Er tauscht meine Liebe gegen Bierflaschen


sangita hat folgendes geschrieben:
und bist du jetz glüklich soraja?lgrß


Ja, ganz und gar und vollkommen glücklich.

Aber: ich hab mich hier am 18.Mai angemeldet- weil ich in einer so tiefen Krise war, dass ich mir Hilfe holen musste.

Die Krisen kamen immer wieder.

Es ist ein sehr schwerer Weg, Missbrauch zu überwinden.

Meine Mutter war Alkoholikerin, mein Vater war gewalttätig.

Das erschafft schwere Wunden in der Seele.

Wenn man sich Gott hingibt, so wird man nur reif, wenn man den Missbrauch bewusst durchlebt und die negativen Gefühle, die dann hoch kommen, annimmt und durch geht.

Das kann zum Teil Monate dauern- aber es lohnt sich eben.

Es gibt einen Weg aus allen Schmerzen, aber mann muss sehr viel Geduld haben.

Ich war ähnlich drauf wie anonym17 hier aus dem Forum.

Ich hatte über 30 Jahre lang eine permanente Todessehnsucht- die in einem lebt durch den Missbrauch.

Es ist nötig, diese Sehnsucht nach dem Tod zu überwinden durch eine sehr enge Bindung an Gott- aber es ist ein Irrtum zu denken, dass das schnell geht- man muss beharrlich, geduldig und immer aufmerksam sein- auf Gott und so dem Tod andauernd entgegen wirken.

Aber es lohnt sich, ich kann mich nur wiederholen.

Ich erlebe ein inneres und äußeres Wohlsein, das alles übertrifft, was ich mir hätte je vorstellen können.

Ich wünsche nur noch jedem, dass er das auch erlangt, aber jeder muss sich für sich selbst anstrengen.

Ich empfinde diesen Weg tatsächlich als Kampf von Gut gegen Böse und das Schlachtfeld ist unser Inneres.

Bei einem Menschen, der Missbrauch erlebt hat, ist das Böse sehr stark- aber das ist ihm nicht bewusst.

Er hält sich für das Opfer- aber was er nicht erkennt ist: dass er genauso viel Täter wie Opfer ist.

Es muss ihm also gelingen, den Täter in sich zu erkennen und das ist meistens eine massive Ablehnung gegen sich selbst, andere Menschen und Gott.

Die Aufgabe ist, diese Ablehnung zu erkennen und zu stoppen.

Das eben ist eine schwere Aufgabe, denn die Ablehnung sitzt tief im Unterbewusstsein.

Das geht nur mit beharrlichem Streben zu Gott.

Aber es geht- und das ist absolut wunderbar.
Thunder hat folgendes geschrieben:
Wie kommt man eigentlich dazu einen Alkoholiker als Freund zu nehmen? Ganz ehrlich.. selbst Schuld... Das muss ja die Geilheit 6000 sein oder Geld haben.


Man nimmt sich keinen Freund.

Man wird im Leben konfrontiert und von Gott geführt, dazu gehört, dass man Beziehungen erlebt, die dem entsprechen, was man Jetzt ist.

Wer ein Muster des Missbrauchs hat, wird Missbrauch anziehen.

Man liebt den Alkoholiker und zwar ganz und gar.

Menschen, die so taktlos fragen, haben sich mit der Materie nicht genügend auseinander gesetzt.

Und es ist schwer genug, immer den anderen erklären zu sollen, warum man den Alkoholiker liebt.
Man liebt ihn eben.

Und man kämpft schon genug gegen seine eigenen Schuldgefühle.

Und es ist sehr schwer, sich von einem Menschen zu trennen, den man liebt.

Auch als Kind liebt man seine Eltern, wenn sie Alkoholiker sind.

Man muss sich trennen, obwohl man liebt.

Und das ist sehr schwer.

Man hilft diesen Menschen ganz sicher mehr durch Mitgefühl und Verständnis, anstatt noch mehr in die Wunde zu schlagen.
Zitat:
Wie kommt man eigentlich dazu einen Alkoholiker als Freund zu nehmen? Ganz ehrlich.. selbst Schuld... Das muss ja die Geilheit 6000 sein oder Geld haben


Hallo Thunder,
also ich habe noch nie gehört, dass man sich bewusst dafür entscheidet jemanden zu lieben- man liebt einfach. Wie kann man da von Schuld reden, das verstehe ich nicht.

Zumal ich es als verachtend empfinde, weil es ja impliziert, dass alle (zumeist Frauen), die in einer gewalttätigen Beziehung stecken, selbst Schuld sind, denn sie haben sich ja "diesen Partner genommen".
hey martin du bist verständnis voll danke

lgß sangita
Die Frage anders gestellt: Was macht Menschen so anziehend, die ihr Leben nicht in die Reihe kriegen ? Die sich dem Alkohol oder den Drogen hingeben und wieviel Verstand, Logik, Einsicht ist in einer Frau, wenn sie die Konsequenzen solcher Beziehungen nicht erkennt ?

Was zieht sie an diese Menschen an und was ist unterbewußt in ihr, daß sie darauf eingeht ?

Hier müssen wir über die Komplexität von Verbindungen nachdenken.

Finde ich.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Die Frage anders gestellt: Was macht Menschen so anziehend, die ihr Leben nicht in die Reihe kriegen ? Die sich dem Alkohol oder den Drogen hingeben und wieviel Verstand, Logik, Einsicht ist in einer Frau, wenn sie die Konsequenzen solcher Beziehungen nicht erkennt ?



Ich kann da wohl was dazu sagen, ich habe 6 Jahre mit einem Alkoholiker gelebt und ihn geliebt.

Es sind besondere Menschen. Sie fühlen tief, sie sind zärtlich, sie sind genial, sie sind begabt, sie sind einzigartig, sie lieben stark, sie sind emotional und nie langweilig.

Man erkennt natürlich sofort, dass man das lassen sollte, aber das ist nur der eine Teil, der der Vernunft.

Das Herz aber will diesen Menschen, aber gesund bitte, ohne das Problem.

Und dann beginnt das ewige Hin und Her. So lange, bis man/frau es einsieht, dass dieser Mensch sich nicht ändern wird und nach viel viel Leiden schafft man es nach Seen von Tränen, sich von diesem Menschen zu trennen- weil er einen mit kaputt macht.

Das sind sehr schwere Sterbe-, Trennungs-, Willenskraft- und Lernprozesse.

Wenn mich einer fragt, wen ich am meisten geliebt habe: ihn.

Noch nach fünf Jahren Trennung schreibt er mir mehrmals wöchentlich, dass er nur mich liebt und wie sehr er mich vermisst- obwohl ich niemals antworte.
Er hat seither keine andere Frau angeschaut und ist ein sehr attraktiver Mensch.
Diese Menschen sind einem ewig treu- außer dass sie dem Alkohol noch treuer sind....
soraja, ich kenne die Erfahrungen mit Menschen, die trinken. Sie haben auch viele Dinge aus der Kindheit verdrängt - dazu nehme ich das Horoskop und dann weiß ich, was sie dazu geneigt macht, sich Neptun(Alkohol) zu ergeben.

Es gibt ja auch Frauen, die in einer einen Hand die Flasche halten und in der anderen das Putztuch - sie wissen mit ihrem Leben nicht viel anzufangen und merken nicht, daß sie allmählich immer mehr diesen Trunk brauchen.

Manche Menschen sind sooo still, man denkt, diese Menschen können kein Wässerchen trüben, aber haben sie in paar Gläschen getrunken, sind sie heidiwitschka - plötzlich sehr lebendig und der Mund steht nicht still.

Mein Mann wollte damals den Gashahn aufdrehen und hat mich in tausend Ängste versetzt - mein Lebensgefährte hat mich nachts aus dem Bett gezerrt, um mir stundenlang Litaneien über meine Fehler zu halten - wenn ich mich eingeschlossen hatte, zog er die Kinder aus dem Bett, wenn sie auch schliefen und ich mußte wieder das Zimmer aufschließen.

Ich glaube, ich habe auch da meine Erfahrungen gemacht und deshalb kann ich die Frage auch an mich stellen: Warum bin ich mit diesem Menschen zusammen gewesen, was sollte ich aus dieser Erfahrung entnehmen.

Mir selbst geht Alkohol auf den Magen - ich vertrage nicht viel davon - mein Vater trank selten, nur sein Ab-und an-Bier - habe ihn nie betrunken gesehen und einmal, als er von der Feier kam, das war das einzige Mal, wo man ihm eingeschüttet hatte, da ging es ihm sehr schlecht.

Auch sonst kannte ich in der FamilienDynastie keine Trinker - zumindest die im engeren Kreis - hatten wir wohl andere Probleme, die uns beschäftigten.

Vielleicht sollte ich lernen, Menschen verstehen zu lernen, die in den Alkohol flüchten.

lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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Für mich hatte diese Beziehung verschiedene Lernziele.

Zum einen bin ich das Kind einer Alkoholikerin, also ist das Thema schon mal lebensfüllend- klar, dass ich dem nicht aus dem Weg gehen konnte.

Da geht es um viele verschiedene Dinge.

Mein Vater hat sich wie ein ordentlicher Co-Abhängiger verhalten: nämlich die Sache schön versteckt und damit gefördert.

Meine Mutter ist am Alkohol schließlich gestorben.

Wenn ich aber gefragt werde, zu wem ich eine Beziehung hatte- es war meine Mutter, das ist eine Beziehung aus dem Herz, aus der Tiefe.

Zu meinem Vater besteht gar nichts, einfach nichts.

Dennoch kann man mit einem Menschen nicht leben und nicht mal eine Freundschaft aufrecht erhalten, solange er trinkt oder andere Drogen nimmt.
Für mich ging es ums abgrenzen und darum, vor allem, nicht mehr helfen zu wollen, sondern ganz weg zu gehen und den Kontakt abzubrechen.

Das ist eben ein sehr schwerer Prozess.

Wenn ich mir aber die Leben anschaue von ihm oder meiner Mutter oder anderen, die drogensüchtig werden, so findet sich immer eine Katastrophe.

Aber jede Katastrophe kann überwunden werden und wenn ein erwachsener Mensch sich nicht bereit erklärt, seine Probleme anzusehen und an den Schmerz dran zu gehen, so muss man ihn leider meiden- um diese Konsequenz ging es vor allem.

Ich bin härter geworden auf der einen Seite.

Früher hat oft mein Mitleid überwogen- aber wer will schon bemitleidet werden?

Ich bin auch weicher geworden- mir selbst gegenüber. Ich habe verstanden, dass ich es verdient habe, anerkannt zu werden und auch in einer Beziehung etwas erwarten darf- ich muss mich nicht schlecht behandeln lassen und ich darf einfach nein sagen, wenn mir etwas sehr gegen den Strich geht.

Das konnte ich früher nicht. Vor allem das Nein-sagen nicht.

Da ist viel passiert durch all die Jahre.

Es ist wunderbar zu erleben, dass Dinge sich ändern, wenn man sie wirklich anpackt, es ist wirklich wunderbar, dass Liebe funktioniert, auch wenn man eine schwere Kindheit hatte.

Alles ist überwindbar- aber nicht ohne Gott, davon bin ich überzeugt.
Hmm,

na ja, es gibt ja noch viele andere Süchte ...

generell ist es nicht einfach mitzuerleben wie ein Mensch den man liebt sich so von bestimmten Zwängen beherrschen läßt.
Weil man es nicht im geringsten nachvollziehen kann, gerade wenn man zusammen aufwächst. Die selbe Herkunft und Erziehung hat.
Es spielen viele Faktoren eine Rolle ...

in dem Fall den ich miterlebt habe spielte wohl die schwere Geburt eine große Rolle, dieses Kind wollte vermutlich schon gar nicht "geboren" werden ... aber was weiß man schon?
Ein Urteil ist oft schnell gefällt.
Jedenfalls - wenn man einen Süchtigen retten möchte - möchte man sich immer selber ein bißchen retten, glaube ich zumindest.


Liebe Grüße und einen schönen sonnigen Samstag
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Heey Süüsse...Ich hoffe ehs geht dir besser!
Ich kann dir nur eins sagen ..verlass Ihn sofort! Ich weiss es ist sehr sehr schwer vorallem wenn man die Person fest liebt aber es ist besser wen du gehst. Er beschimpft deine Tochter als Fette Kuh.. das reicht doch schon um die Schen zu packen und zu gehen..Nein er soll die Sachen packen und gehen, du wirst eines Tages über Ihn wegkommen und einen neuien Mann finden der DICH liebt und deine ganze Famillie ich bin mir sicher das du wunderschöne Kinder hast die es verdient haben einen guten Mann ihm Haus zu haben genau so wie du. Also sei starck und schick den alki in die Hölle;-)