Liebe = Egoismus?


Ich finde diese Seite ganz interessant:

Zitat:
Vom Ich zum Ich bin

(Text vom 22.02.2002)

Ich möchte folgende These aufstellen: Menschen, die im - Ich (im Ego) leben, sind nur darauf bedacht, dass es ihnen gut geht.
Selbst wenn sie möchten, dass es auch anderen gut geht, zählen sie darunter, da dies meistens aus dem geheimen Wunsch heraus kommt: Wenn es den anderen gut geht, geht es mir gut, denn ich erhalte von ihnen Freude und sie wecken in mir keine unangenehmen Gefühle.
Diese Menschen leben aus unbewussten Werthaltungen heraus, und ihr Verhaltens- und Einstellungspotential kommt aus unbewussten Quellen im Innern.

Erst wenn diese Menschen den Schritt vom --Ich zum Ich bin Ich wagen, werden sie Hilfe aus diesen Webseiten herauslesen und somit bekommen. Dieses >Ich bin Ich< beinhaltet die entscheidende Frage:

Wer bin ich eigentlich?
Was bin ich eigentlich?
Wie bin ich eigentlich?

http://www.wieobensounten.de/trans/pers/ichichbin.html

Wir hatten schon mal darüber diskutiert, wie wichtig das Ego ist und ob es denn auf dem spirituellen Weg gebraucht wird.

Ich denke schon. Vielleicht, weil wir erst einmal zu uns finden müssen, eher wir an etwas anderes denken können.

Eigentlich habe ich nach "Satpram" gesucht - seine Begegnung mit Aurobindo - jetzt bin ich hier gelandet.

http://www.wieobensounten.de/einl/lit/satprem.html

Ich glaube, die Masse der Menschen kann noch gar nicht anders sein, als sie ist.

Wandel kommt langsam.
Da muß dann schon viel passieren.

http://www.wieobensounten.de/trans/ichdu.html
Zitat:

Was verstehe ich unter Ego?
Das Ego ist die Summe der erlernten Mechanismen (im „positiven“ wie auch im „negativen“ Sinn) zuzüglich Selbsterhaltungs- und Selbstbehauptungstrieb.


http://www.wieobensounten.de/pers/koerper/oeffnen.html
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Das Wort Egoismus ist negativ besetzt, dabei gibt es keine menschliche Handlung, deren Triebfeder nicht der Egoismus ist.

Es waren die Egoisten die ( zum Glück) das Rad erfanden! Das ist der Egoismus, von dem alle profitieren

Nur - Egoismus ist nicht = Egoismus.

Einen Egoismus gilt es zu vermeiden und zwar der, der auf Kosten Anderer geht!
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"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe."
"Wer sich nicht bewegt spürt seine Ketten nicht!"
Egos sind die Menschen, die nur an sich selber denken, alles für sich behalten möchte und es dreht sich alles um sie. Gott sei Danke bin ich nicht so eine und Gott sei Dank kenne ich niemanden aus meinem Bekanntenkreis der so ist.
der_ding hat folgendes geschrieben:


Ich gehe mit meiner Freundin in die Stadt und plötzlich wird sie von irgendeinem Typen angefallen.

Ich trete ihn weg und schreie:"Packst du sie nocheinmal an, bring ich dich um ..."** (ugs.)
......................................................................................

War das nun Egoismus, weil ICH es nicht verkraften könnte, wenn ihr etwas zustößt oder Liebe?
LG


Für mich ist das kein Zeichen von Liebe, sondern ganz eindeutig von Hilfsbereitschaft. Hilfsbereit kann man auch zu jemanden sein, den man nicht liebt.

Für mich hat diese Geschichte nichts mit Liebe und Egoismus zu tun.
Hallo Das_Ding,

ich denke, dass du dich erst einmal fragen solltest, ob dein Verhalten in Relation zu dem Stand, was du dort ausgesprochen hast.

Ich denke, dass es doch sehr wohl ein Unterschied ist, ob der Typ nur einen kleinen unbedeutenden Flirt mit deiner freundin hat oder sich voll in sie vergraben will.

Egoistisch ist es nciht, nur ein wenig übertrieben, wenn er flirtet und du den Typen gleich eins auf die Nase gibtst.

Auch würde ich nicht die Frage nach egoismus stellen, sondern nach Vertrauen.

Hast du denn das Vertrauen zu deiner Freundin, dass sie nicht mitgeht, oder hast du Angst. dann ist deine Reaktion besser zu verstehen.

Also mach langsam und bring dich und deine Liebste nciht in Gefahr.

Grüße
Micha
Hallo,

die letzte Antwort finde ich sehr schön.

Es gibt viele, die ihre Liebe/ Freundin verteidigen, weil sie auch für sich steht. "Ich habe mir diese Freundin ausgesucht", wo wir wieder beim Ich sind. Hast du dich oder sie verteidigt? Hast du sie verteidigt um deine Ehre zu verteidigen.

Da finde ich das Wort "Ehre" auch sehr speziell, die einen definieren es so, die anderen so. Man kann es auch verschieden auslegen. Aber im Groben meine ich, ging es bei der Verteidigung um Dich oder Sie?

Im Generellen finde ich es auch schön, wenn man so verteidigt wird, aber manchmal, Situationsbedingt, ist es auch zu heftig, jemanden wegzutreten. Aber das kann ich hier schlecht beurteilen, war ja nicht dabei.

Liebe Grüße
Herzlich willkommen im Forum, calendula!
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
der_ding hat folgendes geschrieben:
Moin,

Diese Frage geht eigentlich von einem sehr pessimistischen Standpunkt aus. Ich möchte versuchen, mein Thema an einem Beispiel zu erklären:

Ich gehe mit meiner Freundin in die Stadt und plötzlich wird sie von irgendeinem Typen angefallen.

Ich trete ihn weg und schreie:"Packst du sie nocheinmal an, bring ich dich um ..."** (ugs.)
......................................................................................

War das nun Egoismus, weil ICH es nicht verkraften könnte, wenn ihr etwas zustößt oder Liebe?

Fals zu dieser kurzen Einleitung Unklarheiten aufkommen sollten - Gleich nachfragen.

LG

Habe irgend wo ein Zitat von Mutter Teresa gelesen.
"wenn du jemanden hilfst, und die anderen meinen, sie hilf nur um
vorteile davon zu haben, hör aber nicht zu und hilf weiter"

Gruss Hipshot
Es gibt eine Liebe, in der liegt das Leid der Eifersucht, das Leid der Trennung und das Leid, das daraus erwächst, dass die Liebe nicht erwidert wird.

Nur das würde ich nicht Liebe nennen.
sokrates hat folgendes geschrieben:
Es gibt eine Liebe, in der liegt das Leid der Eifersucht, das Leid der Trennung und das Leid, das daraus erwächst, dass die Liebe nicht erwidert wird.

Nur das würde ich nicht Liebe nennen.


Das ist ein ganz schön schwieriges Thema.
Denn wenn die Liebe groß ist, dann sind auch der Schmerz des zurück- gewiesen werden und die Eifersucht groß.
Das wächst miteinander. Das ist eben in einer Polarität so.
Dennoch ist es natürlich das Ziel, so zu lieben, dass die Eifersucht überwunden wird, aber das ist immer schwerer, je größer die Liebe wird.

Ich persönlich habe erlebt, dass ab einem bestimmten Punkt der Liebe eine Zurückweisung oder Eifersucht einen physisch fast töten kann.

In dem Moment hat man keine Chance, sich mit dem Verstand irgend etwas einzureden. In dem Moment kämpft man tatsächlich ums Überleben.

Daran arbeiten kann man dann später, wenn man wieder Luft bekommt und die Todesangst überstanden hat.

Zurückweisung kann tatsächlich Sterben auslösen.

Die Liebe wächst dann dadurch, in dem man hinterher dem Menschen versucht zu vergeben und sich bemüht, keinerlei negative Gedanken gegen ihn auszusenden, aber das sind langwierige und schmerzhafte Prozesse. Liebe wächst immer langsam durch viel Arbeit.

Zerstörung der Liebe geschieht immer in Sekunden, wie bei Bomben auf Städte ja auch. Der Aufbau danach dauert lange.