihr werdet erkennen, daß das göttliche Licht der Wahrheit, wenn es in Jesus Christus schien, dann auch in Moses und in Buddha leuchtete. Der ernsthaft suchende wird zu dieser Wahrheit finden. Das ist die Bedeutung der ,"Suche nach Wahrheit". sie bedeutet auch, daß wir gewillt sein müssen, alles beiseite zu legen, was wir früher gelernt haben und was unsere Schritte auf dem Weg zur Wahrheit hindern könnte. Wir dürfen [/color[color=blue]]nicht davor zurückschrecken, nötigenfalls unsere Erziehung von vorne zu beginnen. Wir dürfen unser Auge nicht durch die Liebe zu irgend einer Religion oder Person derartig blenden lassen, daß uns der Aberglaube in Fesseln schlägt. Wenn wir uns von allen diesen Banden lösen und mit ungebundenen Sinnen suchen, so werden wir auch fähig sein, ans Ziel zu gelangen.

41.10
"Suche die Wahrheit, und die Wahrheit wird dir Freiheit bringen." So werden wir die Wahrheit in allen Religionen erblicken, denn die Wahrheit ist in allen, und alle Wahrheit ist nur eine!

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)

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soraja
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Beitrag Datum: 16.11.11, 15:22 Titel: Zitieren
linde hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Wir sollten uns daher von den äußeren religiösen Formen und Bräuchen lösen.



Schöne Theorie.

Wie sieht es aus mit den Bahai?

Pflichtgebet, Pilgerreise, Rat der hohen Herren, Gottesdienste, Tempel, Spenden, Erbgesetze, Heiratsvorschriften, usw.?

Zitat:
Zitat:
"Suche die Wahrheit, und die Wahrheit wird dir Freiheit bringen."


Ja, das stimmt- wenn es denn die Wahrheit ist.

Zitat:
Zitat:
So werden wir die Wahrheit in allen Religionen erblicken, denn die Wahrheit ist in allen, und alle Wahrheit ist nur eine!



Nein- die Wahrheit ist nur eine, ja, aber die Wahrheit ist in keiner Religion vollständig.
Der Satz müsste heißen:

Trenne in allen Religionen die Wahrheit von der Lüge und halte dich an die Wahrheit und verneine die Lüge, so wirst du auch zur Freiheit gelangen.
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linde
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Beitrag Datum: 16.11.11, 15:25 Titel: Zitieren Bearbeiten
Liebste Soraya, es gibt eine extra Seite
>Diskussionen über Friede der Religionen<

Alles Liebe Linde

Minou
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Beitrag Datum: 16.11.11, 23:26 Titel: Re: Friede der Religionen Zitieren
Verzeihung, liebe Linde, darf ich nur kurz eine Antwort an Soraya schreiben? Finde den anderen Thread gerade nicht.
soraya hat folgendes geschrieben:
Pflichtgebet, Pilgerreise, Rat der hohen Herren, Gottesdienste, Tempel, Spenden, Erbgesetze, Heiratsvorschriften, usw.?



Ich denke, dass damit die Bräuche der vorigen Offenbarungen gemeint sind. Auch die jetzigen Institutionen der Baha'i-Religion gelten ja nur für diese jetzige Offenbarung.
Außerdem gibt es keinen Rat der hohen Herren, die Spenden sind freiwillig, die Erbgesetze nur für den Fall, dass kein Testament vorliegt ... und so könnte man überall etwas zufügen, will aber den Thread hier nicht zerstören. Es gibt wohl keine andere Religion mit so wenig äußeren "Bräuchen" oder Zeremonien.
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Diese Handbreit Erde ist nur eine Heimat und eine Wohnstatt.
Baha'u'llah / Botschaften aus Akka

In der Sprache der Seele von Dr. Christa Motamedi
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh