Ich habe Angst vorm Träumen!


Hallo Leute!

Ich hab ein Problem mit Träumen, dass ich früher als Kind schon mal hatte. Eine ganze Weile lang (mehr als 5 Jahre) war das Problem verschwunden und jetzt ist es seit ein paar Monaten wieder da.

Grundsätzlich sind alle Träume an die ich mich erinnere (bis auf sehr wenige Ausnahmen) immer schlecht.

Mein Problem ist, sobald ich merke, dass ich in einem Traum bin, wendet sich alles und jeder in diesem Traum gegen mich und tyrannisiert mich. Ich kann dann weder schreien noch mich richtig bewegen. Meine Stimme versagt und jede Bewegung wird so als müsse ich gleichzeitig ein enormes Gewicht mit schleppen.
Ich kneife dann immer fest die Augen zusammen,um nichts mehr zu sehen und denke so lange: Wach auf!.. bis ich aufwache. Meistens lande ich dann noch 4 - 5 mal in einem weiteren Traum in dem ich das Gleiche mache, bevor ich wirklich aufwache.

Danach habe ich dann Angst davor einzuschlafen und zwinge mich so lange wie möglich wach zu bleiben.

Das kann aber doch nicht immer so weiter gehn oder? Weiß jemand woran das liegen könnte oder was ich dagegen machen kann? Geht es jemandem vllt so ähnlich?
Als erstes würde ich dir raten zum Arzt zu gehen, und zwar so früh wie
möglich.
Es geht hier nicht um irgendwelche krankheiten aufzudecken, sondern schnellst möglich eine klarheit zu schaffen, daß keine psychische erkrankung sich ausbreitern kann.

Gruss Hipshot
Liebes Nanalein, was Hipshot Dir geraten hat würde ich auch unterstreichen.

Viele Dinge brauchen einfach eine/n Fachmann/Frau.

Ich glaube jeder hat mal Träume die ihm Angst machen, aber wenn das ein bestimmtes Maß übersteigt sollte man sich Hilfe holen, das ist absolut keine Schande.

Ich habe auch immer mal wieder Träume die mich sehr ängstigen. Wenn ich denke, dass das heute Nacht wieder der Fall sein könnte, dann spreche ich vor dem Einschlafen immer wieder ruhig und langsam den Satz :

"Lass Deine himmlischen Weisen Ruhe über mich strömen, o mein Gott."

Das kannst Du auf alle Fälle zusätzlich machen.
Ich werde es heute Abend auch für Dich tun.

Von Herzen alles Gute!
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Erlebst du im Alltag im Moment Situationen, in denen du dich eingeschränkt oder bevormundet fühlst?
Fällt es dir schwer dich auszudrücken und zu sagen was du möchtetest?
Bist du meist für andere da und vergisst dabei dich selbst, deine Bedürfnisse?

Das könnten Auslöser sein für deine Träume.
Beobachte einmal deinen Tagesablauf im Rückblick wenn sich solch ein Traum nochmal einstellt.
@Nanalein

Also wenn du wirklich grundsätzlich nur schlecht träumst, dann würde ich das schon als ernstzunehmendes Signal deiner Seele werten.

Es könnte sein, dass du viele Dinge in dein Unterbewusstsein verdrängt hast, die im Wege der Träume jetzt "nach oben wollen".

Das Wesentliche an unserem Unterbewusstsein ist, dass wir es nicht kennen. Es ist sozusagen die "Mülldeponie". Das, was wir nicht bearbeiten wollen, wird dorthin entsorgt. Wenn dort besonders viel liegt, dann kann es eng werden. Die Träume bringen aber auch nicht 1:1 das hervor, was im Unterbewusstsein liegt, sonst hätte ja die ganze "Entsorgung" keinen Sinn gehabt. Was aber die Träume sehr wohl tun ist, dass sie dir sozusagen "verschlüsselt" mitteilen, was in deinem Unterbewusstsein ist und einer Bearbeitung zugeführt werden will.

Wie du dir das mit dem Unterbewusstsein vorstellen musst kann man gut an diesem kleinen Märchen verdeutlichen:

Es war einmal ein König, der in einem Schloß wohnte und jeden Abend nicht einschlafen konnte, weil vor seinem Schlafzimmer im Wald Hunde bellten. So ging er jeden Abend und fing einen Hund ein, den er dann in den Keller einsperrte. Aber die Hunde, die bellten da unten im Keller weiter - und je mehr es unten im Keller wurden, desto weniger konnte sich der König damit behelfen weitere Hunde, die draußen im Wald bellten in den Keller zu sperren. Außerdem wurde es für den König immer unmöglicher noch in den Keller zu gehen, die Angst vor den Hunden dort zerrissen zu werden wurde immer größer. Irgendwann konnte der König überhaupt nicht mehr schlafen.

Und was ist die Lösung? Er muss sich überwinden, in den Keller gehen und die Hunde dort rauslassen.

Der Keller ist das Unterbewusstsein, die Hunde stehen für die unaufgearbeiteten Probleme.

Mein Rat an dich ist, dass du versuchst herauszufinden, was dir diese Träume "verschlüsselt" mitteilen wollen. Die unterbewussten Dinge können aber wirklich in stark verschlüsselter Form in den Träumen sein, sodass es mitunter nicht leicht sein kann auf die "richtige Spur" zu kommen. Ein banales Beispiel: Z.b. könnte eine Dampflok, die dort herumfährt, dafür stehen, dass irgendetwas in einer "Dampfgasse" passiert ist, was das Problem verursacht. Das ist ja gerade der Sinn des Unterbewusstseins, dass sich etwas vor unserem Bewusstsein verstecken will, deshalb sind ja die Traumbotschaften meist nicht "sonnenklar". Vielleicht kann dir eine gute Freundin oder Freund behilflich sein, die dich gut kennen.

Ich denke, wenn deine Schlafprobleme nicht aufhören, weil du aus eigener Kraft die Ursache nicht finden kannst, solltest du dir professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie holen!

Ich wünsche dir alles Gute!

LG Burkl
Hallo Nanalein,

ich habe mal gehört, dass man seine wiederkehrenden Träume bewusst beeinflussen kann, indem man sich vor dem Schlafengehen fest vornimmt, nicht wieder wie üblich zu reagieren, sondern so zu handeln, dass man den Traum zu einem guten Ende bringen kann. Das bedarf sicher einiger Übung, soll aber wirklich helfen.

Da dein Traum von Unvermögen, Bewegungslosigkeit und Starre handelt, würde ich vermuten, dass du wohl das (unterbewusst) Gefühl hast, im Leben nicht Stand halten zu können, Angst davor hast zu versagen, auch, wenn du eigentlich sicher sein müsstest, denn du hegst Selbstzweifel.
Hier ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Also jemand, der jahrelang erfolgreich Kampfsport betrieben hat, träumt immer wieder, dass er angegriffen wird und seinem Angreifer nichts entgegenzusetzen hat, er völlig schwach und wehrlos ist.
Daraus würde ich lesen, dass diese Person sich ihrer Fähigkeiten zum Beispiel im Beruf sehr unsicher ist und an sich selbst und ihre Kompetenzen zweifelt. Obwohl diese Person eigentlich in ihrem Beruf gut ist, sind die Zweifel so stark, dass sie immer wieder diesen Traum hat.
Der eigentliche Sachverhalt des Traumes hat also nur symbolcharakter und mit der Realität nur im Kern etwas zu tun.

Aber das ist natürlich lediglich meine VERMUTUNG und ich bin keinesfalls dazu in der Lage Träume zu deuten- nur MEINE INTERPRETATION.
Ich danke euch für eure vielzähligen, lieben und netten Antworten.

Ich werde eure Ratschläge befolgen und versuchen die Hintergründe aufzudecken und mir dafür Hilfe holen.

Vielen, vielen Dank nochmal.

Ich werde meine Erfahrungen, die ich mit der Hilfe mache auch nochmal hier reinschreiben.

Liebe Grüße
Nanalein
Hallo Nanalein, ich wollte zu dem was Hikmat schrieb noch etwas ergänzen, was ihren Beitrag noch untermauert.

Ich träume immer mal wieder, dass ich vergessen hätte meinem behinderten Sohn die Abendmedizin zu geben, die er nötig braucht und wache dann ganz entsetzt auf, so sehr, als hätte ich etwas versäumt, was mindestens den Weltuntergang verursacht.

Tatsächlich habe ich es aber so gut wie nie vergessen und wenn, dann ist nichts passiert.
Ich denke, dass da Ängste dahinterstecken, die aber mit der Sache selbst nichts zu tun haben.

Ich weiß zum Beispiel,dass ich als Kind so heftig gerügt wurde, wenn ich mal etwas vergaß (oder auch geschlagen), dass ich wirklich auf die Idee kommen konnte, ich hätte das Schlimmste von der Welt durch mein Vergessen verursacht.

Alles Liebe Linde
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